Julian Assange
TO GO WITH AFP STORY - FILES - Picture taken on June 14, 2013 shows Wikileaks founder Julian Assange speaking to the media inside the Ecuadorian Embassy in London, ahead of the first anniversary of his arrival there on June 19, 2012. A Swedish court will hold a public hearing on July 16, 2014 to determine if an arrest warrant against WikiLeaks founder Julian Assange for alleged sexual assault should be dropped. A decision to cancel the warrant would be a step towards enabling the 43-year-old Australian to walk out of the Ecuadoran embassy in London, where he has been holed up for the past two years in a bid to avoid extradition to Sweden.    AFP PHOTO / POOL / ANTHONY DEVLIN

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Wikileaks

Julian Assange: «Ich werde die Botschaft bald verlassen»

18.08.14, 09:59 18.08.14, 12:15

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, will nicht mehr lange in der ecuadorianischen Botschaft in London bleiben. «Ich werde die Botschaft bald verlassen», sagte der 43-Jährige am Montag bei einer Pressekonferenz in der Botschaft. 

Einen konkreten Zeitpunkt oder genaue Pläne nannte der Australier nicht. Er stellte aber klar, dass er die Botschaft nicht aus den in Medienberichten genannten Gründen verlasse. Der britische Nachrichtensender Sky News und andere Medien der Murdoch-Gruppe hatten am Sonntag berichtet, der Wikileaks-Gründer leide an schweren Gesundheitsproblemen. 

Assange hält sich seit zwei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London auf. Er hatte sich dorthin geflüchtet, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort wollen Behörden ihn zu Vorwürfen sexueller Vergehen befragen. 

Assange bezeichnet die Vorwürfe als politisch motiviert und fürchtet nach eigenen Angaben, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats drohen könnte. Wikileaks hatte unter anderem Ende 2010 Tausende Geheimdepeschen der USA veröffentlicht. 

Ecuadors Aussenminister Ricardo Patiño rief dazu auf, eine politische Lösung zu finden. «Diese Situation muss ein Ende haben», sagte er in der gemeinsamen Pressekonferenz. Gleichzeitig versicherte er, Assange geniesse weiterhin den Schutz des lateinamerikanischen Landes. (pma/sda/afp/dpa) 

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