Islamischer Staat (IS)
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Neue Geldquelle für den IS

IS verscherbelt Kunstgüter und füllt damit die Kriegskasse

30.09.14, 13:02

Eine Historische Statue in Mosul wird von IS-Kämpfern demontiert (Juni 2014). Bild: AP/Resident of Mosul

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zerstört im Irak historische Stätten und finanziert sich durch den Verkauf von Kulturgütern. Auf einem Kolloquium der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Paris warnte der französische UNESCO-Botschafter Philippe Lalliot vor «kultureller Säuberung» durch die Dschihadisten im Nordirak.

«Das irakische Kulturerbe ist in sehr grosser Gefahr», sagte Lalliot, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Gesprengt worden sind nach den Angaben irakischer Museumsdirektoren das Grab des Propheten Jonas, religiöse Statuen und Monumente in Mossul sowie assyrische Paläste.

Leerer Sockel in der von der IS besetzten Stadt Mosul: die Islamisten entfernten eine Statue des populären Dichters Adi Tammam (Juni 2014). Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

«Es gibt internationale Mafia-Organisationen, die sich für alles interessieren, was nach Kulturerbe aussieht», sagte der Direktor des Museums von Bagdad, Qais Hussen Rashied. «Sie informieren dann die Terrormiliz über das, was verkauft werden kann». Durch Schmuggel besserten die Dschihadisten ihre Kriegskasse auf.

Die UNESCO hat ihre Mitgliedsländer sowie internationale Museen und den Kunstmarkt über das Vorgehen der Dschihadisten informiert und vor Kunstobjekten gewarnt, die aus Plünderungen im Irak stammen könnten. UNESCO-Chefin Irina Bokova strebt eine UNO-Resolution an, die jeden Handel mit Kulturgut aus dem Irak und Syrien vorsorglich verbietet. (wst/sda/dpa)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 30.09.2014 17:50
    Highlight Die islamische Welt ist der Nährboden auf dem die IS gedeihen konnte. Jahrelang förderten die islamischen Staaten des Mittleren Ostens nicht nur den Terrorismus als solchen, sondern auch die Radikalisierung der Muslime in Europa.
    Die Geister, die sie riefen, werden sie nun nicht mehr los, denn sie wollen auch nicht zu kräftig hinlangen.
    Es ist sehr praktisch, wenn der Westen das IS-Problem richtet, denn dann kann man auch gleich wieder mit Fingern auf den Westen zeigen und ihm die Schuld für irgendwas zuschieben.
    2 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.09.2014 19:25
      Highlight Der Westen hat diese Terroristen im Kampf gegen Assad mit modernsten Waffen ausgestattet. Nun weht der Wind aus der anderen Richtung. Es sind also keinesfalls nur die islamischen Staaten, die der Nährboden für die IS bildeten und immer noch bilden.
      2 0 Melden

Intelligent, homophob, autoritätsgläubig: Warum Ingenieure die besten Dschihadisten sind

Untersucht man die Profile islamistischer Attentäter sticht eines ins Auge: Sie sind fast alle Ingenieure. Ein Oxford-Soziologe hat den Zusammenhang von Bildung und Extremismus untersucht und ist zu spannenden Erkenntnissen gelangt. 

Der mutmassliche Bombenbauer bei den Attentaten von Paris und Brüssel, Najim Lachouri, hat Elektrotechnik studiert. Mohammed Atta, einer der 11.-September-Terroristen, war Ingenieur, genauso wie Osama Bin Laden. Von den radikalen Islamisten mit Hochschulabschluss aus der muslimischen Welt haben fast die Hälfte, genauer 44,9 Prozent, Ingenieurwissenschaften studiert, in westlichen Ländern sind es sogar 45,1. Von den 25 Hauptakteuren von 9/11 waren 8 Ingenieure. 

Zufall? Das glaubt Diego …

Artikel lesen