Israel
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04334882 Smoke rises from Tuffah neighbourhood after Israeli air strikes in the east of Gaza City, 29 July 2014. Violence escalated overnight, as Israel renewed intense airstrikes on Gaza in response to barrages of Palestinian rockets after an attempted unofficial truce for the three-day Eid al-Fitr holiday crumbled.  EPA/MOHAMMED SABER

Bild: EPA

Nahost

30 Tote bei israelischen Angriffen auf UNO-Schule und Markt in Gaza

30.07.14, 18:44 03.08.14, 12:42

Gut drei Wochen nach Beginn des Gazakrieges ist erneut eine UNO-Schule ins Fadenkreuz der Kämpfe geraten. Beim Beschuss der Einrichtung der Hilfsorganisation UNRWA kamen im Flüchtlingslager Dschabalia im nördlichen Gazastreifen mindestens 15 Menschen ums Leben.

Dies teilte ein Sprecher der palästinensischen Rettungsdienste mit. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, eine vorläufige Untersuchung des Vorfalls habe ergeben, dass militante Palästinenser in der Nähe der Schule Mörsergranaten auf israelische Soldaten abgefeuert hätten. Die Truppen hätten das Feuer erwidert.

TOPSHOTS
Members of the Red Crescent push a stretcher carrying a wounded Palestinian man following an Israeli air strike on a market place in the Shejaiya neighbourhood near Gaza City, on July 30, 2014. The strike, in which at least 15 people were killed and another 150 people wounded, came shortly after the Israeli army said it was observing a humanitarian lull that would be in force for four hours from 1200 GMT. AFP PHOTO/MARCO LONGARI

Mindestens 17 Menschen überlebten ihren Einkauf auf einem Markt in Gaza Stadt nicht. Bild: AFP

Bei einem Luftangriff der israelischen Armee auf einen Markt in Schedschaija, einem Vorort von Gaza-Stadt, wurden am Nachmittag weitere 17 Menschen getötet. 150 seien verletzt worden, teilten die palästinensischen Rettungskräfte mit.

Israel hatte unmittelbar zuvor eine vierstündige Waffenruhe ausgerufen, die allerdings nicht in Gebieten gelten sollte, in denen bereits Soldaten im Einsatz waren.

Überfülltes Flüchtlingslager

Der Leiter der Hilfsorganisation UNRWA, Pierre Krähenbühl, verurteilte den Angriff auf die Schule in der «schärfsten möglichen Form». Es fehlten ihm die Worte, um seine Wut und Empörung auszudrücken. Es sei bereits das sechste Mal, dass eine UNRWA-Schule beschossen worden sei.

In Dschabalia leben mehr als 100'000 Palästinenser, die als Folge der früheren israelisch-arabischen Kriege heimatlos sind. Das Lager gilt als überfüllt. Nun herrscht noch mehr Enge, weil Zehntausende Palästinenser aus anderen Teilen der Mittelmeer-Enklave vor den israelischen Attacken dorthin flüchteten.

Zwar gelten UNO-Einrichtungen als Zufluchtsorte von Flüchtlingen. Allerdings wurden dort in der Vergangenheit auch schon Waffen der Hamas entdeckt. Die UNO-Organisation verurteilte diese Praxis scharf.

Längster Krieg seit 2006 – 1283 Tote in Gaza

Der seit dem 8. Juli andauernde Militäreinsatz in dem Palästinensergebiet ist inzwischen Israels längster Krieg seit 2006. Er dauert schon länger als die Konflikte im Gazastreifen in den Jahren 2009 und 2012.

Seit Beginn der Offensive starben nach neuesten Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 1283 Menschen, etwa 7200 wurden verletzt. Laut israelischem Militär starben 53 Soldaten und 3 Zivilisten, 2670 Raketen seien seit dem 8. Juli auf israelisches Territorium abgefeuert worden. 

Auch die militanten Palästinenser setzten ihre Raketenangriffe auf israelische Orte fort. Die vom israelischen Militär erklärte vierstündige Feuerpause lehnte die Hamas ab. 

Hamas-Militärchef stellt Bedingungen 

Der im Untergrund aktive Militärchef der Organisation machte eine Waffenruhe im Gazakonflikt vom Ende der israelischen Militäroffensive abhängig. Auch die Blockade der Enklave am Mittelmeer müsse aufgehoben werden, sagte Mohammed Deif in einer über den TV-Sender der Hamas verbreiteten Audio-Botschaft. 

Es war die erste öffentliche Äusserung des Anführers des bewaffneten Flügels der radikal-islamischen Organisation, der Kassam-Brigaden, seit Beginn der Offensive vor mehr als drei Wochen. 

Israels Sicherheitskabinett wollte in Tel Aviv erneut über eine Waffenruhe im Gazastreifen beraten. Auch die Möglichkeit einer Ausweitung der Offensive stehe zur Debatte, berichteten israelische Medien. (sda/afp/dpa)

TOPSHOTS
An Iranian woman looks at a mural drawing of spearmen bearing the faces of (From L to R): Iraq's late president Saddam Hussein, United Nations Secretary General Ban Ki-moon, a masked man, US President Barack Obama, Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu and German Chancellor Angela Merkel on a street in the Iranian capital Tehran on July 30, 2014. Iran's supreme leader Ayatollah Ali Khamenei urged the Islamic world on July 29, 2014 to arm Palestinians to allow them to counter what he called Israel's

Niemand von ihnen stoppt die Gewalt in Gaza. Sie sind mitschuldig, findet diese Streetartist im Iran: Saddam Hussein, Ban Ki-moon, ein Maskierter, Barack Obama, Benjamin Netanyahu und Angela Merkel. Bild: AFP



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Der Krieg im Krieg eskaliert weiter: Israel rächt iranischen Angriff in Syrien

Die seit Monaten sich aufbauenden Spannungen zwischen Israel und iranischen Einheiten in Syrien haben sich nochmals verschärft: Israel beantwortete jetzt iranische Angriffe auf die besetzten Golanhöhen mit Attacken auf Ziele in Syrien.

Die israelische Armee warf dem Iran vor, von Syrien aus rund 20 Geschosse auf israelische Stellungen im besetzten Golan abgefeuert zu haben. Ein Teil der Geschosse sei von der israelischen Raketenabwehr abgefangen worden. Opfer gab es demnach nicht, die Schäden seien begrenzt.

Die Raketen seien kurz nach Mitternacht Ortszeit von den iranischen Al-Kuds-Brigaden abgefeuert worden, sagte Israels Armeesprecher Jonathan Conricus. Die Armee stufe «diesen iranischen Angriff auf Israel als sehr …

Artikel lesen