Islamischer Staat (IS)

Auch in der Nacht auf den Sonntag gab es in der nordsyrischen Stadt Kobane Gefechte. Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

IS-Vormarsch

27 Tote bei Gefechten um nordsyrische Stadt Kobane in der Nacht

05.10.14, 11:40 05.10.14, 17:16

Kurdische Kämpfer haben sich in Nordsyrien in der Nacht zum Sonntag erneut schwere Gefechte mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geliefert. Bei Kämpfen südöstlich der belagerten Kurden-Enklave Kobane seien insgesamt 27 Menschen getötet worden, teilte die oppositionelle sogenannte syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Demnach starben elf Kämpfer auf Seiten der kurdischen Volksschutzeinheiten und 16 auf Seiten der sunnitischen Fanatiker vom IS. Kampfflugzeuge der USA und ihre arabischen Verbündeten unterstützten die kurdischen Einheiten nach Angaben der Beobachtungsstelle mit sieben Luftangriffen. 

IS-Kämpfer versuchen seit Tagen die an der Grenze zur Türkei gelegene syrische Stadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) einzunehmen. Kurdische Volksschutzeinheiten leisten dem Vormarsch des IS erbitterten Widerstand. (sda/dpa)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Spielball der Mächte: Weshalb der Syrien-Konflikt in erster Linie ein Stellvertreterkrieg ist

Die westliche Berichterstattung über den Syrien-Konflikt sei einseitig, unreflektiert und spiegle die Interessen der Industriemächte, schreibt der langjährige SRF-Korrespondent Helmut Scheben. Dabei gehe oft vergessen, dass am Anfang des syrischen «Bürgerkriegs» ein Kampf um die Vormacht im globalen Energiemarkt stand.

Die Hauptakteure der ausländischen Parteien, die in Syrien Krieg führen, sind Gas-Exporteure mit Interessen in einem von zwei umkämpften Pipeline-Projekten. Dabei geht es um die Ausbeute der weltgrössten Erdgasreserven, nämlich des Gasfeldes South Pars/North Dome, welches auf dem Grund des Persischen Golfs liegt und zum Teil dem Iran, zum Teil Katar gehört. Beide Länder begannen 1989 mit der Förderung.

2009 schlug Katar vor, eine Pipeline zu bauen, die Erdgas durch Saudiarabien, Jordanien und …

Artikel lesen