Islam
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Sicher in der US-Botschaft

Zum Tode verurteilte Christin flüchtet in US-Botschaft

26.06.14, 22:55 27.06.14, 01:45
epa04284571 Sudanese woman Meriam Ibrahim (L, partially obscured), who was on death row for marrying a Christian man and refusing to convert back to Islam, looks down as she sits in the backseat of a car shortly after being released in Khartoum, Sudan, 26 June 2014. Sudanese authorities have released Ibrahim who was arrested on 24 June at Khartoum airport as she was trying to leave the country with her husband and two children. Ibrahim was accused of trying to leave the country with forged travel documents. She had presented emergency travel documents issued by the South Sudanese embassy and a US entry visa from the US embassy in Khartoum.  EPA/STR BEST QUALITY AVAILABLE

Ischag und ihr Kind kurz nach ihrer Freilassung. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Die im Sudan zum Tode verurteilte Christin ist nach einer erneuten Festnahme wieder frei. Mariam Jahia Ibrahim Ischag sei in der US-Botschaft in der Hauptstadt Khartum, sagte ihr Anwalt Mohanad Mustafa am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Ischag und ihr Mann, ein aus dem Südsudan stammender US-Bürger, seien nach Todesdrohungen der Ansicht, dass sie dort in Sicherheit seien. Der Sprecher der Botschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bild: AP/Al Fajer

Ischag war am Montag aus dem Gefängnis freigekommen, nachdem ein Berufungsgericht das Todesurteil gegen sie aufgehoben hatte. Am Dienstag wurde sie am Flughafen von Khartum jedoch erneut festgenommen, als sie zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Kindern in die USA ausreisen wollte.

Nach Angaben ihres Anwalt darf Ischag das Land vorerst nicht verlassen, weil sie sich in einem Strafverfahren wegen Urkundenfälschung verantworten muss.

Die 26-Jährige war festgenommen worden, weil sie mit einem südsudanesischen Pass ausreisen wollte. Nach Auffassung der sudanesischen Behörden ist das illegal. Die südsudanesische Botschaft in Khartum erklärte dagegen, die Papiere seien gültig. 

Ischag war Mitte Mai zum Tode durch den Strang verurteilt worden, weil sie nach sudanesischem Recht durch die Heirat mit einem Christen vom islamischen Glauben abgefallen war. (rar/sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • sewi 27.06.2014 09:32
    Highlight Wäre das nicht eine Familie der man in der Schweiz Asyl geben könnte? Bei jeder Diskussion über islamische Besserstellungsforderungen kann die Frau dann auftreten und erzählen was es bedeutet in einem vom Islam beherrschten Land zu leben.
    1 0 Melden

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