Iran
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Iranian women wave Iranian flags during a ceremony of farewell for their national soccer team ahead of the 2014 World Cup in Brazil, at the hall of Azadi (freedom) sports compound in Tehran, Iran, Monday June 2, 2014. Iran is in Group F with Nigeria, Argentina and Bosnia and Herzegovina. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

Sie müssen aufpassen: Eigentlich müssten diese Iranerinnen weite Kleidung tragen sowie ihre Haare und ihren Hals mit einem Schleier verhüllen.   Bild: Ebrahim Noroozi/AP/KEYSTONE

Islam

Iran: Parlament fordert rigorose Durchsetzung der Verschleierung für Frauen

Eine Mehrheit der Abgeordneten im iranischen Parlament hat Präsident Hassen Ruhani schriftlich aufgefordert, die Verschleierung von Frauen rigoros durchzusetzen.

15.06.14, 15:21 15.06.14, 15:54

Die «kulturelle Invasion» des Westens in den Iran habe es darauf abgesehen, «die Lebensweise der Iraner im Hinblick auf den Schleier zu verändern», zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Isna am Sonntag aus einem Schreiben der Parlamentarier an Ruhani. Dieses wurde demnach von 195 der 290 Abgeordneten im Parlament von Teheran unterzeichnet.

Die Parlamentarier verurteilten in dem Schriftstück insbesondere «die Rolle der westlichen Satellitenfernsehsender». «Wir fordern Sie auf, die notwendigen Anweisungen zu geben, damit das Gesetz geachtet wird», appellierten sie an Ruhani. Zuletzt hatte die iranische Polizei eine neue Kampagne gestartet, mit der die Iranerinnen dazu gebracht werden sollen, die Verschleierungsvorschriften strikt einzuhalten. 

Sie haben nichts zu befürchten.  Bild: Vahid Salemi/AP/KEYSTONE

Der vor einem Jahr gewählte und als moderat geltende Ruhani forderte die Polizei im Oktober auf, in der Schleier-Frage tolerant zu sein. 

Seit der Revolution des Jahres 1979 gilt im Iran islamisches Recht. Frauen müssen demnach weite Kleidung tragen sowie ihre Haare und ihren Hals mit einem Schleier verhüllen. In den vergangenen Jahren begannen jedoch mehr und mehr Frauen damit, ihre Schleier locker zu tragen und enge Kleidung anzuziehen. (whr/sda/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • The Destiny // Team Telegram 15.06.2014 22:04
    Highlight Welch Ironie „Die «kulturelle Invasion» des Westens in den Iran habe es darauf abgesehen, «die Lebensweise der Iraner im Hinblick auf den Schleier zu verändern»“ könnte man hier auch sagen wenn man diese Initiativen sieht wie zb. im Tessin von schleierverbot.
    0 0 Melden
  • Raphael Bühlmann 15.06.2014 16:27
    Highlight Dieses Bild mit der Beschreibung "Sie haben nichts zu befürchten." in die Meldung zu nehmen, ist ja wohl sowas von billig! Der Iran ist schiitisch und selbst beim äusserst konservativen Tschador ist das ganze Gesicht zu sehen! Was auf dem Bild zu sehen ist, ist total uniranisch und passt eher zu den Wahhabiten oder den Taliban.
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Merkel trifft Putin in Sotschi – kurz vor der Ankunft wird sie überrascht

Angela Merkel besucht heute Freitag in Sotschi Wladimir Putin, um über Syrien und den Iran zu sprechen. Derweil arbeitet die EU daran, den Atomdeal zu retten.

Vor dem Hintergrund einer drohenden Eskalation im Nahen Osten hat sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Sotschi mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Gespräch unter vier Augen getroffen.

Was die Kanzlerin erst kurz vor ihrer Ankunft in Russland erfahren hatte: Syriens Präsident Baschar al-Assad war am Donnerstag ebenfalls bei Putin in Sotschi. Und das dürfte ihr nicht gefallen, will sie heute doch ebenfalls mit Putin über Syrien sprechen. 

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