Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Wieso wir dringend aufhören müssen, die Periode als Tabu-Thema zu sehen

Bild: Jennifer Zimmermann

27.03.17, 11:32

Wieso ist jetzt alles mint?

Liebe User, herzlich willkommen zu unserem neuen watson-Blog mint! Ihr findet hier die Themen:

«Flair&Fair» (Design, Streaming, Reisen, Foodwaste)
«Fit&Food» (Katzen-Yoga, Rezepte, fein! – und gesund)
«Fuck&Feel» (selbsterklärend)

In mint schreiben watson-Autoren und freie Autoren aus aller Welt. Die Geschichten erkennt ihr auf der watson-Startseite an einem «m.» im Bild. So, und nun: Viel Spass. :)

Und nun zurück zum Artikel.

Das Blut rinnt langsam zwischen ihren Oberschenkeln herunter. Kalter Schweiss breitet sich auf A.’s Stirn aus, in ihrer Unterwäsche sammelt sich derweil ein kleiner See. Um aufzustehen, ist es zu spät. Die ganze Klasse würde ihre blutbefleckte Hose sehen und sie auslachen.

30 Minuten später auf der Mädchentoilette: A.’s Kopf ist so rot wie ihre Jeans, die sie gerade unter Tränen im Lavabo auswäscht. Auf dem Weg zum Klo haben die Jungs ihr nachgejohlt. A. ist 12 Jahre alt und eine der Ersten in meiner Klasse, die ihre Tage bekommen hatte. Von ihrem Missgeschick zehrten die Jungs noch lange: «Rote Zora», «Vampirlutscher», «Erdbeerloch» waren nur einige der kreativen Spitznamen, die sie ihr gaben. Da soll noch einmal einer sagen, die Periode sei nichts, wofür frau sich schämen müsse.

«So sind Kinder nun mal», werden einige sagen. Aber da war doch mal was mit einer (von vielen unangebrachten) Aussagen des jetzigen Präsidenten der Vereinigten Staaten?

«You could see there was blood coming out of her eyes; blood coming out of her wherever.»

«Man konnte sehen, da tropfte Blut aus ihren Augen, Blut aus ihrer Wo-auch-immer» Donald trump auf cnn

Das sagte Trump im August 2015 über die Fox News Moderatorin Megyn Kelly, die ihm «lächerliche» Fragen gestellt hatte und ihm zu aggressiv rüberkam. Bestimmt, weil sie ihre Tage hatte, so seine Anspielung. «Period shaming» nennt sich das im englischsprachigen Raum: Die Menstruation ist nicht nur eine eklige Angelegenheit, sondern führt auch dazu, dass Frauen zu irrationalen Furien werden. Na dann ist ja alles klar.

Diese Haltung ist nur einer von vielen Gründen, weshalb es die Bewegung namens «period positivity» braucht.

Ihr Grundgedanke: Keine Person (auch Transmänner oder Menschen mit nicht-binärer Geschlechtsidentität bluten; nachfolgend wird einfachheitshalber von Frauen/Männern gesprochen) soll sich wegen ihrer Periode schämen. Und sich schon gar nicht von Männern das Gegenteil eintrichtern lassen. Frauen sollen Zugang zu Informationen rund um ihren Zyklus und zu Hygieneprodukten haben.

Nicht zuletzt soll der «tampon tax» abgeschafft werden. Eine Steuer, die weibliche Hygieneprodukte als «Luxusprodukte» klassifiziert und in etlichen Ländern gilt; darunter in den meisten US-Staaten, in Australien und in der Schweiz. All diese Ziele sollen in erster Linie durch einen offenen und ehrlichen Diskurs erreicht werden.

«I bleed every month. But do not die. how am i not magic. –The lie.» 

«Ich blute jeden Monat. Aber ich sterbe nicht. Wie kann es sein, dass ich nicht magisch bin. – Die Lüge» gedicht aus «salt.» von Nayyirah Waheed

Stossgebet zum Himmel: «Bitte lass meine Tage heute (nicht) kommen.» bild: jennifer zimmermann

Wo Wortgewalt nicht ausreicht, müssen drastischere Massnahmen her. War das Enttabuisieren der Menstruation in den englischsprachigen Sozialen Medien und in den Nachrichten schon länger ein Thema, so lief die «period positive»-Bewegung im Jahr 2015 zur Höchstform auf. Im März postete die kanadische Fotografin Rupi Kaur ein Foto von sich in blutbefleckten Trainerhosen auf Instagram. Ein Administrator löschte das Foto zwei Mal «versehentlich», es entspreche nicht den Richtlinien. Kaur wehrte sich, bis das Foto wieder online war und die Zuständigen von Instagram sich entschuldigten.

Im April sorgte die Harvard Absolventin und Schlagzeugerin der Band M.I.A. Kiran Gandhi für gehörig Aufsehen, als sie den London Marathon rannte – und dabei trotz ihrer Periode auf Tampon und Binde verzichtete.

«... in dem Moment, in welchem wir über etwas sprechen, das nicht dem [sexuellen] Genuss anderer dient – wie die Periode – ist es allen zutiefst unangenehm.»

Kiran Gandhi gegenüber dem nymag

Nach Trumps Anspielung auf Megyn Kellys Periode Mitte 2015, dauerte es nicht lange, bis sich der Hashtag #periodsarenotaninsult auf Twitter grösster Beliebtheit erfreute. Die amerikanische Künstlerin Sarah Levy doppelte nach und malte ein Porträt von Trump – mit ihrem Menstruationsblut. Den Erlös werde sie an eine amerikanische Organisation spenden, die Flüchtlinge unterstützt.

bild: katy levy

Eine andere amerikanische Künstlerin namens Jen Lewis machte schon 2012 aus ihrem Menstruationsblut sehr ansehnliche Kunst, die 2015 einen erneuten Aufschwung erlebte. Das Projekt nannte sie stimmigerweise «beauty in blood».

Wie ein roter Faden zog sich das Thema Menstruation durch die Kunstszene. Der syrische Künstler Sainthoax zum Beispiel verpasste Disney Prinzessinnen kurzerhand blutbefleckte Kleider.

«Die Menstruation ist etwas Natürliches, ja gar Wunderschönes. Man sollte sich ihrer nicht schämen, sondern sie zelebrieren!» – Wenn mir übermotivierte «period-positive»-Menschen so kommen, dann ist auch mir das zu viel. Ich liebe meine Menstruation nicht und sehe auch nicht ein, was so toll daran sein soll, dass es sich einmal pro Monat so anfühlt, als würde der Teufel auf Speed mit einem Presslufthammer in meinem Bauch rumtoben. Ausserdem muss ich nicht auch noch das Blut von anderen Frauen sehen, mir reicht mein eigenes. Dennoch ist die «period-positive»-Bewegung richtig und wichtig.

Mehr als die Hälfte der Menschheit blutet einmal pro Monat, in ihrem Leben blutet eine Frau bis zu 3'000 Tage.

In Anbetracht dessen wird bedenklich wenig über das Thema gesprochen. In vielen Teilen der Erde werden Mädchen und Frauen wegen ihrer Periode noch immer stark benachteiligt. Während sie bluten, dürfen sie nicht ins Haus, nicht in die Küche oder nicht in die Schule ... wenn sie zur Schule dürfen, so ist ihnen das oftmals dennoch nicht möglich, da sie sich keine Tampons, Binden oder Menstruationstassen leisten können. Sie behelfen sich mit Stroh, Sand oder alten Stoffresten, was wiederum zu Infektionen führt.

Fehlende Aufklärung und die Stigmatisierung des Themas machen die ohnehin schon leidige Sache zu einer gesundheitlichen Gefahr. Um selbst meinen Beitrag zur Enttabuisierung zu leisten, werde ich, wenn die Zeit, beziehungsweise das Ei, reif ist, die neue Perioden-Unterhose «thinx» testen, über die Richard in diesem Artikel bereits berichtet hat. Wenn die Unterhose hält, was sie verspricht, müsst ihr euch auch keine Fotos meiner blutigen Unterwäsche ansehen. Aber auch wenn ... 

PS: Wer Toni den Tampon nicht kennt, hat sein Leben verpennt

Mehr mint gibt's hier:

Lieber Arbeitgeber, sei bitte mehr wie Google. Es dankt, ein zukünftiger Vater

Diese Britin hat die Wünsche ihrer Hater erfüllt – es kam nicht gut 😱

Welcher WG-Typ bist du? Wenn du ein Chaot bist, musst du den Frühlingsputz alleine machen

Spielregal schon voll? Dann versuch es mal mit diesen 4 Winzlingen aus Japan

10 Lektionen, die ich in meinen Zwanzigern gelernt habe

«Eine Wohnung macht dich lazy» – warum Jonny seit zwei Monaten obdachlos lebt

Ausflüge für Gartenanbeter: Das sind die 7 schönsten Gärten der Schweiz

Bei diesen Bildern von Cottage-Gärten wollen wir alle gleich aufs Land ziehen

Für diese 11 Serien lohnt sich ein Abo bei Amazon Prime

Der durchgestylte und totgestaltete Mai 2018

Wenn du im Obstquiz nicht 7 Punkte holst, darfst du nie wieder in einen Apfel beissen!

Lieber zukünftiger fester Freund …

Weshalb lügen Kinder?

Diese Probleme kennen wir alle beim Einkaufen – in 10 Grafiken

Ja, diese Gummihandschuhe kosten 390 US-Dollar – aber hey, sie sind auch von Calvin Klein!

Hätten die Echo-Verantwortlichen doch diesen Film gesehen ...

Danke, es ist vorbei – du kannst jetzt aufhören, deinen Food zu fotografieren

11 Ideen, wie du mit wenig Aufwand den Frühling in deine Wohnung holst

präsentiert von

«Wie mache ich im Büro den ersten Schritt?»

Arme Lehrlinge! 11 Grafiken, die zeigen, was die LAP-Zeit für sie bereithält

«Mein Mitbewohner hat mein Bett mit dem Klo verwechselt» – 17 WG-Geschichten aus der Hölle

Alle reden über Farid Bang und Kollegah – das musst du jetzt über Battle-Rap wissen

Häng dir bloss keines dieser 5 Gemälde ins Zimmer – sie sind verflucht!

7 Fakten zu Sex während der Periode

Diese 7 Dokuserien darfst du auch bei schönem Wetter gucken

«Ich erkenne meine Kinder nicht» – die Frau, die Gesichter vergisst

«Sport kann gesunde Effekte haben, aber das geschieht eher zufällig»

«Symbol der Schande» – Kritik am Echo wird immer schärfer

Hier sind Hotels am teuersten (von den ersten drei Plätzen ist einer nicht in der Schweiz)

Wir haben (schon jetzt) den ekligsten Sommertrend 2018 gefunden: Fisch-Schlappen 

6 perfide Stilmittel, mit denen das Sprach-Genie Kollegah sich gerade wehrt

Beychella, Baby! Du hast das wohl beste Konzert unserer Generation verpasst

Liebe Menschheit: Bitte erfinde endlich diese total praktischen Dinge!

Deine Hemden müssen passen! Darum: Masskonfektion, Gentlemen

Diese 7 absolut pflegeleichten Balkonpflanzen bringst selbst DU nicht kaputt

Wenn Gollum Regie führt, wird's prrrecious. Andy Serkis und Andrew Garfield über «Breathe»

Wenn du im Liebesquiz nicht 7 Punkte holst, darfst du dich nie mehr verknallen!

Bei diesem Spiel kannst du betrügen soviel du willst – und keiner merkt es

Jeder Generation die eigene Revolution – 10 Filme über rebellische Teenager

9 kuriose Geschichten aus der Gamewelt, die jeder Zocker kennen sollte

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
18
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ramy 30.03.2017 08:51
    Highlight Ich bin durch meine Ausbildung (Informatik Lehre + Studium) sehr oft fast ausschliesslich von Männern umgeben, wenn die über ihre Ausscheidungen voreinander reden dürfen, warum sollte ich nicht einfach auch über die Mens reden dürfen v.a. auch mit einer Freundin, egal wenn die Männer es mitbekommen.

    Kommt vor dass wenn ein dummer (lustig gemeinter) Spruch kommt wegen "Hast du deine Tage?" ich antworte mit "Ne hoffentlich nicht, hatte sie erst" oder mit "Ja, nervt aber hei, weiss wieder dass ich nicht schwanger bin :D"
    2 0 Melden
  • Ramy 30.03.2017 08:48
    Highlight Einfach als wäre es das natürlichste auf der Welt darüber reden. Auch vor Männer. Umso normaler man das Thema behandelt, so normaler wird es auch von anderen behandelt werden.
    1 0 Melden
  • Selbstdenker97 29.03.2017 12:02
    Highlight Sie haben in vielen Dingen die sie im Artikel ansprechen recht. Das eine Frau wegen Ihrer Menstruation diskriminiert wird geht nicht egal ob bei Jugendlichen oder Erwachsenen.

    Das ich Blut das aus einer Körperöffnung tritt als eklig ansehe ist jedoch völlig natürlich und das sollte auch so sein denn gerade Blut kann sehr viele Krankheiten übertragen. Mir ist dabei egal woher das Blut stammt.

    Die meisten Frauen würden es doch auch als eklig empfinden wenn aus dem Penis Blut austreten würde.

    Deshalb muss ich auch keine Bilder mit Blutverschmierten Hosen sehen.
    6 3 Melden
    • Selbstdenker97 29.03.2017 12:37
      Highlight Ausserdem denke ich dass es kontraproduktiv ist gerade jungen Menschen zu vermitteln das es falsch ist sich davor zu Ekeln. Verstehen sie mich nicht falsch Diskriminierung deswegen, egal welcher Art gehört unterbunden.

      Aber eine natürliche Empfindung als krank darzustellen würde genau so verstörend wirken, wie das Diskriminieren junger Frauen auf Grund ihrer Menstruation.
      2 1 Melden
    • jennyz 30.03.2017 02:09
      Highlight Interessante Überlegungen, Selbstdenker97, danke. Dennoch widersprüchlich: Fänden Sie es denn tatsächlich auch eklig, wenn sich jemand in den Finger schneidet und blutet? Ja, durch Blut können tatsächlich Krankheiten übertragen werden und das sollte nicht verharmlost werden, dennoch bin ich nicht der Meinung, dass die natürlich Reaktion auf Blut natürlicherweise Ekel ist oder sein sollte. Müsste ich mich doch als Frau einmal monatlich vor mir selbst ekeln... da wäre dann die Diskriminierung nicht mehr weit.
      0 0 Melden
    • jennyz 30.03.2017 02:10
      Highlight Zudem geht es den Aktivistinnen ja nicht per se darum, «frei bluten» zu wollen (also ohne Tampons oder ähnlich), sondern sie benutzen das Blut als Mittel zum Zweck. Auch ich finde das nicht unbedingt immer geschmackvoll, aber wenn man nur so Aufsehen erregen kann ...
      0 0 Melden
  • Addi 29.03.2017 08:59
    Highlight Gehts noch? Es gibt Sachen, bei denen hat man noch ein Schamgefühl. So wie auf der Toilette. Oder leidet man jetzt schon unter Koprophilie? Vielleicht gibt es das entsprechende Wort auch für die Mens. Wenn Frau jetzt schon Bilder aus Mens-Blut malen muss. Wäre die freudige Erregung gleich groß, wenn sie sich einfach in den Finger geschnitten hätte? Oder ein verblutetes Pflaster aufs Bild geklebt hätte? Oder kommt die Beachtung doch nur daher, dass das Blut seinen Weg über ihre Vagina genommen hat?

    Ziemlich krank das Ganze!!
    3 4 Melden
    • jennyz 30.03.2017 02:18
      Highlight So schlimm? Findest du die Fotos von Jen Lewis kein bisschen schön? Oder bist du in erster Linie angeekelt vom Blut-Gemälde von Trump? Diese Künstlerin protestiert auch mit einem Blut-Gemälde gegen Trump (heftig, wenn du kein Blut sehen magst): http://www.cnn.com/2017/01/18/arts/protesting-trump-illma-gore-blood-mural/ / «Art will be art», denk ich mir da, solange niemand physischen «Schaden» davongetragen hat ...
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.03.2017 00:30
    Highlight Gute Sache.

    Eine Frage bleibt: Babys und ältere Menschen tragen ja Windeln - wäre es ok wenn diese ab und zu auch auf Windeln verzichten würden und die ihren Ausscheidungen Freiheit gewähren lassen? Oder wäre das daneben? Ist ja auch was natürliches und macht jeder Mensch. Egal ob Mann oder Frau.

    So könnte man beides enttabuisieren.
    11 8 Melden
  • lilie 27.03.2017 16:25
    Highlight Ich finde es sehr gut, dass die Mens immer mehr enttabuisiert wird. Ich bin wie die Autorin auch nicht begeistert davon, was uns hier Mami Natur eingebrockt, aber es ist nun mal so, und alle Frauen müssen sich damit rumschlagen (und die Männer natürlich irgendwie auch).

    Ich muss aber sagen, dass ich auch einige gute Erlebnisse hatte im Zusammenhang mit dem Thema. Als wir etwa 14 waren, hat ein Junge meiner Klasse ein Mädchen gefragt, was eigentlich ein Tampon ist. Wir sassen alle am Mittagstisch, und sie hat es ihm erklärt.

    Es war schön, weil es ganz normal war - so wie es sein sollte.
    68 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.03.2017 14:45
    Highlight Freue mich schon auf deinen Testbericht!
    11 2 Melden
  • malu 64 27.03.2017 11:46
    Highlight Es gibt den Spruch:
    Ein richtiger Pirat schwimmt auch über das rote Meer!
    19 45 Melden
    • Wehrli 27.03.2017 13:23
      Highlight Ein echter Pirat sticht auch in die rote See ...
      55 9 Melden
    • Tartaruga 27.03.2017 13:27
      Highlight Weiss nicht was der Spruch hier zu suchen hat. Falsch geschrieben wurde er auch noch.
      47 10 Melden
    • Daenerys Targaryen 27.03.2017 13:35
      Highlight Geht der nicht so: Ein richtiger Pirat sticht auch ins rote Meer?
      42 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.03.2017 14:42
      Highlight 😁
      42 5 Melden
    • The fine Laird 29.03.2017 09:05
      Highlight Ausnahmen bestätigen die Regel😁
      2 1 Melden
    • malu 64 30.03.2017 20:49
      Highlight Habe eine rote Nase! Aber bleibt die Regel auf einmal eine Ausnahme, erzeugt das Freude oder weniger!
      0 0 Melden

«Bin ich eine Mimose?» – das Leben als hochsensibler Mensch

Hochsensible Personen (HSP) nehmen innere und äussere Reize verstärkt wahr – ob sie das wollen oder nicht. Gerüche, Geräusche oder Gefühle können sie schnell überfordern. Wir haben mit Hochsensiblen und einer Expertin gesprochen und erfahren, wie sich das Leben am Rande der Reizüberflutung anfühlt.

«Ein leicht scheuerndes Wäschelabel im Pullover kann mich zum Wahnsinn treiben, genauso wie Socken mit zu engen Bündchen, zu eng anliegende Kleidung oder unangenehmes Material auf der Haut», beschreibt Jutta ihr körperliches Empfinden. Was soll daran speziell sein, mag man sich fragen. Es mag schliesslich niemand kratzige Stoffe oder einengende Kleidung. Juttas Empfinden ist aber noch in vielen anderen Aspekten empfindlicher als das der meisten Menschen.

«Das Geräusch der Klimaanlage und des …

Artikel lesen