Italien

Italien am Anschlag

Die Flüchtlingswelle nach Italien reisst nicht ab 

17.11.14, 01:40 17.11.14, 02:10

Trotz schlechtem Wetter hält die Flüchtlingswelle in Richtung Italien an. Ein Schiff der italienischen Marine hat am Sonntag 864 Migranten in die sizilianische Hafenstadt Pozzallo gebracht, die im Mittelmeer gerettet worden waren. Damit steige die Zahl der seit Freitag geretteten Flüchtlinge auf über 2200, berichtete die Marine.

Dabei hatten die italienischen Behörden wegen des schlechten Wetters mit einem Rückgang der Flüchtlingszahl gerechnet. Die meisten auf Sizilien eingetroffenen Migranten sind syrische Familien. Zu ihnen zählen auch mehrere Kinder. Am Freitag hatte ein griechischer Tanker 230 Personen in Sicherheit gebracht.

477 Migranten wurden am Samstag zur sizilianischen Hafenstadt Porto Empedocle geführt, nachdem sie von einem Öltanker in Sicherheit gebracht worden waren. Weitere 345 Migranten wurden von einem Schiff der italienischen Marine aufgegriffen und trafen ebenfalls am Samstag in Pozzallo ein.

2014 erreichten schon über 155'000 Migranten Italien

Die Küstenwache brachte am Samstag ausserdem ein Schiff mit weiteren 80 Migranten in Sicherheit, die in der kalabresischen Hafenstadt Crotone landeten. Ein Schiff der italienischen Marine wird am Montagvormittag im Hafen der Stadt Reggio Calabria in Kalabrien mit weiteren 230 Migranten an Bord eintreffen.

2014 haben schon über 155'000 Migranten Italien erreicht. Im gesamten Jahr 2013 waren es demgegenüber nur 43'000. Seit Anfang November läuft die neue EU-Mittelmeermission «Triton». Die Operation unter Führung der EU-Grenzagentur Frontex hat das italienische Flüchtlings-Rettungsprogramm «Mare Nostrum» ersetzt. (feb/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 17.11.2014 16:37
    Highlight Schlepper, Schleuser und andere Kriminelle haben Europa als völlig wehrlos ausgemacht. Illegale Einreise ist eine Straftat, aber jeder, der für die kleinste Ordnungswidrigkeit zur Rechenschaft gezogen wird, muss zusehen wie Gesetze für andere nicht gelten. Das grösste Problem ist aber aktuell die schwierige Religion, die diese angeblichen Flüchtlinge mitbringen und hier mit allen Mitteln durchsetzen.
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