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epa06664459 German musicians Kollegah (R) and Farid Bang (L) pose on the red carpet as they attend the 27th Echo 2018 music awards in Berlin, Germany, 12 April 2018. The awards are presented for outstanding achievement in the music industry.  EPA/CLEMENS BILAN

Freuen sich über den Echo: Kollegah (rechts) und Farid Bang an der Preisverleihung. Bild: EPA/EPA

Alle reden über Farid Bang und Kollegah – das musst du jetzt über Battle-Rap wissen

Schamlose Selbstüberhöhung und permanente Grenzüberschreitung: Die Künstler Kollegah und Farid Bang gelten als Battle-Rapper. Ein Genre, das von der Demontage des Gegners in möglichst cleverer Reimform lebt.

17.04.18, 21:34 18.04.18, 07:54

Dennis Pohl



Ein Artikel von

Eigentlich reicht schon ein kurzer Ausschnitt aus Curtis Hansons «8 Mile», um zu verstehen, worum es beim Battle-Rap geht. Sicher, der Film mag nicht jedermanns Sache sein und ist bestimmt nicht repräsentativ für ein so vielfältiges Genre wie Hip-Hop. Doch der Kern passt: Ein Neuling will es in der Rap-Szene zu etwas bringen, hat anfangs aber kein Ansehen und nur eine Möglichkeit, das zu ändern: Konfrontation.

In der Schlüsselszene des Films steht Eminem alias «B-Rabbit» also dem angesehensten Rapper der Stadt gegenüber und muss liefern. Tut er natürlich: In einer Kaskade aus doppelzüngiger Selbstironie und kunstvollen Beleidigungen fegt er «Papa Doc» von der Bühne. Sieg nach Punkten. Der Neue ist jetzt wer.

Tatsächlich hat Battle-Rap nicht nur im metaphorischen Sinn etwas Sportliches. Man kann sich die Disziplin wie einen Boxkampf vorstellen, bei dem Tiefschläge erlaubt sind. Zwei Kontrahenten stehen sich ohne Netz und doppelten Boden gegenüber und tragen eine reale oder imaginierte Fehde aus, indem sie sich gegenseitig einen Satz heisse Ohren verpassen. Der Unterschied: Statt linker Haken und Uppercuts werden verbale Kopf- und Nierentreffer ausgetauscht. Zählbares bringt schamlose Selbstüberhöhung und vielschichtige Demontage des Gegners in möglichst cleverer Reimform. Der Hauptpreis: Respekt.

Kunstform Hip-Hop

Dass Etikette dabei eine untergeordnete Rolle spielt, liegt auf der Hand. Hip-Hop ist eine Kunstform, die aus den ärmsten Stadtvierteln amerikanischer Grossstädte stammt, wie der New Yorker Bronx. Die Sprache war hart, der Alltag noch viel härter. Und genau von diesem Leben erzählten die MCs in ihren Raps - und tun es zu grossen Teilen bis heute. Dass deren Inhalt schon damals gewaltverherrlichend war, liegt daran, dass diese Milieus nun mal von Gewalt dominiert wurden. Auch durch Ronald Reagans gesellschaftliche Daumenschraube namens «War on Drugs». Kunst ist immer ein Spiegel der Realität, in der sie entsteht.

Spätestens im Laufe der Neunzigerjahre setzten sich immer krassere Spielarten des Battle-Rap durch. Hip-Hop war mit dem Erfolg des Gangsta-Rap ohnehin brutaler geworden, gleichzeitig wanderten die Battles von der direkten Konfrontation immer mehr in Richtung eigens produzierter Diss-Tracks. Die damals schon angeheizte Aufmerksamkeitsökonomie trieb die Szene dabei in einen Wettlauf um den grössten Schocker. Derb verkauft sich eben gut. Die Folge: Eine Flut an misogynen, homophoben oder Drogen verherrlichenden Inhalten, die zwar nie allzu wörtlich genommen werden, aber trotzdem getrost als Problem einer ganzen Szene bezeichnet werden können.

Eine Eigenheit der deutschen Battle-Rap-Szene ist, dass sie genau in diesen Wandel hineingeboren wurde. Die Rapper hier stiegen dabei, grob verkürzt, mehr oder weniger direkt ins Wetteifern um die markerschütterndsten Punchlines ein. Gerade in den frühen Nullerjahren brachte Deutschland einige wichtige Battle-Figuren hervor: Wer ist der Härteste, Fieseste, Ruchloseste? Und wer kann es mit den schockierendsten Zeilen beweisen?

Das Rennen machte meist Sava Yurderi alias Kool Savas, die wohl prägendste Gestalt deutschen Battle-Raps. Immer wieder wurden Savas' Texte als frauenfeindlich, homophob und pornografisch gebrandmarkt, eine ganze Reihe sogar indiziert. Verständlicherweise: Auch Jahre nachdem der Rapper sich öffentlich von seinen frühen, nicht ansatzweise zitierfähigen Versen distanziert hatte, verglich er in einem Song mit Xavier Naidoo Homosexualität noch mit Pädophilie.

Etwas weniger kontrovers, aber ähnlich einflussreich: Savas' zeitweiser Bandkollege Taktloss, der mit seinen Wortkaskaden deutschsprachigen Rap revolutionierte, dabei aber beispielsweise verlässlich gegen Schwule wetterte. Oder Kollegah, der abseits aktueller Kontroversen um den Echo als wichtiger Baustein der Szene gilt und Drei-, Vier- oder Fünffachreime mit verschachtelten Sprachbildern etablierte. Sowie einfach nur Geschmackloses: «Bitch, ich hab im Portemonnaie / Eine Million und ein paar Zerquetschte wie die Love Parade», rappte er etwa in einem Feature mit Summer Cem und RAF Camorra.

18 verstörend schlechte Plattencover aus Kontinentaleuropa

Ebenfalls zu nennen: Bushido, der zwar nie dezidiert als Battle-Rapper in Erscheinung trat, sich aber in einige der medienwirksamsten Battles der deutschen Hip-Hop-Geschichte verwickelte. Beispielsweise 2013, als der Berliner im Song «Stress ohne Grund» neben vielen weiteren Prominenten auch eine Grünen-Politikerin angriff: «Ich schiess auf Claudia Roth und sie hat Löcher wie ein Golfplatz», lautete eine Zeile. Die Staatsanwaltschaft ermittelte.

Systematischer Tabubruch als essenzielles Stilmittel

Diese Liste liesse sich mit Moses Pelham zu Zeiten seines Rödelheim Hartreim Projekts, den Berlinern von K.I.Z. oder auch Eko Fresh beliebig fortsetzen. Interessanter ist allerdings, was das für die gegenwärtige Debatte rund um Kollegah, Farid Bang und die Echo-Verleihung bedeutet. Erst einmal nämlich, dass die betreffende Zeile schlicht menschenverachtend und stillos ist. Punkt.

Ein nüchterner Blick auf das Format hilft aber auch, die Perspektive geradezurücken. Das Battle ist eine der ältesten Konstanten der Hip-Hop-Kultur und damit ein zentraler Teil der aktuell erfolgreichsten popkulturellen Spielart. Der systematische Tabubruch ist dabei ein essenzielles Stilmittel, das Aufmerksamkeit generiert, möglichen Gegnern proaktiv die Luft zur Antwort rauben soll - und nebenbei zum massiven Erfolg des Hip-Hop beiträgt. Schliesslich liefert die grenzwertige Lyrik gerade jugendlichen Hörern ein wichtiges Gut: etwas, das die Eltern vehement ablehnen. Jahrzehnte nach Rock'n'Roll und Punk ist das schwieriger denn je.

Das bedeutet nicht, dass man Entgleisungen wie Kollegahs indiskutable Zeilen einfach so hinnehmen sollte. Sie müssen klar benannt werden. Aber sachlich. Denn von solchen Fehlgriffen pauschal auf Hip-Hop als Ganzes zu schliessen und die längst überholte Debatte über das Genre als scheinbaren Verrohungsmotor aufzuwärmen, ist der falsche Ansatz. Oder würden Sie den Boxsport verteufeln, weil sich irgendjemand mal Blei in den Handschuh gesteckt hat? Viel diskussionswürdiger ist doch das System, das solche Unsportlichkeiten hervorbringt.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mrlila 19.04.2018 10:46
    Highlight Liebe Watson, langsam reichts. Immer wieder diese Antisemiten-Keule.

    Warum habt ihr nicht berichtet, wie Kollegah in Palästina eine Schule eröffnet hat? Wie er x-tausend Euro in Computer investiert hat? Sind ja nur 'moslems'

    Ich würde es feiern wenn Kollegah jetzt gegen moslem schiesst um zu sehen ob ihr dann auch den Islam so verteidigt.
    3 6 Melden
  • Papa Swappa 19.04.2018 00:51
    Highlight Also ich versteh das Theater nicht, schon alleine die Namen der zwei sagt doch alles
    Fardid bang(ed) Kollegah
    die beiden sind nicht homophob, das ist doch offensichtlich, schaut sie euch an, ihr überzeichneter Körperkult, die Namen (Kollegahs aka ist "Felix Blume" - alles klar)?
    Felix Blume spielt mit all den Migrantenklischees, lässt sich einen Bart wachsen und macht auf unintegrierbaren - hey, der studiert Jura!
    Schon allein ihr peinlicher Flow und die "im Duzend billiger Beats" sollte allen klar machen - das sind keine Rapper, das ist Satire!
    6 7 Melden
  • Cube 18.04.2018 21:41
    Highlight Bei 8 Mile geht es um Freestyle-Battle. Da könnte man so eine verbale Entgleisung ja noch nachvollziehen, der Reim entsteht während des Raps, innerhalb von Sekunden.
    Die Herren Kollegah und Co. schreiben ihre Texte, und können sich stundenlang Zeit lassen. Diese Provokation ist gewollt, und bringt die gewünschte Aufmerksamkeit. Werbung auf allen Portalen, und die Medien lassen sich alle auf dieses Spiel ein!

    Die Hosen kann man wahrlich nicht mehr als Punker bezeichnen. Das Campino sich als Moralapostel so aufspielt ist ebenfalls ein Witz.
    12 2 Melden
  • wortsucht 18.04.2018 16:00
    Highlight Was mich fast mehr irritiert, sind die Politiker, die Konzerte verbieten wollen, nachdem sie durch den "Skandal" erstmals von den Musikern gehört haben ...
    19 2 Melden
  • Waedliman 18.04.2018 15:46
    Highlight Demontage des Gegners? Wenn Beleidigungen zur Kunst erklärt werden, ist das ein schwaches Bild, das diese unreifen Jungs hier abgeben.
    11 8 Melden
  • Hans der Dampfer 18.04.2018 09:03
    Highlight Ist doch eine heuchlerische Diskussion. Früher gab es eine Band namens Böse Onkelz. Die waren kommerziell zwar sehr erfolgreich wurden aber nicht im Radio gespielt und erhielten auch keine Preise. Die Texte waren im Vergleich zu dem was heute Rapper abliefern Schulbuben mässig. Aber Rap ist eben so dermassen cool, dass all die Leute die sonnst gegen Rassendiskriminierung und Gewalt gegen Frauen sind, plötzlich ganz leise werden aber Hauptsache wir haben über #metoo gesprochen 😂
    27 14 Melden
    • P. Hodel 18.04.2018 10:37
      Highlight Der Witz daran ist, dass Rap und Hip Hop eigentlich (ganz ursprünglich) GEGEN Gewalt und Rassendiskriminierung stand.
      Aber die Crews, die den alten Spirit noch leben, werden eher selten am Radio gespuelt, da Gangsta und anderes Geschmeus halt mehr Kohle bringen...
      33 6 Melden
    • AdiB 18.04.2018 15:50
      Highlight @p. hodel. stimmt nicht ganz. hip hop wurde einiges später zum sprachrohr der "unterdrückten" und zwar als der hip hop die westküste erreichte.
      am anfang gings nur um party. talentlose sänger die reimen konnten nannte man mc's. die sollten dafür sorgen dass die leute abgehen. vor nicht allzulange war es auch standart in der schweizer clubszene wo hip hop lief dass jeder dj einen mc hatte.
      3 5 Melden
  • Natürlich 18.04.2018 08:55
    Highlight (6) mir ist es (und ich denke den meisten anderen auch) ehrlichgesagt ziemlich egal was ein Künstler oder Sportler für politische Ansichten oder Welteinstellung hat. Solange mir der Film, die Musik, das Buch usw. gefällt.
    Deshalb halte ich es für sehr vermessen diesen 2 Herren Antisemitismus vorzuwerfen aufgrund von einer Aussage in ihren Raps. Mag sein das er persönlich etwas gegen Juden hat, ich weiss es nicht. Aber schlussendlich gefällt mir die Musik, bzw die Texte seiner Kunstfigur Kollegah. Was der Typ hintendran für ein Mensch ist. Ich glaube das kann keiner wirklich wissen...
    25 28 Melden
  • Natürlich 18.04.2018 08:51
    Highlight (5) Aber seien wir ehrlich: Interessiert uns zb bei EgoShootern was der Entwickler und Designer des Spiels für einen Hintergrund hat? Interessiert irgendjemand deren politische Einstellung oder deren Vergangenheit?
    Dasselbe bei Schauspielern. Interessiert doch auch keinen das Tom Cruise bei den Scientologen ist (welche abscheuliche Dinge verbreiten und tun empfehle eine Dok dazu). Er wurde xmal für die Oscars und Golden Globes nominiert, da krähte kein Hahn danach. Hier versucht man einfach irgendwie wieder eine Sau durchs Dorf zu treiben, so scheint mir zumindest.
    21 13 Melden
  • juba 18.04.2018 08:47
    Highlight Es geht darum, das Echo bloss Verkaufserfolg der Industrie nach hallt und trotzdem so tut als wäre das Qualität
    15 1 Melden
  • Natürlich 18.04.2018 08:46
    Highlight (4) Um diese Faszination zu verstehen (behaupte ich) muss man mit (seinem) Rap aufgewachsen sein. Er zog sein Ding von Anfang an durch, ohne Majorlabel! Und wurde immer erfolgreicher damit. Nun, inzwischen verfolge ich ihn und seine Musik nicht mehr so extrem wie früher ubd doch mag ich ihm den Echo von Herzen gönnen. Er ist Platin gegangen mit Gangsterrap. Diese Diskussion um diese eine Zeile ist lächerlich. Und ja, seine Verschwörungstheorien und allgemein wie er sich in den letzten ca 3 Jahren entwickelt hat gefiel mir nicht. Ich kann mit solchen Aussagen nicht viel anfangen.
    17 12 Melden
  • Natürlich 18.04.2018 08:41
    Highlight (3) zuerst skeptisch bis ablehnend (sein monotoner Rapstil sagte mir anfangs garnicht zu) erkannte ich doch bald die lyrischen Finessen dieses Mannes und war beeindruckt! Sowas gabs bisher noch nicht im deutschsprachigen Rap, es faszinierte mich.
    Schon sehr bald war mir klar, dass das was er rappte nicht der Wahrheit entsprach und er ein sogenannter Imagerapper ist. Das war mir egal. Seine Texte waren geil, seine Überzeichnungen, wie-Vergleiche, Spits, Wortspiele, seine Eloquenz, all das machte ihn damals einzigartig in der Szene (mittlerweile kopieren ja einige seinen Rapstil bzw Teile davon)
    14 8 Melden
    • AdiB 18.04.2018 13:46
      Highlight das was kolle machte damals war nicht neu. es ist sehr erstaunlich wie leute vergessen oder es einfach nicht wiessen. bushido und fler aka sonny black und frank white haben mit carlo cokxx nutten schon dies durchgezogen.
      4 4 Melden
  • Natürlich 18.04.2018 08:36
    Highlight (2) 2005 kam dann sein erstes Zuhältertape heraus. Schon damals rappte er im ähnlichen Stil wie heute. Er hat dieses Image also von Beginn weg durchgezogen. Er stammt aus einer beschaulichen Kleinstadt, hat ein paar Anzeigen wegen Drogendelikten (Verkauf&Handel) bekommen, das wars dann aber auch mit der Übereinstimmung seiner selbst erschaffenen Kunstfigur alias Kollegah. Er hat über die Jahre weg verschiedenste andere Rapper gedisst (Ganz Aggro Berlin, Sido, Fler, Separate, Godsilla usw.) und sich so einen Namen im Rapbiz gemacht. Ich lernte seine Musik im Jahre 2008 kennen.
    13 10 Melden
  • Natürlich 18.04.2018 08:30
    Highlight (1) Endlich ein etwas differenzierter Beitrag zu der ganzen Debatte.
    Nun möchte ich doch noch auf den Herren Felix Antoine Blume aka Kollegah zu sprechen kommen.
    Um das Ganze ein bisschen besser zu verstehen muss man ein bisschen zurückgehen ins Jahr 2004/2005. Damals begann Kollegah zu rappen. Angefangen hat er in der RBA (ReimBattleArena). Das war ein (Untergrund)Battleformat wo die Gegner sich übers Internet battelten. 3 Runden, jeder hatte jeweils 1 Tag Zeit um „zurückzudissen“ Kollegah gewann dort praktisch all seine Battles und verschaffte sich somit erstmals Respekt in der Szene
    13 13 Melden
  • Grins 18.04.2018 05:33
    Highlight Was hat das jetzt genau mit der Kontroverse zu tun?😅
    12 5 Melden
  • Spooky 18.04.2018 01:30
    Highlight Wieso zum Henker wollen diese "rebellischen" Musiker überhaupt mit Preisen ausgezeichnet werden?

    Ist ja ein totaler Widerspruch.

    Und dann dieser Campino!

    Behauptet der nicht von sich selber, er sei ein Punk?

    Und jetzt macht er auf Ethik und Moral!
    Geht's ihm noch? Der ist ja nur noch Fake News!

    Als ob diese pseudo-empörten Künstler
    sich um die echten Abgehängten kümmern würden!

    Künstler kümmern sich um sich selber,
    und um sonst gar nichts.

    Die Rolling Stones sind da wenigstens ehrlich.
    Die kümmern sich nur um sich selber.
    Und sie behaupten auch nichts anderes.
    27 38 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 18.04.2018 01:04
    Highlight Tabubruch als Marke funktioniert ja generell ganz gut.

    Wert hat das trotzdem nicht.

    20 4 Melden
  • MaskedGaijin 18.04.2018 00:23
    Highlight Ich finde diese Anabolika-Proleten einfach peinlich und langweilig.
    60 5 Melden
  • Nelson Muntz 18.04.2018 00:20
    Highlight Äähm, vor dem Echo Skandal war sogar Grup Tekkan bekannter als diese Knilche...
    12 29 Melden
    • mihi92 18.04.2018 10:04
      Highlight Hja da muss ich dich enttäuschen, diese 2 Herren sind schon mehr als 10 Jahre im Game dabei und seit 6 Jahren gehören sie zu den erfolgreichsten in Deutschland! Besser nochmals Recherche begehen Mr. Muntz ;) ha-ha!
      5 8 Melden
  • Schmiegel 18.04.2018 00:03
    Highlight Das nun 8mile als Anschauungsbeispiel für Battle Rap herbei gezogen wird, zeigt das Dilemma gut auf, welches ich persönlich damit habe. Das ist ja denn ein bisschen so, wie wenn mein Grospapa uns was über seine coole Jugend erzählte, weil Rock im Radio lief. Wir wollten aber NWA oder Boo Ya Tribe hören. Einiges später, beim Rödelheim Hartreim Projekt war mein Grospapa schon tot. Und heute, wieder 20 Jahre später drehen wir uns immer noch im selben Kreis? Andere Musikrichtungen waren immerhin so ehrlich und haben sich während ihrem Ausverkauf selbst für tot erklärt.
    22 3 Melden
    • Zurichda 18.04.2018 07:00
      Highlight Nas. 2006.
      14 4 Melden
  • Marlon Mendieta 17.04.2018 23:24
    Highlight Wenn ein paar bleiche Muttersöhnchen Rechtsrock hören um ihre Lehrer zu provozieren, stresst mich das nicht.
    Wenn aber Teenager in einem Viertel aufwachsen, in dem die Mehrheit Rechtsrock als politisches Statement sehen und feiern, eine Rechtsrockband die Charts anführt und noch einen wichtigen Musikpreis erhält, dann sollten wir defintiv alarmmiert sein.
    32 11 Melden
    • SvenOwaR 18.04.2018 07:08
      Highlight Frei.Wild, welche du wahrscheinlich meinst, machen Deutschrock. Diese sind in etwa so fest Rechtsrocker wie die Toten Hosen noch echte Punks sind...

      Stahlgewitter, Sturmwehr etc. die machen definitiv Rechtsrock. Unterschied kapiert?
      5 8 Melden
    • Olaf! 18.04.2018 09:44
      Highlight Wo genau ist der Zusammenhang zwischen HipHop und Rechtsrock? Falscher Artikel kommentiert?
      7 5 Melden
  • Marlon Mendieta 17.04.2018 23:17
    Highlight Das Problem sind nicht die Texte.
    Das Problem ist, dass die Texte in ein Millieu geworfen werden, in dem Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit oder Homophobie nicht Rebellion bedeuten, sonder Mainstream.
    53 4 Melden
    • mihi92 18.04.2018 10:05
      Highlight AMEN!
      8 3 Melden
    • Jol Bear 18.04.2018 10:35
      Highlight @Marlon Mendieta: Die Sache auf den Punkt gebracht! Und darum ist die ganze Echo-Empörung ziemlich scheinheilig. Das zitierte "Milieu" und seine grosse Verbreitung ist auch logische Ursache, dass derartige Texte einen Preis gewinnen können, der sich aus Verkaufszahlen berechnet. Sich erst dann als empört zu inszenieren, wenn die Realität in der Scheinwelt ganz oben angekommen ist, zeugt von vollkommener Ahnungslosigkeit, oder viel wahrscheinlicher, völlig unglaubwürdiger populistischer Selbstinszenierung.
      9 0 Melden
  • Farson 17.04.2018 23:07
    Highlight Sehr gut auf den Punkt gebracht, finde ich.
    Ich mag Hip-Hop sehr und auch wenn ich dieses Kollegah gedöns eigentlich nicht ausstehen kann ist es doch auch ein Teil davon. Trotzdem bewegt es sich (besonders) bei Kollegah in eine Richtung die ich bedenklich finde, da ich bei ihm einerseits nie ganz sicher bin ob das gesagte jetzt von seinem künstlerischen Alter Ego oder vielleicht doch von Felix Blume selber stammt und andererseits ob das seine Fans, die ich jetzt eher als sehr jung einschätzen würde, differenzieren können.
    22 3 Melden
  • ströfzgi 17.04.2018 22:55
    Highlight ALLE reden über… ? Ich seh nur die Medien die nicht loslassen können.
    283 21 Melden
    • supremewash 17.04.2018 23:07
      Highlight Abwarten bis alle "guten" Musiker noch kurz ihren Echo zurückgeben können, bitte!
      6 5 Melden
    • elias776 17.04.2018 23:44
      Highlight Finde ich wichtig, sollte nicht unter den Teppich gekehrt werden.
      10 11 Melden
  • Walser 17.04.2018 22:54
    Highlight Beleidigungen, Bedrohungen, Verunglimpfungen, Verleumdungen usw. Das hat alles nichts mit Musik zu tun. Da gibts nichts zu rechtfertigen oder zu entschuldigen. Wenn eine Grenze überschritten wird, müssen die Konsequenzen gezogen werden.
    41 84 Melden
    • Stinkender Wookie 17.04.2018 23:29
      Highlight Wer hat dir das Recht gegeben zu entscheiden was mit Musik zu tun hat und was nicht?
      28 13 Melden
    • elias776 17.04.2018 23:46
      Highlight Finde ich auch. Was ist nur los, warum so viele Blitze. Die Artikel werden warschenlich von Fanboys durchstöbert;)
      12 22 Melden
    • Gar Manarnar 18.04.2018 01:33
      Highlight In welchet Welt lebst du? Musik lebte immer von Sex Drugs and Violence. Und nicht nur der pöse Hip Hop oder Heavy Metal
      29 7 Melden
    • Musterschüler 18.04.2018 03:01
      Highlight Sie definieren also was Musik ist? Erklären sie mir bitte warum Beleidigungen, Bedrohungen, Verunglimpfungen, Verleumdungen usw. nichts mit Musik zu tun hat? Sie tun so als währe Musik eine Universele Formel... Ich finde ihre Ausage viel schlimmer als die Texte von Kollegah... Weil sie meinen das Ernst.
      21 18 Melden
    • Walser 18.04.2018 08:06
      Highlight Ganz einfach. Das sind von Rechtswegen alles Tatbestände. Egal ob gesungen, geflötet oder geschrieben. Das die Echo Organisation für so einen Mist einen Preis verleiht, zeigt deren Gesinnung. Ich verneige mich vor denjenigen die jetzt die Preise zurückgeben.
      7 8 Melden
    • rauchzeichen 18.04.2018 21:10
      Highlight walser, was soll musik denn bitte sein, als eine ausdrucksform? und du argumentierst ernsthaft mit gesetzen? rennst du jedesmal zum richter wenn du ein fluchwort hörst? ob sie einen echo verdienen oder nicht, darüber lässt sichs streiten. aber ganz sicher nicht darüber, ob es musik ist! rythmus? ja. melodie? ja. tanzbar? naja, nicht für jedermann, aber welche musikrichtung kann das schon von sich behaupten? dir kann die musik nicht gefallen, sie als diese abzustreiten, ist lachhaft. ich hoffe du hast extremer geschrieben, als du denkst, ähnlich wie bei den besagten rappern.
      3 0 Melden
  • Enzasa 17.04.2018 22:50
    Highlight Ok, es geht darum den Gegner nieder zu Rappen. Ein rappiger Wettbewerb sozusagen. ( Emimen gegen Papa Doc z. B.)
    Gegen wen oder was stand Kollegah im Wettbewerb als er seinen Song rappte.
    111 26 Melden
    • marhu13 17.04.2018 23:18
      Highlight Im Album an sich spitzelt immer wieder mal gegen Bushido, Fler, Shindy, Ali.

      Im Track gibt es Lines gegen Gemettik, Bsuhido, Ali und Schwaiger. Die kritisierte Line ist jedoch tatsächlich eine reine "Flexline". Ein wenig nach dem folgendem Motto welches im Lied vorkommt:

      JBG bedeutet, scheiß auf komplexe Songtexte
      JBG heißt, es wird stumpf und hart wie Betonklötze
      8 10 Melden
    • Experte 17.04.2018 23:25
      Highlight JBG ist eine Albumreihe, welche darauf aufgebaut wird einfach alles zu "dissen".
      16 2 Melden
    • marhu13 17.04.2018 23:28
      Highlight Was man dazu allgemein sagen kann, resp. Was im Artikel nicht erwähnt wird, ist das Battle-rap gegen reale so wie fiktive Gegner schiesst.
      13 1 Melden
    • Gar Manarnar 18.04.2018 01:35
      Highlight Battle rap eingespieltbist i.d.R. gegen imaginäre Gegner. Wat schon immer so, es sei denn es gab beef (fehde mit rivalen)
      10 1 Melden
    • AdiB 18.04.2018 13:57
      Highlight im jbg3 schiessen sie gegen egj. jetzt raptechnisch ausgelassen ist es purer neid der zwei gegenüber egj. egj ist oder ,seit dem letzten statemant von bushido, war das erfolgreichste indi-label deutschlands. 2016 glsub war das wo bushido einen 30 mil. euro deal mit sony abschloss und somit zum dr.dre des deutschen hip hops wurde. zieht natürlich viele neider auf sich. so gesehen könnte auch die ausschwitz line an bushido gerichtet sein, wegen seinem körperbau. bushido ist ja sehr schlank oder für leute wie die zwei halt mager.
      1 5 Melden
    • Waedliman 18.04.2018 15:47
      Highlight Gegen Juden. Scheinbar.
      1 4 Melden
    • Dominic Marc Morgenthaler 19.04.2018 04:31
      Highlight Er und sein aufgeblasenes Ego! Oder: er und der verlorene/niemals existierende Musikgeschmack seiner Höhrer.
      Anders kann man ja nicht erklähren, dass so schlechte Taktsprecher so einen Umsatz machen!
      0 3 Melden
  • R4ZKO 17.04.2018 22:43
    Highlight Word!
    11 20 Melden
  • bruce 17.04.2018 22:24
    Highlight Soll noch einer sagen guter und tiefgründiger Journalismus ist in einem Gratisformat nicht möglich. Chapeau; super, differenzierter und informativer Beitrag!
    39 48 Melden
    • SeboZh 18.04.2018 00:36
      Highlight Kam aber vom spiegel. ;)
      Davon abgesehen haben die beiden beispiele mit battle rap wenig am hut. Ist er gangster/prollo rap http://;)
      20 2 Melden
  • fabsli 17.04.2018 22:22
    Highlight Es geht wohl nicht darum, den gesamten Hiphop schlecht zu reden. Hiphop ist super. Jeder soll singen, was er oder sie will. Sänger antimemitischer, homophoben und frauenverachtenden Songs mit dem ECHO auszeichnen, das ist der Punkt. Das geht einfach nicht. Verkaufszahlen hin oder her.
    171 47 Melden
    • Waedliman 18.04.2018 15:47
      Highlight Ach so - Homophobie und Antisemitismus sind super, wenn es hiphop ist, aber nicht super, wenn es dafür nen Echo gibt? Ich verstehe Ihre Argumentation leider nicht.
      1 1 Melden
  • elmono 17.04.2018 22:20
    Highlight Ey, ich bin aus Kanada / wir haben Fäuste wie Grizzlytatzen / und verprügeln hobbymäßig Leute mit Whiskeyflaschen /
    Kollegah / der König Westdeutschlands /
    Nu**e / es gibt keinen besseren in Rest-Deutschland /
    Ey, ich bin hier der Überking
    Nu** e dein Rap ist wie Blindenschrift / nur Behinderte fühlen ihn.

    Das ist so ziemlich asozial. Und trotzdem unübertroffen im Battle-Rap. Also lasst den coolen Kids ihre Hiphop Kultur.
    36 51 Melden
    • Gwdion 18.04.2018 09:28
      Highlight Ey, isch bin aus Kanada [fixed]
      3 4 Melden
    • Gwdion 18.04.2018 12:54
      Highlight Ich wurde zu Recht geblitzt, es tut mir leid - das Verhöhnen von Leuten mit Sprachfehler ist im Endeffekt nicht weniger billig und niveaulos als bei anderen Minderheiten auch, wie zum Beispiel Homosexuellen, geistig Behinderten oder Holocaustopfern. Nach unten tritt es sich immer einfach. Ich muss mich bemühen, mein Handeln besser zu reflektieren und solche Äusserungen, ja solcherlei Gedanken zu unterlassen, um vielleicht ein besserer Mensch zu werden.
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  • Luku luku 17.04.2018 22:16
    Highlight Es ist gut beschrieben hier. Und man sollte auch bedenken, dass die beiden nicht nur wegen diesen umstrittenen Zeilen gefeiert werden, sondern weil sie allgemein grenzwertige Zeilen verwenden und gegen alle und jeden schiessen. Das sie da mal in der Vergleichstrickkiste zu tief greifen ist scheisse, aber deswegen zu schliessen, dass all ihre Höhrer anzisemitische Muslime sind, ist genau so scheisse.
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  • barratiZ 17.04.2018 22:14
    Highlight Bis jetzt der beste Artikel über das Thema
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  • Janis 17.04.2018 22:12
    Highlight Ok cool.
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  • AllknowingP 17.04.2018 22:03
    Highlight Ich geb dem Text ja Kredit. Aber diese Mucke als Battle-Rap betiteln ?Ich kann bei allen Zitierten Typen weder Inhalt, Flow, Style noch Qualität erkennen. Für mich „Grüsel-Rap“.

    Wenn schon prollen dann bitte a la „10 Rapgesetze“ „Ahnma“ oder „Rap ist...“
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    • marhu13 17.04.2018 23:25
      Highlight Ahma usw. Sind zwar gute Lieder, aber das ist nun wirklich kein Battlerap.

      Das vol Kollegah ist Battlerap, hart, stumpf. Und ja sein Flow ist bestimmt nicht seine Stärke. Letztendlich ist es auch ein gutes Stück Geschmacksache (;
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    • Gar Manarnar 18.04.2018 01:37
      Highlight Sobald es darum geht sich selbet ggüber imaginären Gegnern zu überhöhen, ist es battlerap
      Ob es dir gefällt bzw ob es gut ist ist eine andere Frage.
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    • AllknowingP 18.04.2018 07:47
      Highlight @Marhu
      Dann definiere einmal Battlerap ? Ist Battlerap überhaupt auf Platte aufnehmbar ? Ich finde wer sich "Battlerapper" nennt, sollte an Battles fahren und Live Rappen. Platten sind ein anderes Medium.
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  • Nameless Hero 17.04.2018 22:02
    Highlight Die "indiskutable Zeilen" sind von Farid Bang. Der ganze Text kann also getrost angepasst oder ignoriert werden. Und ohne jetzt mir die Mühe zu machen, es ist garantiert nicht die erste Rapzeile, die Menschenverachtend ist.
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  • MDK 17.04.2018 21:47
    Highlight Isch aber au mal guet mit dene Vögel!
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Hier ohrfeigt 187-Strassenbande-Rapper einen Schwan – das hätte er besser sein lassen

Ein Video zeigt klar und deutlich: Rapper Gzuz, Mitglied der Hip-Hop-Gruppe «187 Strassenbande», ohrfeigt einen Schwan. Als dieser erschrickt und davon schwimmt, bricht Gzuz in schallendes Gelächter aus und schreit dem Tier «Du Hurensohn» hinterher.

Dass diese Aktion nicht allzu schlau war, bekommt der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Kristoffer Jonas Klauss heisst, bald einmal im Netz zu spüren. Wie taz.de berichtet, ist die Empörung im Speziellen in Tierschutzkreisen riesig.

Gzuz …

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