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Unglück in Mekka: Saudi-arabischer König bestraft Baukonzern für Kransturz

Ein saudi-arabischer Baukonzern soll die Sicherheitsvorschriften nicht ausreichend berücksichtigt haben. Damit sei er «teilweise» schuld an dem Kranunglück mit hundert Toten in Mekka. König Salman schliesst ihn nun von öffentlichen Ausschreibungen aus.

15.09.15, 22:23


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Nach dem Kranunglück in Mekka mit mehr als hundert Toten hat der saudi-arabische König Salman Strafmassnahmen gegen die Baugruppe Bin Laden verhängt. Die Baugruppe werde künftig von öffentlichen Ausschreibungen und neuen Projekten ausgeschlossen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur SPA am Dienstagabend.

Mitglieder des Firmenvorstands dürfen Saudi-Arabien bis zum Abschluss der Ermittlungen zu dem Unglück demnach nicht verlassen. Das Bauunternehmen ist vom Vater des getöteten Terroristenchefs Osama Bin Laden gegründet worden und gehört zu den grössten der Welt.

Ein Untersuchungsausschuss war zuvor zu dem Schluss gekommen, dass die Baugruppe für das Unglück «teilweise» verantwortlich sei. Sie habe die Sicherheitsvorschriften auf dem Baugelände nicht berücksichtigt, meldete SPA. Der Unfall sei aber nicht Folge grober Fahrlässigkeit.

Familien erhalten Entschädigung

Ein riesiger Kran war am Freitag inmitten eines Sturms in einen Innenhof der Grossen Moschee von Mekka gestürzt und hatte Hunderte betende Gläubige unter sich begraben. Neben den 107 Todesopfern gab es rund 200 Verletzte aus verschiedenen Ländern.

Laut SPA-Agentur sollen die Familien der Todesopfer umgerechnet rund 237'000 Euro Entschädigung bekommen.

Um die Grosse Moschee herum stehen mehrere Baukräne. Sie sind Teil eines riesigen Bauprojekts zur Erweiterung des Moscheebereichs um 400'000 Quadratmeter. Dadurch sollen dort gleichzeitig bis zu 2.2 Millionen Menschen Platz finden können. Zur weltweit grössten muslimischen Pilgerfahrt Hadsch halten sich derzeit Hunderttausende Gläubige in der Stadt auf. Die diesjährigen mehrtägigen Zeremonien sollen Anfang kommender Woche beginnen.

sun/dpa/AFP

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