Islamischer Staat (IS)
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Irakische Ex-Offiziere als Trainer

IS erobert syrische Kampfjets und führt erste Testflüge durch

Der IS hat offenbar drei syrische Kampfjets in seine Gewalt gebracht. Ob die Maschinen mit Waffen bestückt werden können, ist noch unklar.

17.10.14, 14:15 17.10.14, 15:25

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat offenbar syrische Kampfjets erbeutet. Nach Angaben von Aktivisten führt die Terrormiliz derzeit Testflüge mit den drei Maschinen durch, bei denen es vermutlich um Flieger des Typs MIG 21 und MIG 23 handelt. Erobert habe der IS die Maschinen auf Luftwaffenstützpunkten in den Provinzen Aleppo und Raka. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mit. 

Frühere Offiziere der aufgelösten Streitkräfte des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein würden die Piloten anleiten und die Testflüge am Luftwaffenstützpunkt Al-Dscharra bei Aleppo beaufsichtigen.

Luftwaffenstützpunkt Al-Dscharra

Informanten sagten der Beobachtungsstelle, sie hätten mehrfach Kampfjets im Tiefflug gesichtet. Damit wollten sie offenbar dem Radar der Streitkräfte von Syriens Machthaber Baschar al-Assad entgehen. Ob die Islamisten ihre erbeuteten Flugzeuge mit Raketen bestücken können, konnte zunächst nicht herausgefunden werden, wie die Beobachtungsstelle weiter mitteilte.

MiG-21 der syrischen Luftwaffe über der Stadt Hama (09.05.2012) video: youtube/فهد حماة لاشيئ مستحيل 

Saddam Husseins Streitkräfte waren nach dem US-Einmarsch 2003 aufgelöst worden. Viele der sunnitischen Offiziere schlossen sich danach sunnitischen Extremisten im Irak an, aus denen der IS hervorging. 

Die Dschihadistengruppe hat inzwischen weite Teile von Syrien und dem Irak erobert und in dem Gebiet ein sogenanntes Kalifat ausgerufen, einen islamistischen Gottesstaat. Auf syrischem Territorium kontrolliert der IS seit Beginn des Jahres drei Militärflughäfen. Zuletzt hatte er im August nach langem Kampf Tabqa bei Raka eingenommen.(sda/afp/meg/kri)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Nosgar 17.10.2014 16:24
    Highlight Wie verlässlich ist eigentlich diese "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte"? Sie dient immer wieder als Quelle für Opferzahlen oder jetzt für diese Flugzeug-Geschichte, wird aber laut Wikipedia von einer Person in England betrieben. Sollten diese Nachrichten deshalb nicht hinterfragt werden, besonders wenn man bedenkt, dass die Stelle auch Konfliktpartei und keineswegs unabhängig ist?
    6 1 Melden
    • #10 17.10.2014 19:30
      Highlight Die Frage ist berechtigt. Ihr Betreiber, Rami Abdulrahman, soll in Coventry hauptberuflich einen Snack Shop betreiben, seine Zuverlässigkeit wurde deshalb verschiedentlich angezweifelt. - Ein regelmässiger Blick auf seine Webseite allerdings zeigt, dass R:A. offenbar tatsächlich über ein gutes Netz von Informanten in Syrien verfügt. Seine Informationen wurden - sofern sie sich überhaupt verlässlich überprüfen lassen - sehr oft bestätigt. Die News klingen meist "emotionslos", auch wenn R:A. deklarierter Gegner des Assad-Regimes ist. http://syriahr.com/en/
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  • Zeit_Genosse 17.10.2014 15:03
    Highlight Diese alten Flieger haben höchstens psychologische Wirkung und die ist ja bei heutigen Kriegen noch wichtiger als die Waffen selbst. Diese Flieger werden aber möglicherweise zu "Kamikaze" (jap. göttlicher Wind) und damit selbst zu Bomben. Die Allianz tut gut daran, sie möglichst bald unschädlich zu machen.
    9 0 Melden
    • droelfmalbumst 17.10.2014 15:55
      Highlight ich predige schon lange für die Zar Bombe
      2 4 Melden

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