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Robert Mugabe bleibt – vorläufig. Bild: AP/AP

Simbabwes Präsident Mugabe tritt doch nicht zurück, räumt aber Probleme ein

19.11.17, 20:55 20.11.17, 06:36

Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat in einer Rede an die Nation Probleme im verarmten Land eingeräumt, aber nicht – wie erwartet – seinen Rücktritt angekündigt. Er verstehe, dass die schlechte wirtschaftliche Lage und Kämpfe innerhalb der Regierungspartei ZANU-PF viele frustriert hätten, sagte der 93-Jährige am Sonntagabend im staatlichen Fernsehen ZBC.

Mugabes Kritiker riefen unmittelbar nach der Ansprache zu neuen Strassenprotesten gegen den Präsidenten auf. Er, der seit fast vier Jahrzehnten an der Macht ist, steht nach einem unblutigen Militärputsch in der Nacht auf Mittwoch unter Hausarrest.

Mugabes Rede zur Nation am 19.11.17 Video: YouTube/M.M Mwanakijiji

Die Regierungspartei ZANU-PF wählte Mugabe am Sonntag als Parteivorsitzenden ab und forderte seinen Rücktritt bis Montagmittag. Sollte er sich weigern, würden die Abgeordneten der Partei ihn am Dienstag mit einem Misstrauensvotum stürzen, erklärte Zanu-PF.

Die einflussreiche Veteranen-Gruppe in der Partei forderte Mugabe auf, das Land zu verlassen, solange er das noch könne. Er hatte das 15-Millionen-Einwohner-Land seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien im Jahr 1980 regiert – und wirtschaftlich ruiniert. Jetzt gehört die frühere Kornkammer des südlichen Afrikas – das damalige wohlhabende Rhodesien – zu den ärmsten Ländern der Welt.

Am Samstag hatten Zehntausende Menschen in ausgelassener Stimmung in den Strassen der Hauptstadt Harare demonstriert, um Mugabe zum Rücktritt zu drängen und einen demokratischen Neuanfang zu fordern. Ein solcher Protest wäre im autokratisch geführten Simbabwe noch vor kurzem undenkbar gewesen. (sda/dpa/reu/afp)

Historische Bilder von Robert Mugabe

Die ältesten Staatsoberhäupter der Welt



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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 20.11.2017 01:43
    Highlight Um ein Land zu regieren braucht es Energie und Kraft. Ideen und Motivation! Auseinandersetzung mit der Zukunft. Für die heutigen und die zukünftigen Kinder, eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Ich staune schon seit ich mich ein bisschen mit Politik beschäftige, was für Methusalems, sich in der Politik herumtummeln. Es ist doch ein Armutszeugniss für die jeweiligen Länder, dass sie so alte Leute an der Macht haben. Frisches Blut und neue Ideen sind gefragt. Alte und verbrauchte, fantasielose Politiker nützen niemandem etwas. Eine gewisse Routine macht sich breit.
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  • Stop Zensur 19.11.2017 23:40
    Highlight Er hat das Land vom Status als "Brotkorb Afrikas" in eines der ärmsten auf dem Kontinent verwandelt, und viele ethnische Minderheiten vertrieben. Nun räumt er aber Probleme ein, wie schön. Weg mit Mugabe!
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