Islamischer Staat (IS)
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epa04359242 A general view for the Yazidi refugee camp near the Iraqi border crossing of Zakho, northern Iraq, 18 August 2014. Kurdish Peshmerga forces on 18 August took control of two villages located near Iraq's strategic Mosul Dam, which they seized from Islamic State (IS) militants earlier. The move comes after Peshmerga and Iraqi troops took full control of the Mosul Dam in northern Iraq, according to army spokesman Qassem Atta.  EPA/STR

Die Tragödie im Irak dauert an – hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

IS-Vormarsch

Jesidin auf der Flucht vor IS-Kämpfern bringt Fünflinge zur Welt

18.08.14, 22:36 19.08.14, 09:01

Nach ihrer Flucht vor den Angriffen der Dschihadisten im Nordirak hat eine junge Jesidin in Syrien Fünflinge zur Welt gebracht. Die 27-jährige Tamam Ramadan gebar am vergangenen Donnerstag in der nordöstlichen Stadt Kamischli zwei Buben und drei Mädchen.

Das teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag mit. Den Babys gehe es gut, sagte ein Sprecher. Die junge Frau stammt den Angaben zufolge selbst aus Syrien und ist mit einem Iraker verheiratet. 

Gleich zweimal musste sie vor den Kämpfern der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) flüchten: Mitte Juni verliess sie Mossul, das von den Dschihadisten eingenommen wurde, und floh nach Sindschar. Als sie davon hörte, dass die IS-Kämpfer auch dorthin vorrückten, floh die junge Jesidin mit ihrer Familie Ende Juli Richtung Syrien.

Fünflingsmutter lebt unter «schwierigen humanitären Bedingungen»

Laut einem UNO-Vertreter war die Hochschwangere mit ihren Angehörigen zwei Tage lang zu Fuss unterwegs, bis sie die irakisch-syrische Grenze erreichte. Nach der Geburt in einem Spital in Kamischli zog sie sich mit ihrer Familie in die nahe Ortschaft Tal Alu zurück. 

Die Fünflingsmutter lebe aber unter «schwierigen humanitären Bedingungen» und habe Probleme, genug Milch für ihre Babys zu besorgen, sagte der UNO-Vertreter.

Die syrischen Behörden hatten in der vergangenen Woche erklärt, im Nordosten des Landes fast tausend irakische Familien aufgenommen zu haben. Vor allem die Angehörigen der Minderheit der Jesiden sind vor den brutalen Angriffen der Gruppe IS im Nordirak auf der Flucht. (aeg/sda/afp)



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