Islamischer Staat (IS)
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Kurdische Peshmerga-Kämpfer bei einem Trainingseinsatz bei Mossul – am Mittwoch erhielten die erhielten die Peshmerga erstmals Luftunterstützung in der Nähe von Ain-al-Arab  Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Rückschlag für Dschihadisten

Kurden stoppen IS-Vormarsch an der syrisch-türkischen Grenze

Der Vormarsch des Islamischen Staats auf Ain al-Arab stockt. Kurdische Milizen konnten die Dschihadisten wenige Kilometer vor der Grenzstadt stoppen. Zuvor hatten die Verteidiger erstmals Unterstützung aus der Luft erhalten. 

25.09.14, 13:35

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Die Kurden melden erste Erfolge im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Nordsyrien. Nach eigenen Angaben haben die kurdischen Milizen den Vormarsch der Dschihadisten wenige Kilometer vor Ain al-Arab gestoppt. Der regionale TV-Sender Rudaw bestätigte die Meldung.

Kartenansicht der Grenzstadt Ain al-Arab google maps

Die Stadt, die von ihren kurdischen Einwohnern Kobani genannt wird, liegt direkt an der Grenze zur Türkei. Seitdem die IS-Milizen vor einer Woche einen Grossangriff auf die Grenzregion gestartet hatten, sind knapp 150.000 Menschen in die Türkei geflüchtet.

Nun haben die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) die radikalen Islamisten zurückgedrängt. Bei den Kämpfen seien mindestens zwölf IS-Milizionäre getötet worden. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete unter Berufung auf Augenzeugen zudem acht tote YPG-Kämpfer.

Frankreich schliesst Luftangriffe in Syrien nicht mehr aus

Die Front liege nun 10 bis 15 Kilometer südlich von Ain al-Arab, sagte Idris Nassan, Sprecher der kurdischen Regionalverwaltung. Trotzdem sei die Stadt weiterhin von drei Seiten eingekreist. Am Mittwoch hatten die Kurden erstmals Unterstützung aus der Luft erhalten. Die US-geführte Koalition bombardierte Ziele in der Umgebung von Ain al-Arab, um den Vormarsch des IS zu stoppen.

Auch Frankreichs Regierung schliesst mittlerweile Luftangriffe gegen den IS in Syrien nicht mehr aus. Diese Option liege «auf dem Tisch», sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian. Bislang beteiligt sich Frankreich nur an Operationen gegen die Dschihadisten im Irak. (syd/Reuters)



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