Justiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Justiz

Bundesgericht heisst Beschwerde von Zürcher Polizei-Prügelopfer gut

11.07.14, 16:26

Das Zürcher Obergericht muss sich nochmals mit einer Prügelei zwischen drei Polizisten und einem Passanten befassen. Es hatte ein Verfahren gegen die Polizisten wegen Amtsmissbrauchs eingestellt. Das Bundesgericht hat nun die Beschwerde gegen diesen Entscheid gutgeheissen. Der Zwischenfall geht auf den 18. Oktober 2009 zurück. Der jetzige Beschwerdeführer fuhr in der Nacht in einem Stadtzürcher Tram heimwärts. Drei Stadtpolizisten stiegen ebenfalls ein. Weil der Beschwerdeführer einer ausgeschriebenen Person glich, wollten sie ihn kontrollieren. Der Mann aber wollte den Ausweis nicht zeigen, worauf alle zusammen an der nächsten Haltestelle ausstiegen.

Hier kam es zur Auseinandersetzung, über welche die Schilderungen auseinander gehen und gegenseitige Schuldzuweisungen erhoben werden. Klar ist: Die Polizisten setzten Pfefferspray und Schlagstock ein und legten dem Widerspenstigen Handschellen an. Klar ist ebenfalls: Der Mann erlitt diverse Verletzungen, die unter anderem auch auf Würgegriffe schliessen liessen. Er benötigte ärztliche Behandlung. Was die Polizisten nicht wissen konnten: Der Mann – der im übrigen nicht der Ausgeschriebene war – hat eine schwere Herzkrankheit und trägt deshalb einen implantierten Defibrillator. Der Verletzte erstattete Strafanzeige gegen die drei Polizisten wegen Amtsmissbrauchs, Gefährdung des Lebens und Körperverletzung. Ein Jahr später stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Das Obergericht hob diesen Beschluss auf. (dwi/sda)



Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Du hast dich mit dem Teufel angelegt»: Wie eine 25-Jährige zur Sexarbeit gezwungen wird

Heute Dienstag steht ein Rumäne vor dem Bezirksgericht Zürich, der eine Landsfrau im Kreis 4 zur Prostitution gezwungen haben soll. Kein Einzelfall, wie eine Expertin betont. Die Zahlen der Ausbeutung von Sexarbeiterinnen seien seit Jahren auf «hohem Niveau» stabil.

Sie erhoffte sich Erlösung, aber ihr Entscheid erwies sich als Albtraum. Als die damals 25-jährige Rumänin G. P. sich von ihrem damaligen, gewalttätigen Zuhälter lossagen wollte, geriet sie an ihre Landsleute A. C. und M. Z. Die beiden versprachen ihr zu helfen. Scheinbar ein Schritt in die richtige Richtung für G. P. Denn M. Z. wollte nur 50 Prozent ihres Einkommens – und nicht 100, wie ihr alter Zuhälter.

Jetzt aber steht M. Z. vor dem Bezirksgericht Zürich. Er ist der Förderung der …

Artikel lesen