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«Du kennst mich nicht, aber du warst in mir drin» – Ein Lesebefehl für alle jungen Männer

Brock Turner, ehemaliger Elite-Schwimmer der Stanford University, ist für einen sexuellen Missbrauch nach einer Verbindungsparty zu einer milden Strafe verurteilt worden. Das Opfer beschreibt in einer Ansprache vor Gericht seinen Leidensweg. Das erschütternde Dokument im Wortlaut und ins Deutsche übersetzt.

12.06.16, 16:43

Stanford-Studenten gegen sexuelle Gewalt. Bild: AP/Tessa Ormenyi

Brock Turner war ein 20-jähriger Elite-Schwimmer der Stanford University in Kalifornien. Dann missbrauchte er im Januar 2015 nach einer Verbindungsparty eine bewusstlose junge Frau und wurde von zwei Austauschstudenten ertappt und anschliessend von der Polizei festgenommen. 

Vergangene Woche verkündete der Richter Aaron Persky im Aufsehen erregenden Prozess am Santa Clara County Superior Court die Strafe für den Studenten: sechs Monate leichte Haft. Das milde Urteil hat weltweit Empörung ausgelöst, weil der Richter das Urteil auch mit der sozialen Herkunft und dem Status als Elite-Sportler begründet hatte. Zusätzlich taucht ein Brief von Vater Turner auf, aus dem hervorgeht, dass er seinen Sohn für «20 Minuten Action» zu hart bestraft sieht. 

Verurteilt: Brock Turner.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Das 22-jährige Opfer hat sich nach der Urteilsverkündung in einer langen, aber eindrücklichen Wortmeldung an den Täter selber gewandt. Sie kritisiert die Haltung des Täters und der Justiz gegenüber Opfern von sexuellem Missbrauch, die entwürdigenden Befragungen, die sie über sich ergehen lassen musste und wie sie wieder und immer wieder traumatisiert wurde. 

Wir haben die Erklärung, die zuerst von Buzzfeed im Original veröffentlicht worden war, vollständig auf Deutsch übersetzt: 

«Euer Ehren, wenn es in Ordnung ist, würde ich die Mehrheit dieses Statements an den Beklagten direkt richten.

Du kennst mich nicht, aber du warst in mir drin, und deswegen sind wir heute hier.

Der 17. Januar 2015 war ein gemütlicher Samstagabend zu Hause. Mein Vater hat Abendessen gemacht und ich sass am Tisch mit meiner kleinen Schwester, die über das Wochenende zu Besuch war. Ich war Vollzeit am Arbeiten und wollte bald ins Bett. Ich plante, alleine zu Hause zu bleiben, ein bisschen fernzusehen und zu lesen, während sie mit ihren Freunden auf eine Party ging. Dann entschied ich – es war mein einziger Abend mit ihr –, ich hätte nichts Besseres zu tun, also wieso nicht, da ist eine blöde Party zehn Minuten von meinem Haus entfernt, ich würde gehen, tanzen wie eine Idiotin, damit sich meine kleine Schwester für mich schämt. Auf dem Weg dorthin scherzte ich, dass Grundstudenten Zahnspangen haben. Meine Schwester zog mich auf, weil ich wie eine Bibliothekarin einen beigen Cardigan zu einer Verbindungsparty trug. Ich nannte mich selber «Big Mama», weil ich wusste, dass ich da die Älteste sein würde. Ich machte Grimassen, liess mich gehen, und trank zu schnell Alkohol, ohne zu beachten, dass meine Alkohol-Toleranz seit dem College deutlich tiefer liegt.

Das Nächste, an das ich mich erinnere, ist, dass ich auf einer Krankenliege in einem Flur lag. Ich hatte getrocknetes Blut und Verbände um meinen Handrücken und Ellbogen. Ich dachte, ich sei vielleicht gestürzt und sei in einem Büro auf dem Campus. Ich war sehr ruhig und fragte mich, wo meine Schwester war. Ein Polizist erklärte mir, dass ich angegriffen worden sei. Ich blieb immer noch ruhig, und war mir sicher, er würde mit der falschen Person sprechen. Ich kannte niemanden auf dieser Party. Als es mir endlich erlaubt wurde, die Toilette zu benutzen, zog ich die Krankenhaus-Hosen, die sie mir gegeben hatten, runter, wollte meine Unterhose runterziehen, doch fühlte nichts. Ich schaute nach unten und da war nichts. Das dünne Textilteil, das einzige Ding zwischen meiner Vagina und allem anderen, fehlte und alles in mir drin war wie betäubt. Ich habe noch immer keine Worte für dieses Gefühl. Um weiter atmen zu können, dachte ich mir, dass vielleicht die Polizisten Scheren benutzt haben, um den Slip als Beweis sicherzustellen.

«Ich stand da, untersuchte meinen Körper unter dem Wasserstrahl und entschied, dass ich meinen Körper nicht mehr will.»

Dann fühlte ich das Kratzen von Tannennadeln an meinem Hinterkopf und fing an, sie aus meinem Haar zu ziehen. Ich dachte, vielleicht seien die Tannennadeln von einem Baum runter auf meinen Kopf gefallen. Mein Hirn beruhigte mein Bauchgefühl, um nicht zu kollabieren. Weil mein Bauchgefühl sagte: «Helft mir, helft mir.»

Eingewickelt in ein Leintuch schlurfte ich von Raum zu Raum und hinterliess ein Häufchen Tannennadeln, wo immer ich mich hinsetzte. Ich wurde gebeten, Papiere zu unterschreiben, auf denen «Vergewaltigungs-Opfer» stand, und dachte, dass wirklich was passiert sein musste. Meine Kleider wurden konfisziert und ich stand nackt da, währenddem die Krankenschwestern ein Lineal an die verschiedenen Schürfungen auf meinem Körper hielten und sie fotografierten. Wir arbeiten alle drei zusammen, um die Tannennadeln aus meinem Haar zu klauben, sechs Hände, die einen Papiersack füllten. Um mich zu beruhigen, sagten sie, es sei nur die Flora und die Fauna, Flora und Fauna. Sie führten mehrere Tupfer in meine Vagina und meinen Anus ein, Nadeln für Infusionen, Pillen, und eine Nikon linste direkt zwischen meine gespreizten Beine. Ich hatte spitze Zangen in mir drin und eine kalte, blaue Farbe, um nach Hautschürfungen zu suchen.

Nach ein paar Stunden liessen sie mich duschen. Ich stand da, untersuchte meinen Körper unter dem Wasserstrahl und entschied, dass ich meinen Körper nicht mehr will. Ich hatte entsetzliche Angst vor ihm, ich wusste nicht, was in ihm drin war, ob ich angesteckt war, wer ihn berührt hatte. Ich wollte meinen Körper ausziehen wie eine Jacke und ihn im Spital lassen mit allem anderen.

An diesem Morgen sagte man mir bloss, dass ich hinter einem Müllcontainer gefunden wurde, möglicherweise penetriert durch einen Fremden, und dass ich mich auf HIV testen lassen sollte, weil diese Ansteckung nicht sofort diagnostiziert werden könne. Aber für den Moment sollte ich nach Hause in mein normales Leben gehen. Stell dir vor, zurück in die Welt zu gehen, mit nur dieser Information. Sie umarmten mich fest und ich lief aus dem Spital auf den Parkplatz, mit dem Sweatshirt und den Jogginghosen, sie hatten mir ja nur erlaubt, meine Halskette und Schuhe zu behalten.

Meine Schwester holte mich ab, ihr Gesicht nass von Tränen und verzerrt vor Qual. Instinktiv und unmittelbar wollte ich sie von ihrem Schmerz erlösen. Ich lächelte sie an, forderte sie auf, mich anzuschauen, ich bin hier, ich bin okay, alles ist okay, ich bin ja hier. Mein Haar ist gewaschen und sauber, sie gaben mir das komischste Shampoo, beruhig dich, und schau mich an. Schau dir diese lustigen neuen Jogginghosen und das Sweatshirt an, ich sehe aus wie eine Sportlehrerin, lass uns nach Hause gehen, lass uns was essen. Sie wusste nicht, dass ich unter meinem Jogginganzug Kratzer und Verbände auf meiner Haut trug, dass meine Vagina wund war und sich komisch dunkel verfärbt hatte von all dem Stossen, dass meine Unterwäsche weg war, ich mich zu leer fühlte, um weiter zu sprechen. Dass ich auch Angst hatte, dass ich am Boden zerstört war. An diesem Tag fuhren wir nach Hause und über Stunden, in Stille, hielt mich meine kleine Schwester in den Armen.

«So erfuhr ich, was mit mir passiert war, aus den News an meinem Schreibtisch auf der Arbeit.»

Mein Freund wusste nicht, was passiert war, rief aber an diesem Tag an und sagte: «Ich hab' mir echt Sorgen um dich gemacht letzte Nacht, du hast mir Angst gemacht, hast du es sicher nach Hause geschafft?» Ich war entsetzt. Dann erfuhr ich, dass ich ihn in dieser Nacht angerufen hatte in meinem Blackout, eine unverständliche Voicemail hinterlassen hatte, dass wir auch gesprochen hatten am Telefon, ich aber so fest gelallt hatte, dass er Angst um mich und mir wiederholt gesagt hatte, meine Schwester suchen zu gehen. Wieder fragte er: «Was ist letzte Nacht passiert? Hast du es sicher nach Hause geschafft?» Ich sagte Ja und legte auf, um zu weinen.

Ich war nicht bereit, meinem Freund oder meinen Eltern zu sagen, dass ich möglicherweise hinter einem Müllcontainer vergewaltigt worden war, aber nicht wusste von wem, wann oder wie. Wenn ich es ihnen gesagt hätte, hätte ich die Angst in ihren Gesichtern gesehen und meine eigene hätte sich verzehnfacht, also tat ich so, als wäre alles gar nicht real.

Ich versuchte, es aus meinem Kopf zu verbannen, aber es war so schwer, dass ich nicht mehr redete, nicht mehr ass, nicht mehr schlief und mit niemandem mehr interagierte. Nach der Arbeit fuhr ich an einen abgelegenen Ort, um zu schreien. Ich redete nicht, ich ass nicht, ich schlief nicht, interagierte mit niemandem, und ich isolierte mich von denen, die ich am meisten liebte. Für über eine Woche nach dem Vorfall erhielt ich keine Anrufe oder Updates über diese Nacht und was mir passiert war. Das einzige Symbol, das bewies, dass es nicht einfach ein böser Traum war, war das Sweatshirt aus dem Spital in meiner Schublade.

Eines Tages, ich war auf Arbeit und scrollte durch die News in meinem Handy, stiess ich auf einen Artikel. Darin las ich zum ersten Mal, wie ich bewusstlos gefunden worden war, mit zerzaustem Haar, einer langen Kette um den Hals, aus dem Kleid gezogenem BH, das Kleid über die Schultern und über meine Hüfte hochgezogen, dass ich sonst nackt gewesen war, bis auf meine Schuhe, die Beine gespreizt, und mit einem Objekt penetriert worden war von jemandem, den ich nicht kannte.

So erfuhr ich, was mit mir passiert war, aus den News an meinem Schreibtisch auf der Arbeit. Ich erfuhr zur selben Zeit wie jeder andere auf der Welt, was mir passiert war. Das war, als die Tannennadeln in meinem Haar plötzlich Sinn machten, sie waren nicht von einem Baum gefallen. Er hat mir meine Unterwäsche ausgezogen, seine Finger waren in mir drin. Ich kenne diese Person nicht. Ich kenne diese Person immer noch nicht. Als ich so über mich las, sagte ich, das kann nicht ich sein, das kann nicht ich sein. Ich konnte keine dieser Informationen verarbeiten oder akzeptieren. Ich hätte mir nicht vorstellen wollen, wie meine Familie das alles online lesen müsste. Ich las weiter. Im nächsten Abschnitt las ich etwas, das ich nie vergeben werde. Ich las, dass ich es gemäss ihm gemocht hatte. Ich hätte es gemocht, sagte er. Wieder habe ich keine Worte für diese Gefühle.

Es ist, als würdest du einen Artikel lesen über ein Auto, das angefahren und eingebeult gefunden wurde, im Graben. Aber vielleicht hat das Auto es ja genossen, angefahren zu werden. Vielleicht wollte das andere Auto es nicht anfahren, sondern nur ein bisschen anstossen. Autos werden die ganze Zeit in Unfälle verwickelt, die Menschen passen nicht immer auf, können wir wirklich sagen, wessen Fehler es war?

Und dann, am Ende des Artikels, nachdem ich alles über die grausamen Details meines eigenen sexuellen Missbrauchs erfahren hatte, listete der Artikel seine Schwimmzeiten auf.

Sie wurde atmend, unansprechbar mit ihrer Unterwäsche 15 Zentimeter entfernt von ihrem nackten Bauch in die Embryoposition gekrümmt gefunden. Und übrigens, er ist echt gut im Schwimmen. Schmeisst doch noch meine Meilen-Zeit rein, wenn es das ist, was wir tun. Ich bin gut im Kochen, schreibt das da rein, ich denke, das Ende ist, wo ihr eure Freizeitaktivitäten auflistet, um all die abscheulichen Dinge, die passiert sind, rauszulöschen.

«Manchmal denke ich, wenn ich nicht gegangen wäre, wäre das alles nie passiert.»

Am Abend, an dem die News rausgekommen war, setzte ich meine Eltern hin und sagte ihnen, dass ich missbraucht worden war, dass sie sich die News nicht anschauen sollen, weil es verstörend sei, wisst nur, dass ich okay bin, ich bin hier und ich bin okay. Aber als ich erst halb durch war mit erzählen, musste meine Mutter mich halten, weil ich nicht länger aufrecht stehen konnte.

Am Abend, nachdem es passiert war, sagte er, dass er meinen Namen nicht wisse, sagte, dass es ihm nicht möglich sei, mein Gesicht in einer Reihe zu identifizieren, er erwähnte keinen Dialog zwischen uns, keine Worte, nur Tanzen und Küssen. Tanzen ist ein süsser Begriff; war es Fingerschnippen und herumwirbelndes Tanzen, oder waren es nur Körper, sich aneinander reibende Körper in einem überfüllten Raum? Ich frage mich, ob Küssen ein schludriges Aneinanderpressen von Gesichtern ist.

Als der Kriminalbeamte kam und fragte, ob er geplant hatte, mich auf sein Zimmer zu nehmen, sagte er Nein. Als der Kriminalbeamte fragte, wie wir hinter dem Müllcontainer gelandet seien, sagte er, er wisse es nicht. Er gab zu, andere Mädchen geküsst zu haben auf dieser Party, von welchen eine meine eigene Schwester war, die ihn weggestossen hatte. Er gab zu, dass er jemanden habe abschleppen wollen. Ich war die verwundete Antilope von der Herde, komplett alleine und verletzlich, körperlich unfähig, mich zu verteidigen, und er suchte mich aus.

Manchmal denke ich, wenn ich nicht gegangen wäre, wäre das alles nie passiert. Aber dann realisierte ich, dass es einfach jemandem anderen passiert wäre. Du standest gerade vor vier Jahren Zugang zu betrunkenen Mädchen und Partys, und wenn das der Ansatz ist, mit dem du da hineingegangen bist, ist es nur folgerichtig, dass du nicht weitergekommen bist. Am Abend nachdem es passiert war, sagte er, er dachte, ich hätte es gemocht, weil ich seinen Rücken gerieben hätte. Eine Rückenmassage, also. 

Er erwähnte nie, dass ich Zustimmung ausgedrückt hätte, erwähnte nie, dass wir mindestens geredet hätten. Aber eine Rückenmassage. Wiederholt, in den öffentlichen News, vernahm ich, dass mein Hintern und meine Vagina komplett entblösst gewesen seien, dass meine Brüste begrapscht worden, dass Finger in mich gesteckt worden waren, einher mit Tannennadeln und Schmutz, und dass meine nackte Haut hinter einem Müllcontainer auf dem Boden gescheuert hatte, währenddem ein erigierter Studienanfänger meinen halbnackten, bewusstlosen Körper trockengefickt hatte. Aber ich erinnere mich nicht, also wie beweise ich, dass ich es nicht gemocht habe?

Ich dachte, das würde nie im Leben vor Gericht enden; da waren Zeugen, da war Dreck in meinem Körper gewesen, er war geflohen, aber geschnappt worden. Man würde sich aussergerichtlich einigen, er würde sich formal entschuldigen und wir würden beide weitermachen mit unserem Leben. Stattdessen teilte man mir mit, er habe einen mächtigen Anwalt engagiert, Sachverständige, Privatdetektive, die versuchen würden, Details aus meinem Privatleben zu finden und sie gegen mich zu verwenden, die Lücken in meiner Geschichte suchen würden, um mich und meine Schwester als unglaubwürdig hinzustellen, um zu zeigen, dass dieser sexuelle Missbrauch in Wirklichkeit ein Missverständnis gewesen sei. Dass er jede Extrameile gehen würde, um die Welt zu überzeugen, dass er einfach verwirrt gewesen sei.

Mir wurde mitgeteilt, dass ich missbraucht worden war, mir wurde das mitgeteilt, weil ich mich nicht erinnern konnte, ich konnte technisch also nicht beweisen, dass ich es nicht gewollt hatte. Und das verstörte mich, schädigte mich, machte mich beinahe kaputt. Es ist die traurigste Art von Verwirrung, wenn einem erzählt wird, dass man missbraucht wurde, fast vergewaltigt, in aller Öffentlichkeit, aber dass man noch nicht genau wisse, ob es als Missbrauch gelten würde. Ich musste ein ganzes Jahr lang kämpfen, um klar zu machen, dass an dieser Situation etwas falsch ist.

Als man mir sagte, sei vorbereitet für den Fall, dass wir nicht gewinnen, sagte ich, ich kann mich darauf nicht vorbereiten. Er war schuldig in der Minute, in der ich aufwachte. Niemand kann mir den Schmerz wegreden, den er mir zugefügt hat. Das Schlimmste ist, ich wurde gewarnt; weil er jetzt weiss, dass du dich nicht erinnerst, wird er das Script der Story schreiben können. Er kann sagen, was auch immer er will, und niemand kann es bestreiten. Ich hatte keine Macht, ich hatte keine Stimme, ich war wehrlos. Meine Zeugenaussage war schwach, nicht komplett, und man wollte mich glauben machen, dass ich nicht genüge, um das zu gewinnen. Sein Anwalt erinnerte die Jury permanent, dass Brock der Einzige sei, dem man glauben könne, weil ich mich ja nicht erinnere. Diese Hilflosigkeit ist traumatisierend.

«Nach einem körperlichen Missbrauch wurde ich mit Fragen missbraucht.»

Anstatt mir Zeit zu nehmen, um zu heilen, nahm ich mir Zeit, um mich an die qualvollen Details dieser Nacht zu erinnern, um mich auf die Fragen des Anwalts vorzubereiten, die invasiv, aggressiv und dazu gemacht sind, mich aus dem Konzept zu bringen, mir selbst zu widersprechen, meiner Schwester zu widersprechen, und die so formuliert sind, um meine Antworten zu manipulieren. Anstatt dass sein Anwalt sagen würde, «Haben Sie Schürfwunden bemerkt?», sagte er, «Sie haben keine Schürfwunden bemerkt, richtig?» Das war ein Strategiespiel, als könnte ich um meinen eigenen Wert betrogen werden. Der sexuelle Missbrauch war so klar, aber stattdessen war ich da vor Gericht und beantwortete Fragen wie: 

Wie alt sind Sie? Wie schwer sind Sie? Was haben Sie an diesem Tag gegessen? Was haben Sie zu Abend gegessen? Wer hat das Abendessen gemacht? Haben Sie während des Essens getrunken? Nicht einmal Wasser? Wann haben Sie getrunken? Wie viel haben Sie getrunken? Aus welchem Gefäss haben Sie getrunken? Wer gab Ihnen den Drink? Wie viel trinken Sie normalerweise? Wer hat Sie auf diese Party gebracht? Was haben Sie gemacht, als Sie da waren? Sind Sie sicher, dass Sie das gemacht haben? Aber zu welcher Zeit haben Sie das getan? Was bedeutet dieses SMS? Wem haben Sie geschrieben? Wann haben Sie uriniert? Mit wem haben Sie draussen uriniert? War Ihr Handy lautlos, als Ihre Schwester anrief? Erinnern Sie sich daran, es lautlos gestellt zu haben? Wirklich, weil ich würde gerne darauf hinweisen, dass Sie auf Seite 53 sagten, dass es nicht lautlos gewesen sei. Haben Sie im College getrunken? Sie sagten, Sie seien eine Party-Bombe gewesen? Wie oft hatten Sie schon Blackouts? Haben Sie in Verbindungshäusern Party gemacht? Haben Sie eine ernsthafte Beziehung zu Ihrem Freund? Sind Sie sexuell aktiv mit ihm? Wann haben Sie angefangen, ihn zu daten? Würden Sie betrügen? Haben Sie schon mal betrogen? Was meinten Sie damit, wenn Sie sagten, Sie wollten ihn belohnen? Erinnern Sie sich, um welche Zeit Sie aufwachten? Trugen Sie Ihren Cardigan? Welche Farbe hatte ihr Cardigan? Erinnern Sie sich an noch irgendwas aus dieser Nacht? Nein? Okay, wir lassen Brock die Lücken füllen.

Ich wurde malträtiert mit komponierten, gezielten Fragen, die mein Privatleben sezierten; Liebe, Leben, Vergangenheit, Familienleben, dumme Fragen, die triviale Details aus meinem Leben aufwarfen, um eine Entschuldigung für diesen Typen zu finden, der mich halbnackt ausgezogen hatte, bevor er sich für meinen Namen interessierte. Nach einem körperlichen Missbrauch wurde ich mit Fragen missbraucht, die designt waren, um mich zu attackieren, um zu sagen, seht, ihre Fakten stimmen nicht überein, sie spinnt, sie ist praktisch eine Alkoholikerin, sie wollte vielleicht abgeschleppt werden, er ist ein Athlet, richtig, sie waren beide betrunken, was auch immer, das Spital-Zeug, an das sie sich erinnert, ist nach dem Vorfall, warum sollte man es in Betracht ziehen, für Brock steht viel auf dem Spiel, es ist für ihn eine richtig schwere Zeit.

Und dann war es an ihm, auszusagen und ich erfuhr, was es heisst, wiederholt zum Opfer gemacht zu werden. Ich will Sie daran erinnern, dass er am Abend, nachdem es passiert war, sagte, dass er nie vorgehabt habe, mich auf sein Zimmer zu nehmen. Er sagte, er wisse nicht, warum wir hinter einem Müllcontainer gewesen waren. Er sei aufgestanden, um zu gehen, weil er sich nicht gut gefühlt habe, als er plötzlich verfolgt und angegriffen worden sei. Dann erfuhr er, dass ich mich nicht erinnern kann.

Also tauchte ein Jahr später, wie vorhergesehen, ein neuer Dialog auf. Brock hatte eine komische neue Story, die sich anhört wie ein schlecht geschriebener Jugend-Roman mit Küssen und Tanzen und Händchenhalten und liebend auf den Boden fallen, und am wichtigsten, in dieser neuen Story gab es plötzlich Zustimmung. Ein Jahr nach dem Vorfall erinnerte er sich, oh ja, übrigens, sie sagte eigentlich Ja zu allem.

Er sagt, er habe mich gefragt, ob ich tanzen wolle. Offensichtlich hätte ich Ja gesagt. Er habe gefragt, ob ich auf sein Zimmer kommen wolle, ich hätte Ja gesagt. Dann habe er gefragt, ob er mich fingern könne und ich hätte Ja gesagt. Die meisten Jungs fragen nicht, kann ich dich fingern? Normalerweise gibt es einen natürlichen Verlauf dieser Dinge, die sich bei beidseitiger Zustimmung entwickeln, nicht ein Q & A. Aber offensichtlich hätte ich volle Zustimmung gegeben. Er ist ganz klar. Auch in seiner Story, ich hätte nur drei Wörter gesagt, Ja, Ja, Ja, bevor er mich halbnackt auf dem Boden hatte. Für die Zukunft, wenn du unsicher bist, ob ein Mädchen zu etwas zustimmen kann oder nicht, dann schau, ob sie sprechen kann oder nicht. Nur eine kohärente Reihe von Wörtern. Wo war deine Unsicherheit? Das ist gesunder Menschenverstand, Menschlichkeit. 

Gemäss ihm war der einzige Grund, dass wir auf dem Boden waren, der, dass ich gestürzt sei. Notiere: Wenn ein Mädchen hinfällt, hilf ihr aufzustehen. Wenn sie zu betrunken ist, um zu gehen, und sie stürzt, dann besteig sie nicht, trockenbumse sie nicht, zieh ihr nicht die Unterwäsche aus und führ deine Hand nicht in ihre Vagina. Wenn ein Mädchen hinfällt, dann hilf ihr auf. Wenn sie einen Cardigan über ihrem Kleid trägt, zieh ihn nicht aus, damit du ihre Brüste berühren kannst. Vielleicht hat sie nämlich kalt, vielleicht trägt sie deswegen den Cardigan.

Nächster Teil deiner Story: Zwei Schweden näherten sich dir auf Fahrrädern und du ranntest weg. Warum hast du nicht gesagt: «Stopp, alles ist okay, fragt sie, sie ist gleich da drüben, sie wird es euch sagen», als sie dich zur Rede stellten? Ich meine, du hattest mich ja gerade eben nach meiner Zustimmung gefragt, richtig? Ich war wach, richtig? Als der Polizist kam und den bösen Schweden interviewte, der dich zur Rede gestellt hatte, weinte der so fest, dass er nicht sprechen konnte, wegen dessen, was er gesehen hatte.

Dein Anwalt betonte wiederholt, dass man nicht genau wisse, wann sie ohnmächtig geworden sei. Und du hast recht, vielleicht flackerten meine Augen noch und ich war noch nicht komplett willenlos. Das war nie der Punkt. Ich war zu betrunken, um Englisch zu sprechen, zu betrunken, um zuzustimmen, lange bevor ich auf dem Boden war. Ich hätte von Anfang an nie berührt werden dürfen. Brock gab zu Protokoll: «Zu keinem Zeitpunkt habe ich gesehen, dass sie nicht reagierte. Wenn ich zu irgendeinem Zeitpunkt gedacht hätte, dass sie nicht mehr reagiert, hätte ich sofort aufgehört.» Das ist der Punkt. Wenn es dein Plan war, erst aufzuhören, wenn ich unansprechbar geworden wäre, verstehst du es immer noch nicht. Du hast nicht einmal aufgehört, nachdem ich bewusstlos geworden war! Jemand anderes hat dich gestoppt. Zwei Typen auf Fahrrädern hatten bemerkt, dass ich mich nicht bewegte im Dunkeln und stellten dich zur Rede. Wie konntest du das nicht bemerken, als du auf mir warst?

«Die Wahrheit hat gewonnen, die Wahrheit hat für sich selbst gesprochen.»

Du sagtest, du hättest aufgehört und Hilfe geholt. Du sagst das, aber ich will, dass du erklärst, wie du mir geholfen hättest, Schritt für Schritt, zeig mir das auf. Ich will wissen, wie diese Nacht geendet hätte, wenn diese bösen Schweden mich nicht gefunden hätten. Ich frage dich, hättest du meine Unterhose wieder hochgezogen über meine Schuhe? Die Kette um meinen Hals entwirrt? Meine Beine geschlossen, mich bedeckt? Mir die Tannennadeln aus den Haaren gefischt? Gefragt, ob die Schürfungen an meinem Nacken und Hintern weh tun? Wärst du gegangen, um einen Freund zu finden und zu sagen, hilfst du mir, sie an einen warmen, weichen Ort zu bringen? Ich schlafe nicht, wenn ich daran denke, wie es herausgekommen wäre, wenn die zwei Typen nicht gekommen wären. Was wäre mir passiert? Das ist, wofür du nie eine gute Antwort haben wirst, das ist, was du nicht erklären kannst, sogar nach einem Jahr.

Oben drauf erklärte Brock noch, dass ich einen Orgasmus gehabt hätte, nach einer Minute Finger-Penetration. Die Krankenschwester sagte, da waren Schürfwunden, Risswunden und Schmutz in meinen Genitalien. War das bevor oder nachdem ich gekommen war?

Unter Eid auszusagen, dass ich das wollte, dass ich es erlaubte und dass du das wahre Opfer bist, das von zwei Schweden attackiert wurde, aus Gründen, die dir unbekannt sind, ist beängstigend, ist verrückt, ist egoistisch, ist zerstörerisch. Es ist genug, zu leiden. Es ist etwas anderes, jemanden zu haben, der skrupellos darauf hinarbeitet, die Echtheit dieses Leidens in Abrede zu stellen.

Meine Familie musste Bilder von meinem Kopf sehen, festgebunden auf einer Krankenliege voller Tannennadeln, von meinem Körper im Dreck mit geschlossenen Augen, zerzaustem Haar, verkrümmten Gliedern und mit dem Kleid hochgezogen. Und nach all dem musste meine Familie sich auch noch von deinem Anwalt anhören, dass diese Bilder von nach dem Vorfall sind, wir könnten sie ausblenden. Zu sagen, ja, die Krankenschwester habe bestätigt, dass innerliche Rötungen und Schürfungen vorhanden gewesen seien, signifikante Gewalteinwirkung auf ihre Genitalien auch, aber das sei, was passiere, wenn man jemanden fingert? Deinem Anwalt zuzuhören, der die Absicht hatte, ein Bild von mir zu zeichnen, das Gesicht von einem wild gewordenen Mädchen, als wäre es so, dass das für mich vorgesehen war? Ihm zuzuhören als er sagte, dass ich am Telefon betrunken geklungen habe, weil ich albern sei und dass es meine vertrottelte Art zu sprechen sei? Zu betonen, dass ich in der Voicemail gesagt hätte, ich würde meinen Freund belohnen und wir alle wüssten, an was ich dachte? Ich versichere dir, mein Belohnungsprogramm ist nicht transferierbar, im Speziellen nicht auf irgendeinen Namenlosen, der sich mir nähert.

Er hat irreversiblen Schaden an mir und meiner Familie angerichtet während des Prozesses und wir sassen da still und hörten ihm zu, wie er den Abend nach seinem Gusto formte. Aber am Ende liess sich niemand von seinen unhaltbaren Statements und seines Anwalts verdrehter Logik veräppeln. Die Wahrheit hat gewonnen, die Wahrheit hat für sich selbst gesprochen.

Du bist schuldig. Zwölf Juroren befanden dich dreier Anklagepunkte schuldig, ohne Zweifel, das sind zwölf Stimmen, 36 Ja-Stimmen, die deine Schuld bestätigen, das ist eine hundertprozentige, einstimmige Schuld. Und ich dachte, es ist endlich vorbei, endlich wird er zugeben, was er getan hat, sich ehrlich entschuldigen und wir würden beide weiter machen und besser werden.

Dann las ich dein Statement.

Wenn du hoffst, dass eines meiner Organe implodiert vor Wut und ich sterben würde – ich bin fast da. Du bist nahe dran, es zu schaffen. Das ist nicht eine weitere Geschichte eines betrunkenen College-Schäferstündchens mit schlechten Entscheidungen. Missbrauch ist kein Unfall. Irgendwie verstehst du es immer noch nicht. Irgendwie hörst du dich immer noch verwirrt an. Ich werde jetzt Teile aus dem Statement des Angeklagten vorlesen und auf sie antworten.

Du hast ausgesagt, betrunken gewesen zu sein und deshalb nicht die besten Entscheidungen getroffen zu haben, genauso wie ich?

Alkohol ist keine Entschuldigung. Ist er ein Faktor? Ja. Aber es war nicht der Alkohol, der mich ausgezogen hat, der mir Finger eingeführt hat, der meinen Kopf über den Boden geschleift hat, als ich fast komplett nackt war. Zu viel zu trinken war ein Anfängerfehler, den ich auch zugebe, aber der ist nicht kriminell. Jeder in diesem Raum hatte mal eine Nacht über den Durst getrunken und es später bereut oder kennt jemanden, der mal eine Nacht zu viel getrunken und es danach bereut hatte. Es zu bereuen, zu viel getrunken zu haben, ist nicht dasselbe, wie einen sexuellen Übergriff zu bereuen. Wir waren beide betrunken, der Unterschied ist, dass ich weder deine Hose noch deine Unterhose ausgezogen habe, dich nicht unsittlich berührt habe und danach weggerannt bin. Das ist der Unterschied.

Du hast ausgesagt, falls du mich hättest kennenlernen wollen, dann hättest du nach meiner Nummer gefragt, statt mich in deinen Schlafraum einzuladen?

Ich bin nicht sauer, dass du nicht nach meiner Nummer gefragt hast. Auch wenn du mich gekannt hättest, hätte ich auch nicht in der Situation sein wollen. Mein eigener Freund kennt mich auch, aber wenn er mich fragen würde, ob er mich hinter einer Mülltonne fingern kann, dann würde ich ihm eine schmieren. Kein Mädchen möchte in dieser Situation sein. Niemand. Völlig egal, ob du die Nummer dieser Person hast oder nicht.

Du hast ausgesagt, du habest gedacht, es sei okay für dich, das zu tun, was alle anderen um dich herum auch getan hatten, nämlich zu trinken. Und das sei falsch gewesen?

Nochmal. Du warst nicht im Fehler, weil du getrunken hast. Niemand um dich herum hat mich angefallen. Du warst im Fehler, weil du getan hast, was niemand um dich herum getan hat. Nämlich dich mit erigiertem Penis in deiner Hose gegen meinen nackten, schutzlosen und in einem unzugänglichen dunklen Bereich liegenden Körper zu drücken, wo andere Partygänger mich nicht mehr sehen oder schützen und auch meine eigene Schwester mich nicht mehr finden konnte. Fireball zu schlürfen ist nicht dein Verbrechen. Meine Unterwäsche auszuziehen und mich wie ein Bonbon auszupacken, um deinen Finger in meinen Körper zu stecken, ist es, was du falsch gemacht hast. Warum muss ich das immer noch erklären?

«In den Zeitungen war mein Name nur ‹bewusstlose, betrunkene Frau›.»

Du hast ausgesagt, du habest mich während des Prozesses nicht weiter zum Opfer machen wollen, das sei nur die Art deines Anwalts gewesen, in diesem Fall vorzugehen?

Dein Anwalt ist nicht dein Sündenbock, er vertritt dich. Hat dein Anwalt einige unglaublich erniedrigende und aufwühlende Dinge gesagt? Absolut. Er hat gesagt, du habest eine Erektion gehabt, weil es kalt gewesen sei.

Du hast ausgesagt, du seist daran, ein Programm für High-School-Schüler und College-Studenten auf die Beine zu stellen, um gegen die Koma-Sauf-Kultur an den Schulen und Universitäten anzureden und gegen die Promiskuität, die mit dem Alkoholkonsum einhergehe?

Trinkkultur an der Uni. Ist es das, wogegen wir uns aussprechen? Denkst du wirklich, das ist es, wogegen ich das letzte Jahr gekämpft habe? Und nicht gegen sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen auf den Universitätsgeländen? Dafür, dass das Einverständnis zu sexuellen Handlungen Voraussetzung ist für sexuelle Handlungen? Universitäts-Trinkkultur. Nieder mit Jack Daniel's. Nieder mit Skyy Vodka … Wenn du über das Trinken sprechen willst, dann gehst du zu einem Meeting der Anonymen Alkoholiker. Du realisierst schon, dass es einen Unterschied gibt zwischen zu viel Trinken und zu viel Trinken und danach zu versuchen, gewaltsam Sex zu haben mit jemandem? Zeig Männern, wie man Frauen respektiert und nicht, wie man weniger trinkt.

Und dann Trinkkultur und Promiskuität, die miteinander einhergingen. Gehen die miteinander einher, wie die Pommes zum Hauptgericht? Wo kommt die Promiskuität überhaupt ins Spiel? Ich sehe keine Schlagzeilen wie «Brock Turner, schuldig des Komasaufens und der damit einhergehenden Promiskuität». «Sexueller Übergriff auf dem Campus»: Das muss die erste Powerpoint-Folie in deinen Vorträgen sein. Sei versichert, dass, wenn du den Fokus deiner Aufklärungs-Aktion nicht änderst, ich dir in jede Schule folge, in der du sprichst, und einen Folgevortrag halte.

Und zu guter Letzt hast du ausgesagt, dass du den Leuten zeigen willst, wie eine einzige durchzechte Nacht ein ganzes Leben ruinieren kann?

Ein Leben, dein Leben, aber du hast meines vergessen. Lass es mich für dich vorformulieren: Ich möchte zeigen, wie eine einzige durchzechte Nacht zwei Leben ruinieren kann. Deines und meines. Du bist der Grund, ich bin das Resultat. Du hast mich hinter dir durch diese Hölle gezogen und hast mich wieder und wieder zurück in diese dunkle Nacht geschubst. Du hast unsere beiden Türme umgestossen, ich bin zur gleichen Zeit zusammengebrochen wie du. Wenn du denkst, ich sei verschont geblieben, sei unversehrt aus der Sache rausgekommen und ritte jetzt dem Sonnenuntergang entgegen, während du einen schrecklichen Schlag erleidest, dann liegst du falsch.

Niemand gewinnt. Wir sind alle zerstört worden, wir haben alle versucht, irgendeinen Sinn in all diesem Leiden zu finden. Dein Schaden war konkret: Du hast all deine Titel, deine Noten und die Immatrikulation verloren. Mein Schaden ist ein seelischer, den ich unsichtbar mit mir herumtrage. Du hast mein Selbstwertgefühl genommen, meine Privatsphäre, meine Energie, meine Zeit, meine Sicherheit, meine Intimität, mein Vertrauen und meine Stimme, und zwar bis zum heutigen Tag.

Schau, eine Sache, die wir gemeinsam haben, ist, dass wir beide nicht mehr aus dem Bett kommen morgens. Leiden ist mir nicht fremd. Du hast mich zum Opfer gemacht. In den Zeitungen war mein Name nur «bewusstlose, betrunkene Frau». Zehn Silben und nichts weiter. Für eine Weile dachte ich wirklich, ich sei nicht mehr als das. Ich musste mich zwingen, meinen richtigen Namen wieder zu lernen, meine Identität zurückzugewinnen. Zu lernen, dass «bewusstlose, betrunkene Frau», nicht alles ist, was ich bin. Dass ich nicht nur ein besoffenes Opfer einer Verbindungs-Party bin, das hinter einem Abfallcontainer gefunden wurde, während du immer noch der preisgekrönte All-American-Schwimmstar der Top-Universität bist, der so viel zu verlieren hat und als unschuldig gilt, bis die Schuld bewiesen ist. Ich bin ein menschliches Wesen, das irreversibel verletzt worden ist, dessen Leben für ein Jahr ausgesetzt worden ist und das hofft, irgendwann herauszufinden, dass es doch etwas wert ist.

Meine Unabhängigkeit, meine Lebensfreude, meine Liebenswürdigkeit und mein ruhiges Leben, das ich genossen hatte, ist bis zur Unkenntlichkeit auseinandergerissen worden. Die Isolation war manchmal unerträglich. Du kannst mir das Leben nicht zurückgeben, das ich bis vor dieser einen Nacht geführt habe. Während du dich um deinen ruinierten Ruf sorgst, lege ich Löffel ins Gefrierfach, um sie mir aufzulegen, wenn ich nachts mit völlig verheulten, geschwollenen und roten Augen aufwache. Ich lege die Löffel solange auf meine Augen, bis man die Schwellungen nicht mehr sehen kann. Ich kam jeden Tag eine Stunde zu spät zur Arbeit, musste mich entschuldigen, um im Treppenhaus zu weinen und ich kann dir all die Orte eines Gebäudes aufzählen, die sich dazu eignen, zu schluchzen, ohne von jemandem gehört zu werden. Der Schmerz wurde so schlimm, dass ich meiner Chefin diese privatesten Details mitteilen musste, um meine Kündigung zu erklären. Ich brauchte Zeit, denn den Alltag zu meistern, war unmöglich geworden. Ich habe meine Ersparnisse aufgebraucht, um so weit wegzukommen wie irgendwie möglich und ich bin nie wieder in ein Vollpensum eingetreten, weil ich wusste, dass ich wochenlang fehlen würde, um an den Einvernahmen und dem Prozess teilzunehmen, der dauernd verschoben wurde. Mein Leben ist für ein Jahr ausgesetzt worden, all meine Strukturen sind in sich zusammengebrochen.

Ich kann nachts nicht alleine schlafen, ohne ein Licht brennen zu lassen. Wie eine Fünfjährige bin ich, weil ich Alpträume davon habe, berührt zu werden, und aufwachen kann ich nicht. Ich habe eine Zeit lang auch mit Einschlafen gewartet, bis die Sonne aufgegangen war, erst dann habe ich mich sicher genug gefühlt, um einschlafen zu können. Drei Monate lang bin ich erst um sechs Uhr morgens ins Bett gegangen.

Ich war einmal stolz auf meine Unabhängigkeit, jetzt habe ich Angst, abends spazieren zu gehen oder an Partys mit Freunden, wo getrunken wird und wo ich mich wohl fühlen sollte. Ich bin ein kleines Nichts geworden, das immer jemanden an seiner Seite haben muss, dessen Freund immer Seite an Seite mit ihm stehen muss, neben ihm schlafen, es beschützen muss. Es ist beschämend, wie ausgeliefert ich mich fühle, wie scheu ich durch mein Leben gehe, immer beschützt, immer bereit mich zu verteidigen, immer bereit, wütend zu werden.

«Du hast mir ein Ticket gekauft auf einen Planeten, auf dem ich ganz alleine lebe.»

Du hast keine Ahnung, wie hart ich gearbeitet habe, um Teile von mir zu reparieren, die dennoch immer noch schwach sind. Es hat mich acht Monate gekostet, um überhaupt darüber sprechen zu können, was passiert ist. Ich fand keine Verbindung mehr zu meinen Freunden, zu niemandem mehr um mich herum. Ich habe meinen Freund, meine Familie angeschrien, sobald sie das Thema aufbrachten. Du lässt mich nie vergessen, was mir passiert ist. Am Ende der Einvernahmen, am Ende des Prozesses, war ich zu müde, um zu sprechen. Ich ging ausgelaugt und schweigsam. Ich schaltete mein Telefon für Tage aus und sprach tagelang mit niemandem. Du hast mir ein Ticket gekauft auf einen Planeten, auf dem ich ganz alleine lebe. Jedes Mal, wenn ein neuer Artikel erschien, litt ich unter der Paranoia, dass die ganze Stadt es herausfinden und wissen würde, dass ich das vergewaltigte Mädchen bin. Ich wollte niemandes Mitleid und ich lerne immer noch zu akzeptieren, dass Opfersein Teil meiner Identität ist. Du hast mir meine eigene Heimatstadt zu einem ungemütlichen Ort zum Leben gemacht.

Die kannst mir meine schlaflosen Nächte nicht zurückgeben. Die Art und Weise, wie ich schluchzend zusammenbreche, wenn ich einen Film sehe, in dem eine Frau verletzt wird, diese Erfahrung hat mein Mitgefühl für andere Opfer verstärkt. Ich habe Gewicht verloren vom Stress und wenn die Leute mich darauf ansprechen, sage ich, dass ich in letzter Zeit viel rennen würde. Es gab Zeiten, da wollte ich überhaupt nicht berührt werden. Ich musste wieder lernen, dass ich nicht zerbrechlich bin, dass ich fähig bin, dass ich etwas Ganzes bin und nicht nur überflüssig und schwach. 

Wenn ich sehe, wie verletzt meine jüngere Schwester ist, wenn sie nicht fähig ist, in der Schule mitzuhalten, wenn ihr die Lebensfreude ausgetrieben ist und sie nicht schläft und am Telefon so sehr weint, dass sie kaum mehr atmet und mir immer und immer wieder sagt, wie leid es ihr tue, dass sie mich an dem Abend alleingelassen hat, wenn sie sich schuldiger fühlt als du selbst, dann vergebe ich dir nicht. In dieser Nacht hatte ich sie angerufen, um sie zu finden, aber du hast mich zuerst gefunden. Das Schlussstatement deines Anwalts begann mit «Ihre Schwester sagte, es gehe ihr gut und wer kennt sie besser als ihre eigene Schwester?» Du hast versucht, meine eigene Schwester gegen mich einzusetzen?

Deine Angriffspunkte waren so jämmerlich, so tief, dass es fast schon peinlich war. Lass meine Schwester in Ruhe.

Du hättest mir das nie antun sollen. Und du hättest mir nie zumuten dürfen, so lange dafür kämpfen zu müssen, dir zu sagen, dass du mir das nie hättest antun sollen. Aber hier sind wir jetzt und der Schaden ist angerichtet und niemand kann es rückgängig machen. Und jetzt haben wir beide eine Wahl. Wir können uns von dieser Sache zerstören lassen, ich kann wütend und verletzt zurückbleiben und du kannst weiter alles wegleugnen oder wir können uns der Sache beide stellen. Ich akzeptiere den Schmerz, du akzeptierst die Strafe und wir machen beide weiter.

Dein Leben ist nicht vorbei, du hast Jahrzehnte vor dir, um deine Geschichte umzuschreiben. Die Welt ist riesig, so viel grösser als Palo Alto und Stanford und du wirst dir darin einen Platz suchen, in dem du nützlich und glücklich sein kannst. Aber gerade jetzt hast du nicht das Recht, mit den Schultern zu zucken und einen auf verwirrt zu machen. Du hast nicht das Recht, so zu tun, als habe es keine rote Linie gegeben. Du bist verurteilt, mich vergewaltigt zu haben, absichtlich, gewalttätig, sexuell, mit bösartiger Absicht und alles, was du zugibst, ist, zu viel Alkohol getrunken zu haben. Sprich jetzt nicht darüber, wie traurig dein Leben geworden ist, weil der Alkohol dich dazu getrieben hat, böse Dinge zu tun. Finde heraus, wie du die Verantwortung für deine Handlungen übernehmen kannst.

Nun zum Urteil: Als ich den Rapport des Bewährungshelfers gelesen habe, konnte ich es nicht glauben, war eingenommen von einer Wut, die langsam in tiefe Traurigkeit überging. Meine Aussagen sind bis zur Unkenntlichkeit abgeschwächt und aus dem Kontext gerissen worden. Ich habe hart gekämpft während dieses Prozesses und ich will das Resultat davon nicht reduziert sehen von einem Bewährungshelfer, der meinen Zustand und meine Bedürfnisse in einem 15-Minuten-Gespräch abhandelte, das sich auch noch die meiste Zeit um meine Fragen zum Justizsystem gedreht hatte. Der Kontext war auch wichtig und Brocks Aussage stand noch aus und seine Bemerkungen hatte ich zuvor nicht gelesen.

Mein Leben ist ausgesetzt worden für über ein Jahr. Ein Jahr voller Wut und Zweifel und Unsicherheit, bis eine Jury ein Verdikt sprach, das den Ungerechtigkeiten, die ich erfahren hatte, einen Wert gab. Hätte sich Brock schuldig bekannt, Reue gezeigt und frühzeitig bereit erklärt, sich aussergerichtlich zu einigen, dann hätte ich eine leichtere Strafe in Betracht gezogen aus Respekt vor seiner Ehrlichkeit und aus Dankbarkeit, dass wir unsere beiden Leben fortsetzen können. Stattdessen hat er das Risiko eines Prozesses auf sich genommen, hat meinen Verletzungen noch Beleidigungen hinzugefügt und mich gezwungen, alles noch einmal zu durchleben, während die Details aus meiner Privatsphäre und des sexuellen Übergriffs öffentlich seziert wurden. Er hat mir und meiner Familie ein Jahr unnötiges Leiden beschert und sollte die Konsequenzen dafür tragen, dass er meinen Schmerz und mein Leiden in Frage stellt und uns so lange auf Gerechtigkeit warten lässt.

Ich habe dem Bewährungshelfer gesagt, dass ich nicht wolle, dass Brock in einem Gefängnis verrotte. Ich habe nicht gesagt, dass er es nicht verdient, hinter Gittern zu sein. Die Empfehlung des Bewährungshelfers von einem Jahr oder weniger in einem regionalen Gefängnis ist ein kleines Time-out, ein Hohn angesichts der Ernsthaftigkeit seines Übergriffs und eine Beleidigung gegenüber mir und allen Frauen. Diese Empfehlung sagt aus, dass ein Fremder in dir sein kann, ohne dein Einverständnis, und was er dafür kriegt, ist weniger als die dafür definierte Mindeststrafe. Die Bewährung sollte abgelehnt werden. Ich habe dem Bewährungshelfer auch gesagt, dass das, was ich wirklich wolle, die Einsicht und das Eingeständnis Brocks seien, dass er etwas falsch gemacht hat.

Nachdem ich Brocks Einvernahmeprotokolle gelesen habe, bin ich sehr enttäuscht und sehe, dass er es weiterhin versäumt, echte Reue oder Verantwortungsbewusstsein für seine Taten zu zeigen. Ich habe sein Recht auf einen Prozess vollständig akzeptiert, aber sogar nachdem ihn zwölf Juroren einstimmig schuldig gesprochen haben, ist alles, was er zugibt, dass er zu viel Alkohol getrunken hatte. Jemand, der die Verantwortung für seine Taten nicht übernehmen will, der hat kein Recht auf eine milde Strafe. Es ist zutiefst verletzend, dass er versucht, Vergewaltigung mit Promiskuität gleichzusetzen. Für Vergewaltigung ist überhaupt keine Promiskuität nötig, Vergewaltigung ist das Fehlen von Einverständnis und es verstört mich zutiefst, dass er nicht einmal diesen Umstand erkennen will.

Der Bewährungshelfer hat berücksichtigt, dass der Angeklagte jung ist und keine Vorstrafen hat. Meiner Meinung nach ist er aber alt genug, um zu wissen, dass er etwas falsch gemacht hat. Wenn man in diesem Land 18 Jahre alt ist, dann ist man alt genug, um in den Krieg zu ziehen. Wenn man 19 Jahre alt ist, ist man also auch alt genug, um die Konsequenzen dafür zu tragen, dass man jemanden vergewaltigen wollte. Er ist jung, aber er ist alt genug, um zu wissen, dass man so etwas nicht tut.

«Ich schlafe mit zwei zusammengeklebten Fahrrädern über meinem Bett, um mich daran zu erinnern, dass es in dieser Geschichte auch Helden gibt.»

Weil er ein Ersttäter ist, verstehe ich schon, was für ein Zeichen diese Milde aussenden soll. Andererseits können wir als Gesellschaft Vergewaltigungen nicht dulden, bloss weil es die ersten der jeweiligen Täter sind. Das macht keinen Sinn. Es muss klar gesagt werden, wie gravierend Vergewaltigung ist und wir sollten keine Kultur aufbauen helfen, die vermittelt, dass Vergewaltigung nur in einem Sinne von Trial and Error etwas Falsches sein könnte. Die Konsequenzen für sexuelle Übergriffe müssen streng genug sein, dass die Leute genügend Angst vor diesen Konsequenzen haben, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie betrunken sind.

Der Bewährungshelfer berücksichtigte auch die Tatsache, dass Brock sein Schwimm-Stipendium aufgegeben hat. Wie schnell er schwimmt, hat jedoch keinen Einfluss auf die Schwere des Verbrechens, das mir angetan worden ist und darum sollte es auch keinen Einfluss auf seine Strafe haben. Die Tatsache, dass Brock ein Athlet an einer privaten Universität war, sollte nicht als Rechtfertigung für Milde dienen, sondern als Gelegenheit dazu, zu zeigen, dass Vergewaltigungen immer gleich kriminell sind, egal aus welcher sozialen Schicht der Täter stammt.

Der Bewährungshelfer hat auch klar gemacht, dass Brocks Verbrechen im Vergleich mit ähnlichen Verbrechen wegen dessen Rausch milder beurteilt werden könnte. Es hat sich ernsthaft angehört. Das ist alles, was ich dazu sagen möchte.

Was hat er getan, um zu zeigen, dass er eine Pause von dieser ganzen Sache verdient? Er hat sich nur dafür entschuldigt, zu viel getrunken zu haben und hat immer noch nicht erkannt, was er mir mit seinem sexuellen Missbrauch angetan hatte und wie er mich in der ganzen Zeit seither zum Opfer gemacht hat, immer und immer wieder. Er ist dreier schwerer Verbrechen schuldig gesprochen worden und es ist Zeit für ihn, die Konsequenzen für sein Tun zu akzeptieren. Er wird sich nicht einfach still davonschleichen können.

Er ist nun lebenslang ein registrierter Sextäter. Dieser Status hat kein Ablaufdatum. Genau wie das, was er mir angetan hat, auch kein Ablaufdatum hat, nicht einfach verschwindet nach ein paar Jahren. Es bleibt bei mir, als Teil einer Identität und es hat meine Art zu leben und mein Selbstverständnis für immer verändert.

Abschliessend möchte ich ihnen danken. Allen, angefangen bei der Praktikantin, die mir Brei gemacht hat, nachdem ich an jenem Morgen im Spital aufgewacht war. Dem Polizisten, der neben meinem Bett gewacht hat. Dem Pflegepersonal, das mich beruhigt hat. Dem Polizisten, der mir einfach zugehört und mich nie verurteilt hat. Meinen Anwälten, die mir immer bedingungslos zur Seite standen. Meinem Therapeuten, der mich lehrte, Mut zu fassen in all meiner Verletzlichkeit. Meiner Chefin dafür, dass sie verständnisvoll und nett war. Meinen unglaublichen Eltern, die mich lehren, wie man Schmerz in Stärke verwandelt und meiner Grossmutter, die Schokolade in den Gerichtssaal geschmuggelt hat für mich. Meinen Freunden, die mich immer wieder daran erinnern, wie man glücklich ist. Meinem Freund, der geduldig und liebevoll ist. Meiner unbesiegbaren Schwester, die die andere Hälfte meines Herzens ist, und Alaleh, meinem Idol, das nie an mir gezweifelt und unermüdlich für mich gekämpft hat.

Ich danke allen, die am Prozess teilgenommen haben, für ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit. Danke allen Mädchen im ganzen Land, die mir Karten und Briefe geschrieben haben und all den vielen Fremden, die sich um mich gekümmert haben.

Am meisten aber möchte ich den beiden Männern danken, die mich gerettet haben und die ich noch nicht getroffen habe. Ich schlafe mit zwei zusammengeklebten Fahrrädern über meinem Bett, um mich daran zu erinnern, dass es in dieser Geschichte auch Helden gibt. Dass wir auch zueinander schauen. Dass ich all diese Leute gekannt, ihren Schutz und ihre Liebe erfahren habe, ist etwas, das ich nie vergessen werde.

Und zu guter Letzt, an alle Mädchen überall, ich bin an eurer Seite. In den Nächten, wenn ihr euch alleine fühlt, bin ich mit euch. Wenn die Leute an euch zweifeln oder euch zurückweisen, bin ich mit euch. Ich habe jeden Tag gekämpft für euch und ich werde nie aufhören für euch zu kämpfen, ich glaube euch. Wie die Autorin Anne Lamott einmal geschrieben hat: «Leuchttürme rennen nicht über die ganze Insel, um nach Booten Ausschau zu halten, die es zu retten gilt. Sie stehen einfach da und leuchten.»

Obwohl ich nicht jedes Boot retten kann, hoffe ich, dass ich euch ein bisschen Licht spenden kann, indem ich jetzt hier spreche. Ein kleines Zeichen, damit ihr wisst, dass man euch nicht zum Schweigen bringen kann, eine kleine Befriedigung, dass etwas Gerechtigkeit geschehen ist und ein klein wenig Sicherheit, dass wir ein Schrittchen vorwärtskommen. Und das grosse, wirklich grosse Signal, dass ihr wichtig seid, nicht in Frage gestellt werden dürft, dass ihr unberührbar seid, dass ihr schön seid, dass ihr zu wertschätzen und zu respektieren seid und zwar vollkommen und jede Minute des Tages. Ihr seid kraftvoll und niemand kann euch das wegnehmen.

An all die Mädchen überall: Ich bin mit euch. Vielen Dank.»

(Übersetzung: Rafaela Roth)

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177Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quini 20.09.2017 18:20
    Highlight Ich finde, dass der Artikel ein Bewusstsein schafft welche Gefahren es gibt bei einem unüberlegten Umgang mit Alkohol. Gerade wenn man viel Alkohol konsumiert, sollte man nicht alleine sein sondern unter vertrauten Personen, welche gegenseitig auf einander achten.
    Das ist sicher keine Garantie, wo gibt es diese im Leben aber ich denke so kan man sich ein kleines Stück vor einem solchen harten Schicksal, wie das dieser Frau, schützen.
    Das ist kein Vorwurf an solche Opfer, sie sind unschuldig und solche Taten sind unentschuldbar. Vielen dank für den tiefen Einblick.

    2 0 Melden
  • Quini 20.09.2017 18:16
    Highlight Ich lese hier immer wieder das sich viele persöndlich angegriffen fühlen vom Titel. Mich erstaunt das sehr.
    Ich verstehe den Titel so, dass der Artikel lesenswert ist und das es ein Thema ist mit welchem man sich in der heutigen Zeit vermehrt beschäftigen sollt auch wenn ich denke, dass das für alle gilt.

    1 0 Melden
  • solani 13.06.2016 09:57
    Highlight Ich möchte hier sagen, dass ich tiefen Respekt für das Opfer empfinde. Sie hat es unglaublich gut geschafft, ihre Gefühlswelt in Worte zu fassen, was eindeutig nicht einfach ist! Sie gibt anderen Opfern darf Gefühl nicht allein zu sein. <3
    Die milde Strafe ist ein Zeichen dafür, wie viel noch getan werden muss, damit wahre Gerechtigkeit für Opfer sexueller Übergriffe endlich nicht mehr eine Ausnahme ist, sondern zur Regel wird!
    Wir sind stark und werden dafür kämpfen. Opfer, Freunde von Opfern und alle Menschen, die die Ungerechtigkeit sehen.
    38 0 Melden
  • Theor 13.06.2016 08:24
    Highlight Gilt man mit 27 noch als "junger Mann"? Denn ich würde gerne wissen, ob mich Watson gerade als potentieller Vergewaltiger bezichtigt hat.
    18 27 Melden
    • Nordpol 13.06.2016 10:18
      Highlight Titel ist nicht optimal gewählt, stimmt. Aber zu deiner Frage: Als Jurist solltest du eigentlich wissen, dass grundsätzlich jeder Mensch ein potentieller Straftäter ist. Ansonsten einfach mal das Wort "potentiell" im Fremdwörterduden nachschlagen.
      13 8 Melden
    • Theor 13.06.2016 10:31
      Highlight Wirf nicht immer mit meinem Beruf nach mir. Im Internet habe ich das gleiche Recht auf Anonymisierung und Diffamierung wie jeder anderer. Diese Titel ist daneben gegangen und entsprechend stichelnd darf ich auch antworten. Warum muss ich mich an höhere Standarts halten nur weil ich im echten Leben Jurist bin? Muss ich erst wieder einen neuen Account machen, damit dieses Juristen-Handycap gelöscht wird aus euren Köpfen?
      16 18 Melden
    • Nordpol 13.06.2016 11:15
      Highlight Wer ständig Kommentare à la "Als Jurist muss ich dir sagen..." schreibt, muss sich damit abfinden, strenger beurteilt zu werden, insbesondere bei falscher Verwendung von Fach- und Fremdwörtern. Betreffend Anonymisierung, darauf hat nur Anrecht, wer besagte Informationen nicht selbst veröffentlicht. Solltest du auch wissen.
      29 5 Melden
    • Theor 13.06.2016 12:07
      Highlight Ziemlich harter Tobak welcher du mir, - so ganz im anonymisierten Deckmantel des Internets - gerade unterstellst. :) Aber gut, ich schätze mal, dass ich wohl einzig und allein aufgrund meines Studiums zu deinem Feindbild geworden bin.

      Lass dir dennoch etwas qualifiziertes entgegenhalten: Da ich zum Glück im Besitz meiner Accountdaten bin, kann ich im Gegensatz zu dir, meine Kommentare auf einen Blick betrachten. Das Fazit ist relativ leicht: Aus über 300 Kommentaren, verwende ich das Wort "Jurist" fünfmal - dabei "oute" ich mich dreimal und gebe einen rechtlich-beschlagenen Kommentar ab.
      8 15 Melden
    • Theor 13.06.2016 12:10
      Highlight Und alle drei Kommentare wurden mehr als doppelt so oft positiv bewertet wie negativ. Damit kann ich sagen, dass die Mehrheit wohl mit meinen Kommentaren leben kann. Und darum tue ich das auch weiterhin unbesorgt, solange ich von der Mehrheit als Kommentarteilnehmer geschätzt werde.

      Du lieber Stenzer, darfst mich in Zukunft einfach gerne ignorieren, wenn du mich ja so nicht magst und für unqualifiziert hälst.
      7 19 Melden
  • Klaus K. 12.06.2016 17:15
    Highlight "Ein Lesebefehl für alle jungen Männer"
    Ich habe mir das Lesen des Artikels erspart, bei diesem Titel. Ich bin erwachsen geworden ohne auf Befehl feministische Erziehung zu geniessen. Finde gewisse Überschriften (wie hier) und Texte auf Watson an der Grenze zur Männerverachtung.
    76 44 Melden
  • Zuagroasta 11.06.2016 17:44
    Highlight Ein Text zum Hintergrund in dieser Causa.
    Leider in Englisch, aber trotzdem lesenswert.
    https://www.allthink.com/1329672
    5 7 Melden
  • AllFab 11.06.2016 13:37
    Highlight Was für Arschlöcher!
    Wie kann man nach so einem Text so hirntote Kommentare abgeben, die sich über den Titel beschweren. Es geht nicht darum pauschal alle jungen Männer als Vergewaltiger hinzustellen. Vielleicht wird einer der jungen Männer zu einem "fahrradfahrenden Schweden" gerade weil er jetzt versteht was eine Vergewaltigung anrichtet. Vielleicht weist ein junger Mann nun einen anderen jungen Mann zurecht der sich einer jungen Frau gegenüber unangebracht verhällt. Um schlimmeres zu verhindern. Vermutlich kommt es nicht so weit. Wer weiss das schon. Aber lieber ich hab, als ich hätte.
    104 52 Melden
    • Wehrli 19.09.2017 21:56
      Highlight Lesebefehl.geht.garnicht.
      Ich bin 0.000 verantwortlich für die Taten anderer Männer.
      Punkt.
      2 5 Melden
  • Fairness_3 11.06.2016 12:44
    Highlight Absolut erschreckend und tragisch diese Geschichte. Schade diese reisserische Überschrift. Dem Blick und 20Minuten wird von Seiten Watson dies ständig vorgeworfen.
    70 6 Melden
  • Moe Mentmal 11.06.2016 10:38
    Highlight Der Titel ist nunmal das erste was man liest und schafft den Rahmen sowie eine Erwartungshaltung für den Inhalt der kommt. Wenn dann in äusserst sexistischer Weise einfach mal alle jungen Männer als potenzielle Vergewaltiger angesprochen werden, muss man sich nicht wundern, wenn diese sich dann wehren. Wenn mich jemand übel beschimpft, gehe ich auch erstmal auf diese Beleidigung ein, bevor ich über etwas anderes diskutiere.
    46 24 Melden
  • Piti 11.06.2016 08:13
    Highlight Ich wünsche sowas niemanden ! Weder männlich noch weiblich. Und der Titel ist mehr als gerechtfertigt, da sprechen die Reaktionen für sich selbst.
    29 60 Melden
    • Wehrli 19.09.2017 21:56
      Highlight Ach ja?
      0 3 Melden
  • casalpablo 11.06.2016 07:48
    Highlight Warum "junge" Männer? Alle Männer sollen diesen Text lesen. Es gibt unzählige Stufen von Sex ohne gänzliche Einwilligung. Sich in keinem Moment herauswinden zu können, aus der Tatsache, dass immer Verletzlichkeit im Spiel ist und wir Männer dieser Logik in die Augen sehen.
    27 30 Melden
  • PaleoPete 11.06.2016 01:05
    Highlight Ach menno...mimimimi....schlechter titel....mimimi....verallgemeinerung.....mimimi...lesebefehl; lass ich mir nicht bieten....mimimi....

    SCHWEIGEN DER LÄMMER war auch ein scheiss titel.....wenn interessierts, lest's oder lasst's, aber verschont mich mit ....mimimi....

    53 97 Melden
  • stebu26 11.06.2016 00:48
    Highlight Ich möchte mich bereits am Anfang entschuldigen, ebenfalls den Titel anzusprechen. Erst als ich die Kommentare las, erinnerte ich mich wieder an den Titel, den ich nach dem Lesen des Textes vollkommen vergessen hatte. Doch weshalb habe ich den Artikel überhaupt angeklickt? Wegen dem Titel. Insofern hat der Titel seine Aufgabe erfüllt, denn dieser Text ist ein sehr wichtiges Zeugnis, dass jeder gelesen haben sollte, der Vorurteile gegenüber Vergewaltigungsopfern hat. Dies sind nunmal am ehesten (junge) Männer.
    Und wer den Text nicht gelesen hat, der soll auch nicht kommentieren!
    99 22 Melden
  • AL:BM 11.06.2016 00:26
    Highlight Ich hatte schon mit brutalsten Vergewaltigern zu tun, habe Opfer direkt nach der Tat betreut. Es ist unvorstellbar, was eine solche Tat mit einem Opfer anstellt. Verschiedenste Arten von Schockreaktionen, Heulkrämpfe, Bewusstosigkeit und andere Schwächesymptome sind noch die harmlosesten. Als Helfer fühlt man sich machtlos und enorm wütend.
    Wenn man dann den Täter vor sich hat und dieser ein süffisantes Lächeln aufsetzt, muss man sich arg zusammen reissen.

    Leute die sich hier wegen dem Titel echauffieren, sollten sich schämen!
    142 27 Melden
    • Randy Orton 11.06.2016 10:34
      Highlight Wie kommt man dazu Opfer direkt nach der Tat zu betreuen und dann auch noch den Täter vor sich zu haben? Aber auf jedenfall Respekt, tönt nach einem happigen Beruf.
      8 17 Melden
    • saderthansad 13.06.2016 01:04
      Highlight @Randy: Lies doch erst, mach dir ein paar Gedanken, und dann erst kommentieren. Nicht nur hier. Bitte. Bitte! Oder spielst Du in Deinen Statements bewusst den Simpel?
      4 8 Melden
    • Randy Orton 13.06.2016 07:14
      Highlight Ich habe den Kommentar gelesen und bin immer noch gleich simpel.
      12 4 Melden
  • So en Ueli 10.06.2016 23:27
    Highlight Starker Text, schwer zu lesen, ohne gleich das Natel an die Wand schmeissen zu wollen. Dieser Typ ist eine Pussy, sorry für den Ausdruck, aber wenn ein Mann für seine Taten nicht gerade stehen kann, dann ist er kein Mann. Er ist ein Weichei und Looser. Wie wenn der Alkohol schuld an der Vergewaltigung ist. Als Mann macht mich seine nich wollende Übernahme von Verantwortung wütend.
    Ich hoffe für die Frau, dass sie wieder an Stärke und Lebensfreude gewinnen kann. Stay strong
    65 14 Melden
  • Macke 10.06.2016 22:55
    Highlight Über diesen Titel zu diskutieren anstelle des Inhalts ist dem Opfer gegenüber respektlos. Ihr könnt eure Kritik gerne direkt an Watson richten, ohne dafür den Kommentar zuzuspamen. Ich finde es ein starkes Statement und danke der jungen Frau dafür, dass sie sich öffentlich dazu geäussert hat - auch wenn sie dieses Statement nie lesen wird.
    72 23 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 22:26
    Highlight Musste den ganzen Tag warten bis ich den Text endlich in Ruhe lesen konnte. Finde keine klugen Worte dazu. Sowas sollte niemand erleben müssen.

    Aber finde es schade, dass der Titel mehr diskutiert wird als der eigentliche Inhalt des Artikels. Hab schon mehrmals Situationen erlebt in denen ich mir von anwesenden Männern vergeblich mehr Zivilcourage gewünscht hätte. Aber das waren demfall alles keine Watson Leser weil ihr seid ja anscheinend alle Helden des Alltags.
    82 24 Melden
    • Zitronensaft aufbewahren 10.06.2016 22:45
      Highlight Über den Text gibt es nicht viel zu diskutieren, der spricht für sich selber.
      44 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 23:05
      Highlight Über den Text an sich vielleicht nicht aber über die Stigmatisierung von Opfern von Sexueller Gewalt (um das gehts ja schliesslich) kann man sehr wohl diskutieren.
      43 2 Melden
  • Timmy :D 10.06.2016 21:56
    Highlight Ich persönlich denke, dass wenn so ein "Lesebefehl" an junge Männer gerichtet wird, ein Grossteil der Männer, denen dieser Artikel guttun würde, aus Prinzip das Hirn ausschalten und schlussendlich den Artikel nicht lesen. Deshalb ist der Titel nicht nur ungünstig, sondern auch kontraproduktiv gewählt.
    102 13 Melden
  • Patamat 10.06.2016 21:49
    Highlight Unglaublich starker, berührender, traurig und zugleich wütend machender, aufwühlender Text einer starken jungen Frau. Wie krank muss dieser Typ sein, überhaupt eine solche Tat zu begehen und sich dann auch noch auf primitivste Weise im Prozess weiter gegen sie zu wenden, nur um seinen eigenen A.. zu retten. Möge ihn sein Status als mieser Vergewaltiger noch lange verfolgen. Dem Opfer wünsche ich viel Kraft, um zurück ins Leben zu kommen.
    124 4 Melden
  • July 10.06.2016 21:31
    17 12 Melden
    • suchwow 11.06.2016 16:07
      Highlight "We are asking that Stanford: 1. Immediately and publicly apologize to the survivor based on the fact that the attack happened on Stanford’s campus and express support for her bravery and suffering."
      Wow, wtf. Und was hat jetzt die Uni damit zu tun? Nur weil es der Platz des Geschehnisses war?

      Das Problem liegt weniger bei Standford, sondern an der Vitamin B Geschichte zwischen Vater und Richter. Man sollte lieber eine Petition einreichen, dass man den Täter köpft.
      Aber sowas kann ich nicht unterschreiben.
      8 8 Melden
  • Pikachu 10.06.2016 21:10
    Highlight Ein Titel eines Artikels hat die Aufgabe Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und ich denke das hat dieser Titel geschafft! Wer sich von dem Titel angegriffen fühlt, selbst nach dem lesen des Statements sollte sich selbst Gedanken machen.
    Meinen Respekt an die starke Frau, zu mehr fehlen mir die Worte. So etwas wünsche ich nicht mal meinem grössten Feind!
    66 31 Melden
    • Wehrli 19.09.2017 22:00
      Highlight Hab mir Gedanken gemacht: Scheisstitel, darum interessiert mich der Inhalt nicht mehr ...
      0 5 Melden
  • Angela D. Merkel 10.06.2016 20:59
    Highlight Ich bin männlich 18 Jahre alt und frage mich gerade ob alle die ab dem Titel los flennen und sich so vorverurteilt fühlen den Text überhoupt gelesen habt, wir diskutieren darüber wie der Titel geschrieben ist und nicht darüber wie abscheulich sich zum Beispiel derAnwalt verhält, ich musste beim Lesen weinen, stellt euch mal vor das passiert euer Tochter, Frau oder Freundin und wir streiten wegen eines TITELS?

    Das System in den USA denke auch in der Schweiz ist schrecklich und hier sollte eine Veränderung passieren. Für Vergewaltigung gehört man für Minimum 15 Jahre weggesperrt.
    141 21 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 23:33
      Highlight Chapeau! Ich bin froh um Ihre Zeilen! Es geht hier nämlich wirklich nicht um eine Vorverurteilung, sondern um die Chance für Männer in einem eindrücklichen und einmaligen Text zu erfahren, was eine Frau nicht nur während einer Vergewaltigung, sondern auch danach durchmachen muss.
      38 6 Melden
    • Randy Orton 11.06.2016 00:26
      Highlight Der Titel wird deshalb diskutiert, weil der Text im Gegensatz zu diesem keine Grundlagen für Diskussionen bietet. Der Täter und sein Anwalt sowie das System sind scheisse, ich glaube darin sind sich alle einig und deshalb braucht man darüber micht zu diskutieren.
      Über den Generalverdacht im Titel oder das Strafmass für Vergewaltigung, darüber kann man diskutieren.
      12 3 Melden
  • Süffu 10.06.2016 20:45
    Highlight Alle jungen Männer unter Generalverdacht zu stellen ist mehr als frech - der Titel ist absoluter Müll!

    Der Text jedoch bewegt bis ins Innerste.
    89 43 Melden
    • The Box 10.06.2016 23:10
      Highlight Genau, jeder junge Mann ist ein potenzieller Vergewaltiger. So ein Schwachsinn.
      14 15 Melden
  • Käuzchen 10.06.2016 20:29
    Highlight Ich habe Tränen in den Augen.
    Leseempfehlung für alle. Lest es.
    66 5 Melden
    • suchwow 11.06.2016 16:09
      Highlight Es war ohnehin ein Befehl :D
      8 2 Melden
  • Flint 10.06.2016 20:24
    Highlight Die Geschichte ist furchtbar, ich finde keine Worte dafür.
    Zum Titel: er ist provokant. Trotzdem fühle ich mich als Mann nicht als Vergewaltiger bezeichnet. Viel mehr verstehe ich den Titel als Seitenhieb gegen alle sexistischen Verhaltensweisen der Männerwelt Frauen gegenüber. Es geschieht so oft: am Arbeitsplatz, im Ausgang, auf Tinder, praktisch überall im Leben, auch unbewusst. Ich denke, dass viele Männer einfach auch nicht wissen, wie man ohne sexistisch zu sein mit Frauen umgeht, wo Sexismus anfängt. Genau deshalb ist der Titel angebracht, damit man sich das mal überlegt.
    92 20 Melden
  • Amadeus 10.06.2016 19:51
    Highlight Ja, der Titel ist Mist (verallgemeinernd und herablassend).

    ABER: Ich finde es absolut gut und wichtig, dass dieser Text hier veröffentlicht wurde. Sexuelle Üergriffe sind unter keinen Umständen zu tolerieren! Ja, es sind nicht alle Männer übergriffig, aber es gibt sie. In meinem KollegInnenkreis haben die meisten Frauen mindestens einmal schlechte Erfahrungen gemacht. Und genau solche Texte helfen dabei, uns zu sensibilisieren.
    108 9 Melden
  • Jay_Jay 10.06.2016 19:23
    Highlight Wieso ist hier der Titel ein Thema? Es gibt genug junge Männer es vllt auch nicht als Vergewaltigung ansehen.Fast jede 2. Frau hat sexuelle Gewalt einmal in ihrem Leben erfahren.Ich kenne keine Frau,welche nicht mit Sexismus in Berührung gekommen ist,sei es auch nur ein 'lustiger' anzüglicher 'Witz' gemeint.Es geht nicht darum Männer schlecht zu machen;es gehr darum eure Aufmerksamkeit zu gewinnen. Es geht darum zu sensibilisieren. Seid ehrlich zu euch selbst, wie schnell rutscht euch ein 'Schlampe' oder ' Bitch' raus? Eben um all das geht es, und dabei ist der Titel irrelevant.
    81 63 Melden
    • saderthansad 10.06.2016 20:37
      Highlight yes! merci Jay_Jay
      20 8 Melden
  • Walter Sahli 10.06.2016 19:14
    Highlight Himmelherrgottnochmal, was seid Ihr jungen Typen, die sich wegen dieses Titels beledigt fühlen, nur für empfindliche Zärtelis! Sind Eure Prinzenegos so aufgeblasen, dass Ihr deswegen ein Care-Team benötigt? Meiner Meinung nach ist der Text derart wichtig, dass jeder Titel gerechtfertigt ist, um Euch dazu zu bringen, ihn zu lesen! Auch wenn Ihr nicht zu den Scheisskerlen gehört, schadet es Euch nicht, die Sicht des Opfers zu erfahren, denn vielleicht hilft sie Euch, die Zivilcourage zu entwickeln, die es braucht, um wie die beiden Schweden zu handeln! Und nur um das geht es!
    142 94 Melden
    • Randy Orton 10.06.2016 19:55
      Highlight Wahrscheinlich lassen sich sehr viele potenzielle Vergewaltiger dank eines Textes zu couragierten Menschen umerziehen. Not.
      27 77 Melden
    • Walter Sahli 10.06.2016 20:13
      Highlight Ich habe nicht das Gefühl, dass Du auch nur irgendwas in diesem Zusammenhang verstanden hast.
      54 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 23:20
      Highlight Bravo Walter Sahli! Ich stimme Ihnen voll und ganz zu!
      17 4 Melden
    • Randy Orton 11.06.2016 00:30
      Highlight Doch, ich denke, ich habe verstanden worauf du hinauswillst. Meine Antwort war, wie unschwer zu erkennen ist, überspitzt formuliert und provokativ. Zivilcourage entwickelt man aber nicht, indem man Leute so in eine Ecke schiebt. Aber wenn es dir geholfen hat, mehr Zivilcourage zu zeigen, ist das ja schön.
      7 11 Melden
  • Mesuax 10.06.2016 19:07
    Highlight Ein lesebefehl an die Authorin des Artikels! Möchten Sie zukünftig auch einen Lesebefehl an alle Frauen herausgeben wenn diese eine gleich widerwärtige Tat gemacht haben oder giltet diese Regel beim weiblichen Geschlecht nicht?
    Der Text der Frau ist eindrücklich und erfüllt mich persönlich mit grossem Schmerz und Wut. Aber diese Situation für eine solch dämliche Aussage zu nutzen ist von seltener Überheblichkeit geprägt! Worauf wollen Sie hinaus? Dass wir Männer alle potentielle Vergewaltiger sind?!
    86 78 Melden
    • Gabe 11.06.2016 01:38
      Highlight Ja und wer nicht damit umgehen kann der gehört zu der schlimmsten Sorte.

      Die sorte Mann, die findet, dass sexuelle Gewalt gegen Frauen einem selber nichts angeht und ja eh nicht so oft passiert wie immer gesagt wird und so weiter und so fort. Es ist erbärmlich immer gleich sich betroffen zu fühlen und noch am liebsten einem selbst in die Opferrolle zu stecken. Ausreden wie die Bekleidung der Frauen usw. Denken Sie mal darüber nach.

      Machogehabe wie Sie es an den Tag legen widert mich so was von an.
      22 25 Melden
  • trio 10.06.2016 19:06
    Highlight War er jetzt auch so betrunken? Er kann sich nicht mehr an das Gesicht erinnern. Wenn zwei im blackout Sex haben, finde ich es nicht ganz Oke, ihn als Monster hinzustellen. Ich habe nicht den ganzen Text gelesen und kenne den Fall nicht weiter. Ich möchte auch nichts gutheissen, oder ihr das Leid absprechen. Ist nur so ein Gedanke.
    22 149 Melden
    • who cares? 10.06.2016 20:48
      Highlight Echt jetzt? Zu faul um den Text zu lesen und darum einfach was annehmen um die Vergewaltigung rechtzufertigen?
      Scheint als ob der "Lesebefehl" doch für einige wenige angebracht ist.
      76 7 Melden
    • Käuzchen 10.06.2016 21:26
      Highlight Der Mann wird nicht als Monster hingestellt, sondern die Frau beschreibt aus ihrer Sicht seine Handlungen. Der Mann hat eindeutig Fehler gemacht und er hat nie das Leid und die Schmerzen anerkannt, die er der jungen Frau zugefügt hat. Einzig, dass er zu viel getrunken hatte, hat er zugegeben und dass er das bereut. Was er damit aussagt, ist, dass seine Handlungen allein auf den Alkoholkonsum zurückzuführen sind und dass ihn ausserhalb davon keine Schuld trifft. Das ist inakzeptabel. Nie hätte er sie ohne ihre Zustimmung berühren dürfen, auch wenn er noch so betrunken war. Lesen Sie den Text.
      57 3 Melden
    • Hoppla! 11.06.2016 00:57
      Highlight Jetzt mal ganz objektiv und emotionslos: viel Alkohol, Blackout, Sex,... Vergewaltigung?

      Wir wissen es nicht...
      7 29 Melden
    • who cares? 11.06.2016 08:06
      Highlight @Hoppla! Okay und weiter: zwei Passanten müssen den Vergewaltiger daran hindern, die Bewusstlose weiter zu schänden und ins Krankenhaus bringen, aber ja alles in Ordnung.

      Nur weil eine bewusstlose Person nicht "Nein" sagt, ist es noch lange nicht okay
      38 1 Melden
    • Käuzchen 11.06.2016 08:53
      Highlight @Hoppla! Haben sie den Text gelesen?
      14 1 Melden
  • Nate Summer-Cook 10.06.2016 19:05
    Highlight Leute, Leute. Lest den Text und regt euch nicht über den Titel auf! Ich mag mich an diesen nach dem lesen dieses Textes gar nicht mehr erinnern! 😔
    106 27 Melden
  • retrogott 10.06.2016 19:03
    Highlight Ich kann die Aufregung um den Titel überhaupt nicht verstehen. "Pauschalisiert" wird nur, weil ihr euch davon direkt verurteilt seht! Vielleicht wäre es glücklicher gewesen im Rahmen der Gleichberechtigung alle zum Lesen aufzufordern - aber nur weil ich das lesen soll muss ich mich da nicht direkt angesprochen fühlen. Lesen bildet und genau das macht den Text, wie auch den Titel, so stark. Hut ab vor der jungen, betrunkenen Frau! Aber auch Hut ab vor Fr. Roth, die den Mut besass für den Artikel den Winkelried zu machen. Respekt.
    47 52 Melden
    • guby 10.06.2016 19:24
      Highlight Finde ich nicht. Der Titel pauschalisiert ganz klar und ist meiner Meinung nach unfair. Wäre der Text von einem Mann, der aufgrund der Verleumndung einer Frau unschuldig ins Gefängnis musste, mit einem ähnlichen Titel versehen: Der Aufschrei wäre gigantisch.
      Wie dem auch sei. Ganz starker Text und Hut ab vor dieser Frau!
      49 47 Melden
  • Money is everything 10.06.2016 18:51
    Highlight feminismus andich ist ja schon völlig bescheuert (meiner Meinung nach)...aber dieser Titel übertrifft ja mal alles. Der Text ist aber unbestritten sehr eindrücklich und emotional
    40 65 Melden
    • ast1 11.06.2016 14:22
      Highlight Feminismus ist in seiner ursprünglichen Form die Bewegung für eine Gleichberechtigung aller! Also eine unbestreitbar gute Sache. Der Name ist jedoch unglücklich gewählt und wird neuerdings auch öfters als Deckhaube für die Verbreitung von Blödsinn genutzt. Das macht aber die Idee an sich nicht schlecht.
      12 2 Melden
  • saderthansad 10.06.2016 18:32
    Highlight Danke für die Uebersetzung dieses Statements. Ich bin total aufgewühlt, wütend, bewegt, fassungslos und traurig. Und dass der grösste Teil der Kommentare sich vorab über den Titel ärgert, passt bestens zum Thema und bestätigt die Wichtigkeit dieses Textes.
    Warum nicht einfach den Text lesen und sich darüber und zum Thema allgemein den einen oder anderen Gedanken machen, ihr sensiblen jungen und weniger jungen Männer?
    107 33 Melden
    • Zwingli 10.06.2016 19:05
      Highlight danke saderthansad du hast meine gedanken besser ausgedrückt als ich :)
      29 18 Melden
    • Randy Orton 10.06.2016 19:18
      Highlight Kann man nicht beides? Den Text lesen und sich über den Titel echauffieren?
      Ich fand das Statement auch sehr berührend und hoffe, dass es viele Menschen lesen. Aber trotzdem verstehe ich nicht, was die Pauschalverurteilung im Titel soll.
      38 17 Melden
    • tipsi 10.06.2016 19:35
      Highlight Bin total einverstanden. Ähnlich wie bei anderen Vergewaltigungen, steht nicht die Solidarisierung mit dem Opfer im Vordergrund, sondern die Diskussionen um den Täter. Klar ist es schwierig, Worte zu finden, angesichts dieser schrecklichen Vorstellung, welche man am liebsten verdrängen möchte. Ich denke viele Kommentatoren fühlen mit der Frau mit und sind verärgert, dass man es ihnen (vermeintlich!) nicht zutraut. Lasst uns doch unser Mitgefühl zeigen mit dem Leid, das weissgott grösser ist, als unsere verletzte Gefühle durch Vorurteile.
      31 2 Melden
  • HerQles 10.06.2016 18:30
    Highlight Ich fühle mich durch diesen Artikel vergewaltigt
    37 72 Melden
    • Walter Sahli 10.06.2016 20:34
      Highlight Dann solltest Du die 143 anrufen.
      17 5 Melden
    • Pikachu 10.06.2016 21:05
      Highlight Ich glaube sie wissen nicht wie sich eine vergewaltigung anfühlt! Und ich wünsche, sie werden es NIE erfahren!
      31 10 Melden
  • Liv_i_am 10.06.2016 18:16
    Highlight Unwort des Tages: Generalverdacht😒
    28 39 Melden
    • Lezzelentius 10.06.2016 18:37
      Highlight Klar, wenn der Sexismus mal Männer trifft wird es zum Unwort.
      41 39 Melden
    • Ratert 10.06.2016 18:46
      Highlight Dass ist sowas von sexistisch.


      14 12 Melden
    • guby 10.06.2016 19:27
      Highlight "Wenn der Sexismus mal Männer trifft"... Ich nominiere dieses Statement für den Preis "Unüberlegtste Wortmeldung 2016". Zusammen mit: "So einer wie den will man nicht zum Nachbarn".
      39 18 Melden
  • Zwingli 10.06.2016 18:16
    Highlight dass einzig schlechte am gewählten titel ist, dass nun über den titel diskutiert wird und nicht über den inhalt.

    zeigt für mich eventuell auch auf, dass genau solche titel gebraucht werden.
    54 51 Melden
    • ksayu45 10.06.2016 18:35
      Highlight finde auch, dass jetzt etwas viel über den titel diskutiert wird statt über den inhalt. aber dass es solche braucht ist schwachsinn! einfach solche titel weglassen und es gibt auch keine diskussionen darüber
      33 11 Melden
  • Duweisches 10.06.2016 18:14
    Highlight Vielen, vielen Dank für die Übersetzung. Ich habe den Text verschlungen, ich konnte nicht aufhören zu lesen. Ich denke, wäre der Text nicht übersetzt gewesen hätte ich ihn wohl nicht gelesen, dafür wäre er mir zu lang. Trotzdem sehr packend geschrieben, ich kann meine Gefühle für diese kämpferische junge Frau gar nicht zum Ausdruck bringen...
    Auch wenn sie das nie lesen wird wünsche ich ihr viel Kraft für die Zukunft, ich bewundere ihr Durchhaltevermögen!
    Stimmt mich nachdenklich...
    61 4 Melden
  • lena1986 10.06.2016 18:08
    Highlight Mir wurde ganz schlecht beim lesen. Ganz schlimm diese leere zu spüren, fremd im eigenen Körper zu sein.
    68 3 Melden
  • äti 10.06.2016 18:01
    Highlight Ich bin irritiert von den zu vielen "beleidigten Leberwürsten". Ist ja toll: "betrifft mich nicht, geht mich rein gar nichts an". Das MUSS ist für die andern. Wegschauen, fortrennen, negieren, wegschieben. So einfach geht es im Leben längst nicht mehr.
    Also heisst es, drei Mal muss es gelesen werden, bis es verstanden wird.
    62 36 Melden
    • Zuagroasta 10.06.2016 18:13
      Highlight Spot on Äti!
      18 8 Melden
  • Ratert 10.06.2016 17:52
    Highlight Noch nie soviel Elend und Wut in einem Text gelesen, ich konnte ihn nicht beenden. Da kommen mir wirklich schlimme Gedanken, was ich mit solchen Menschen anstellen möchte, die sich noch feige hinter der Justiz verbergen.
    Eindrücklich und traurig.

    60 7 Melden
    • Jay_Jay 10.06.2016 19:08
      Highlight Als ich ihn in E gelesen hatte, weinte ich
      9 8 Melden
  • Zuagroasta 10.06.2016 17:49
    Highlight Ich bin auch ein Mann und habe mich von dem Titel nicht angegriffen gefühlt.
    Watson ist eine Infotainment-Website und dort wird ab und an zu Boulevardpressemethoden gegriffen.

    Wenn ich zu diesem sehr eindrücklichen und lesenswerten Text keinen "clickbait" Titel haben will, dann muss ich wohl etwas Geld investieren. Nur selbst dann, ist man vor solchen Titeln nicht gefeit, wie man immer öfter auf den Webseiten des Prints, wie NZZ,FAZ,SZ,Tagi oder Spiegel, erkennen kann.
    Das wird uns in Zukunft leider begleiten.
    42 20 Melden
    • Olaf! 10.06.2016 18:11
      Highlight Wenn sogar Buzzfeed mal ein Artikel ohne Clickbait Titel schafft, sollte es auch für Watson machbar sein ;)
      33 6 Melden
    • Randy Orton 10.06.2016 19:22
      Highlight Ich glaube ein Text, in dem eine junge Frau erklärt wie sehr sie auch unter der Medienberichterstattung gelitten hat, ist der falsche Ort um genau mit diesen Methoden Geld zu machen.
      28 4 Melden
    • Zuagroasta 10.06.2016 20:34
      Highlight Frag mich gerade wie viele den Artikel ohne diesen derben Titel gelesen hätten?
      Olaf!, in den USA war der Fall schon seit Dienstag ein heissdiskutiertes Thema. Deswegen kommt auch Buzzfeed mit etwas weniger aus. ;)

      4 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 23:09
      Highlight Genau die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt. Es wird hier auch nicht über den Inhalt des Textes diskutiert, sondern über einen Titel. Ich bin entsetzt!
      5 5 Melden
  • Lio 10.06.2016 17:48
    Highlight Es ist fraglos so, dass solch brutale Vergewaltigungen ungleich öfters von Männern verübt werden.
    Es widert aber an, zu lesen, Männer würden es nicht schaffen, sich vorzustellen welch schlimme Auswirkungen eine Vergewaltigung haben kann, wie Sie - Frau Roth - dies schreiben. Es zeugt von Überheblichkeit und offensichtlich fehlender Einfühlsamkeit. Und dass der Titel des Artikels für sich schon an Widerwärtigkeit und Effekthascherei kaum zu übertreffen ist, durften Sie wohl auch schon lesen.
    64 35 Melden
    • Duweisches 10.06.2016 18:19
      Highlight Nun, der junge Mann im Artikel kann es ja offensichtlich nicht verstehen, genau wie viele am Gerichtsfall beteiligte Männer wohl auch. Allgemein ist es als Mann schwierig, sich in diese Situation zu versetzen, deshalb finde ich den Titel in Ordnung. Leider werden durch die sexualisierung unserer Gesellschaft, durch Pornos, Werbung, Musik, Frauen wieder viel mehr zum Objekt degradiert.
      Solche Gerichtsurteile und vor allem die Begründung ist unter aller Sau!
      44 25 Melden
  • ksayu45 10.06.2016 17:46
    Highlight sehr eindrücklicher text, welcher auch mich als jungen mann extrem berührt hat und traurig macht!

    ABER der titel ist einfach unter aller sau und völlig fehl am platz!! er macht mich genauso wütend wie der typ, der ihr das angetan hat.
    71 23 Melden
    • Walter Sahli 10.06.2016 18:51
      Highlight Ach Junge, es hat noch keinem geschadet, eine solche Geschichte aus Sicht des Opfers zu lesen. In der Schule hast Du weit mehr Lesebefehle für weit weniger Empathie prägende Geschichten erhalten! Denke besser darüber nach, warum ein Zeitungstitel Dein Ego genauso verletzt, wie eine Vergewaltigung!
      36 43 Melden
    • ksayu45 10.06.2016 19:35
      Highlight Ich hab auch nicht gesagt, dass es mir geschadet hat. Im gegenteil! natürlich ist die vergewaltigung tausendmal schlimmer. trotzdem finde ich den titel völlig unnötig
      26 7 Melden
  • TJ Müller 10.06.2016 17:44
    Highlight Sooooo schade, dass hier in den Kommentaren (fast) nur auf die Überschrift Bezug genommen wird... Echt schade. Selten so einen eindrücklichen Text gelesen! Krieg mich grad fast nicht mehr ein. :,(
    75 10 Melden
  • Miss_Ann_Thropist 10.06.2016 17:40
    Highlight Uiuiui, der Titel alleine gibt mir schon Brechreiz ... Irgendwas zwischen BILD und Feminazismus. Schade Watson, sowas hätte ich hier nicht erwartet.
    49 63 Melden
    • Duweisches 10.06.2016 18:20
      Highlight Den Artikel auch gelesen oder einfach gebrochen und wegekuckt, betrifft mich ja nicht...?
      34 23 Melden
    • Maragia 10.06.2016 20:59
      Highlight Nach dem Titel hat mich der Text nicht mehr interessiert! Warum auch, wurde schon pauschal beleidigt!
      12 36 Melden
    • Duweisches 10.06.2016 23:30
      Highlight Ich auch, aber der Grund war ja wohl, Aufmerksamkeit zu erregen. Ich verstehe nicht wie man über einen Titel herablassen kann ohne den Artikel überhaupt zu lesen...
      9 5 Melden
  • tipsi 10.06.2016 17:39
    Highlight Wow. Finde den Text sehr stark. Fühle mich ergriffen, geschockt und betroffen, sprachlos. Finde es abartig, was diese Frau alles durchmachen musste.
    Man könnte meinen, der Titel trifft viele mehr als das unsägliche Schicksal der Frau und die m.E. zu milde Strafe.
    Die zwei Männer, die eingegriffen haben, haben vorbildlich gehandelt. Generalverdacht? Männer handeln couragiert. Der andere ist ein Unmensch, der hat nichts mit Männern zu tun.
    67 4 Melden
  • Tilman Fliegel 10.06.2016 17:38
    Highlight In der Schweiz ist die Mindeststrafe für Vergewaltigung übrigens ein Jahr. Was ja dann wohl bedingt heisst. Der Bursche hat immerhin 3 Monate echt im Gefängnis gesessen. Sicher ist die Strafe für amerikanische Verhältnisse viel zu mild, aber ich glaube man würde auch bei uns vergleichbare Urteile finden.
    Den Text finde ich davon abgesehen sehr eindrücklich und gut. Bravo fürs veröffentlichen!
    38 3 Melden
    • HansDampf_CH 10.06.2016 17:52
      Highlight Ja die Reichen (die die Gesetze machen) schützen Leber Ihr Geld als Ihre Töchter.
      In eine Bank und Banküberfall rufen. Ohne Waffe und du wirst härter bestraft als ein Vergewaltiger. How sick is that?
      27 6 Melden
    • sowhat 10.06.2016 18:25
      Highlight Dass die Strafen so tief angesetzt sind, heisst noch nicht, dass es richtig ist. Wären sie höher, hatte das Delikt schon ein anders Gewicht. Also müsste die Logische Folgerung sein, Strafmass verzehnfachen!
      8 3 Melden
  • 's all good, man! 10.06.2016 17:23
    Highlight Der Titel ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, aber das ist nun wirklich nicht das, worüber man sich so aufregen sollte...
    44 15 Melden
  • HansDampf_CH 10.06.2016 17:17
    Highlight Nein ich finde das genau solche Geschichten so wahr und eindrücklich in der Schule allen Männern mitgegeben wird. Ich bin selbst heute 37 und ein Mann und finde es schadet nicht. Das Hauptproblem ist wohl, dass auch diese Geschichte bei einem solchen sociopathen wie dem Täter auf keinen fruchtbaren Boden fällt.
    28 13 Melden
  • JFH 10.06.2016 17:15
    Highlight Wie bereits erwähnt, der text ist sehr lesenswert und berührend, euer Titel hingegen eine beleidigende Frechheit für jeden zuvorkommenden und anständigen Mann.
    47 18 Melden
    • Walter Sahli 10.06.2016 18:57
      Highlight Was ist daran beleidigend, wenn Du aufgefordert wirst, diese Schilderung zu lesen?
      27 32 Melden
  • suchwow 10.06.2016 17:03
    Highlight 1.: Junge, junge.. Das hat mich mal übelst Zeit gekostet. So viel gelesen habe ich nicht mal in meiner Studienzeit :D (blablafaulesStudentenpackblablubb) Irgendwo hat es einen kleinen Fehler gehabt ("ich" anstatt "mich", aber grossen Respekt für die ganze Übersetzungsarbeit, will da nicht so eine Leistung sicher nicht schlechtreden)
    2.: Das Gefühl der Ohnmacht kann man in diesen Zeilen besonders gut empfinden. Besonders, wenn man noch bereit gewesen wäre, sich aussergerichtlich zu einigen. Aber so ist das einfach nur ein Schlag ins Gesicht.
    3.: Der Titelzusatz ist mMn etwas fehl am Platz :-/
    37 6 Melden
  • jesse.pinkman 10.06.2016 17:02
    Highlight Haben wir am 10.6. den "watsonalen wir schiessen pauschal auf alle jungen männer"-tag oder was soll die sch**** mit lesebefehl....

    vorher der artikel in dem junge männer als vergewaltiger pauschal mal abgestempelt werden und jetzt das?

    muss ich mich hier irgendwie betroffen fühlen?

    watson, das könnt ihr viel besser... :( der titel ist wirklich ****!
    42 46 Melden
    • Duweisches 10.06.2016 18:25
      Highlight Ich finde es scheisse wie hier auf dem Titel herumgeritten wird, du gehst nicht mit einem Wort auf den Artikel ein. Denn ganz ehrlich, kannst du die Ohnmacht und Wut, die Trauer und den Schmerz die eine Frau in einer solchen Situation hat wirklich nachempfinden? Mit dem Artikel auf jeden Fall viel besser...
      30 27 Melden
    • jesse.pinkman 10.06.2016 20:39
      Highlight ich hab und werde den artikel nicht lesen!

      würde mich sehr interessieren & verurteile das zu tiefst...

      aber so nicht..., dann kann ich auf blick.ch!
      14 37 Melden
    • Duweisches 10.06.2016 23:29
      Highlight Dann geh auf Blick.ch, aber lies den Artikel. Über den Titel motzen ohne zu wissen um was es im Artikel geh, wow... 🙄
      12 10 Melden
  • AirChicken 10.06.2016 16:57
    Highlight Das ist echt deprimierend. Hab Tränen in den Augen.
    48 6 Melden
  • Olaf! 10.06.2016 16:53
    Highlight Guter Artikel, schade das er einen so beschi**sen dummen sexistischen Titel hat.
    104 16 Melden
    • Tobi321 10.06.2016 17:49
      Highlight Ja, man kann sich wirklich kaum Vorstellen, was die Betroffenen durchmachen müssen.

      Schade um den Titel.
      Der sexismus gegen Männer scheint in der letzten Zeit Salonfähig geworden zu sein.
      33 16 Melden
    • Liv_i_am 10.06.2016 18:02
      Highlight Sexismus gegen Männer? Ach mir kommen die Tränen...
      23 69 Melden
    • Olaf! 10.06.2016 18:09
      Highlight Sexismus gegen Frauen? Ach mir kommen die Tränen...

      Merkst du was?
      51 17 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 18:17
      Highlight absolute zustimmung. in beiden punkten.
      21 2 Melden
    • Meraxes Equis 10.06.2016 23:18
      Highlight Liv_i_am, der Titel ist ja wirklich nicht cool. Auch ich habe sexuelle Gewalt erlebt, trotzdem bin ich zutiefst dankbar, dass die allermeisten Männer wunderbare Menschen sind. Wenn wir Frauen Gleichberechtigung fordern, ist es auch unsere Aufgabe, Männer nicht grundsätzlich zu verurteilen. Es ist schlicht nicht fair, Männer nur aufgrund ihres Geschlechts als Vergewaltiger zu bezeichnen. Vergewaltiger sind keine Männer, Vergewaltiger sind einfach nur Arschlöcher.
      17 1 Melden
  • Ylene 10.06.2016 16:42
    Highlight Ich verstehe sehr gut, wieso man sich als Mann von der Überschrift angegriffen fühlen kann. Es ist aber leider so, dass eine wirklich kleine Minderheit von euch es geschafft hat, praktisch alle Frauen schon mal gegen ihren Willen zu begrapschen, belästigen, etc. Fragt mal eure Mütter, Schwestern, Freundinnen und Kolleginnen. (Frauen sind natürlich z. T. auch totale Arschlöcher, aber halt mehr manipulativ - ein K. O. Mann bringt beim Poppen ja nicht viel). Alles, was ich euch bitte, ist: Bitte seid in so einem Fall wie die beiden Schweden! Wir sollten alle mehr wie die sein und hinsehen.
    89 24 Melden
  • Ravel 10.06.2016 16:40
    Highlight Wurde schon ein paar Mal gesagt, aber verdient noch einen Kommentar mehr:

    Schlimme Geschichte, eindrücklicher Text...

    ...und ein absolut und KOMPLETT missratener Titel von watson. Kann mich meinen Vorkommentierern nur anschliessen, was soll sowas?! Für "alle" jungen Männer? Mein lieber Schwan...
    94 17 Melden
  • Lezzelentius 10.06.2016 16:40
    Highlight Ich schliesse mich den Leuten hier an. Fühle mich ungemein durch den Titel provoziert und beleidigt - "Lesebefehl für alle jungen Männer". Was soll dieser Wortlaut?!
    82 22 Melden
    • Liv_i_am 10.06.2016 18:05
      Highlight Genau, es sollte eher "für ALLE Männer" heissen...

      *blitziblitz*
      20 47 Melden
    • Randy Orton 10.06.2016 19:28
      Highlight Oh, beginnen wir jetzt hier auf Watson mit Sexismus? Okay.
      Liv_i_am und die anderen Frauen, solltet ihr um diese Zeit nicht am Herd stehen anstatt hier zu kommentieren?
      30 15 Melden
  • Zeit_Genosse 10.06.2016 16:39
    Highlight Für mich ist die Publikation des Textes Voyeurismus. Der war für den Täter und jene im Gerichtssaal bestimmt und nicht um Quote mit einem Sch....titel darüber zu bolzen. nehmt den Text einfach wieder runter und lasst Euch als Journis nicht so jagen von der bösen Welt dadraussen.
    42 41 Melden
    • Liv_i_am 10.06.2016 18:07
      Highlight Das betroffene Mädchen wendet sich an alle Frauen, darum denke ich schon, dass der Text auch gehört/gelesen werden sollte.
      38 16 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 16:38
    Highlight Der/ die Autor/inn hat sich leider noch nicht, bezüglich der Überschrift, geäussert
    65 10 Melden
  • Unikitty 10.06.2016 16:26
    Highlight Gänsehaut! Schrecklich was diese Frau erleben musste :( Und tragisch dass dieses verf*** A*** nicht härter bestraft wurde. Wünsche ihr nur das aller Beste für die Zukunft!
    84 5 Melden
  • Hand-Solo 10.06.2016 16:26
    Highlight Herzzerreissend.
    Was für ein Ar*** dieser Typ sein muss...

    Aber bin ich mit 33 auch ein "Junger Mann?" und warum gilt für dieselbigen ein "Lesebefehl"? Ich habe noch jüngere Brüder, nicht das die noch Schwierigkeiten kriegen weil sie den Artikel dummerweise übersehen haben...

    Schade das ihr zu so einem beeindruckenden Text so eine beschi**ene sexistische Überschrift darüber setzen musstet. Was sollte das?
    135 12 Melden
    • Rafaela Roth 10.06.2016 16:53
      Highlight Junge Männer unter Generalverdacht zu stellen ist nicht die Idee. Es ist nur so, dass statistisch gesehen Männer, vor allem junge, jene sind, die sexuellen Missbrauch oder Vergewaltigung begehen.
      Frauen ist die Thematik, was bei einem solchen Vorfall innerlich passiert und wie man sich als Opfer gegen den Vorwurf verteidigen muss, selber Schuld zu sein, oft aus eigener Erfahrung bekannt. Männern weniger, daher der Titel.
      58 125 Melden
    • Lezzelentius 10.06.2016 16:58
      Highlight "Junge Männer unter Generalverdacht zu stellen ist nicht die Idee. Es ist nur so, dass statistisch gesehen Männer, vor allem junge, jene sind, die sexuellen Missbrauch oder Vergewaltigung begehen."

      Wat? Und wenn die Statistik 140%(Sinn dahingestellt) ergeben würde, ändert das nichts daran, dass es ein Bruchteil(!!!) der Männer sind, die vergewaltigen. Das ist kein Argument für den Titel, das ist schwachsinnig.
      81 15 Melden
    • Rafaela Roth 10.06.2016 17:05
      Highlight easy tiger.
      27 132 Melden
    • Ehringer 10.06.2016 17:19
      Highlight "Junge Männer unter Generalverdacht zu stellen ist nicht die Idee." Dann nimm diesen Titel raus und ersetze ihn.
      Schon mal überlegt, was zum Beispiel die beiden Schweden sagen würden, wenn sie das lesen?
      Und kleine Nebeninfo: Es ist statistisch gesehen so, dass in weit über 50% der Fälle, in denen das Opfer gerettet indem jemand dazwischen geht, dieser jemand (junge) Männer sind.
      Es wäre vielleicht Zeit, als Autorin des Artikels einzusehen, dass man mit diesem Titel, auch wenn man das nicht wollte, junge Männer tatsächlich unter Generalverdacht stellt. Fehler bitte einsehen und beheben, danke.
      68 9 Melden
    • Maett 10.06.2016 17:21
      Highlight @Rafaela Roth: "Junge Männer unter Generalverdacht zu stellen ist nicht die Idee."

      Anscheinend doch, oder warum wurde der Titel immer noch nicht geändert?
      55 8 Melden
    • SeKu 10.06.2016 17:29
      Highlight Nur weil es vor allem junge seien (wenn das den stimmen soll), heisst das noch lange nicht, dass es von den jungen viele sind. Oder sogar alle. Oder dass sie keine Empathie haben. Oder dumm sind. Oder vergewaltigen.

      Regt euch einfach nicht wieder über irgendwelche Scheiss-SVP-Schlitzer-Plakate auf, diese Idioten schreiben immerhin nicht "alle".
      46 6 Melden
    • Lezzelentius 10.06.2016 17:37
      Highlight ez gg, Rafaela.
      10 1 Melden
    • Stellklaus 10.06.2016 17:43
      Highlight Sie gehören bestimmt zu denjenigen die Zeter und Mordio schreien wenn gewisse Parteien Kriminalstatistiken in Verbindung mit Staatszugehörigkeit thematisieren.
      Aber wenns um die bösen "weissen" Männer geht kann komplette Verallgemeinerung ja nicht schaden.
      48 5 Melden
    • Liv_i_am 10.06.2016 18:12
      Highlight Auch wenn nur ein winziger Bruchteil der Männer Vergewaltiger sind, die Dunkelziffer von Männern, die Frauen belästigt haben, ist riesig.
      11 57 Melden
    • Randy Orton 10.06.2016 19:33
      Highlight Rafaela Roth, mit der Begründung könnt ihr doch auch gleich Artikel über Kriminalität schreiben mit dem Hinweis: Lesebefehl für alle Ausländer. Statistisch gesehen sollen sie ja krimineller sein, als Schweizer.
      Im Ernst: der Titel ist sexistisch, stellt alle Männer unter Generalverdacht und ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Mann, der selbst Opfer von sexueller Gewalt wurde (ja, das gibt es auch, die bösen Männer vergewaltigen auch Männer, oft sogar Kinder). Und der Fokus wird leider weg von dem genialen Text zu einer Nebensächlickeit gelenkt.
      46 6 Melden
  • smarties 10.06.2016 16:23
    Highlight Danke für die Übersetzung!
    27 7 Melden
  • SeKu 10.06.2016 16:19
    Highlight Zitat: "Ein Lesebefehl für alle jungen Männer"

    Hat es euch jetzt ins Hirni geschissen oder was? Die allermeisten jungen Männer würden nie vergewaltigen. Ich kenne einige (auch mich), welche schon eine wildfremde Frau im Halbdelirium betreut/beschützt/nach Hause gebracht haben ohne irgendwelche Hintergedanken, geschweige denn Handlungen. Meist kostet dies einem nur ein paar Stunden, ein Freund hat dafür aber mal ein Messer in den Rücken bekommen. Wenn man dann so einen Generalverdachts-Lesebefehl lesen muss, fragt man sich schon.

    Sorry bin grad *etwas* hässig.
    158 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 17:07
      Highlight eieiei ... SeKu :-)
      Der Lesebefehl bedeutet doch nicht, dass alle jungen Männer Vergewaltiger sind. Die Männer sollen nur mal in dieser Ausführlichkeit lesen, was es anrichten kann. Und auch, dass Frauen zutiefst dankbar sind, wenn sie auf anständige Männer treffen - wie ja auch die beiden Schweden - die ihnen solchen Situationen helfen.
      33 34 Melden
    • SeKu 11.06.2016 10:09
      Highlight Liebe Rhabarber
      Der Lesebefehl bedeutet aber, dass alle jungen Männer unter Generalverdacht stehen. Dass alle jungen Männer zu dumm/empathielos seien sowas von selbst zu begreifen.
      Die Gruppe der jungen Männer könnte man noch weiter einschränken, dann steigt die Vergwaltigerquote noch mehr (sie wäre zwar immer noch extrem klein). Wie hätten watson wohl geschrieen, wenn ein Lesebefehl für solch eine Gruppe von einem anderen Medium ausgestellt worden wäre?
      6 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.06.2016 12:08
      Highlight Wo steht das wortwörtlich, dass das ein Generalverdacht ist?

      Man kann Texte sehr verschieden lesen und verstehen, wie die diversen Leser heiliger Bücher immer wieder eifrig beweisen.

      Was jemand liest, hängt zu nicht unbeträchtlichten teilen immer auch vom Leser selbst ab.

      Ich für meinen Teil lese da keinen Generalverdacht raus sondern mehr die Bitte an alle jungen Männer, doch bitte aufmerksam zu sein für solche Fälle in ihrer Umgebung.
      Allerdings ist es wirklich ungeschickt und daher leider missverständlich formuliert.
      4 7 Melden
  • Robi_27 10.06.2016 16:11
    Highlight Sehr eindrücklicher und bewegender Text.
    Dennoch, den Titel finde ich persönlich, als Frau, nicht in Ordnung. Auch wenn Männer bei Weitem nicht der gleichen Gefahr einer Vergewaltigung ausgesetzt sind, denke ich, dass jeder verständnissvolle Mensch nachvollziehen kann, wie man sich als Opfer nach so einer Tat fühlen muss.
    Möglicherweise fühle ich als Frau mehr mit dem Opfer mit, aber auch Männer werden wissen wie schrecklich das sein muss.
    106 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 22:14
      Highlight Männer, die noch nie vergewaltigt wurden, haben keine Ahnung und können es sich auch nicht vorstellen, was es heisst, sexuell belästigt oder vergewaltigt zu werden. Es ist leider immer noch nur ein Cavaliersdelikt, ansonsten würden Personen, die einen Übergriff begangen haben, härter bestraft und die Opfer nicht gezwungen vor der ganzen Welt immer und immer wieder den Übergriff durchmachen zu müssen.
      6 11 Melden
  • Nonqi 10.06.2016 16:09
    Highlight Ob gut oder schlecht... ich wäre für Selbstjustiz in solch einem Fall... und wie das dann aussehen würde... Nur Gott weiss es....
    16 60 Melden
    • Lezzelentius 10.06.2016 16:48
      Highlight Dann hast du sehr schnell den Vater, der sich (denn er glaubt sich im recht) sehr schnell an denjenigen rächt, die Selbstjustiz walten liessen. Vielleicht denkst du nochmals über "Selbstjustiz" nach, ja?
      31 5 Melden
    • Nonqi 11.06.2016 11:43
      Highlight Mich würde es wunder nehmen, ob du noch so gelassen darüber denken würdest, wenn es sich um ein Familienmitglied handeln würde?
      3 6 Melden
  • Propellerli 10.06.2016 16:06
    Highlight Eine Vergewaltigung ist eine Machtausübung. eine Demütigung, eine Zerstörung des Opfers. Wie hier einen Täter mit milde zu behandeln weil er in irgendwas gut ist und Ruhm und ehre für eine Uni bringen könnte....ich könnte gleich kotzen.
    Das Menschen nicht zu ihren Taten stehen können, einen anderen als Schuldigen brauchen ist nicht neu. Leider nimmt aber die Tendenz stark zu. Nur ja keine Verantwortung für irgendwas übernehmen.
    In dem Fall: habe getrunken, ich armer. Sie hat getrunken, die Böse...Er hat wohl Geld, Ansehen, somit Macht. Sie ist nur eine betrunkene Frau....
    58 4 Melden
  • Snus116 10.06.2016 16:03
    Highlight Muss ich mich als junger Mann auch noch distanzieren für die Taten von irgendwelchen Vergewaltigern?
    93 9 Melden
    • äti 10.06.2016 17:14
      Highlight Nein, aber verhindern, falls eine Situation eintritt.
      16 15 Melden
    • Hand-Solo 10.06.2016 17:48
      Highlight Nur junge Männer sollen das verhindern? Wow...
      21 10 Melden
  • goldmandli 10.06.2016 15:59
    Highlight Zum Glück habt ihr mir befohlen den Text zu lesen, ich war schon drauf und dran eine Frau zu vergewaltigen. Im Ernst, der Text ist ja wirklich lesenswert und eindrücklich, aber der Herr oder die Dame, die diesen Titel gewählt hat, sollte sich das nächste mal ein paar Minuten mehr zur Titelfindung nehmen.
    124 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 15:57
    Highlight Wer von den jungen Männern, die durch den Titel zu Unrecht angesprochen wurden, kann aber auch sagen, durch Alkohol noch nie bis zum Verlust der Selbstkontrolle (Komatrinker,...) betrunken gewesen zu sein
    und darum garantieren, vor einem solchen Vergehen gefeit zu sein?
    Für den Konsum von Pilleli & Co. gilt dieselbe Frage...
    9 83 Melden
    • osaliven 10.06.2016 16:33
      Highlight In welcher Hinsicht steht Alkohol im Zusammenhang mit Vergewaltigungen? Alkohol verändert die Persönlichkeit eines Menschen nicht(also bei Wochenende betrinker, denke nicht das hier Alkoholiker gemeint sind). Alkohol senkt bloss die Hemmschwelle und bringt das wahre ich zum Vorschein. Das heisst der "Wunsch" zu vergewaltigen war bereits da. Wenn jemand also keine Vergewaltigung "plant" sorgt Alkohol aucht nicht dafür das diese Lust plötzlich entsteht
      35 4 Melden
    • Lezzelentius 10.06.2016 16:46
      Highlight Also doch ein Generalverdacht, hm?
      Ich und viele andere werden das sagen können, ob du das glaubst oder nicht. Und wenn du als Mann das von dir nicht sagen kannst, solltest du Alkohol und dergleichem zu aller Wohl ruhen lassen.

      Dämlich und unglaublich unverschämt, wirklich, mehr fällt mir zu deinem Kommentar nicht ein.
      29 4 Melden
    • Olaf! 10.06.2016 16:50
      Highlight Ich hab schon gesoffen als gäbe es kein morgen mehr, vergewaltigt habe ich noch niemanden.... hatte auch noch nie, das wohl ihrer Meinung nach genetisch bedingte Verlangen dazu, trotz Verlust der "Selbstkontrolle".
      29 3 Melden
    • Yes. 10.06.2016 16:51
      Highlight Weist du die meisten Männer vergewaltigen nicht, weil sie es grundfalsch finden, und nicht weil die gesselschaftlichen Konventionen und das Gesetzbuch dagegen sprechen. Auch wenn man völlig betrunken ist, tut man in der Regel nichts, an was man im nüchternen nicht denkt. (Betrunkene Taten sind nüchterne Gedanken.)
      29 3 Melden
    • DerGrund 10.06.2016 17:17
      Highlight Yallix: Offensichtlich nicht die Zeit genommen, den (zugegeben verhältnismässig langen) Text zu lesen. Die Frau sagt nämlich selbst dass nicht der Alkohol vergewaltigt und auch nicht die Entscheidung dazu für einen macht, sondern, Suff hin oder her, einzig das Arsch das ihn trinkt und dann vergewaltigt. Sie schieben die Tat somit genau so auf den Alk wie dies der Täter tat.

      P.S. Bitte ändert diesen sch**ss Titel!!
      24 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 18:28
      Highlight Aha! Ich weiss, was ich tue, wenn ich nicht mehr merke (warum auch immer), was ich tue...
      Klingt logisch, damit ist vieles klarer.
      4 17 Melden
    • DerGrund 10.06.2016 18:48
      Highlight Alkohol verändert nicht die Persönlichkeit, Alkohol enthemmt. Ergo vergewaltigen ein Mann der Vergewaltigung falsch findet, also 99% der Männer die Alkohol konsumieren, werden im Suff nicht plötzlich zu vergewaltigern. Wenn man jedoch vorher schon ein misogynes Arschloch ist und nicht mehr fähig ist, sich der Norm entsprechend, entgegen eigener Überzeugung zu verhalten siehts dann anderst aus...
      9 1 Melden
    • Randy Orton 10.06.2016 19:44
      Highlight Yallix du machst genau die selbe Aussage wie der Vergewaltiger vor Gericht, nämlich, dass Alkoholkonsum zu solchen Taten verleitet und nicht das kranke, fehlgeleitete Hirn des Vergewaltigers.
      13 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.06.2016 14:45
      Highlight Ist der Vergewaltiger deshalb für seine Tat nicht verantwortlich?
      Ich finde, solange jemand sich selber fürs Trinken entscheidet - also bewusst säuft -, soll er auch für die Folgen, ob bewusst oder unbewusst entstanden, verantwortlich gemacht werden.
      1 4 Melden
    • Randy Orton 11.06.2016 16:37
      Highlight Das sagt sie ja, der Täter und nicht der Alkohol ist Schuld. Du sagst in deinem ersten Kommentar aber, dass keiner der betrunken ist davor gefeit sei, Frauen sexuell zu belästigen.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.06.2016 17:19
      Highlight Wer seiner Sinne nicht mehr Herr ist (ob durch Alkohol, Pillen,...) , überschätzt sich ordentlich, wenn er garantiert, dann vor unliebsamen Entgleisungen sicher zu sein.
      Es entzieht sich auch jeglicher Logik, wie man sich bei ausgefallener Selbstkontrolle sich selber kontrollieren kann.
      Die Meinung, aufgrund von Erfahrung auch dann vor Dummheiten gefeit zu sein, gibt aber nur eine Wahrscheinlichkeit an und keine Sicherheit.
      Aber nur wer diesbezüglich bei sich sicher sein kann, empört sich in meinen Augen zu Recht über diese Vergewaltigung.
      In diesem Sinne kann ich nichts Neues mehr beifügen.

      1 7 Melden
    • Randy Orton 11.06.2016 18:42
      Highlight Ich und wahrscheinlich der grösste Teil der Männer würden eher im Spital landen durch eine Alkoholvergiftung, als dass sie unkontrolliert Frauen begrapschen und vergewaltigen. Egal wie betrunken man ist, man fängt nicht einfach an, Menschen sexuell zu missbrauchen. Das ist eine lasche Ausrede der Vergewaltiger und ein Affront gegenüber den Opfern, weil es dem Alkohol eine Teilschuld gibt.
      6 0 Melden
  • Pascal Steiger 10.06.2016 15:55
    Highlight Habe bei der Aussage "Lesbefehl für alle jungen Männer" aufgehört zu lesen. Habt ihr das Gefühl wenn ich diesen Text nicht lese werde ich zum Vergewaltiger? Bietet diesen Texten ruhig eine Plattform, aber stellt uns nicht unter Generalversacht!

    (Nervt einfach so zeug!)
    88 13 Melden
  • Mate 10.06.2016 15:34
    Highlight Passt einfach auf, wenn ihr solche Texte schreibt oder teilt. Es ist für mich wie auch viele andere Männer nicht verständlich wieso man(n) schon unter Generalverdacht steht. Ihr schreibt von einem Lesezwang für junge Männer und meint man soll uns Männer erziehen. Ich denke mal eine grosse Mehrheit von Männern hat eine gute Erziehung und deshalt auch Respekt vor Mitmenschen.
    226 11 Melden
    • nick_the_greek 10.06.2016 16:13
      Highlight Danke Mate!
      44 4 Melden
    • E. Edward Grey 10.06.2016 16:39
      Highlight Die Erinnerung daran schadet trotzdem nicht.
      16 35 Melden
  • Miicha 10.06.2016 15:33
    Highlight Was für ein Scheisskerl.
    95 9 Melden
  • hektor7 10.06.2016 15:29
    Highlight Sehr eindrücklicher Text, der mich wohl nicht so schnell einfach wieder loslässt.

    Trotzdem verstehe ich irgendwie nicht ganz, wieso es hier jetzt einen Lesebefehl für junge Männer gibt? Muss ich mich als junger Mann mit diesem Text da jetzt irgendwie direkt angesprochen fühlen?
    211 9 Melden
  • Miauzgenau 10.06.2016 15:28
    Highlight Danke für die Übersetzung und den Artikel. Nur fühle ich mich als junger Mann von deinem Titel, der meiner Auffassung nach alle jungen Männer per se unter Generalverdacht stellt, angegriffen. Schade.
    211 10 Melden
    • nilsnektarine 10.06.2016 15:35
      Highlight dito
      98 3 Melden
    • Santale1934 10.06.2016 16:11
      Highlight Muss dir zustimmen. Der Titel kann falsch verstanden werden, jedoch sollte man sich nicht direkt angegriffen fühlen, sondern sich eher einfach generel mehr mit diesem Thema auseinandersetzen.
      Das Statement finde ich sehr stark und verdient vollstend Respekt und zeigt jedoch, wie viel Verbesserungs Potential es in der heutigen Gesellschaft noch gibt.
      61 8 Melden
    • Randy Orton 10.06.2016 16:16
      Highlight Habe ich mir auch gedacht, Artikel toll geschrieben, aber dieser Titel macht mit der Pauschalisierung viel zunichte. Die Aussage, dass junge Männer generell alle potenzielle Vergewaltiger seien, ist etwa genau so doof wie die Aussagen, dass Frauen selbst Schuld an Vergewaltigungen seien, wenn sie sich zu aufreizend anziehen
      45 4 Melden
    • ZH27 10.06.2016 16:22
      Highlight In den Augen der Autorin sind offenbar alle jungen Männer potentielle Vergewaltiger - anders kann ich mir den Titel nicht erklären.
      49 11 Melden

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