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Österreich wählt: Wird ein Grüner oder ein Br... ähm ... Blauer der neue Bundespräsident?

24.04.16, 08:24 24.04.16, 08:59

Die Österreicher wählen einen neuen Bundespräsidenten. Die Wahllokale sind seit 7.00 Uhr geöffnet. Die Wahl gilt als Stimmungstest für die regierende rot-schwarze Koalition aus sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP.

Er geht: Heinz Fischer von der SPÖ. Bild: PATRICK SEEGER/EPA/KEYSTONE

Insgesamt bewerben sich fünf Männer und eine Frau um die Nachfolge von Bundespräsident Heinz Fischer, der nach zwölf Amtsjahren nicht mehr kandidieren darf. Aufgrund der hohen Zahl der Kandidaten wird damit gerechnet, dass eine Stichwahl der beiden Bestplatzierten am 22. Mai nötig wird.

Debakel für die Volksparteien

Laut Umfragen hat der ehemalige Chef der österreichischen Grünen, Alexander Van der Bellen, gute Chancen in die Stichwahl zu kommen. Auch der Kandidat der rechten FPÖ, Norbert Hofer, sowie die unabhängige Bewerberin Irmgard Griss dürfen auf einen der beiden ersten Plätze hoffen.

Von den drei aussichtsreichsten Kandidaten für das österreichische Bundespräsidentenamt stammt keiner aus den Volksparteien SPÖ und ÖVP:

Der Grüne: Alexander van der Bellen

Bild: HEINZ-PETER BADER/REUTERS

Der 72-jährige Wirtschaftsprofessor stieg erst nach seiner Karriere an der Universität in die Politik ein. Mit seinem ruhigen, sachlichen Auftreten punktet der gebürtige Wiener, der in Tirol aufgewachsen ist, weit über die grüne Kernwählerschaft hinaus.

Der passionierte Raucher war bis 2008 elf Jahre lang Chef der Grünen. Bei der Wahl tritt er als Unabhängiger mit starker Unterstützung der Grünen an, was seine Gegner als «Etikettenschwindel» kritisieren. Der Vater zweier Söhne hat kurz vor Bekanntgabe seiner Kandidatur seine zweite Frau geheiratet.

Der Blaue: Norbert Hofer

Bild: LEONHARD FOEGER/REUTERS

Der 45-jährige ist gelernter Flugzeugtechniker und seit mehr als 20 Jahren in der rechten FPÖ. Von der Regionalpolitik in seiner Heimat Burgenland schaffte er es in den Nationalrat bis zum stellvertretenden Parlamentspräsidenten. Er gilt als das «freundliche Gesicht» der FPÖ. Aufregung um markige Sprüche gab es im Vergleich zu vielen seiner Parteikollegen nie.

«Wenn Hofer Bundespräsident wird, wäre es mit einiger Wahrscheinlichkeit der endgültige Übergang zum Orbánismus in Österreich.»

Der Standard

Trotzdem ist er massgeblich für das als fremdenfeindlich geltende Programm zuständig. Seit einem schweren Unfall beim Paragleiten ist Hofer gehbehindert. Hofer hat mit seiner Frau vier Kinder.

Die Alternative: Irmgard Griss

Bild: APA

Die 69-jährige Topjuristin steigt als unabhängige Kandidatin in den Ring. Ihren Wahlkampf finanziert sich die Steirerin ausschliesslich durch Spenden, die sie alle offenlegt. Sie steht für eine politische Alternative ausserhalb des als verfilzt angesehenen Parteienapparats.

Respekt bei allen Fraktionen bekam Griss 2014 mit ihrem kritischen Untersuchungsbericht zur Kärntner Skandalbank Hypo Alpe Adria. Die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofes ist eine Freundin klarer und präziser Formulierungen. Damit wirkt sie aber auch etwas abgehoben. Griss ist verheiratet und Mutter zweier Söhne.

Mit ersten Hochrechnungen ist gegen 17.30 Uhr zu rechnen. (egg/sda/dpa)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ramonke 24.04.2016 17:43
    Highlight liebes watson team ich bin ja auch links und ich finde auch das man gewisse parteien braun nennen darf im privaten. aber einen artikel so zu betitteln geht gar nicht. und die bilderwahl habt ihr euch wohl auch so zurechtgelegt, das es zum titel passt. eine aufnahme auf der man den "braunen" kandidaten besser sieht und nicht von östereichischen fahnen überdeckt wird wäre echt nice.
    1 1 Melden
  • GBZ 24.04.2016 09:55
    Highlight Was für ein schlechter Titel! Soll das lustig sein?
    27 13 Melden
    • atomschlaf 24.04.2016 11:00
      Highlight Linker Humor... :-P
      8 6 Melden

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