Leben

Warum du «schwierig» und «gerne» aus deinem Wortschatz streichen solltest

Als Thema eher schwierig.

04.04.17, 10:09 05.04.17, 06:29

Jeder kennt diese Art von Absage, die einen kein Stück weiterbringt. Eine Idee sei «schwierig», der Vorschlag «leider schwierig», die Umsetzung des Raumkonzepts aufgrund der Betonwand im Eingangsbereich: «schwierig». Ende der Feedbackschleife. Aber was soll «schwierig» überhaupt bedeuten? Zeitaufwändig? Unmöglich durchführbar? Teuer?  

Laut Duden bedeutet schwierig:

«In besonderem Masse mit der Gefahr verbunden, dass man etwas falsch macht, und daher ein hohes Mass an Umsicht und Geschick erfordernd.»

So weit, so berechtigt. Wer möchte schon etwas falsch machen? Nur warum muss in der Welt der Erwachsenen jedes passende Adjektiv mit genau diesem nichtssagenden Negativfüllwort ersetzt werden?  

Hört auf mit solchen Mails:

Wieso nicht endlich aussprechen, dass der Entwurf für einen anderen Kunden gut geeignet, für die eigene Firma dann doch einen Tick zu extravagant war? Warum das Verhalten «schwierig» und nicht destruktiv nennen? Es hilft niemandem, sich mit Floskeln rauszuhalten, wenn es um wichtige Learnings geht. Zudem suggeriert das Wort immer diese gewisse Unehrlichkeit, ein «du kannst nicht in mich hineinsehen und wirst es niemals können».

Wieso nicht einfach:

Ganz lieber Gruss kann bleiben.

Eine Flucht vor der Verantwortung, die der Führungsebene zukommt. Das schafft Distanz, wo Ehrlichkeit gefordert wäre und löst keine Probleme, sondern verstellt sie zusätzlich. 

Wer als einzige Rückmeldung via Chat «schwierig» zu lesen bekommt, wird kaum am nächsten Tag aufstehen und voller Tatendrang an der Verbesserung sitzen. 

Wenn nett der kleine Bruder von scheisse – im unförmigen Anzug auf der Abschlussfeier.

Ähnlich verhält es sich mit dem random einsetzbaren Adjektiv «gern» beziehungsweise «gerne», dieses lässt sich besonders gut am Ende einer Mail beifügen:

«Gerne helfe ich Ihnen weiter» (als ob!), oder «gerne füge ich den Paragrafen hinzu» (bestimmt).

Hätte es nicht gereicht zu schreiben, dass man den Paragrafen hinzufügt? Wieso muss man noch einmal fest auf die Schleimtube drücken, während man unmotiviert im Büro sitzt? Höflichkeit als maximale Absicherung im unbegrenzten Leistungsstreben.    

Nennt mich österreichisch, aber ich kannte diese Art der Floskelsprache nicht, bevor ich in Deutschland begonnen habe zu arbeiten. Und in der Schweiz ist es noch schlimmer. Stets ist man darum bemüht, dem anderen auf gar keinen Fall auf die Füsse zu treten oder auch nur den kleinsten Konflikt auszutragen. Lieber sichert man sich schriftlich in der Mail mit einem Dutzend «sehr gerne», «jederzeit gerne nochmal» und «gerne auch morgen und nächste Woche» ab – fast so, als ob ansonsten eine Klage wegen Sittenwidrigkeit drohen würde.

Vielleicht ist der Kunde ja König – aber zum Teufel noch mal: Er nervt. 

Ein kleines bisschen ist die Vorsichtshaltung natürlich auch okay. Besser, als ständig «wenn's sein muss» oder «jo passt» in den Posteingang gerotzt zu bekommen. Muss man sich auch erst dran gewöhnen.  

Dem Kollegen oder Vorgesetzten zu vertrauen gehört meiner Meinung nach allerdings auch dazu, dass man kein unterwürfiger Arbeitnehmer und kein übervorsichtiger Chef ist.    

In dem Sinne: Schwieriges Thema, beim Kaffee gerne mehr. 

PS: Ihr dürft uns gerne auf Instagram folgen.

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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HAL9000 06.04.2017 10:24
    Highlight Interessant dazu:
    KV-Richtlinien wollen oder besser gesagt haben, Einleitungen mit "sehr geehrte/r" eigentlich abgeschaffen.
    Jetzt kommts; weil aber die meisten noch auf so altbackene Konservativromantik stehen soll man es ruhig weiterhin verwenden.
    Lol, na was denn nun?
    5 0 Melden
  • HAL9000 06.04.2017 10:21
    Highlight Es ist schon erstaunlich wie übertrieben wir mit diesen Höflichkeitsfloskeln umgehen.
    Dabei wäre aber eine direkte Aussage der Sache viel förderlicher und würde uns eher voranbringen.
    Diese Floskeln werde doch sowieso nicht ernst genommen und "gehören einfach zum guten Ton" (als ob...) Ich lese oftmals darüber hinweg, da ich mich aufs Wesentliche konzentriere.
    Ich persönlich verwende diese Floskeln sowieso nur zur verzierung, da seien wir mal ehrlich, alles andere bei den Meisten als Arrogant rüber kommt.
    3 0 Melden
  • Töfflifahrer 06.04.2017 06:43
    Highlight Wir sind eben keine Deutschen und drücken uns etwas netter und umgänglicher aus, und gehen auch davon aus, dass der andere dies versteht. Bei Nachfragen werden Schweizer dann eben deutlicher.
    Und das ist auch gut so!
    18 3 Melden
    • HAL9000 06.04.2017 10:21
      Highlight Wieso ist das gut so?
      2 6 Melden
  • Wehrli 05.04.2017 16:31
    Highlight Liebe Biance, dein Artikel war schwierig, gerne warte ich auf tiefsinnigers.
    Liebe Biance, dein Artikel war schrott, für Morgen erwarte ich etwas tiefsinnigers.
    30 2 Melden
    • Namenloses Elend 06.04.2017 09:00
      Highlight Ganz lieber Gruss hast du noch vergessen. ;-)
      6 0 Melden
  • Faceless_Man 05.04.2017 08:51
    Highlight Betreffend der gesellschaftlichen Umgangsform vertritt meine Wenigkeit generell die Ansicht, Bestehendes zu erhalten - solange es keiner Person Schaden zufügt. Den plötzlichen Drang, seit jeher verwendete, "überflüssige" Sprachfloskeln umgehend abzuschaffen, verstehe ich daher nicht ganz.
    Meinerseits interpretiere ich den Artikel eher als Aspekt der menschlichen Trägheit, sich den gängigen Umgangsformen anpassen zu müssen - und sei es nur bei simplen Wörtern wie "gerne" oder "schwierig".
    28 2 Melden
  • Hugeyun 04.04.2017 23:14
    Highlight Artikel über die deutsche Sprache, aber mitten im Text „[…] mit dem random einsetzbaren Adjektiv […]“. 😁 Läuft..!
    37 0 Melden
  • Matrixx 04.04.2017 18:24
    Highlight "Schwierig" ist das perfekte Wort in einer schnelllebigen Zeit. Auf die Frage "Wollen wir uns treffen?" reicht ein "Wird schwierig" vollkommen aus. Oder schreibt ihr lieber "Wird wohl nix. Muss noch dies und jenes tun und essen muss ich auch noch und dann... Und ausserdem mag ich dich eigentlich gar nicht und heute habe ich definitiv nicht die Nerven dazu, mir von dir auf den Sack gehen zu lassen."?
    76 3 Melden
  • P. Swiss 04.04.2017 18:02
    Highlight Der Abhandlung zu «schwierig» stimme ich zu. «Gerne» schreibe ich aber öfters. Ganz einfach weil – ja das ist die Wahrheit – es Aufträge gibt, die mir Freude machen und ich es auf ganz ehrlich GERNE mache. Und am liebsten morgen gleich wieder. Bitte, gerne.
    80 0 Melden
  • Likos 04.04.2017 17:55
    Highlight Gerne = Zu doof zum selber machen?
    Schwierig = Such dir dafür ein anderen Idioten.
    10 19 Melden
  • HeforShe 04.04.2017 17:45
    Highlight Ich halte es wie Billy Connolly: I'd rather have someone say to me 'Have a nice day!' and not mean it, than 'Fuck off!' and mean it.

    (Kein direktes Zitat!)
    43 3 Melden
  • Sundance Kid 04.04.2017 16:59
    Highlight Also dann bin ich wohl so ein "typischer Schweizer". Ich mag es, freundlich behandelt zu werden.
    Das wir immer darauf bedacht sind niemandem auf die Füsse zu treten ist schon eine ziemlich alte Leier. Aber warum sollten wir das ändern? Ernsthaft, weil die Zusammenarbeit mit einem Schweizer so unsäglich schwierig (kompliziert, nervig, am Ziel vorbei führend…) ist? Und da unsere schleimige, vorsichtige und gespielt freundlich Art ja nun kein Geheimnis mehr ist, könnte man ja lernen damit zu leben, anstatt es ändern zu wollen…
    65 9 Melden
  • bibaboo 04.04.2017 14:16
    Highlight Offtopic: Heisst es tatsächlich "also ob!"? Dachte immer man sagt "als ob!". Kann mich jemand aufklären?

    Zum Artikel: Was schadet denn ein wenig Anstand gegenüber den Mitmenschen? Bei "schwierig" stimme ich zu; wird wirklich immer mehr zur Floskel, um unangenehmen Erklärungen aus dem Weg zu gehen.
    29 1 Melden
    • Lina Selmani 04.04.2017 14:27
      Highlight Ich glaube, es heisst auch in Österreich nicht «also ob» (oder, Bianca? Haha). Ist geändert, danke für den Hinweis!
      16 1 Melden
    • bibaboo 04.04.2017 15:49
      Highlight Dankeschön Lina 😘
      2 1 Melden
    • Gohts? 04.04.2017 17:56
      Highlight @bibaboo: Bin Minimalist und setze auf "Wird überarbeitet.".

      Anstatt "Gerne werde ich es überarbeiten."

      Zeitverschwendung hat nichts mit Anstand zu tun.
      6 12 Melden
  • Bliespirat 04.04.2017 14:13
    Highlight Meine Meinung dazu: Besser Bitte und Mühe streichen. Mit Gerne bleibt man einfach höflich. Ohne könnte der Verdacht entstehen, man habe mit seinem Anliegen Mühe gemacht. Was ich hingegen schon vor Jahren aus meinem Wortschatz verbannt habe. Zumindest in Verbindung mit "ich" oder "wir". Ich bin lieber bestrebt, nur Versager haben sich bemüht. Außerdem dauerte es bei mir Monate, dass deutsche Bitte konsequent durch das österreichische Gerne zu ersetzen, nachdem ich das zum ersten Mal in diesem Kontext gehört hatte. Was könnte man auf Danke denn netteres erwidern als Gerne? Schwierig.
    29 3 Melden
  • Maett 04.04.2017 13:58
    Highlight "Schwierig" empfinde ich als Sammelbegriff, um nicht jedes Mal detailliert auszuführen weshalb etwas teurer, komplizierter, suboptimaler (etc.) ist, bevor ich weiss, ob es das Gegenüber überhaupt interessiert. Es ist schlichtweg eine Floskel, um die Absichten zu klären - so verschwendet man keine Zeit.

    Und "gerne" ist schlichtweg höflich. Kann deutsche Muttersprachler nicht leiden, die Deutsch auf dem Niveau eines Primarschülers sprechen und ein Empathieniveau auf Gefrierfachtemparatur besitzen.

    Aber jedem das Seine.
    89 1 Melden
  • Driver7 04.04.2017 13:57
    Highlight Liebe Bianca, ohne dir jetzt zu nahe zu treten, dein süffisanter Text ist jetzt eher suboptimal. Ich denke das es für gewisse Personenkreise schwierig sein wird, dein Gedankengang zu teilen. Bitte fasse das nicht als Kritik auf. Herzlichen Dank für deine tolle Arbeit
    50 1 Melden
  • Rendel 04.04.2017 12:45
    Highlight Das schlimmste find ich, wenn jemand andern sagt, was er tun sollte. Da bleib ich gern etwas schwierig. 😎
    71 6 Melden
  • Matthias Studer 04.04.2017 12:44
    Highlight Bei mir ist es so.

    Schwierig ist nicht unmöglich, aber aufwendig. Bereit mehr zu zahlen? Dann lass dich nicht abschrecken.

    Gerne bin ich bereit. Ja, ich habe schon geliefert. Meine Arbeit ist in diesem Fall erledigt. Sollte aber dennoch was unklar sein, oder was hinzugefügt werden muss, mache ich das.
    52 0 Melden
  • Olmabrotwurst 04.04.2017 12:25
    Highlight Skankhunt42
    8 10 Melden
  • ShadowSoul 04.04.2017 12:12
    Highlight Schon mal was von Anstand gehört? :) Wieso muss man jemanden verärgern, wenn es auch ohne verärgern/verletzten geht? :)
    90 8 Melden
  • sansibar 04.04.2017 12:03
    Highlight Im echten Leben keine ehrliche Meinung haben dürfen und schön mit dem Strom schwimmen, aber dann auf Facebook Hasskommentare schreiben... Wir haben verlernt, miteinander zu reden und, gegebenenfalls, auch mal "anständig" zu streiten!
    40 5 Melden
    • Bianca_Jankovska 04.04.2017 12:15
      Highlight Das kommt dabei raus, eventuell, ja.
      5 18 Melden
  • Luca Brasi 04.04.2017 11:44
    Highlight So österreichisch!

    ;p
    18 1 Melden
  • Azrag 04.04.2017 11:40
    Highlight Das hat meines Erachtens nichts mit Unterwürfigkeit, sondern mit Höflichkeit zu tun. Ich mag's nicht, wenn im Mailverkehr alle guten Sitten vergessen werden, nur weil man's nicht von Angesicht zu Angesicht sagt.
    106 6 Melden
  • maddoxxx 04.04.2017 11:20
    Highlight Interessanter Artikel. Gerade die Auseinandersetzung mit dem Wort "schwierig". Werde ich mal in Zukunft darauf achten. Gerade im technischen Bereich bei uns wird das teils inflationär benutzt, auch und gerade von unseren Chefs. Das als Selbstschutz zu sehen habe ich so noch nicht gesehen. Vielleicht lässt sich doch was ändern 🙂

    Ganz lieber Gruß
    20 3 Melden
  • The fine Laird 04.04.2017 11:09
    Highlight Im Restaurant finde ich auch immer amüsant wenn man sagt das Essen schmecke intressant😂
    37 2 Melden
    • RobinBayne 04.04.2017 18:37
      Highlight Oder "speziell"
      11 0 Melden
    • Yelina 04.04.2017 19:03
      Highlight Besser als "es schmeckt schwierig" 😂
      23 0 Melden
    • who cares? 06.04.2017 10:27
      Highlight "Ungewohnt"
      1 0 Melden
  • Walter Sahli 04.04.2017 10:48
    Highlight Frau Mayer, therapieren Sie Ihr Aufmerksamkeitsdefizit gefälligst mittels einer dafür ausgebildeten Fachperson und hören Sie auf, mich mit Ihrer Forderung, Ihrer Selbstdarstellung auf Instagram zu folgen, zu nerven! Alles klar?!

    Gut so?

    Oder doch lieber:

    Liebe Frau Mayer, besten Dank für Ihren Hinweis auf Ihren Instagram-Account. Leider ist es mir aus technischen und zeitlichen Gründen nicht möglich, mich auf diesem Weg mit Ihnen in Verbindung zu setzen. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und verbleibe mit freundlichen Grüssen. ?
    79 10 Melden
    • Lina Selmani 04.04.2017 11:05
      Highlight Lieber Herr Sahli

      Gerne weise ich Sie darauf hin, dass der Instagram-Hinweis nicht auf Frau Mayers Profil führt, sondern auf den mint-Instagram-Account. Sie dürfen diesen selbstverständlich ignorieren und müssen Frau Mayer deswegen keine Therapie vorschlagen.

      Danke auch für Ihr Verständnis und freundliche Grüsse zurück :)
      29 37 Melden
    • Walter Sahli 04.04.2017 11:18
      Highlight Ach Frau Selmani, es ging mir doch gar nicht um den Account, sondern darum, dass es doch viel angenehmer ist, wenn man Konversation mit Höflichkeitsfloskeln gespickt betreibt, als einander die ungefilterte Wahrheit, die es sowieso nicht gibt und die nur die eigene Meinung/Haltung widerspiegelt ins Gesicht schmeisst.
      Ich habe geschäftlich immer mal wieder mit Leuten zu tun, die auf Floskeln verzichten und mir ihre Wahrheit unverblümt mitteilen. Ich fühle mich dann nicht selten angegriffen und es versaut mir meistens den Tag.
      115 5 Melden
    • rauchzeichen 04.04.2017 11:53
      Highlight och sie vertragen die ehrlichkeit ihrer mitmenschen nicht. ja da reden wir doch besser weiterhin höflich und verschlüsselt, generieren missverständnisse und mehraufwand. nicht dass noch ihre gefühle verletzt werden. benutzen sie weiterhin ihre floskeln, aber lassen sie uns andere so schreiben wie wir wollen. meiner meinung nach ist direkte ounverblümte kommunikation der beste weg zu gutem zusammenleben/arbeiten.
      15 71 Melden
    • Bianca_Jankovska 04.04.2017 12:17
      Highlight Was ich nicht verstehe: Was hat der Hinweis auf einen Insta-Account (unabhängig davon, ob es jetzt meiner oder ein anderer ist), dem man freiwillig folgen kann, mit der Notwendigkeit einer Therapie zu tun? Das spiegelt doch auch schon wieder gewisse Vorurteile wieder, a la: "Social Media ist nur was für Narzissten" pipapo wäre ein neuer Text.
      8 59 Melden
    • The Destiny 04.04.2017 12:22
      Highlight Alles was man braucht ist gut oder ungut.

      #Troll
      1 10 Melden
    • Walter Sahli 04.04.2017 12:28
      Highlight Noch weniger Ahnung von Rechtschreibung als ich, zu faul, um den eigenen Kommentar vor dem Abschicken durchzulesen und zu doof, um einfache Texte zu verstehen und intpretieren zu können, aber immer schön die Fresse aufreissen - das sind mir die Liebsten!

      40 3 Melden
    • Walter Sahli 04.04.2017 12:35
      Highlight Frau Mayer, das ist absolut so. Ich wollte mit diesem Beispiel ja genau die Subjektivität der sog. Ehrlichkeit zeigen, die Sie, so wie ich Ihren Artikel verstanden habe, propagieren. Offenbar war's ein schlechtes Beispiel...Sorry!
      40 1 Melden
    • Schne 04.04.2017 13:14
      Highlight Wenn einer seine Arbeit nicht gerne macht, so ist das doch nicht mein Problem, sondern seins. Dann soll die Person ehrlich zu sich selbst sein und was anderes machen oder wenigstens im Umgang mit unbeteiligten auf Höflichkeitsfloskeln zurückgreifen. Andere mit der eigenen Unzufriedenheit belästigen und dabei Dankbarkeit erwarten, weil man ja 'ehrlich' ist.. gehts noch?
      20 0 Melden
    • rauchzeichen 04.04.2017 14:00
      Highlight Ach Walter, mir doofheit vorzuwerfen ist ja n wunderschöner intelligenzbeweis ihrerseits. wenn es für sie angenehmer ist in floskeln zu sprechen sollen sie das ja auch tun können. aber dann will ich auch ohne floskeln sprechen dürfen. ich halte die langwierigkeit ihrer konversation aus, und sie ertragen, dass ich ab und zu tacheles rede. find ich nur fair oder?
      4 19 Melden
    • Walter Sahli 04.04.2017 14:39
      Highlight Der Vorwurf der Doofheit resultiert aus Ihrer Aussage "...aber lassen sie uns andere so schreiben wie wir wollen", als hätte ich irgendwo ein Verbot gefordert. Da Sie das implizieren, haben Sie meinen einfachen Text offenbar nicht verstanden und so habe ich, Ihrem Wunsch entsprechend, Tacheles mit Ihnen gesprochen. Ich gehe davon aus, dass Sie das zu schätzen wissen und dass Sie sich bewusst sind, dass so wie man in den Wald hineinruft, es herausschallt.
      Meinerseits bevorzuge ich nach wie vor die, vielleicht manchmal übertriebene und umständliche, Höflichkeitsform. Jeder wie ihm beliebt.



      26 1 Melden
    • rauchzeichen 04.04.2017 15:17
      Highlight
      verbot haben sie keins gefordert. meine reaktion folgt auf;

      dass es doch viel angenehmer ist, wenn man Konversation mit Höflichkeitsfloskeln gespickt betreibt, als einander die ungefilterte Wahrheit, die es sowieso nicht gibt und die nur die eigene Meinung/Haltung widerspiegelt ins Gesicht schmeisst.

      ich bin sehr interessiert an der meinung meines gegenübers, sie vermutlich eigentlich auch..

      auf ihren vorwurf der doofheit wollt ich nur reagieren. eigentlich sind wir uns ja einig dass jeder den umständen entsprechend reden kann wie ihm der schnabel gewachsen ist.
      3 4 Melden
  • Bärbel 04.04.2017 10:47
    Highlight Ich BIN Österreicherin und dachte immer, ich bin schräg, weil ich nach 17 Jahren noch immer Mühe habe mit der Art der deutschschweizen Kommunikation!
    15 26 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 04.04.2017 12:09
      Highlight In der Schweiz wird es gerne gesehen, wenn jemand eine braune Zunge hat. Das ist geradezu traditionell verankert. Das stört mich auch, obschon ich hier aufgewachsen bin. Ich nenne die Dinge immer beim Namen. Da stösst man zwar hin und wieder jemanden vor den Kopf, aber ich mag es, Leute aus ihrem Alltagstrott zu holen und sie zum Denken anzuregen.
      13 63 Melden
    • Bianca_Jankovska 04.04.2017 12:17
      Highlight Danke dafür Bärbel!
      5 34 Melden
    • Charlie Brown 04.04.2017 12:50
      Highlight @Silent Speaker: Wer eine braune Zunge mit Kinderstube verwechselt hat wahrscheinlich beides nicht.
      43 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 04.04.2017 13:06
      Highlight "deutschschweizen Kommunikation"

      q.e.d. :-)
      24 2 Melden
    • Barracuda 04.04.2017 18:32
      Highlight Nein, Bärbel, die Bianca ist auch schräg. Aber warum wir wegen euch auf eine höfliche Wortwahl verzichten sollen, wie es in der Schweiz Usus ist, habe ich immer noch nicht verstanden. Ich bleibe gerne beim "gerne" und ganz ohne "schwierig" wäre auch schwierig.
      23 0 Melden
    • Bärbel 07.04.2017 07:03
      Highlight Barracuda, für mich ist das nicht höflich, sondern oberflächlich. Denn Höflichkeit ist Aufmerksamkeit - und damit punktet Herr und Frau Schweizer mit solchen, ständig lapidar verwendeten Adjektive nicht.
      0 2 Melden
  • Lady Shorley 04.04.2017 10:36
    Highlight Das "Gerne" soll dem Kunden das Gefühl geben, dass wir uns freuen, für ihn arbeiten zu dürfen, und aus meiner Sicht ist das auch richtig so.
    Es kann ihm schliesslich piepegal sein, ob ich motiviert im Büro sitze oder nicht. Fakt ist, er bezahlt meine Arbeit und somit meinen Lohn, also gebe ich ihm das Gefühl, dass ich mich mit Vergnügen für ihn einsetze.
    Zudem: meistens ist das sogar wirklich so, ich mag meine Arbeit nämlich!
    124 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 04.04.2017 12:12
      Highlight Ehrlich gesagt, was mich an den Schweizern am meisten nervt, ist, wenn ich solche stupiden Floskeln wie "Chömed Sie verbii, mir freued eus uf Sie." lesen oder hören muss. Ehrlich gesagt interessiert es mich nicht, ob sich ein anderer, mir mehr oder minder fremder Mensch freut, ob ich vorbei komme oder nicht.
      7 82 Melden
    • tschoo 04.04.2017 12:58
      Highlight @Silent Speaker
      Naja wenn dein Hauptproblem mit uns unsere (teils aufgesetzte) Freundlichkeit ist, sind wir ja ziemlich gut dran.

      Wünsche dir noch einen Nachmittag. (Besser?)
      40 0 Melden
    • Lady Shorley 04.04.2017 14:40
      Highlight @silent speaker: Werbung funktioniert halt nun mal so! :-) Mit "Lassen Sie uns in Ruhe und kommen Sie ja nicht vorbei" gewinnt man keine Kunden.

      30 0 Melden
    • nickname_not_available 04.04.2017 18:10
      Highlight @Silent Speaker: Inwiefern sollte dies eine schweizerische Floskel sein? Auf English sagt man einem Kunden auch 'I am looking forward to meet you' oder so ähnlich. Hauptsach man kann sich über etwas 'schweizerisches' aufregen (was ich persönlich ziemlich schweizerisch finde).
      25 0 Melden
    • robben 04.04.2017 18:52
      Highlight wünsche dir noch einen nachmittag! hahahahaha! 😂
      21 1 Melden
  • Yann 04.04.2017 10:27
    Highlight nö, bin eigentlich ganz zufrieden mit meinen Floskeln, danke.
    90 5 Melden
    • Bianca_Jankovska 04.04.2017 12:18
      Highlight Auch okay dann.
      10 17 Melden
    • Yann 04.04.2017 21:21
      Highlight Wenn doch nur alle Meinungsverschiedenheiten auf der Welt so gelöst werden könnten...
      8 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 04.04.2017 10:21
    Highlight Das "gerne" verwende ich ausschliesslich und offensichtlich ironisch.
    18 20 Melden
    • nickname_not_available 04.04.2017 10:58
      Highlight Du bist ja ganz ein Schwieriger!
      91 1 Melden
    • Bianca_Jankovska 04.04.2017 12:18
      Highlight Inzwischen verstehe ich "gerne" auch nur noch ironisch.
      9 25 Melden
    • robben 04.04.2017 18:54
      Highlight jedenfalls ist es kein adjektiv, sondern ein adverb. das könnte man allenfalls auch gerne korrigieren...
      10 0 Melden
    • Trouble 04.04.2017 20:54
      Highlight Weshalb denn nur ironisch? Macht ihr nichts gerne? Könnt ihr euch nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die gewisse Dinge gerne erledigen? Dann habt ihr aber ein tristes Leben. Ihr tut mir beinahe ein wenig leid.
      19 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 04.04.2017 10:15
    Highlight Gerne verzichte ich in Zukunft darauf,
    aber das könnte schwierig werden.

    (ohh..)
    148 2 Melden
    • Emma1985 04.04.2017 14:54
      Highlight hahaha
      4 0 Melden

Bitte lächeln!

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