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Arabischer Frühling in Tunis (Archivbild, Oktober 2011): Vermittler erhalten Friedensnobelpreis.
Bild: ZOHRA BENSEMRA/REUTERS

Friedensnobelpreis geht an tunesische Aktivisten von «Quartett für den nationalen Dialog»

09.10.15, 11:05 09.10.15, 11:38


Das sogenannte «Tunesische Quartett für den nationalen Dialog», eine Gruppe von tunesischen Friedensaktivisten, erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis, das teilte das Nobel-Komitee am Freitag in Oslo mit. Der Preis werde für die Bemühungen um eine pluralistische Demokratie in Tunesien im Zuge des Arabischen Frühlings vergeben.

Der Friedensnobelpreis ist mit 8 Millionen schwedischen Kronen (etwa 950'000 Franken) dotiert und wird – anders als die anderen Nobelpreise – nicht in Stockholm, sondern in der norwegischen Hauptstadt Oslo bekanntgegeben. Überreicht werden alle Preise am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel. (wst)

Das sind die Nobelpreisträger der vergangenen Jahre

2014: Die junge pakistanische Vorkämpferin für Kinderrechte, Malala Yousafzai, teilt sich die Auszeichnung mit dem Inder Kailash Satyarthi, der seit Jahrzehnten gegen Kinderarbeit kämpft.

2013: Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen - für den Einsatz gegen die weltweit geächteten Massenvernichtungswaffen.

2012: Die Europäische Union - für ihren 60 Jahre währenden Beitrag für Frieden, Demokratie und Menschenrechte in Europa.

2011: Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee (beide Liberia) sowie Tawakkul Karman (Jemen) - für den gewaltfreien Kampf zur Stärkung der Rechte von Frauen.

2010: Der Menschenrechtler Liu Xiaobo (China) - wegen seines langen und gewaltfreien Kampfes für die Menschenrechte in seiner Heimat.

2009: US-Präsident Barack Obama - für seinen Einsatz zur Stärkung der internationalen Diplomatie und der Kooperation zwischen den Völkern.

2008: Finnlands Ex-Präsident Martti Ahtisaari - für seine Vermittlung in Kriegen und Konflikten.

2007: Der Ex-US-Vizepräsident Al Gore und der UNO-Klimarat - für ihren Beitrag zur Mobilisierung gegen eine drohende Klimakatastrophe.

2006: Der Wirtschaftsfachmann Muhammad Yunus (Bangladesch) und die von ihm gegründete Grameen Bank - für die Idee, Kleinstkredite an Arme zu vergeben.

2005: Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und ihr Chef Mohammed el Baradei - für ihren Kampf gegen die Verbreitung von Atomwaffen.

2004: Die Umweltaktivistin Wangari Maathai (Kenia) - für ihr Engagement für eine nachhaltige Umweltentwicklung sowie Demokratie und Frieden.

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • poga 09.10.2015 11:13
    Highlight Zum Glück nicht an Angela Merkel.
    4 0 Melden
    • Bowell 09.10.2015 20:46
      Highlight Das wärs noch gewesen! Den Friedensnobelpreis kann man sowieso je länger je weniger ernst nehmen mit Arafat, Obama, der EU...etc als Empfänger.
      4 0 Melden

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