Irak
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Dramatische Rettungsaktion in Amerli: Nach wochenlanger Belagerung können die Turkmenen befreit werden. Bild: X80014

IS-Belagerung durchbrochen

Dramatische Rettungsaktion von Turkmenen aus belagerter Stadt Amerli 

31.08.14, 16:46 31.08.14, 22:42

Irakische Truppen sind am Sonntag nach eigenen Angaben in die belagerte Stadt Amerli im Norden des Landes vorgedrungen. «Unsere Truppen sind nach Amerli eingedrungen und haben die Belagerung durchbrochen», sagte Armeesprecher Kassem Atta am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. 

Ein Behördenvertreter aus der Region und ein Kämpfer, der die Stadt gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) verteidigt hatte, bestätigten die Angaben. Die irakische Armee hatte am Samstag gemeinsam mit schiitischen und kurdischen Milizen eine Offensive zur Befreiung von Amerli gestartet. 

Women and children are evacuated in a military helicopter by Iraqi forces from Amerli, north of Baghdad August 29, 2014. A home to around 180,000 people, mostly Turkmen Shi'ites, the small town of Amerli, north of Baghdad is still holding out against repeated attacks by Islamic State fighters despite the fall of all the 34 villages surrounding it. Picture taken August 29, 2014.   REUTERS/Stringer (IRAQ - Tags: CIVIL UNREST POLITICS CONFLICT MILITARY)

Irakische Soldaten evakuieren Bewohner der nordirakischen Stadt Amerli. Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Die mehrheitlich von schiitischen Turkmenen bewohnte Stadt wird seit mehr als zwei Monaten von den IS-Dschihadisten belagert, die Anfang Juni weite Teile des Nordirak in ihre Gewalt gebracht hatten. Tausenden Bewohnern fehlt es an Wasser und Lebensmitteln, im Fall einer Eroberung droht ihnen nach Einschätzung der UNO wegen ihres schiitischen Glaubens ein Massaker. 

Unterstützung durch US-Luftwaffe

Die US-Luftwaffe flog am Samstag neue Angriffe auf die IS-Miliz im Nordirak. Bei den Angriffen nahe dem strategisch wichtigen Mossul-Staudamm seien ein Fahrzeug, eine Stellung, ein Waffenlager und ein von der Gruppe genutztes Gebäude zerstört worden, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. 

Mit den Angriffen hätten die irakischen und kurdischen Truppen unterstützt, die US-Einrichtungen verteidigt und die Hilfsoperationen geschützt werden sollen. Insgesamt wurden laut dem Pentagon damit bislang 115 Luftangriffe im Irak geflogen. 

Im Kampf gegen IS gewinnen die Kurden langsam an Boden zurück. Die kurdischen Peschmerga-Einheiten rückten nach Angaben eines Sprechers am Samstag auf die Stadt Sumar im Nordirak vor. Sollte es gelingen, diese zu kontrollieren, würde das dabei helfen, die Regionen Rabia und Sinjar von IS zurückzuerobern, sagte er. Sumar liegt rund 70 Kilometer nordwestlich der Stadt Mossul, die ebenfalls von der Terrormiliz beherrscht wird. 

epa04344602 Soldiers of the Kurdish Peshmerga forces and Shiite volunteers take position during fighting with Islamic State (IS) fighters, in Amerly town, northeastern Baghdad, Iraq, 07 August 2014. According to media reports, Iraqi soldiers are fighting IS militants to gain control over Amerly town. Several Iraqi towns that were taken over by the Peshmerga in June, have fallen to Islamist insurgents in the past week. The Islamic State - an al-Qaeda splinter group - seized large chunks of Iraq in June.  EPA/STR

Kurdische Peschmerga-Kämpfer gewinnen langsam an Boden zurück. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Ebenfalls am Samstag kam es in der Stadt Jusifija 15 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad zu einem Selbstmordanschlag, bei dem mindestens elf Menschen getötet wurden. Polizeikreisen zufolge fuhr ein mit Sprengstoff beladenes Auto an einer Kontrollstelle auf andere Fahrzeuge auf. (sda/meg)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 31.08.2014 18:10
    Highlight Wieso senden die U.S..A hier keine Militärberater oder Agenten des CIA? Wollen sie eine zweite A..l-K.ai..da im Nachhinein vemeiden?
    0 1 Melden
  • zombie1969 31.08.2014 17:32
    Highlight Über die von der EU zu den Beschützern der westlichen Werte ernannten Kurden wird in den nächsten Tagen ein Gebrauchtwaffenregen niedergehen. Ob die Waffen aus Kanada zu der Munition aus Tschechien passen, ob dänische Granatwerfer deutsche Munition verschiessen können, wird nicht gefragt.
    Die kurdischen Kämpfer, über denen man das Gemischtwarenangebot aus Armeebeständen aller Herren Länder auskippt, werden marktwirtschaftlich handeln und das eine oder andere Stück gegen Bares veräussern.
    Natürlich nicht an die IS!
    Aber an private, solvente Händler aus KSA oder Katar.
    Was die dann damit tun...
    1 0 Melden

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