Iran
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE   In this file photo taken Wednesday, Nov. 19, 2014, Russian President Vladimir Putin prepare to toast with ambassadors in the Alexander Hall after a ceremony of presentation of credentials by foreign ambassadors in the Grand Kremlin Palace in Moscow, Russia. Vladimir Putin says he will not remain Russia’s president for life, but will step down in line with the Russian constitution no later than 2024. Staying beyond that would be “detrimental for the country and I don’t need this,” he said in an interview with the Tass news agency released Sunday.(AP Photo/Alexander Zemlianichenko, file)

Ein Telefongespräch mit Rohani soll die Verhandlungen wieder in Schwung bringen – Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem diplomatischen Empfang.  Bild: Alexander Zemlianichenko/AP/KEYSTONE

Atomverhandlungen mit Iran

Jetzt will es Putin richten

Die Gespräche über das iranische Atomprogramm machen kaum Fortschritte. Um Mitternacht sollen die Verhandlungen mit dem Westen enden – nun mischt sich der russische Präsident persönlich ein. 

24.11.14, 10:28

Ein Artikel von

Die Hoffnungen auf eine Einigung bei den Atomverhandlungen mit Iran vor Ablauf der Frist am heutigen Montag schwinden. «Wir sind bei diesem komplexen Konflikt in vielen Punkten noch auseinander», sagte Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier am Sonntagabend in einem ARD-Interview. Der russische Präsident Wladimir Putin will sich angesichts der verfahrenen Lage selbst in die Verhandlungen einschalten: Er will laut der Agentur Itar-Tass am Montag mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani telefonieren.

Angesichts der wenigen verbleibenden Zeit «sei es nur natürlich», dass in Wien inzwischen auch über andere Optionen gesprochen werde, sagte ein US-Regierungsvertreter. Dazu zähle eine immer wahrscheinlichere Verlängerung der Verhandlungen, über die zuletzt die Aussenminister Irans und der USA, John Kerry und Mohammed Javad Zarif, diskutiert hätten.

Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Isna ein Mitglied der Delegation des Landes zitiert mit den Worten, es sei «unmöglich, ein abschliessendes und umfassendes Abkommen bis zum 24. November zu erreichen». Steinmeier sagte, sollten die Verhandlungspartner in Wien «nicht ganz zum Abschluss kommen», werde man «nach Möglichkeiten suchen müssen, dass hier nichts abbricht, sondern der Prozess fortgesetzt werden kann».

Iran will eine Verlängerung der Frist

Aus verschiedenen Delegationen hiess es, dass auch eine Art Zwischenabkommen denkbar sei, weil man sich über viele Details noch nicht einigen könne. Da es in den Gesprächen kaum Fortschritte gab, erwägt Teheran schon seit einer Weile eine Verlängerung der Verhandlungsfrist.

Um Mitternacht läuft die selbstgesetzte Frist aus, innerhalb derer die fünf Uno-Vetomächte USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschland mit Iran ein Nuklearabkommen aushandeln wollten. Die Vereinbarung soll dem Land nach einem zwölfjährigen Konflikt mit dem Westen die friedliche Nutzung der Atomtechnologie erlauben, zugleich aber verhindern, dass es Atomwaffen entwickelt. Grösster Streitpunkt ist der Zeitrahmen für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Iran.

Der Westen wirft dem Land vor, unter dem Deckmantel der Energiegewinnung den Bau von Atomwaffen zu planen. Die Regierung in Teheran weist dies zurück. Vor einem Jahr hatten die Verhandlungspartner in Genf eine Übergangslösung erzielt, wonach Iran Teile seines Atomprogramms aufgeben und tägliche Kontrollen ermöglichen soll. Im Gegenzug versprach der Westen die Lockerung von Wirtschaftssanktionen. Eigentlich hätte ein dauerhaftes Abkommen bis zum 20. Juli stehen sollen – doch die Frist wurde bereits damals auf den 24. November verlängert. (mxw/Reuters/dpa)



Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Destiny // Team Telegram 24.11.2014 11:47
    Highlight "Der Westen wirft dem Land vor, unter dem Deckmantel der Energiegewinnung den Bau von Atomwaffen zu planen"

    Der Westen ist eine falsche artikulierung, schliesslich liegt Israel im nahen Osten und propagandiert total paranoid seit decaden von Atombobmen aus dem Iran und wie nahe dieser an der Fertigstellung solcher wäre.
    1 0 Melden

Von Nonne zu nackt: Das extreme Leben der toten Femen-Aktivistin

Oksana Schatschko war die Kreativchefin von Femen. Dabei wollte sie einmal etwas ganz Anderes. Ihr viel zu früher, rätselhafter Tod mit 31 Jahren ist ein Verlust. Sie war eine Gute.

Oksana Schatschko ist jetzt tot. Und zu den vielen Eindrücken, die sie auf Menschen machte, den Spuren, der Kunst, der Kraft, die sie hinterlässt, gehört auch ein Film: «Je suis Femen» von Alain Margot, einem Filmemacher aus der Romandie.

«Meine Tochter ist eine Jeanne d'Arc oder eine Clara Zetkin. Sie ist eine Revolutionärin», sagt ihre Mutter stolz im Film. Und dass sie ihrer Oksana leider ausser ihrer grenzenlosen Liebe und ihrer mütterlichen Angst nicht viel mehr mitgeben …

Artikel lesen