Irak
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Iraqi Prime Minister Haider Al-Abadi and President Barack Obama fix their suit jackets as they finish their meeting in the Oval Office of the White House in Washington, Tuesday, April 14, 2015. The Prime Minister’s visit is to discuss U.S.-Iraq policy and the fight against the IS group. (AP Photo/Jacquelyn Martin)

 Haider al-Abadi und Barack Obama im weissen Haus. Bild: Jacquelyn Martin/AP/KEYSTONE

Irak: Obama trifft irakischen Regierungschef Al-Abadi in Washington

14.04.15, 20:57


US-Präsident Barack Obama hat dem Irak zusätzliche humanitäre Hilfen für die Opfer der Terrormiliz Islamischer Staat (ISS) zugesagt. Die geplanten Mittel in Höhe von 200 Millionen Dollar würden unter anderem an von der IS-Miliz vertriebene Iraker gehen, sagte Obama am Dienstag nach einem Treffen mit dem irakischen Regierungschef Haider al-Abadi in Washington.

Der US-Präsident sprach von «ernsthaften Fortschritten» im Kampf gegen die Dschihadisten, die im vergangenen Jahr grosse Gebiete im Irak unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Die Vereinigten Staaten stehen an der Spitze einer internationalen Koalition, die Luftangriffe gegen die IS-Miliz fliegt. Ausserdem unterstützt Washington die irakischen Streitkräfte mit Waffenlieferungen und Ausbildern.

Die irakische Armee führt derzeit eine Offensive gegen die Dschihadisten, Ende März eroberte sie die Stadt Tikrit zurück. Mit Blick auf die vom Iran unterstützten Schiitenmilizen verlangte Obama, dass alle an dem Vormarsch beteiligten Kräfte unter Kontrolle der Regierung in Bagdad stehen müssten.

Al-Abadi leitet seit vergangenem September eine Regierung der nationalen Einheit, die das schwierige Verhältnis zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden im Irak verbessern soll. Die USA machen die Ausgrenzung der irakischen Sunniten unter Al-Abadis Vorgänger Nuri al-Maliki mit dafür verantwortlich, dass die IS-Miliz nach dem Bürgerkriegsland Syrien auch im Irak Fuss fassen konnte.

Obama sagte am Dienstag, Al-Abadi habe sein Versprechen der Einbindung aller Bevölkerungsgruppen bislang eingehalten. Für den irakischen Ministerpräsidenten war es der erste Besuch im Weissen Haus. (sda/afp/gag)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hören wir auf, dem Westen die Schuld an allen Problemen in Nahost zu geben

Zahlreiche Beobachter aber auch Orientalisten stellen sich auf den Standpunkt, dass die Würzel allen Übels im Nahen Osten in den Interventionen des Westens seit dem Ersten Weltkrieg liegen und sich letztlich immer alles ums Erdöl dreht. Das ist historisch falsch und für die aktuellen Probleme wenig zielführend.

Für den Flüchtlingsstrom aus Syrien und dem Irak gibt es laut dem deutschen Orientalisten Michael Lüders eine Erklärung: Der Westen ist selbst schuld. Indem er sich seit Jahrzehnten immer wieder politisch und militärisch einmischt, hat er die Region nachhaltig zerrüttet. Früher die europäischen Kolonialmächte, heute vor allem die USA. Stellvertretend für diese Haltung der Kommentar eines watson-Users:

Dazu sieben gängige Thesen, entsprechend sieben Gegenthesen und eine deprimierende Konklusion:

Mal …

Artikel lesen