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Nahost

Israel geht die Munition aus, USA liefert Nachschub – und verurteilt den Angriff auf UN-Schule in Gaza

31.07.14, 09:14 31.07.14, 14:30

Nur wenige Stunden nach dem tödlichen israelischen Beschuss einer UNO-Schule Gaza haben die USA Israel mit neuer Munition versorgt. Die US-Regierung entsprach damit am Mittwoch einer israelischen Anfrage vom 20. Juli, wie das Verteidigungsministerium in Washington mitteilte.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel habe die Lieferung drei Tage später genehmigt. Pentagonsprecher John Kirby sagte, es habe sich um eine «rein ministerielle Entscheidung» gehandelt, eine Billigung des Weissen Hauses sei nicht nötig gewesen.

Die USA stünden für die Sicherheit Israels ein, sagte Kirby. Es sei für die nationalen Interessen der USA «entscheidend», Israel dabei zu helfen, seine Fähigkeit zu einer «starken und reaktiven Selbstverteidigung» zu entwickeln und aufrecht zu erhalten. 

Der Waffenverkauf stehe mit diesen Zielen im Einklang. Ein Teil der Munition im Wert von umgerechnet rund 750 Millionen Euro stammt aus einem Zwischenlager der US-Armee auf israelischem Boden, sie steht den israelischen Streitkräften im Notfall zur Verfügung. Kirby kommentierte hingegen nicht, ob der andere Teil mit Genehmigung des Weissen Hauses geliefert worden war.

Bei dem Beschuss der UNO-Schule im Flüchtlingslager Dschabalija waren am Mittwochmorgen zwei Klassenräume von Panzergranaten verwüstet worden, wie das UNO-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) mitteilte. Etwa 3300 obdachlose Palästinenser hatten dort Zuflucht gesucht. 16 Menschen starben. Der israelische Angriff wurde international scharf kritisiert.

Seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive am 8. Juli stieg die Zahl der Toten durch die israelischen Angriffe nach Angaben der palästinensischen Rettungskräfte auf mehr als 1350, die der Verletzten auf mehr als 7300. Bei den Opfern handelt es sich zum grössten Teil um Zivilisten, darunter sehr viele Kinder. Auf israelischer Seite wurden 56 Soldaten und drei Zivilisten getötet. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 31.07.2014 14:07
    Highlight Und noch eine halbe stunde vorher haben die selben leute/entscheidungstraeger gegen vermutete waffenlieferung Russlands an "terorristen" gewettert.

    (Uebrigens, Russland muss nichts liefern, die "terroristen" bedienen sich laengst aus den bestens ausgestatteten lagern der ukrainischen armee.)
    9 0 Melden
  • phreko 31.07.2014 12:13
    Highlight Das wäre DIE Möglichkeit gewesen Israel etwas zu bremsen, ohne grossen Aufwand betreiben zu müssen. Schade!
    11 5 Melden
    • mauchmark 31.07.2014 13:55
      Highlight Solange der Aggressor nicht gebremst wird, dürfte der Konflikt leider noch lange andauern. Denn gemäss Schätzungen der israelischen Armee, verfügt die Hamas noch immer über rund 3'500 Raketen, obschon bisher bereits über 2'500 Raketen auf israelische Dörfer und Städte abgefeuert worden sind.
      Solange dieses grosse Hamas-Raketen-Arsenal nicht konfisziert, zerstört oder aufgebraucht ist, werden sich die Hamas und IDF weiter bekämpfen und die wehrlose palästinensische Zivilbevölkerung wird weiter bluten.
      Die Hamas hat diesen Krieg begonnen, sie wird/kann ihn auch beenden.
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    • phreko 31.07.2014 17:50
      Highlight Solange der Gaza von Israel wie ein Gefängnis geführt wird, wird sich immer eine Gruppierung finden, welche sich gegen Israel einsetzen wird. Ob sie Hamas heisst spielt dabei keine Rolle.
      Noch eine Nebenfrage: Warum ist Israel das einzige Westliche/Demokratische Land welches die Sippenhaft kennt, und ganzen Familien die Häuser wegsprengt?
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    • mauchmark 31.07.2014 19:15
      Highlight Ein Blick auf die Karte (unten angefügt) zeigt - für die Abriegelung des Gaza-Streifens ist nicht Israel alleine verantwortlich, sondern auch Ägypten. Warum beschiesst dann die Hamas nicht auch Ägypten mit Raketen? Warum wird nicht auch Ägypten zur Lockerung der Grenzblockade aufgefordert?
      Zur Nebenfrage: Welche westliche Demokratie wird regelmässig mit Raketen beschossen und durch Tunnels mit Terroristen infiltriert? Befänden wir uns in der gleichen Situation wie die Israelis, würden wir uns dann wirklich anders verhalten?
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    • phreko 31.07.2014 19:57
      Highlight Soll Ägypten Israel etwa den Gefallen machen und die Palästinenser aufnehmen, damit Israel den Gaza leeren kann?Ich glaube in Ägyptischen Gefängnissen sitzen deutlich weniger Palästinenser, wie auch besetzt Ägypten praktisch deren gesamte Heimat.
      Nebenfrage: Israel ist somit kein Rechtsstaat und steht also auch über dem Völkerrecht, oder wie ist das zu verstehen? Wahlen abhalten, welche korrekt sind reicht doch noch lange nicht aus. Hitler kam ja auch korrekt an die Macht.
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