Islam
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Civilian children stand next to a burnt vehicle during clashes between Iraqi security forces and al Qaeda-linked Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL) in the northern Iraq city of Mosul, June 10, 2014. Radical Sunni Muslim insurgents seized control of most of Iraq's second largest city of Mosul early on Tuesday, overrunning a military base and freeing hundreds of prisoners in a spectacular strike against the Shi'ite-led Iraqi government. REUTERS/Stringer (IRAQ - Tags: CIVIL UNREST POLITICS TPX IMAGES OF THE DAY)

Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Irak

Die sunnitischen Fundamentalisten stehen kurz vor Bagdad

11.06.14, 15:58 11.06.14, 19:06

Nachdem die islamisch-fundamentalistischen Gotteskrieger der Gruppe ISIS die nordirakische Stadt Mossul gestürmt hat, rückt sie weiter gegen die Hauptstadt Bagdad vor. Am Mittwoch eroberte sie grosse Teile der Regionen Ninive, Anbar und Salah al-Din nordwestlich von Bagdad.

Der irakische Ministerpräsident Al-Maliki - ein Schiit - zieht nun seine Truppen zusammen - und sucht Hilfe beim kurdischen Partner.

Innerhalb weniger Stunden bewegten sich Kämpfer der Gotteskrieger für einen Islamischen Staat im Irak und in der Levante/Gross-Syrien (ISIS) von Nordwesten aus durch das Land Richtung Bagdad. Der Vormarsch der Islamisten löste international Entsetzen und Besorgnis aus.

Kämpfer der islamisch-fundamentalistischen Gruppe ISIS.  Bild: ISIL

Hunderttausende auf der Flucht

Am Dienstag hatten Kämpfer zunächst die nordirakische Millionenmetropole Mossul nahezu kampflos eingenommen. Im Verlauf des Mittwochs drangen die ISIS-Truppen bis Samara, rund 130 Kilometer nördlich von Bagdad vor. Unterwegs wurden die Regionen Ninive, Anbar und Salah ad-Din erobert, mit den strategisch wichtigen Städten Baidschi und Tikrit.

In Mossul flohen rund 500'000 Menschen vor den Extremisten. Sie hätten ihre Wohnhäuser aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen verlassen, berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch in Genf. Durch Kämpfe habe es unter der Zivilbevölkerung «eine hohe Zahl von Opfern» gegeben.

Es sind bereits 500'000 Menschen vor den vorrückenden ISIS-Truppen geflohen. Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Türkisches Konsulat in Mossul gestürmt

Die Dschihadisten im Irak haben nach türkischen Regierungsangaben in der Stadt Mossul das Konsulat der Türkei gestürmt und 48 Menschen als Geiseln genommen. Ein türkischer Regierungsvertreter nannte diese Zahl am Mittwochnachmittag.

Die irakische Polizei hatte zuvor von etwa zwei Dutzend Geiseln gesprochen. Unter den Geiseln befindet sich nach übereinstimmenden Angaben der türkische Konsul.

Die islamistische Terrorgruppe ISIS hatte in den vergangenen Tagen Mossul und weite Teile der Provinz Ninive eingenommen. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. 

Iraks Regierung will mit kurdischen Truppen Mossul zurückerobern 

Unbestätigten Berichten zufolge wurden am Mittwochabend die verbliebenen irakischen Truppen in Bagdad zusammengezogen. Auch die unabhängigen kurdischen Truppen im Norden des Landes, die «Peschmerga», forderte Mininsterpräsident Al-Maliki auf, bei der Gegenwehr zu helfen.

Die kurdische Nachrichtenseite «Rudaw» meldete, Peschmerga-Truppen hätten sich zur Kooperation bereit erklärt. Man müsse mit einem «Guerillakrieg» gegen ISIS vorgehen, wurde ein Offizier zitiert. In Syrien haben unabhängige kurdische Milizen bereits erfolgreich gegen Isis-Truppen gekämpft.

Auch der einflussreiche Schiiten-Prediger Muktada al-Sadr rief seine Anhänger dazu auf, «Friedensbrigaden» im Land zu bilden, um Schreine, Moscheen und Kirchen in Abstimmung mit der irakischen Regierung gegen ISIS-Kämpfer zu verteidigen. Auf Twitter erklärten sich Sympathisanten bereit, die «Suraja al-Islam» getaufte Brigade zu unterstützen. (sda/dpa/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Kasi 13.06.2014 14:36
    Highlight @sewi
    Jetzt bin ich zufrieden :)
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich keine Ahnung über den Koran habe. Ihre Kritik richtet sich ja primär gegen einzelne Passagen/Suren des Korans und die Philosophie die damit verbunden ist. Da kann ich bei bestem Willen nicht mitdiskutieren. Was mich einfach gestört hat ist dieses Moslem-Bashing. Nur weil jemand Moslem ist, heisst dies noch lange nicht, dass er diese Ideen der Weltherrschaft automatisch unterstützt. So wie es Katholiken gibt die zum Thema Verhütung ganz untetschiedliche Meinungen vertreten.

    Schönes Wochenende
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  • sewi 13.06.2014 00:43
    Highlight @kasi: der nette Moslem von nebenan ist nett zu Ihnen solange er/sie eine klare Minderheit sind. Deshalb die Aufforderung islamisierte Gebiete in Frankreich zu besuchen. Die Menschen dort sind auch nicht böser als Ihre Nachbarn, der Unterschied ist nur dass in vielen Gebieten eine muslimische Bevölkerungsmehrheit vorhanden ist. Dadurch werden die toleranten gezwungen sich den radikaleren anzupassen. Jeder radikale Moslem kann sich auf die Schriften berufen denn Nichtmuslime werden ganz klar als nicht gleichwertig bezeichnet die sich entweder zu unterwerfen haben oder getötet werden können. Die vorher enthaltenen Suren die zum Respekt vor Nichtmuslimen auffordern werden durch die Erläuterungen des Propheten dass bei Widersprüchen das später gesagte gilt, aufgehoben. Dass der einzelne muslimische Nachbar Sie oder mich nicht primär ermorden will ist klar, schliesslich sind das ja keine Killermonster vom Mars sondern Menschen. Ich diskutierte schon oft mit überzeugten Christen über Bibeltexte. Das wollte ich auch mit muslimischen Leuten tun. Einer meiner Bekannten hat fünf Jahre eine Koranschule besucht und hatte doch keine Ahnung was im Koran steht, nur auf arabisch auswendig lernen durfte er. So fand sich nie ein Moslem der mit mir über den Koran diskutieren konnte. Mithilfe der Bibel lassen sich nur schwer Gewalttaten rechtfertigen, sehr wohl aber mit dem Koran. Ich bin der Ansicht dass der Islam nicht (nur) als Religion gesehen werden darf, weil nur ein Teil des Islams religiöser Natur ist, der andere Teil ist Philisophie und der bedrohliche Teil die Ideologie. Und diese Ideologie hat ein Ziel: einen weltumspannenden Islamstaat.
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  • sewi 12.06.2014 14:47
    Highlight @kasi: Nein Angst habe ich nicht und meine Ansichten hat mir auch niemand eingeflösst. Ich bin nur schon ein wenig rumgekommen. Falls du glaubst die Ziele der ISiS oderAl Kaida seien nicht die Ziele des Islams insgesammt, dann kauf Dir einen Koran und lies ihn aufDeutsch.Ich empfehle Dir eine Reise in islamisierte Gebiete in Frankreich. Oeffne Deine Augen! Die wollen keine Demokratie sondern Sharia und heiliger Krieg.....
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    • Kasi 12.06.2014 16:12
      Highlight Da haben wir doch wieder dieses Schubladen-Denken. Egal ob sie jetzt zehn, zwanzig oder von mir aus tausend Muslime getroffen haben. Können sie noch lange nicht ein Urteil über ALLE Muslime fällen. Wenn sie wirklich sooooo viel rumgekommen sind, hätten sie doch feststellen müssen, dass es inerhalb der Islamischen Gemeinschaft, ganz unterschiedliche Ansichten gibt. Wenn sie natürlich, wie schon vorher erwähnt, immer nur bestrebt sind ihre Vorurteile zu bestätigen werden sie immer das gleiche hören, sehen und erfahren.
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    • sewi 12.06.2014 16:26
      Highlight @kasi: leider können Sie es nicht widerlegen. Deshalb unterstellen Sie mir Schubladen- Denken. Besuchen Sie islamisierte Gebiete. Lesen Sie den Koran. Befassen Sie sich mit der Herausforderung statt sie zu verneinen.
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    • Kasi 12.06.2014 17:11
      Highlight @sewi Was soll ich denn genau wiederlegen. Ich stimme ihnen ja zu, es gibt sicher einige Muslime die solch abstruse Ideologien verfolgen. Wie es auch Christen, Juden und Hindus mit radikalem Gedankegut gibt. Sicherlich lässt sich auch der Koran so deuten, dass man diese Ideologien untermauern kann. Sowie mann mit der Bibel allerlei Dinge rechtfertigen kann.

      Was ich sagen will, ist das nicht ALLE diese Ziele verfolgen. Ich bin mir sicher in ihrem Umfeld kennen sie ein paar Muslime. Fragen sie sie mal ob diese Leute es als persönliches Ziel sehen Europa einzunehmen und einen Gottesstaat zu errichten.

      Ich lebe zum Beispiel in der Zürcher Agglo. In meiner Nachbarschaft gibt es einige Muslime mit denen ich aufgewachsen bin. Von den weiblichen trägt zum Beispiel keine ein Kopftuch und in die Moschee geht, so glaube ich, ein einziger von mehreren dutzend. Ausserdem haben all diese Leute ganz unterschiedliche Meinungen und Ziele, desshalb kann ich es bei bestem Willen nicht verstehen, wenn sie all diese Leute in eine ihrer Schubladen stecken und sie mit "BÖSE EINDRINGLINGE" beschriften.
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  • Kasi 12.06.2014 13:45
    Highlight @sewi Ich spüre du hast Angst. Leute wie du tun mir sehr leid. Euer ganzes Leben lebt ihr in Angst und flösst euch ständig selber noch mehr Angst ein indem ihr einfach alles glaubt, was irgendwo gesagt oder geschrieben wird. Anstatt mal die eigene Meinung zu hinterfragen und sie nicht immer wieder aufs neue versuchen zu bestätigen.

    1. Die ISIS ist eine Gruppe von extremisten die sogar mittlerweile der Al-Quaida zu extrem sind.

    2. Wieso schmeisst du ALLE MUSLIME in den gleichen Topf?

    3. Ja bei Gadaffi liefs besser, was viele nicht begreifen, ist das so eine Revolution ihre Zeit braucht bis sie vollendet ist. Die Idee der franz. Revolution brauchte 250 JAHRE bis sie wirklich umgesetzt wurde. Wichtig ist das der erste Schritte in die richtige Richtung gemacht werde.
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  • Surfdaddy 11.06.2014 20:48
    Highlight Wie viele 100 Milliarden haben die U.S.A. in diesen erblühenden Islamistenstaat gesteckt? Ägypten, Tunesien, Marokko, Syrien werden folgen.
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  • sewi 11.06.2014 19:16
    Highlight Bravo Amerika...... besser hätte man Saddam Hussein in Ruhe gelassen
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    • Kasi 11.06.2014 20:56
      Highlight Typisches schwarz-weiss denken.
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    • Surfdaddy 11.06.2014 22:27
      Highlight Kannst Du Deine Antwort etwas detaillieren?
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    • Kasi 12.06.2014 11:22
      Highlight Was passiert wäre wenn mann Sadam in Ruhe gelassen hätte kann niemand sagen. Ob es jetzt besser wäre ist auch nicht zu beurteilen. Fakt ist, der Einsatz der Amis im Irak wurde katastrophal ausgeführt und beendet. Aber mann hat aus den Fehlern gelernt. Siehe Sturtz Gadaffi. Auch werden sich die Amis davor hütten jemals wieder mit Bodentruppen in einem solch ähnlichem Szenario einzumarschieren. Ob das nun wiederum gut oder schlecht ist, wenn der Weltpolizist keine Kampflust mehr hat wird sich erst in der Zukunft zeigen.

      Im Klartext meine ich, dass jede Entwicklung selten nur gut oder nur schlecht ist. Da die Folgen meist unvorhersehbar sind.
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    • sewi 12.06.2014 13:13
      Highlight @kasi: aha bei Gaddaffi liefs besser? Träum weiter....lies mal nach was in Lybien los ist. Befass Dich mal mit den Zielen der Islamisten. Rom als golderner Apfel..... Übernahme Europas durch ungezügelte Fortpflanzung......und red mal mit hier ansässigen Muslimen..... du kannst ja vorgeben Du seist selber Moslem dann werden sie evtl die Warheit sagen
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