Israel
epaselect epa04305622 Smoke rises after an attack of Israeli aircraft in the South of Gaza City, Gaza Strip, 08 July 2014. Israel the same day launched an offensive against the Gaza Strip by conducting a series of fresh airstrikes in response to increasing rocket attacks by Palestinian militants. There have been more than 120 Israeli airstrikes in the coastal enclave, according to Palestinian sources, while hundreds of rockets and mortar shells have landed in southern Israel. Israeli military spokesman Peter Lerner said the offensive, named Protective Edge, could grow into a 'ground mission if required.'  EPA/MOHAMMED SABER

Rauch über Gaza-Stadt: 14 Tote nach israelischen Angriffen. Bild: MOHAMMED SABER/EPA/KEYSTONE

Nahost-Konflikt

14 Tote bei neuen Luftangriffen auf Gaza

Israel und die radikalislamische Hamas haben ihre Angriffe mit Härte fortgesetzt. In der Nacht starben 14 Palästinenser im Gazastreifen. Der Uno-Generalsekretär warnt vor einem «ausgewachsenen Krieg». 

10.07.14, 07:18

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Als Antwort auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Donnerstag ihre Angriffe ausgeweitet und dabei mindestens 14 Palästinenser getötet. 

Die meisten von ihnen seien am frühen Donnerstagmorgen bei einem israelischen Luftangriff auf Chan Junis im südlichen Gazastreifen ums Leben gekommen, berichteten Sanitäter und Sicherheitskräfte. 

Seit Beginn der israelischen Offensive gegen Ziele im Gazastreifen am frühen Dienstag sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 68 Menschen getötet worden. Mehr als 400 seien verletzt worden, sagte der Ministeriumssprecher in der Nacht zum Donnerstag. Etwa zwei Drittel davon seien Zivilisten. 

Die extremistischen Kassam-Brigaden erklärten, sie hätten in den vergangenen 48 Stunden 279 Raketen auf Israel abgefeuert. Andere militante Gruppen hätten mehr als 100 Raketen gestartet. Israelische Kampfflugzeuge hätten in den zwei Tagen der Offensive mehr als 75 Häuser in dem Gebiet am Mittelmeer bombardiert. 

Uno-Chef warnt vor «ausgewachsenem Krieg» 

Der Gazastreifen stehe auf «Messers Schneide», kommentierte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in ungewohnt scharfen Worten die Situation. Der aktuelle Konflikt stelle den Nahen Osten vor die grösste Herausforderung seit Jahren und er sei durch die «neue Welle der Gewalt» alarmiert, sagte Ban. Die Region dürfe nicht in einen neuen «ausgewachsenen Krieg» schlittern. 

Der Uno-Sicherheitsrat wird am Donnerstag zu einer Sondersitzung zum Nahostkonflikt zusammenkommen. Zunächst werde Ban das mächtigste Uno-Gremium über die aktuelle Situation im Nahen Osten informieren. Danach werde der Rat hinter verschlossenen Türen beraten. Mehrere arabische und islamische Staaten hatten eine solche Dringlichkeitssitzung zuvor beantragt. 

Es gilt als unwahrscheinlich, dass der -Sicherheitsrat in dem Konflikt auf einen Nenner kommt. Die USA, die als ständiges Mitglied ein Vetorecht haben, stellten sich hinter Israel, forderten aber zugleich Israelis und Palästinenser zur Mässigung auf. «Es ist ein grosser Unterschied zwischen Raketenangriffen einer Terrororganisation in Gaza und dem Recht Israels, sich zu verteidigen», sagte Aussenamtssprecherin Jen Psaki in Washington. (fab/afp/dpa)

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