Leben
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Neue SRF-Web-Serie: Hilfe, was bin ich? Frau, Mann, beides, viel mehr, alles oder nichts?

Transmann Fynn erzählt seine Geschichte ab dem 8. April in «Kreuz & Queer». Bild: srf

Statt «SRF bi de Lüt» gibt's jetzt «Kreuz & Queer». Die Web-Serie rund um alles, was mit Geschlecht und Identität zu tun hat.

03.04.17, 17:30 04.04.17, 20:32


Als ich jung war, so um 1990, da war die Welt total einfach. Die Menschen waren hetero-, homo- oder höchstens bisexuell. Und es gab ganz wenige Männer, die sich entweder als Frauen verkleideten oder sich «zu Frauen umoperieren» liessen.

Die «Schweizer Illustrierte» schrieb damals gerne darüber, wie unglücklich sich die «Transsexuellen» im «falschen Körper» gefühlt hatten, aber dass es ihnen im neuen auch nicht besser gehe.

Und dann hatte ich mein Coming-Out. Aber auch ein paar «Rückfälle». Ich fragte mich: Bin ich jetzt so richtig bi oder lesbisch mit heterosexuellen Phasen? Ist da noch irgendetwas fix und sicher? Und wieso frag ich mich das überhaupt? Alles wurde sehr kompliziert. Und garantiert wärs vielen Leuten lieber gewesen, wenn ich meine Fragen nicht auch noch laut gestellt hätte.

Hinter der glamourösen Kunstfigur Milky Diamond verbirgt sich ein Mann, dessen Identität immer neue Kostümierungen sucht. Er eröffnet «Kreuz & Queer». Bild: srf

Aber sag das mal einem jungen Menschen! Der junge Mensch ist ja noch in allem auf der Suche und will ständig darüber reden: Was will ich mal werden? Will ich Familie oder nicht? Wer bin ich und weshalb? Wen liebe ich und wieso? Und liebe ich eigentlich mich selbst? Wenn nein, wieso nicht? Wie könnte ich mich mehr lieben? Wo ist mir am wohlsten?

Und schon sitzt man mitten in den Baustellen seiner Identitätsbildung. Es ist eine fragile Zeit. Und eine sensible.

Umso erfreulicher ist deshalb «Kreuz & Queer», eine Koproduktion von SRF mit «Vice». Das Web-Video-Format, das am 3. April gestartet ist, zeigt junge Menschen, deren Geschlechteridentität «queer» ist, also nicht festgeschrieben, ein riesiges, vieles umfassendes Experiment. Es umfasst alle Schattierungen sexueller Identität abseits der klassischen Feld-Wald-und-Wiesen-Heteronormativität.

Lou ist rasend attraktiv! Leider hat uns SRF nur dieses lausige Bild zur Verfügung gestellt (Lou ist ab dem 6. April zu sehen). bild: srf

Weil das Schweizer Fernsehen weder von Jugend noch von Sexualitäten, die nicht direkt «bi de Lüt» sind, wirklich eine Ahnung hat, ist die inhaltliche und produktionstechnische Verantwortung an das Online-Magazin «Vice» ausgelagert worden. Finanziert wird «Kreuz & Queer» gemeinsam. Und was kommt dabei heraus? Wir begegnen jungen Menschen aus der Schweiz, die sich selbst eine glückliche neue Normalität und – ganz wichtig – eine Community geschaffen haben.

Es sind Menschen, die für sich und andere aus einer grundsätzlichen Verunsicherung eine neue Sicherheit schufen. Die Message von «Kreuz & Queer» ist extrem positiv.

Milky Diamond, Lou und Fynn, den dreien, die in der ersten Aprilwoche gezeigt werden, ist es wohl mit sich und der Kamera. Drag-Artist Milky Diamond ist ein Fetischist der glitzrigen Oberfläche. Lou, will sich weder für eine männliche noch für eine weibliche Identität entscheiden müssen, ist brutal reflektiert und theoretisch versiert und akzeptiert Ausschliesslichkeit in keinem Fall. Lou hätte Mühe, mit einer Frau zu schlafen, die sich «nur» als Lesbe definiert. Und Transmann Fynn ist am glücklichsten, wenn die Welt in ihm einen jungen Mann sieht. Er liebt das Wort «er» viel mehr als «sie», sagt er. 

Unerschrocken, androgyn, verliebt in eine Ex-Miss: Die «Kreuz & Queer»-Folge mit Tamy Glauser gibt es ab dem 12. April. Bild: srf

Leider ist in jeder Folge auch noch Moderator Florian Sonderegger zugegen. Weiss der Mann, worum es hier geht? Fühlt er es? Zu vieles klingt auswendig gelernt. Engagement und Empathie drücken sich anders aus. Aber vielleicht muss das so sein. Vielleicht ist das Konzept. Dieser von allen Zweifeln unbeleckte (okay, das ist eine böööse Unterstellung!) Hetero-Blick auf die schillernden Mikroparadiese der andern.

«Kreuz & Queer»: 25 Episoden à ca. 5 Minuten, zu sehen auf der Online-Seite von SRF Virus, auf der Youtube-Seite von SRF Virus oder bei Vice. Eine zweite Staffel ist für den Herbst geplant.

Folge 1 von «Kreuz & Queer»

Video: YouTube/SRF Virus

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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78
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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fourtwenty 07.04.2017 11:45
    Highlight Was haben die Twin Towers mit dem Geschlecht gemeinsam?
    Früher gab es mal zwei davon, heute handelt es sich um heikle Themen.
    5 2 Melden
  • Nguruh 06.04.2017 11:34
    Highlight Nachdem ich alle Kommentare hier durchgelesen habe...

    Was ist mit den Leuten die sich weiss fühlen, aber schwarz geboren wurden? Oder umgekehrt?
    4 0 Melden
  • bimchen 06.04.2017 09:54
    Highlight Puh krass anhand der kommentare hier im forum (einige sind wirklich seeehr naiv und altmodisch;) merkt man das die welt sich immernoch nicht genug oeffnet fuer neue lebensweisen und ein anderssein nicht akzeptieren will/kann:( deshalb soll die serie informativ darauf aufmerksam machen, thats all! Akzeptanz heisst nicht dafuer oder dagegen zu sein-aber jedem seine art und lebensweise zu tollerieren. warum muss ein mensch immer kategorisiert werden nach seiner sexualitaet-schwachsinn;)!!!
    6 1 Melden
  • David Höchi 05.04.2017 19:20
    Highlight Es hat sich so vieles geändert in dieser Welt. So darf sich auch Tämy Glausser vo Stettlen frei fühlen, machen und geniessen was sie will.
    3 1 Melden
  • sevenmills 04.04.2017 22:23
    Highlight Ich weiss nicht... Jedem das Seine. Aber irgendwie ist dieses Thema für mich so abstrakt und weit weg. Ich bin weder konservativ aufgewachsen, noch habe ich einen kleinen Kollegenkreis oder wohne auf dem Land. Aber ich kenne genau eine homosexuelle Person, von "noch abenteurlicherem" ganz zu schweigen. Von dem her ist dies für mich auch kein Thema, über das ich mir jemals Gedanken gemacht hab, geschweigedenn überhaupt einen Gedanken daran gegeben habe, dass es überhaupt andere Geschlechter oder Sexualitäten geben könnte... Hab Mühe damit, aber urteilen tu und darf ich nicht. Jedem das Seine.
    25 1 Melden
  • Dinolino 04.04.2017 12:50
    Highlight Männlich/weiblich wird einem bei der Geburt mitgegeben. Menstruation oder Bartwuchs sind dann per Definition der Natur vorprogrammiert. Ich behaupte, erst mit der Selbsterkenntnis entscheidet man sich dann für das eine oder andere. Ist halt typisch Mensch; alles muss dem eigenen Willen angepasst werden können. Unsere Gesellschaft ist soweit fortgeschritten, dass man sich eine solche Diskussion überhaupt leisten kann. Ist doch cool....mehr Akzeptanz einfordern und geben!
    26 22 Melden
  • Effersone 04.04.2017 11:54
    Highlight Ganz ehrlich, ich kann mit diesem Gender*-Wahn* nichts anfangen. Eventuell bin ich mit 25 Jahren schon zu alt für diese Bewegung, und ich werde mir das auch nicht ansehen.
    Wem es jedoch nützt oder wer sich dann verstanden fühlt, wieso nicht. Bin trotzdem der Meinung, dass wen jemand Probleme mit seiner Sexualität hat, ein Gespräch mit einem Psychologen zielführender wäre als so eine Webserie anzugucken...
    45 55 Melden
    • Asmodeus 04.04.2017 12:31
      Highlight Ich bin 35 und nicht zu alt für diese "Bewegung" da ich mich, im Gegensatz zu Dir, ernsthaft mit dem Thema ausseinander gesetzt habe und auch den Unterschied zwischen Geschlecht und Sexualität kenne.

      Und die Webserie dient eher dazu Leuten das Ganze zu erklären die eben, wie Du, keine Ahnung von der Thematik haben.
      45 32 Melden
    • dracului 04.04.2017 14:09
      Highlight Nicht zu alt, einfach zu ungebildet? Hier ein paar Facetten des Geschlechtsspektrums: Es gibt ein bIologisches Geschlecht (Was der Doktor bei Geburt bestimmt), Geschlechtsidentität (Wie man sich innen fühlt), den Ausdruck der Geschlechtlichkeit (Wie man sich gegenüber anderen darstellt), die Geschlechtervorstellung (Wie die Welt dich sieht) und mindestens noch die sexuelle Orientierung (Wen man mag). Lasst uns damit beginnen, dass wir alle etwas weltoffener sind, bevor wir Unbekanntes vorschnell zum Psychologen schicken!
      45 41 Melden
    • Effersone 04.04.2017 15:07
      Highlight Ehm okei... ich wollte niemandem auf die Füsse treten, sondern nur meine Meinung zum Thema darlegen. Bitte entschuldigt mir, dass ich nicht die gleiche Meinung wie ihr zu diesem Thema habe, es tut mir wirklich Leid! Ich ungebildeter Pflotsch.
      35 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 04.04.2017 10:15
    Highlight Die Leute hier drin sind Shizophren.

    "Mimimi. Ich akzeptiere alle aber man soll es mir nicht aufdrängen.."

    Lustigerweise sind das aber dieselben die dann rumnölen "WAS? DIE FRAU WURDE MIT NEM PENIS GEBOREN? DAS MUSS SIE MIR DOCH SAGEN!!11elf"
    31 28 Melden
    • opwulf 04.04.2017 10:49
      Highlight Ich denke dies ist so ziemlich normal und dies wirst du in anderen Themen auch nicht mögen! Get over it! Wir sollten Leuten ihre Entscheidungen im Leben lassen - jeder Mensch, egal was er sein möchte oder wie er sich fühlt, sollte dem entsprechend leben! Nun ist es aber so dass viele Leute eine Safe Zone haben & sich belästigt fühlen wenn etwas zu stark zur Schau gestellt oder eine Meinung aufgedrängt wird! Bei dieser Sendung jedoch empfinde ich es nicht aufdrengend, sondern informativ - gerade in einer Solidargesellschaft & es tut uns allen gut unsere Empathie für einander zu fördern!
      16 7 Melden
    • ihrhänddochdeschussnödghört 04.04.2017 11:46
      Highlight Eine Frau welche mit einem Penis geboren wurde nennt man gemeinhin "Mann"
      37 35 Melden
  • St0771 04.04.2017 09:50
    Highlight ...dass irgendetwas zwischen mir und der Gesprächsperson steht, was vielleicht negativ aufgenommen werden könnte. Darum konnte ich mich erst wirklich auf eine Freundschaft einlassen, wenn dieses Thema abgehandelt wurde. Denn sonst ist die Unsicherheit gross, dass die andere Person dies und damit mich nicht völlig akzeptieren kann.
    Bevor auch diese Einschränkung keine mehr ist, braucht es Zeit. Man muss mit diesem offenen, neuen Lebensstil zuerst klar kommen und Selbstbewusstsein gewinnen.
    Darum ist es mega wichtig , offen über solche Themen zu sprechen und Fragen stellen zu können!
    25 5 Melden
  • St0771 04.04.2017 09:44
    Highlight Viele sprechen hier davon, dass sie das völlig akzeptieren, es sie jedoch nervt, dass einem dieses Thema so ins Gesicht gedrückt wird... Verständlich, denn das Thema ist momentan omnipräsent.
    Aus eigener Erfahrung muss ich jedoch sagen, dass dies nicht zu verurteilen ist.
    ein ganzes Leben lang lebt man im 'normalen' Rahmen und trotz eines sehr toleranten Umfelds wird einem meist das Mann/Frau/heiraten/Kinder kriegen mitgegeben und wenn man dem nicht entspricht, versteckt man sich. Der Schritt zum Outing ist gross; und wenn man mit fremden Personen spricht, hat man häufig das Gefühl,...
    27 7 Melden
    • ihrhänddochdeschussnödghört 04.04.2017 11:47
      Highlight Müssen sich Singles und kinderlose nun auch "outen" trotz toleranten Umfelds? come on...
      7 25 Melden
  • Macke 04.04.2017 09:22
    Highlight Ich finde es wichtig, dass dazu eine Serie gemacht wird. Nichtsdestotrotz habe ich mit dem Begriff "Queer" meine liebe Mühe, weil es ein Sammelbegriff ist. Ein bisexueller Mann, der in einer monogamen Heterobeziehung lebt, wird mit anderen Vorurteilen konfrontiert sein als eine lesbische Frau in einer monogamen Beziehung etc. Auch setzt der Begriff auf einer individuellen Ebene an (ich fühle mich..., also bin ich). Dadurch wird verkannt, dass Vorurteile/Diskriminierung auf der biologischen Ebene beginnen, z. B. Frauen = hysterisch während Mens.
    8 6 Melden
  • Dewar 04.04.2017 08:19
    Highlight Gewisse Leute haben nichtmal begriffen, dass sexuelle Orientierung per se nichts mit Genderidentität zu tun hat. Das Eine betrifft das Geschlecht des Partners, das Andere das eigene. Deswegen erübrigt sich die Diskussion, ob solche Sendungen nötig sind. Schaut sie euch doch an, die meisten werden wohl etwas dazulernen. Und wer's nicht sehen will, soll sich doch bitte wenigstens nicht darüber aufregen und sich verletzende und peinlich uninformierte Kommentare (à la "sollen doch schauen, was sie da unten haben") verkneifen. Merci, allen einen wunderbaren Tag.
    31 9 Melden
  • Genital Motors 04.04.2017 08:04
    Highlight Humor ist wenn man trotzdem lacht. ! :-)
    12 4 Melden
  • Henzo 03.04.2017 22:41
    Highlight Das thema wird schon einige jahre in englisch sprachigen foren und meme-pages diskutiert. Ich frage mich ob das in der schweiz wirklich ein so drängendes thema ist oder ob man sich da einfach ein bisschen im internet inspirieren lässt um diesen "trend" auch in die schweiz zu bringen.
    Mir eigentlich völlig egal als was sich leute fühlen oder was sie zuhause in den 4 wänden machen ...so lange sie niemandem schaden machen oder mir im ausgang an den arsch fassen, sollen die machen was sie wollen. Dies aber bitte ohne geltungssucht. Ich erzähl auch nicht jedem, dass ich ein hetero mann bin.
    50 28 Melden
    • A7-903 04.04.2017 01:09
      Highlight Hast offenbar glück mit familie. Bei meiner kommt das thema immer wieder auf und dann hört man ständig bitterböse kommentare à "die sind doch krank im kopf" und wenn man dann etwas "leben und leben lassen" anmerkt geht die hölle los. Meist hält man dann die schnauze und denkt sich was für idioten doch in der verwandtschaft sind.

      Zum glück kann ich mir meinen freundeskreis aussuchen, da gibts sowas nicht.
      53 10 Melden
    • Henzo 04.04.2017 03:24
      Highlight Bei uns interessierts niemanden. Gibt viel wichtigeres mit dem man sich beschäftigen kann. Meine cousine ist lesbisch und bringt ihre freundin an' familientreff. Ich bin weder dafür noch dagegen. Ich mag meine cousine so wie sie ist: egal ob mit freund, freundin oder ganz alleine.
      Geht mich nichts an was sie mag und was nicht. Was ich nicht mag ist wenn jemand seine orientierung ungefragt jedem sofort um die ohren hauen muss. War im studium so... Schwul sein war anscheinend extrem cool und gab jede menge aufmerksamkeit. Hab attention whoring noch nie gemocht, egal in welchem zusammenhang.
      42 9 Melden
    • Fabio74 04.04.2017 06:34
      Highlight Offensichtlich scheinst einProblem zu haben. So wie du alles ausbreitest. So von wegen attention whoring, mag auch n7cht jede/r wissen dass du Hetero bist
      8 45 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Burdleferin 03.04.2017 21:38
    Highlight Dieses Thema ist vielleicht aufrührerisch, aber alles andere als interessant. Der Hype darum ist viel zu gross.
    51 39 Melden
    • tho77 03.04.2017 22:54
      Highlight Der "Hype" um dieses Thema kann nicht gross genug sein. Wenn es dann tatsächlich mal nicht mehr interessant ist, ist das Ziel erreicht. Ich fürchte jedoch das dauert noch lange. Die wichtigste Frage bei der Geburt eines Kindes ist ja bis heute immer noch dieselbe: ischs e Bueb oder es Meitschi?
      32 43 Melden
    • OkeyKeny 03.04.2017 23:51
      Highlight Ich wäre auch glücklich, würde mich alles im TV interessieren. Ein Glück, werde ich nicht gezwungen, mir alles anzusehen. Zudem finde ich es wichtig, dass über dieses Thema gesprochen wird. Ich denke, dass es weit mehr Menschen betrifft, als dass man vielleicht denken würde.
      27 10 Melden
  • Robyn Lang 03.04.2017 21:03
    Highlight Auch wenn es mich riesig freut, dass das Thema endlich anklang findet, wäre es super, wenn ihr wenigstens die richtigen Pronomen für die Menschen nutzt - Fynn ist ein Transmann und möchte als Mann gesehen und angesprochen werden - er ist keine "sie", die lieber "er" mag, sondern einfach nur ein "er".
    44 26 Melden
    • Ratchet 03.04.2017 21:57
      Highlight Übertreibs!
      Nur weil aus Sicht des Farbenblindes die Gurke nicht grün sondern rot ist, muss die Allgemeinheit noch lange nicht diese Wahrnehmung als die "Richtige" übernehmen, selbst wenn es der Wunsch des Farbenblindes ist.
      Wir würden uns erstens nur selbst belügen und zweitens niemand würde mehr, was unter rot und grün zu verstehen ist, was schon heute für Probleme sorgt.
      46 48 Melden
    • OkeyKeny 03.04.2017 23:45
      Highlight @Bluetooth - er statt sie zu sagen, ist auch u huere schwer, gell? Übertreibs du nicht, dein Beispiel ist für die Mülltonne.
      33 19 Melden
    • Ms. Song 04.04.2017 10:55
      Highlight @Bluetooth sorry, aber der Vergleich ist despektierlich. 1. Wenn ein Farbenblinder eine Gurke rot sieht, dann ist das eine Realität und die Gurke ist in dem Fall rot. Eine Lüge wäre es, wenn er die Gurke grün sieht, aber behauptet, dass sie rot sei. Wenn Du eine Gurke grün sieht und ich sei rot, wer hat dann Recht? Beide. Bei einem Transmann handelt es sich um einen Mann, der in einem weiblichen Körper steckt. Das ist keine Frage der Wahrnehmung, sondern einfach ein Fakt. Willst Du über den Körper, oder über die Person sprechen? Wenn du über die Person sprichst, dann ist es ein Mann.
      8 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • thekid 03.04.2017 20:27
    Highlight Ich finde dieses Thema extrem interessant und denke auch dass es manchen sehr weiterhelfen wird. Nur finde ich schade dass so ein Thema immer noch in gewissen Menschen Abscheu auslöst. Dabei wäre es so einfach: Man toleriert alle Menschen, so wie sie sind. Solange niemand zu Schaden kommt ist alles gut.
    Wenn jemand Trans ist, wieso fühlen sich andere Menschen angegriffen. Es betrifft Sie ja nicht. Let people be people, alright?
    68 15 Melden
    • Alnothur 04.04.2017 00:21
      Highlight Leute fühlen sich nicht angegriffen, wenn jemand "trans" ist. Leute fühlen sich angegriffen, wenn ihnen das Thema die ganze Zeit ins Gesicht gedrückt wird; und ja, das geschieht halt, manchmal direkt, manchmal nur gefühlt.

      Ich - ich fühle mich nicht angegriffen. Ich fühle mich höchstens genervt, bis zu leichtem Fremdschämen, wenn gewisse "Betroffene" eins auf Schneeflocke machen, und das gefühlte Unverständnis der anderen 7 Milliarden Menschen für ihre ganze Lebensmisere verantwortlich machen. Gibt's zum Glück selten genug.
      27 29 Melden
    • Asmodeus 04.04.2017 07:51
      Highlight Ach Du armes Schneeflöckchen, fühlst Dich von Transmenschen gestört. Du tust uns aber leid.
      24 21 Melden
    • ihrhänddochdeschussnödghört 04.04.2017 11:50
      Highlight @Asmodeus: "Snowflakes"... wurden doch eher für alle die Sonderbehandlungsbedürftigen erfunden dieser Begriff, nicht?
      5 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • PhilippS 03.04.2017 20:02
    Highlight Hier fragen einige ernsthaft (?!) ob diese Serie mit Gebühren (mit-)finanziert werden darf?!?! Solange es Leute gibt, die diese Frage nur denken gibts nur eine Antwort -JA!!!
    77 33 Melden
    • Menel 04.04.2017 07:18
      Highlight Vor allem betrifft es Menschen aus unserer Gesellschaft. Für sie ist das ein grosses Thema. Darum finde ich es sogar sehr gut, dass es für diesen Teil unserer Gesellschaft ein mediales Fenster gibt. Oder wollen wir nur TV für die breite Mehrheit? Das findet man aber schon zu genüge bei den Privatsendern...
      14 7 Melden
    • ihrhänddochdeschussnödghört 04.04.2017 11:51
      Highlight Ja wieso soll sich das Schweizer Fernsehen auch an ihre Gesetze (resp. Regelungen) halten und nur den Inhalt von Gebühren finanzieren der damit auch bestellt wird?
      Total daneben dass man von der SRG erwartet sich an Abmachungen und Gesetze zu halten, gell.
      3 12 Melden
  • Hugo Wottaupott 03.04.2017 18:54
    Highlight Irgendwann in ferner Zukunft wenn anstatt Text nur Bilder dastehen werde ich sowas lesen.
    14 59 Melden
    • ChiefJustice 03.04.2017 21:48
      Highlight www.blick.ch
      48 3 Melden
  • ihrhänddochdeschussnödghört 03.04.2017 18:21
    Highlight Web-Serie? Wo findet sich denn das im Service-Public Auftrag der Fernseh und Rundfunk Gesellschaft? Aha. Nirgends....
    34 107 Melden
    • Chrigu91 03.04.2017 20:36
      Highlight Kennst du hallo SRF? Die interessiert dein unnötiges Genörgel vielleicht ein bisschen mehr als die meisten User hier.
      30 11 Melden
    • EvilBetty 03.04.2017 22:29
      Highlight Was hat Fussball oder Sport im allgemeinen bitte mit Service Public zu tun?
      31 12 Melden
    • ihrhänddochdeschussnödghört 04.04.2017 11:52
      Highlight @Betty: Ja von mir aus. Ist aber hier nicht die Frage.
      Man kann sich aber natürlich auch blind/dumm stellen keine Frage.
      0 10 Melden
  • Mircs 03.04.2017 18:15
    Highlight Im alltäglichen Leben spielt es doch gar keine Rolle, wer was ist oder sein will. Wir sind alle Menschen. Wer das angeborene Geschlecht anpassen möchte, soll dies tun.
    Aus meiner Sicht, sollte dieses Individuum dann einfach selbst für die Kosten aufkommen, da dies definitiv keine Angelegenheit der Allgemeinheit ist.

    Diese Personen sollten dann allerdings auch etwas Kulanz aufbringen, wenn jemand überrascht ist von deren Geschlechtswechsel.

    Egal wie sich eine Person verhält, es werden nie alle einverstanden sein. Aber das Wort "Diskriminierung" wird heute viel zu oft verwendet.
    55 43 Melden
    • Asmodeus 03.04.2017 18:41
      Highlight Das Problem ist, dass es hier nicht um eine Geschlechtsangleichung geht, weil es eben mehr gibt als nur Mann und Frau.

      Was ist mit Menschen die irgendwo zwischen den Geschlechtern hängen? Oder zwischen beiden Geschlechtern wechseln? (Neutrois, respektive Genderfluid).

      Und ja das gibt es. Und genau da stellt sich nunmal die Frage wie man damit umgeht.
      49 37 Melden
    • Chrigu91 03.04.2017 20:40
      Highlight Das diese Menschen die Kosten für eine Angleichung selbst übernehmen müssten, fände ich unfair. Diese Menschen können schliesslich nichts dafür, dass sie so geboren wurden.
      24 29 Melden
    • Mircs 03.04.2017 23:27
      Highlight Nun, wenn du mit einer, aus deiner Sicht, unschönen Nase geboren wurdest, kannst du auch nichts dafür und trotzdem musst du es selber bezahlen.
      19 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • IGS Cookie 03.04.2017 18:03
    Highlight Haben die es sich mit dem Namen auch gut überlegt?
    Queer (eng.) = Transe, etc..
    Ihr gsehd de punkt :|
    9 77 Melden
    • owlee 03.04.2017 19:15
      Highlight Gerade du scheinst den Punkt nicht zu sehen 🤦🏻‍♀️
      46 12 Melden
    • SuicidalSheep 03.04.2017 19:57
      Highlight Queer bedeutet nicht Trans. Queer steht für alles "nicht normale". Dies beinhaltet unter anderem androgyn oder asexuell.
      36 9 Melden

Lieber Röbi Rapp, leb wohl! Als Queer-Pionier bleibst du unsterblich. Merci!

Röbi Rapp und Ernst Ostertag lebten 62 Jahre lang die vielleicht grösste Liebesgeschichte der Schweiz. Ein Nachruf.

Es gibt Menschen, denen verdanken viele andere unendlich viel. So viel, dass es gerade schwer fällt, diesen Nachruf zu schreiben. Trauer ist eine besonders gründliche Form der Überwältigung.

Röbi Rapp war einer dieser Verdienstvollen. Der zarte Coiffeur aus Zürich, der sich in Jahren, als dies gefährlich war, auf der Bühne zur Frau verwandelt und singt, dass alle betört sind. Der 1956, im Alter von 26 Jahren, einen schönen Lehrer namens Ernst kennenlernt. 2003 lassen sie sich als erstes …

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