Israel
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Police explosive experts load the remains of a rocket into a van after it was intercepted by Israel's Iron Dome aerial defense system, in Tel Aviv July 11, 2014. Israeli air strikes on Gaza killed four more Palestinians before dawn on Friday, raising the death toll from the four day offensive to at least 85, while a Palestinian rocket hit a fuel tanker at an Israeli petrol station causing a huge blaze. REUTERS/Yaron Brener/Ynet (ISRAEL - Tags: POLITICS CIVIL UNREST MILITARY CONFLICT) ISRAEL OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN ISRAEL

Einsatzkräfte transportieren ein Teil einer Rakete ab Bild: STRINGER/REUTERS

Eskalation in Nahost

Hamas beschiesst Flughafen von Tel Aviv

Der Konflikt in Nahost weitet sich aus. Auch aus dem Libanon sind nun Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Israels Armee hat drei Raketen über Tel Aviv abgefangen – offenbar sollten sie den Flughafen Ben Gurion treffen. 

11.07.14, 16:04

Ein Artikel von

Die Hamas hat aus dem Gazastreifen offenbar Raketen auf den Flughafen Ben Gurion am Stadtrand von Tel Aviv geschossen. Die israelische Armee fing nach eigenen Angaben drei aus dem Gazastreifen abgefeuerte Geschosse über der Stadt ab. Sie seien von dem Abwehrsystem «Iron Dome» («Eiserne Kuppel») in der Luft zerstört worden, teilte das Militär mit. 

Die Hamas bekannte sich zu der Attacke und erklärte, vier Raketen vom Typ M75 auf den Flughafen abgeschossen zu haben. Zeugen in Tel Aviv berichteten, kurz nach dem Luftalarm vier oder fünf Explosionen gehört zu haben. 

Das «Iron Dome»-Abwehrsystem Bild: Dan Balilty/AP/KEYSTONE

Das Militärkommando der islamistischen Organisation begründete die Attacke damit, dass auf dem Ben-Gurion-Flughafen auch eine Luftwaffenbasis sei. Zudem könnten weitere Angriffe folgen: «Wir warnen Sie davor, den Flughafen Ben Gurion anzufliegen, denn er wird heute eines unserer Ziele sein», teilten die Kämpfer am Freitag mit. 

Die Raketenabwehr konnte die Geschosse abfangen – eines landete auf einer Synagoge Bild: MATANYA TAUSIG/EPA/KEYSTONE

Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas scheint sich auszuweiten. Am Freitag schlugen nach israelischen Angaben auch im Norden des Landes Geschosse ein. Aus dem Nachbarstaat Libanon seien mehrere Raketen abgefeuert worden, teilten die libanesischen Streitkräfte mit. Wer für den Beschuss verantwortlich ist, war zunächst unklar. 

Der Südlibanon ist eine Hochburg der israelfeindlichen Hisbollah-Miliz. In dem Gebiet sind auch einige palästinensische Gruppen aktiv. Im vergangenen Jahr kam es mehrfach zu Schusswechseln über die Grenze. Schon im Dezember waren Raketen aus dem Libanon im Norden Israels eingeschlagen. 

Israel seinerseits setzte im Süden des Landes die Angriffe auf den Gazastreifen mit Kampfjets und von Schiffen aus fort. Dabei wurden am frühen Morgen nach palästinensischen Angaben mindestens vier Menschen getötet. 

Zahl der Toten auf mindestens 100 gestiegen

Die Zahl der Toten bei den israelischen Luftangriffen im Gazastreifen ist nach jüngsten palästinensischen Angaben auf mindestens 100 gestiegen. Seit Beginn der israelischen Offensive seien zudem 680 Palästinenser verletzt worden, teilte der Sprecher der Rettungsdienste im Gazastreifen, Aschraf al-Kidra, am Freitag über Twitter mit. Es mehrten sich Berichte über zivile Opfer, darunter Frauen und Kinder

US-Präsident Barack Obama bot Israel an, bei Verhandlungen über eine Feuerpause im Konflikt mit den Palästinensern zu vermitteln. Sollte Israel zu einer Bodenoffensive ansetzen, kann sich das Land offenbar auch der Unterstützung der USA sicher sein. Nach Worten des US-Botschafters Dan Shapiro gibt Washington der Regierung von Benjamin Netanjahu die volle Rückendeckung im Fall einer Bodenoffensive in dem Palästinensergebiet. «Wir werden Israel unterstützen, auch wenn es sich dafür entscheiden sollte, Bodentruppen nach Gaza zu schicken», sagte der Botschafter dem israelischen Armeesender. 



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 12.07.2014 10:14
    Highlight Bis jetzt ist es Israel gelungen wirtschaftlich zu prosperieren, obwohl das Land ständig in bewaffnete Konflikte verwickelt war. Ob dies in Zukunft gelingen mag, ist keinesfalls sicher. Die Proteste gegen die Sozialpolitik der Regierung Netanjahu 2012 zeigten deutlich, dass auch in Israel die Ressourcen begrenzt sind. Und was für die "Siedlungspolitik" ausgegeben wurde, fehlt anderswo.
    Die Annäherung zwischen Fatah und Hamas kommt auch nicht von ungefähr, vielmehr spielt die wirtschaftliche Situation im Gazastreifen eine entscheidende Rolle.
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