Italien

Völlig erschöpfte Flüchtlinge nach der Ankunft in Italien. Bild: EPA/ANSA

Ohne Essen: 100 Flüchtlinge überleben zwölf Tage auf Schiff im Mittelmeer – unter ihnen sind drei schwangere Frauen

07.05.15, 02:44 07.05.15, 11:46

Nach fast zwei Wochen auf hoher See sind im Mittelmeer knapp hundert Bootsflüchtlinge gerettet worden. Ein Patrouilleboot der italienischen Finanzpolizei habe das 50 Meter lange Schiff mit 98 Flüchtlingen an Bord in der Nacht zum Mittwoch rund 200 Meilen vor der sizilianischen Küste ausgemacht, teilten die Behörden mit.

Von 35 Frauen an Bord waren drei schwanger. Die Flüchtlinge hatten den Angaben zufolge zwölf Tage auf dem Meer zugebracht, die letzten beiden Tage trieb das altersschwache Schiff steuerlos auf dem Wasser. 

Ausserdem drang Wasser in den Schiffsbauch und die Menschen an Bord hatten nichts mehr zu essen. Als sie schliesslich gerettet wurden, waren sie völlig ausgehungert.

Italien fühlt sich beim Thema Flüchtlinge alleine gelassen vom Rest der EU. Bild: EPA/ANSA

9000 Menschen gerettet 

Die italienische Küstenwache teilte am Mittwoch mit, sie habe am Dienstag die Rettung von insgesamt etwa 650 Bootsflüchtlingen koordiniert. Etwa 30 wahrscheinlich syrischen Flüchtlingen sei es aus eigener Kraft gelungen, die italienische Küste zu erreichen. 

Seit Freitag vergangener Woche wurden damit bereits 9000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Am Mittwochabend rettete die italienische Küstenwache etwa 50 Kilometer vor der libyschen Küste überdies etwa 90 Flüchtlinge von einem Schlauchboot, das zu kentern drohte.

Die Zahl der Bootsflüchtlinge hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Schlepper schicken die Menschen oft in überfüllten und alten Booten auf die Fahrt über das Mittelmeer nach Europa. (feb/sda/afp)

Zivile Schiffe als Retter im Mittelmeer

Die Flucht übers Mittelmeer

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Babalu 07.05.2015 08:31
    Highlight wenn nun noch jemand glaubt, dass eine Schwangere, so was auf sich nimmt, ohne dass sie in absoluter Not ist, dann sollte er nicht Watson lesen, sondern was adäquateres, wie zum Beispiel Teletubbies, konsumieren.
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