Kunst

Protest gegen dänisches Asylrecht: Ai Weiwei schliesst Ausstellung in Kopenhagen

Ai Weiwei, Chinas wohl bekanntester Künstler, beendet seine Ausstellung in Kopenhagen vorzeitig. Grund ist eine Verschärfung der Asylregeln in Dänemark.

27.01.16, 16:41 27.01.16, 17:02

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Das Thema Flüchtlinge ist ihm wichtig: Aus Protest gegen die Verschärfung des dänischen Asylrechts hat der chinesische Künstler und Dissident Ai Weiwei nun seine Ausstellung in Kopenhagen geschlossen. Das teilte der Künstler auf Instagram und Facebook mit.

Ai Weiwei Chinese hilft im Januar 2015 auf der griechischen Insel Lesbos afghanischen Flüchtlingen. 
Bild: GIORGOS MOUTAFIS/REUTERS

Ai habe sich dazu nach einem Votum des dänischen Parlaments entschieden, wonach Flüchtlingen Geld und Wertsachen abgenommen und die «Vereinigung von Familien verzögert» würden.

Ais Ausstellung «Ruptures» («Brüche») in der Faurschou-Stiftung wäre eigentlich bis Mitte April gelaufen. Wie Stiftungschef Jens Faurschou gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte, unterstütze er Ais Entscheidung, in der es «um Freiheit und Menschenrechte» gehe. Das sei alles «sehr traurig».

Das dänische Parlament hatte am Dienstag trotz internationaler Kritik eine Verschärfung der Asylregeln beschlossen: Demnach können Flüchtlingen künftig Bargeld und Wertgegenstände ab 10'000 Kronen (umgerechnet etwa 1480 Franken) abgenommen werden, um ihre Unterbringung mitzufinanzieren. Der Familiennachzug wird erschwert, die Dauer von Aufenthaltsgenehmigungen verkürzt. Ziel der Regierung ist es, Flüchtlinge abzuschrecken.

skr/afp

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • mvoser 02.02.2016 10:37
    Highlight Gratuliere, Ai Weiwei setzt ein Zeichen und schaut nicht nur zu. Das wird die Kultur-Dänen wahrscheinlich echt treffen.
    0 0 Melden
  • Bowell 27.01.2016 22:22
    Highlight Auweia Ai Weiwei...
    2 2 Melden

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Er fotografiert Cara Delevingne oder Clown Pennywise aus «It». Er jettet um die Welt und jobbt für Dior und die «Vogue». Mit 71. Zeit für eine kleine Liebeserklärung. Und einen Dokfilm!

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