Kunst

Überraschende Bau-Werke

Wenn Sie sehen, was dieses Bild tatsächlich zeigt, werden Sie sehr grosse Augen machen!

01.10.14, 16:41 02.10.14, 15:15
Lüthi Susanne
Lüthi Susanne

Redaktorin

Bevor wir Ihnen verraten, was das Besondere an den Fotos von Satoshi Araki sein könnte, fragen wir:

Was sehen Sie hier?

Richtig: eine Schiffswerft. Doch irgendetwas muss daran speziell sein, sonst würden wir Ihnen das Bild ja nicht aufs Auge drücken. Also?

Gucken Sie nochmals:

Ha! Hätten Sie das gedacht? Das ist alles gar nicht richtig real, sondern richtig klein!

Auch dieses Bild ist nicht, was es scheint. Also irgendwie schon, einfach in ...

bild: satoshi Araki

... ganz, ganz klein. Und zwar 35 Mal kleiner als die Vorlage.

bild: satoshi araki

Der 45-jährige Künstler Araki verwendet für seine Miniaturen vorwiegend Styroporplatten, die er in Form schneidet, zusammenklebt und anmalt. 

So entsteht in stundenlanger Kleinarbeit ...

... ein zerbombtes Haus:

Araki stellt meistens kaputte, verlassene, verschmutzte oder eben zerbombte Orte dar. Damit er die so detailgetreu wie möglich hinkriegt, sucht er per Google Vorlagen. Allerdings, so warnt Araki, finde man mit der Bildersuche oftmals auch Fotos, die man lieber nicht gesehen hätte.

Das Nummernschild von dem total demolierten Auto verrät, ...

bild: satoshi araki

... dass der Japaner sich im arabischen Raum an dieser Szene orientiert hat. 

bild: satoshi araki

Übrigens: Die Informationen aus diesem Text stammen nicht von Satoshi Araki selber. Aber nicht etwa, weil wir ihn nicht kontaktiert hätten! Auf unsere bescheidenen fünf Fragen schrieb der sympathische Mann zurück:

«Fragen wie ein Maschinengewehr!!»

bild: watson

Dann hörten wir nichts mehr aus Tokio. Worauf wir dem Künstler schrieben, dass wir die Infos über ihn von Spoon Tamago nehmen würden, falls diese korrekt seien. Das fand Herr Araki offenbar lustig.

bild: watson

Wir mögen nicht nur die Kunst von Satoshi Araki, sondern auch Satoshi Araki selbst. Liebe Grüsse nach Japan!

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 02.10.2014 08:15
    Highlight Wenn Kunst von können kommt, dann dürfen wir die düsteren Szenerien als Kunst ansehen. Statt Modelleisenbahnen zu schmücken zeigt er uns diese Orte. Seine Motivation zu kennen, wäre spannend, doch scheinbar kommuniziert er lieber durch seine Werke.
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