Islamischer Staat (IS)
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Hilfswerkmitarbeiter Peter Kassig. Bild: AP/Kassig Family

Enthauptungs-Video war echt

Obama: «Kassig wurde in einem Akt des Bösen getötet»

16.11.14, 10:37 17.11.14, 02:27

Zunächst war unklar, ob das Video der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zur Enthauptung des US-Bürgers Peter Kassig echt war. Jetzt hat Präsident Barack Obama die Echtheit des Videos zum Tod des US-Entwicklungshelfers Peter Kassig bestätigt. 

In einer Stellungnahme bezeichnet Obama die Enthauptung als ein «Akt des Bösen» und spricht Kassigs Familie sein Beileid aus. 

Kassig sei in einem «Akt des Bösen» getötet worden, erklärte Obama am Sonntag. Das Leben und das Handeln des US-Entwicklungshelfers stünden im völligen Kontrast zu dem, was der Islamische Staat repräsentiere, erklärte Obama. Er würdigte Kassigs «selbstloses» Handeln.

Der IS hatte am Sonntag im Internet ein Video veröffentlicht, in dem ein maskierter Mann zu sehen ist, der behauptet, den früheren US-Soldaten Kassig ermordet zu haben. Neben ihm ist ein abgeschlagener Kopf zu sehen, ausserdem zeigt der Film die Enthauptung von 18 syrischen Soldaten.

Kassigs Eltern zeigten sich zutiefst bestürzt und würdigten die Arbeit ihres Sohnes, der in Gefangenschaft zum Islam übergetreten war und sich zuletzt Abdul-Rahman nannte. «Es bricht uns das Herz, zu erfahren, dass unser Sohn Abdul-Rahman Peter Kassig sein Leben für die Liebe zum syrischen Volk und seinen Wunsch, sein Leiden zu lindern, verloren hat», erklärten Ed und Paula Kassig im Internetdienst Twitter. Der 26 Jährige engagierte sich nach Angaben seiner Eltern seit März 2012 für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Entführt wurde er vor gut einem Jahr. (feb/sda/afp)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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Hören wir auf, dem Westen die Schuld an allen Problemen in Nahost zu geben

Zahlreiche Beobachter aber auch Orientalisten stellen sich auf den Standpunkt, dass die Würzel allen Übels im Nahen Osten in den Interventionen des Westens seit dem Ersten Weltkrieg liegen und sich letztlich immer alles ums Erdöl dreht. Das ist historisch falsch und für die aktuellen Probleme wenig zielführend.

Für den Flüchtlingsstrom aus Syrien und dem Irak gibt es laut dem deutschen Orientalisten Michael Lüders eine Erklärung: Der Westen ist selbst schuld. Indem er sich seit Jahrzehnten immer wieder politisch und militärisch einmischt, hat er die Region nachhaltig zerrüttet. Früher die europäischen Kolonialmächte, heute vor allem die USA. Stellvertretend für diese Haltung der Kommentar eines watson-Users:

Dazu sieben gängige Thesen, entsprechend sieben Gegenthesen und eine deprimierende Konklusion:

Mal …

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