Islam
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Civilian children stand next to a burnt vehicle during clashes between Iraqi security forces and al Qaeda-linked Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL) in the northern Iraq city of Mosul, June 10, 2014. Radical Sunni Muslim insurgents seized control of most of Iraq's second largest city of Mosul early on Tuesday, overrunning a military base and freeing hundreds of prisoners in a spectacular strike against the Shi'ite-led Iraqi government. REUTERS/Stringer (IRAQ - Tags: CIVIL UNREST POLITICS TPX IMAGES OF THE DAY)

Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Irak

Die sunnitischen Fundamentalisten stehen kurz vor Bagdad

Nachdem die islamisch-fundamentalistischen Gotteskrieger der Gruppe ISIS die nordirakische Stadt Mossul gestürmt hat, rückt sie weiter gegen die Hauptstadt Bagdad vor. Am Mittwoch eroberte sie grosse Teile der Regionen Ninive, Anbar und Salah al-Din nordwestlich von Bagdad.

Der irakische Ministerpräsident Al-Maliki - ein Schiit - zieht nun seine Truppen zusammen - und sucht Hilfe beim kurdischen Partner.

Innerhalb weniger Stunden bewegten sich Kämpfer der Gotteskrieger für einen Islamischen Staat im Irak und in der Levante/Gross-Syrien (ISIS) von Nordwesten aus durch das Land Richtung Bagdad. Der Vormarsch der Islamisten löste international Entsetzen und Besorgnis aus.

An image grab taken from a propaganda video uploaded on June 11, 2014 by jihadist group the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) allegedly shows ISIL militants driving at an undisclosed location in Iraq's Nineveh province. Militants took control of the Iraqi city of Tikrit and freed hundreds of prisoners today, police said, the second provincial capital to fall in two days. AFP PHOTO / HO / ISIL

Kämpfer der islamisch-fundamentalistischen Gruppe ISIS.  Bild: ISIL

Hunderttausende auf der Flucht

Am Dienstag hatten Kämpfer zunächst die nordirakische Millionenmetropole Mossul nahezu kampflos eingenommen. Im Verlauf des Mittwochs drangen die ISIS-Truppen bis Samara, rund 130 Kilometer nördlich von Bagdad vor. Unterwegs wurden die Regionen Ninive, Anbar und Salah ad-Din erobert, mit den strategisch wichtigen Städten Baidschi und Tikrit.

In Mossul flohen rund 500'000 Menschen vor den Extremisten. Sie hätten ihre Wohnhäuser aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen verlassen, berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch in Genf. Durch Kämpfe habe es unter der Zivilbevölkerung «eine hohe Zahl von Opfern» gegeben.

Families fleeing the violence in the Iraqi city of Mosul wait at a checkpoint in outskirts of Arbil, in Iraq's Kurdistan region, June 10, 2014.  Radical Sunni Muslim insurgents seized control of most of Iraq's second largest city of Mosul early on Tuesday, overrunning a military base and freeing hundreds of prisoners in a spectacular strike against the Shi'ite-led Iraqi government. REUTERS/Azad Lashkari (IRAQ - Tags: CIVIL UNREST POLITICS)

Es sind bereits 500'000 Menschen vor den vorrückenden ISIS-Truppen geflohen. Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Türkisches Konsulat in Mossul gestürmt

Die Dschihadisten im Irak haben nach türkischen Regierungsangaben in der Stadt Mossul das Konsulat der Türkei gestürmt und 48 Menschen als Geiseln genommen. Ein türkischer Regierungsvertreter nannte diese Zahl am Mittwochnachmittag.

Die irakische Polizei hatte zuvor von etwa zwei Dutzend Geiseln gesprochen. Unter den Geiseln befindet sich nach übereinstimmenden Angaben der türkische Konsul.

Die islamistische Terrorgruppe ISIS hatte in den vergangenen Tagen Mossul und weite Teile der Provinz Ninive eingenommen. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. 

Iraks Regierung will mit kurdischen Truppen Mossul zurückerobern 

Unbestätigten Berichten zufolge wurden am Mittwochabend die verbliebenen irakischen Truppen in Bagdad zusammengezogen. Auch die unabhängigen kurdischen Truppen im Norden des Landes, die «Peschmerga», forderte Mininsterpräsident Al-Maliki auf, bei der Gegenwehr zu helfen.

Die kurdische Nachrichtenseite «Rudaw» meldete, Peschmerga-Truppen hätten sich zur Kooperation bereit erklärt. Man müsse mit einem «Guerillakrieg» gegen ISIS vorgehen, wurde ein Offizier zitiert. In Syrien haben unabhängige kurdische Milizen bereits erfolgreich gegen Isis-Truppen gekämpft.

Auch der einflussreiche Schiiten-Prediger Muktada al-Sadr rief seine Anhänger dazu auf, «Friedensbrigaden» im Land zu bilden, um Schreine, Moscheen und Kirchen in Abstimmung mit der irakischen Regierung gegen ISIS-Kämpfer zu verteidigen. Auf Twitter erklärten sich Sympathisanten bereit, die «Suraja al-Islam» getaufte Brigade zu unterstützen. (sda/dpa/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Kasi 13.06.2014 14:36
    Highlight Highlight @sewi
    Jetzt bin ich zufrieden :)
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich keine Ahnung über den Koran habe. Ihre Kritik richtet sich ja primär gegen einzelne Passagen/Suren des Korans und die Philosophie die damit verbunden ist. Da kann ich bei bestem Willen nicht mitdiskutieren. Was mich einfach gestört hat ist dieses Moslem-Bashing. Nur weil jemand Moslem ist, heisst dies noch lange nicht, dass er diese Ideen der Weltherrschaft automatisch unterstützt. So wie es Katholiken gibt die zum Thema Verhütung ganz untetschiedliche Meinungen vertreten.

    Schönes Wochenende
  • Kasi 12.06.2014 13:45
    Highlight Highlight @sewi Ich spüre du hast Angst. Leute wie du tun mir sehr leid. Euer ganzes Leben lebt ihr in Angst und flösst euch ständig selber noch mehr Angst ein indem ihr einfach alles glaubt, was irgendwo gesagt oder geschrieben wird. Anstatt mal die eigene Meinung zu hinterfragen und sie nicht immer wieder aufs neue versuchen zu bestätigen.

    1. Die ISIS ist eine Gruppe von extremisten die sogar mittlerweile der Al-Quaida zu extrem sind.

    2. Wieso schmeisst du ALLE MUSLIME in den gleichen Topf?

    3. Ja bei Gadaffi liefs besser, was viele nicht begreifen, ist das so eine Revolution ihre Zeit braucht bis sie vollendet ist. Die Idee der franz. Revolution brauchte 250 JAHRE bis sie wirklich umgesetzt wurde. Wichtig ist das der erste Schritte in die richtige Richtung gemacht werde.
  • Surfdaddy 11.06.2014 20:48
    Highlight Highlight Wie viele 100 Milliarden haben die U.S.A. in diesen erblühenden Islamistenstaat gesteckt? Ägypten, Tunesien, Marokko, Syrien werden folgen.

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