Islamischer Staat (IS)
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Schlinge zieht sich zu

IS-Terrormiliz nur noch zwei Kilometer von Kobane und der türkischen Grenze entfernt

Die IS-Terroristen «Islamischer Staat» rücken immer näher an Kobane heran. Die Kurdenstadt im Norden Syriens liegt in unmittelbarer Nähe der türkischen Grenze.

Die Stadt Kobane und die angreifenden IS-Terroristen könnten sie sehen, meldet die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die IS-Terrormiliz versucht seit Tagen, die kurdische Stadt Kobane einzunehmen. Sie kontrolliert bereits Dutzende Dörfer im Umland und war zuletzt bis auf vier Kilometer an die Stadt herangerückt. Die Orte liegen an der türkischen Grenze in einer Enklave, die bislang von kurdischen Volksschutzeinheiten kontrolliert wurde. Einwohner von Kobane hatten kritisiert, die Zahl der Luftangriffe gegen die Extremisten sei zu gering. 

Die Türkei hat angesichts des Vormarschs der Terrormiliz IS auf Kobane Truppen auf ihrer Seite der Grenze zusammengezogen. Die Streitkräfte hätten 35 Panzer in der Region aufgefahren, berichtete die regierungsnahe Zeitung «Sabah» am Dienstag. Die Panzer hätten 400 Meter von der Grenze entfernt Stellung bezogen und ihre Kanonen auf Syrien gerichtet.

Die Zeitung «Hürriyet» berichtete, Armeechef Necdet Özel warte nun mit den nächsten Schritten auf Resolutionen des Parlaments. Das Parlament in Ankara will am Donnerstag über Resolutionen entscheiden, mit denen die Regierung ermächtigt wird, militärisch gegen Terroristen in Syrien und im Irak vorzugehen. (whr/sda)



Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 30.09.2014 17:53
    Highlight Highlight Asia Abdullah, Co-Präsidentin der kurdischen Autonomieregion in Nordsyrien und Co-Vorsitzende der Partei der Demokratischen Union PYD:
    "Wir wollen und können Kobane nicht diesen Mördern überlassen. Unsere Kämpfer bleiben hier. Wenn sie endlich internationale Hilfe bekommen, können sie die Terroristen abwehren. Ansonsten gibt es ein Massaker."
    Genau das dürfte nun grausame Realität werden. Wer bleiben und kämpfen kann, wird das tun und dabei auf Unterstützung hoffen. Wer fliehen kann, wird versuchen, sich in die Türkei zu retten. Der von allen so gefürchtete Häuserkampf steht nun bevor, nicht nur in Kobane. Eine vom Flüchtlingsstrom überforderte Türkei wird die Nachrichten der nächsten Tage ebenso füllen wie die erschreckenden Bilder einer zerbombten Stadt.

Dieser Schweizer kämpfte in Syrien gegen den «IS» – nun drohen ihm 3 Jahre Knast

Der Schweizer Johan Cosar hat von Ende 2012 bis 2015 in einer christlichen Milizarmee in Syrien gegen den «IS» gekämpft. Nun soll er wegen fremden Militärdienstes verurteilt werden.

Ein aussergewöhnlicher Prozess beginnt am morgigen Mittwoch in Bellinzona: Der 37-jährige Johan Cosar muss sich wegen Schwächung der Wehrkraft verantworten. Der Schweizer mit dem Grad eines Unteroffiziers war im Sommer 2012 seinem Vater nach Syrien gefolgt, um als Journalist aus dem Kriegsgebiet zu berichten.

Doch als er sich im Nordirak aufhielt und merkte, dass eine christliche Minderheit von den islamistischen Gruppierungen Al Nusra und Al Kaida bedroht war, entschloss er sich selbst zum Kampf …

Artikel lesen
Link zum Artikel