Justiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mitstreiterin von Badawi

Internet-Aktivistin in Saudi-Arabien aus Gefängnis entlassen

Souad al-Shammari Suad al-Schammari

Freigelassen: Suad al-Schammari.  Bild: Amnesty.nl

In Saudi-Arabien ist eine Menschenrechtlerin aus dem Gefängnis entlassen worden, die mit dem zu 1000 Stockschlägen verurteilten Blogger Raef Badawi zusammengearbeitet hatte. Suad al-Schammari sei nach 90 Tagen in einem Frauengefängnis in Dschidda wieder auf freiem Fuss. Dies sagte ihre Tochter Sarah al-Rimali am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

Al-Schammari gehörte mit Badawi zu den Gründern eines oppositionellen Internet-Diskussionsforums. Sie war nach Angaben von Aktivisten Ende Oktober wegen Beleidigung des Islams festgenommen worden, nachdem sie über den Kurznachrichtendienst Twitter Kommentare über religiöse Führer verbreitet hatte.

Amnestie für Gefangene

Nach Angaben ihrer Tochter kam al-Schammari vor drei Tagen frei. Zuvor habe ihre Mutter sich schriftlich verpflichtet, «ihre Aktivitäten zurückzufahren». Mit einer am Donnerstag vom neuen saudi-arabischen König Salman verkündeten Amnestie für Gefangene stand die Freilassung der Menschenrechtlerin nach Angaben ihrer Tochter nicht in Zusammenhang. Sie glaube auch nicht, dass Badawi von der Amnestie profitieren werde.

Badawi war wegen Beleidigung des Islams zu 1000 Stockhieben sowie zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. 50 Hiebe musste er am 9. Januar vor einer Moschee in Dschidda, einer Hafenstadt am Roten Meer, erdulden. Seitdem wurde die weitere Vollstreckung des Urteils drei Mal verschoben. Der Blogger hatte sich für eine Diskussion über das Verhältnis zwischen Staat und Religion in Saudi-Arabien eingesetzt. Sein Schicksal sorgte international für Bestürzung und Anteilnahme. (dhr/sda/afp) 

Fünfte Hinrichtung seit Thronwechsel

Die saudiarabische Justiz hat zum fünften Mal seit der Amtsübernahme von König Salman vor gut einer Woche ein Todesurteil vollstreckt. Nach offiziellen Angaben wurde am Sonntag ein verurteilter Mörder enthauptet. Die Hinrichtung erfolgte in der heiligen Stadt Medina im Westen des Landes. (sda/afp)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Für «Allahu akbar» mit 210 Franken bestraft: «Diese Busse ist ein absoluter Witz»

Weil er einen Kollegen mit «Allahu akbar» begrüsste, wurde ein türkischstämmiger Schweizer aus Schaffhausen mit 210 Franken Busse belegt. Das sorgt nun schweizweit für rote Köpfe. Auch der Zürcher Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth hält die Busse für völlig übertrieben.

Weil ein Schweizer mit Wurzeln in der Türkei in Schaffhausen einen Kollegen mit «Allahu akbar» begrüsst hat, wurde er von einer Zivilpolizistin mit 150 Franken Busse und 60 Franken Verwaltungskosten belegt. Der Grund: Erregung öffentlichen Ärgernisses, wie «20 Minuten» am Montag berichtete.

Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Viele empfinden die Busse als übertrieben, willkürlich und islamophob. Manche jedoch verstehen, dass man besonders in Europa den Ausspruch «Allahu akbar» …

Artikel lesen
Link zum Artikel