Israel
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An explosion is seen in the northern Gaza Strip after an Israeli air strike July 13, 2014. Israeli naval commandos clashed with Hamas militants in a raid on the coast of the Gaza Strip on Sunday, in what appeared to be the first ground assault of a six-day Israeli offensive on the territory aimed at stopping Palestinian rocket fire. REUTERS/Ammar Awad (GAZA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Sontagmorgen: Eine Israelische Bombe schlägt im Norden Gazas ein.  Bild: AMMAR AWAD/REUTERS

Gaza-Konflikt eskaliert weiter

Israel fordert Palästinenser zur Flucht auf – erste Bodeneinsätze durchgeführt

12.07.14, 23:39 13.07.14, 12:13

Ungeachtet der Bemühungen um eine Waffenruhe gehen die Kämpfe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas unvermindert weiter. Fünf Tage nach Beginn der israelischen Militäroffensive gegen militante Palästinenser hat erstmals eine Kommandoeinheit am Boden eingegriffen.

Am Sonntag rief Israels Armee die Einwohner des nördlichen Gazastreifens über Flugblätter dazu auf, ihre Wohngebiete zu räumen. Zuvor teilte dies das Militär via Twitter mit. Es sei unsicher, sich «nahe der Hamas» aufzuhalten, hiess es. Beobachtern zufolge dürfte die Warnung auf eine weitere Angriffswelle hindeuten.

Vier israelische Soldaten bei Bodeneinsatz verletzt

Die meisten Raketen auf Israel würden aus dieser Gegend um Beit Lahia abgefeuert, erklärte der israelische Militärsprecher Peter Lerner. Auch am Sonntagmorgen gab es wieder Raketenangriffe militanter Palästinenser, unter anderem auf den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Die Raketenabwehr fing die Geschosse ab, andere landeten auf unbewohntem Gebiet. 

Smoke trails are seen as rockets are launched towards Israel from the northern Gaza Strip July 12, 2014.  Hamas militants launched ten rockets at Tel Aviv on Saturday, causing no casualties or damage, in the largest salvo yet on Israel's main business hub, since Israel launched its Gaza offensive against the Islamist group, five days ago. Picture shot using a long exposure. REUTERS/Amir Cohen (ISRAEL - Tags: POLITICS CIVIL UNREST MILITARY CONFLICT TPX IMAGES OF THE DAY)

Raketen aus dem Gazastreifen werden in Richtung Israel abgeschossen. Bild: AMIR COHEN/REUTERS

Eine Kommandoeinheit der israelischen Marine war in der Nacht auf Sonntag an der Küste des Gazastreifens gelandet. Sie seien dort gegen Abschussrampen vorgegangen, von denen Raketen mit längerer Reichweite auf Israel abgefeuert worden seien, sagte Lerner. 

epa04313257 A relative of Hamas police chief, General Tayser Al Batsh, sits amidst the rubbles of his destroyed house following an Israeli airstrike in the north of Gaza City, 13 July 2014. More than 12 members from Al Batsh family were killed after Israeli airstrikes in Gaza City yesterday the previous day. Israeli Military radio said ground troops were used near Gaza City for the first time since Israel's latest offensive began.  EPA/MOHAMMED SABER

Zerstörung in Gaza City. Bild: MOHAMMED SABER/EPA/KEYSTONE

Die Hamas konnte nach eigener Darstellung den israelischen Angriff zurückschlagen. Die Soldaten hätten nicht landen können. Die israelische Armee erklärte dagegen, die Einheiten hätten ihren Auftrag erfüllt. 

Vier der Soldaten seien bei Schusswechseln mit militanten Palästinensern verletzt worden, bevor die Elitetruppen sich wieder zurückzogen. Es war der erste Bodeneinsatz israelischer Truppen in der aktuellen Krise. 

Afghan protesters set an Israeli flag on fire during a pro-Palestinian protest against Israeli air strikes in Gaza, in Jalalabad July 13, 2014. REUTERS/Parwiz (AFGHANISTAN - Tags: CIVIL UNREST POLITICS)

Pro-palästinensische Protestanten zünden in Afghanistan eine israelische Flagge an.  Bild: PARWIZ/REUTERS

Zahl der Toten steigt auf 163

Bei einem Luftangriff auf das Haus des Polizeikommandanten von Gaza waren am Samstagabend mindestens 18 Menschen getötet worden. Auch eine benachbarte Moschee wurde bei dem Bombardement getroffen. Unter den Toten war nach Angaben von Sanitätern auch der Polizeikommandant. Der Leiter der Rettungskräfte im Gazastreifen, Aschraf al-Kidra, erklärte später dagegen, der Polizeichef lebe noch, sei aber schwer verletzt. 

Palestinian families travel to a UN school in Gaza City to seek shelter after evacuating their homes north of the strip, on July 13, 2014. Israeli marines mounted a first ground assault on Gaza, further escalating a deadly six-day offensive hours after the UN Security Council unanimously called for a ceasefire. AFP PHOTO / THOMAS COEX

Palästinenser auf der Flucht. Bild: AFP

Am sechsten Tag der israelischen Luftangriffe stieg die Zahl der Toten auf 163, 156 davon sind Palästinenser. 1085 Menschen seien seit Beginn der Offensive verletzt worden, teilte der Sprecher der örtlichen Rettungsdienste, Aschraf al-Kidra, über Twitter mit. (rar/sda/dpa) 



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • quark 13.07.2014 12:33
    Highlight Auch Israel wird von Extremisten gesteuert. Und wie!
    2 3 Melden
  • Albi Gabriel 13.07.2014 10:53
    Highlight Die Bevölkerung des Gaza-Streifens sollte sich vielleicht einmal überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, sich vor die Vollidioten zu stellen, die andauernd Raketen nach Israel ballern. Besser würden sie diese Vollidioten an ihre eigenen Raketen binden und aufs Meer rausschiessen.
    5 7 Melden
    • wahrheittutweh 13.07.2014 12:32
      Highlight Für ein Volk, das seit 1948 systematisch vertrieben wurde, ist der Zorn verständlich. Auch wenn sie nicht reagieren, werden sie vortlaufend vertrieben von Panzern und gleichgültigen Gewehrträgern. Du würdest gleich reagieren oder davonlaufen.
      4 2 Melden
    • rkeller 13.07.2014 13:01
      Highlight Ja da stimme ich zu.

      Aber so leicht ist es auch nicht. Da hat schon die isrealische Regierung auch einen grossen Anteil daran. Ihre faschistuide Position ist genauso wenig zum Aushalten.

      3 2 Melden
    • wes 13.07.2014 15:20
      Highlight Ich glaube nicht, dass es Vollidioten sind, die sich gegen einen Schurkenstaat wehren. Im Gegenteil, es braucht Mut sich gegen einen Staat, der das Völkerrecht mit Füssen tritt, zu wehren. Einen Staat notabene, der billigend den Tod von Kindern in Kauf nimmt.
      2 3 Melden
  • zombie1969 13.07.2014 09:55
    Highlight Auf der einen Seite der Mauer (Gaza) dürfen nur Araber leben, Israelis würden das nicht überleben, auf der anderen Seite der Mauer Israelis und Araber, wobei hier die Araber Rechte geniessen, die sie sonst in keinem anderen arabischen Land haben.
    3 6 Melden

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