Islamischer Staat (IS)

IS-Vormarsch

US-Senat setzt Belohnung auf Mörder von Foley und Sotloff aus

20.09.14, 06:59 20.09.14, 08:34

Der US-Senat hat ein Gesetz beschlossen, das eine Belohnung von zehn Millionen Dollar für Informationen aussetzt, die zur Ergreifung der Entführer und Mörder der beiden US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff führen. Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Repräsentantenhauses.

Es aktualisiert ein Programm des Justizministeriums für Belohnungen zur Ergreifung gesuchter Personen. Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hatte Ende August und Anfang September Videos veröffentlicht, die die Enthauptung von Foley und Sotloff zeigten.

Senator Marco Rubio. Bild: J. Scott Applewhite/AP/KEYSTONE

«Eine Art, das Andenken an James Foley und Steven Sotloff zu bewahren, ist, ihre bösen Mörder zur Verantwortung zu ziehen», sagte der Senator Marco Rubio, der das Gesetz eingebracht hatte. «Unser Land hat zwei der Eigenen verloren und wir müssen alles Mögliche tun, um die Terroristen, die diese Gräueltaten begangen haben, zur Verantwortung zu ziehen», sagte die Senatorin Jeanne Shaheen. 

Seit der Schaffung des Rewards for Justice Program des US-Justizministeriums 1984 wurden rund 125 Millionen Dollar ausgezahlt für Informationen zur Ergreifung von mehr als 80 gesuchten Straftätern. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • koala 25.09.2014 23:50
    Highlight Aber den Familien der Opfer verbietet man das Sammeln von potientiellen Lösegeldern. Welch ein Glück wohne ich in dem von Kant geprägtem Europa und nicht in John Stuart Mills Traumland.
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