Israel
Israeli Merkava tanks take position at an army deployment area near Israel's border with the Gaza Strip, on August 4, 2014. An eight-year-old girl was killed and 30 people wounded in a strike on the beachfront Shati refugee camp in Gaza City just minutes into an Israeli-declared truce, medics said.  AFP PHOTO / JACK GUEZ

Die Feuerpause gilt nicht für das ganze Kriegsgebiet. Bild: AFP

Siebenstündige Feuerpause

Israel lässt humanitäre Hilfe für Gaza zu 

Die siebenstündige Waffenruhe soll Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen erlauben. Ausgenommen ist das Gebiet von Rafah. Den Beschuss der dortigen Uno-Schule räumt Israel nun ein - der Angriff habe drei Extremisten gegolten. 

04.08.14, 11:29 04.08.14, 15:32

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Israel hat für Montag eine siebenstündige humanitäre Waffenruhe angekündigt. Wie die Streitkräfte am frühen Montagmorgen mitteilten, soll die Feuerpause um 10 Uhr beginnen (9 Uhr MESZ). Sie solle für den Grossteil des Gaza-Streifens gelten. Ausgenommen seien Gebiete, in denen die Armee gegen Extremisten vorgehe. Nach israelischen Medienberichten bezieht sich diese Einschränkung auf Regionen von Rafah im südlichen Gaza-Streifen.

Jeder Verstoss gegen die Waffenruhe werde sofortige Konsequenzen haben, erklärte Generalmajor Joav Mordechai. Während der Feuerpause sollen humanitäre Hilfsgüter in das Gebiet am Mittelmeer gebracht werden können. Ausserdem sollen geflüchtete Palästinenser wieder in ihre Häuser zurückkehren können, hiess es in der Zeitung "Jerusalem Post" weiter. 

Die Lage im Gaza bleibt prekär. Bild: MOHAMMED SALEM/REUTERS

Am Freitag war eine geplante dreitägige Feuerpause, auf die sich beide Seiten geeinigt hatten, bereits nach wenigen Stunden gebrochen worden. 

Israels Militär räumte unterdessen ein, ein Ziel nahe einer Uno-Schule bei Rafah beschossen zu haben. Gegolten habe der Angriff drei Militanten auf einem Motorrad, teilten die Streitkräfte am Sonntagabend mit. Die «Konsequenzen» des Angriffs würden geprüft. 

Nach palästinensischen Angaben wurden dabei mindestens zehn Menschen getötet. Augenzeugen zufolge sassen eine Gruppe von Kindern und einigen Erwachsenen vor dem Haupttor der Schule im Schatten, als es zu einer Explosion kam. 

Israel: Ranghoher Kommandeur getötet 

Mit dem Beschuss auf das Uno-Krankenhaus hat sich Israel keine Freunde gemacht. Bild: JORGE DAN LOPEZ/REUTERS

Die Uno und die USA kritisierten den Vorfall scharf. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte ihn eine "moralische Schandtat" und "kriminellen Akt", US-Aussenamtssprecherin Jen Psaki sagte, die USA seien erschüttert über den «schandhaften Vorfall». Erst vor wenigen Tagen waren andere Uno-Einrichtungen im Gaza-Streifen beschossen worden. 

In der Nacht zum Montag flog Israel neue Angriffe, bei denen nach palästinensischen Angaben elf Menschen starben. Darunter soll auch ein ranghoher Kommandeur der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad sein. 

Eine israelische Armeesprecherin sagte am Montag, Danijal Mansur sei nach Geheimdienstinformationen für die Koordinierung von Raketenangriffen auf Israel zuständig gewesen. Allein am Sonntag haben militante Palästinenser 120 Raketen auf Israel abgefeuert. Nach Medienberichten wurde Mansur bei einem Luftangriff in Dschabalija getötet. (fab/AFP/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 04.08.2014 11:54
    Highlight Die Hamas-Beamten müssen auch noch bezahlt werden! Nur ein kleines Detail, das aber Bände spricht. Denn es ist nicht so, dass UN-Gelder nicht an Hamas ausgezahlt worden wären. Sie sind nur nicht bei den Beschäftigten angekommen. Hintergrund ist der Versuch, auf diese Weise an zusätzliche Gelder aus Katar zu gelangen, die als Gehaltszahlungen deklariert wurden. Ein Vorgang mit prominenter Beteiligung seitens eines leitenden UN-Offiziellen auf Provisionsbasis, der aber ans Licht der Öffentlichkeit kam.
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