Kuba

U.S. Präsident Barack Obama trifft sich mit Kubas  Raul Castro in Panama City am 11. April. Bild: JONATHAN ERNST/REUTERS

USA - Kuba: Obama will Kuba von der US-Terrorliste streichen

14.04.15, 21:47

US-Präsident Barack Obama will Kuba von der Terrorliste der USA streichen. Nach Angaben des Weissen Hauses setzte Obama den Kongress in Washington am Dienstag über seine Absicht in Kenntnis, die Karibikinsel nicht mehr als Unterstützerstaat von Terroristen zu führen.

Die Entscheidung ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen den einstigen Erzfeinden. Kuba stand seit 1982 auf der US-Terrorliste.

Der Präsident übermittelte dem Kongress (Parlament) einen Bericht, in dem er seine Entscheidung erläuterte.

Kuba sei damals auf die Liste gesetzt worden, weil es «bewaffnete Revolutionen» und terroristisch agierende Gruppen gefördert habe. Havanna habe aber in den vergangenen sechs Monaten nachweislich keine Terrorgruppen unterstützt. Ausserdem habe die kubanische Regierung Zusagen gemacht, dass sie auch in Zukunft keine «Akte des internationalen Terrorismus» unterstützen werde.

Der Kongress hat nun 45 Tage Zeit, um über Obamas Entscheidung zu beraten, eher sie in Kraft tritt. (sda/afp)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Bergdahl-Freilassung

Auch Kuba will mit USA Gefangene austauschen

Die Taliban haben den US-Soldaten Bergdahl freigelassen – im Austausch gegen fünf Guantanamo-Häftlinge. Kuba hofft nun auf einen ähnlichen Deal mit Washington, es will drei Spione freibekommen.

Die Freilassung des US-Soldaten Bowe Bergdahl im Zuge eines Gefangenenaustausches mit den Taliban nährt die Hoffnung auf weitere solcher Vereinbarungen. Kuba will nun ebenfalls mit Washington verhandeln. Dabei geht es um drei kubanische Spione und einen US-Entwicklungshelfer.

Seine Regierung sei bereit, über die Freilassung des auf Kuba eingesperrten US-Bürgers Alan Gross zu verhandeln, sagte der frühere Spion Fernando González auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Havanna. Es …

Artikel lesen