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Bitte, liebe Filmgötter, lasst den neuen «Alien»-Film keinen Bullshit sein!

Die Xenomorphe machen der Raumschiffbesatzung der Covenant das Leben schwer. Bild: AP/20th Century Fox

1979 hat Ridley Scott mit «Alien» einen Film geschaffen, der noch heute als einer der besten aller Zeiten gilt. Nun kehrt der Meister erneut in sein Science-Fiction-Universum zurück, um uns zu erklären, woher die Xenomorphe eigentlich kommen.

12.05.17, 08:58 12.05.17, 13:36


Wenn Ridley Scott himself einen Alien-Film in die Kinos bringt, ist das nicht einfach nur ein weiterer Science-Fiction-Streifen. «Alien» ist Populärkultur und als Schweizer sind wir natürlich besonders stolz, denn immerhin hat Landsmann HR Giger das unverwechselbare Design des Aliens geschaffen.

Und so halten wir dann auch alle den Atem an und flehen innerlich:

«Bitte lass den Film keinen Bullshit sein.»

Um es kurz und schmerzlos zu machen: «Alien: Covenant» ist ein Film, der einen mit gemischten Gefühlen im Kinosessel zurücklässt. Schlecht ist er nicht, aber er ist eben auch nicht dieser atmosphärisch dichte Weltraum-Schocker, den wir uns erhofft haben.

Von der Story her baut «Alien: Covenant» auf «Prometheus – Dunkle Zeichen» auf und dürfte so für Zuschauer, welche diesen Film noch nicht gesehen haben, eher schwer verständlich sein.

Prometheus

Bereits 2012 erzählte Ridley Scott mit «Prometheus» einen Teil der Vorgeschichte von «Alien». bild: 20th century fox

«Alien: Covenant» schliesst aber nicht direkt an «Prometheus» an, sondern spielt zehn Jahre danach und beschäftigt sich auch mit einer völlig anderen Crew und deren namensgebendem Raumschiff Covenant. Diese empfängt ein Notsignal, welches sie zu einem scheinbar paradiesischen Planeten führt. Natürlich trügt die Idylle und so sieht sich die Mannschaft schon bald mit einer tödlichen Bedrohung konfrontiert.

Regisseur Ridley Scott versucht in «Alien: Covenant» das zu beheben, was er, nach der Meinung von vielen, bei «Prometheus» etwas vergeigt hat: Fragen über die Herkunft der Xenomorphe zu beantworten. 

Und tatsächlich schafft es Scott, von «Prometheus» zu «Alien» irgendwie einen Bogen zu schlagen. Allerdings ist auch dieser nicht wirklich so befriedigend. Seine Erklärungen sind diesmal zwar klarer verständlich, aber stellenweise auch etwas dünn. Was viele freuen dürfte, ist sicher, dass Scott endlich eine Erklärung abliefert, wie und warum die Xenomorphe erschaffen wurden. Der Ansatz dieser Begründung ist zwar durchaus interessant, aber auch fast etwas langweilig.

Alien: Covenant

Hier ist die Welt noch in Ordnung: Die Crew der Covenant analysiert ein unbekanntes Signal. Bild: 20th Century Fox

Was besonders schade ist: Scott hält sich nicht immer an alle von ihm geschaffenen Regeln aus dem Alien-Universum. So nimmt er es zum Beispiel mit der Zeit, in der ein Alien im Körper eines Menschen heranwächst, nicht ganz so genau. Dies macht er zugunsten der Story, die aber dadurch vor allem gegen Ende etwas vorausschaubar wird.

Von der Atmosphäre her hat der Film durchaus seine Momente. Vor allem nach der Landung auf dem Planeten und der ersten Katastrophe zeigt sich, dass Scott es immer noch draufhat, beklemmende Situationen zu erschaffen. Leider schafft er es dann aber nicht, diese Stimmung konsequent durch den ganzen Film aufrecht zu erhalten. Stattdessen versucht er mit möglichst blutigen Szenen zu schocken und einmal dürfen wir sogar aus der Sicht des Aliens durch die Gänge huschen. Passt irgendwie nicht.

Alien: Covenant

Bei den blutigen Schockmomenten hält die Kamera immer voll drauf. bild: 20th century fox

Schlussendlich ist «Alien: Covenant» ein Film, der wie eine Mischung aus «Prometheus – Dunkle Zeichen» und «Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt» wirkt. Scott wollte mit dem Film schockieren, gelungen ist ihm das aber nicht. Stattdessen kommt der Film eher wie ein gewöhnlicher Science-Fiction-Action-Film mit Horrorelementen daher, der leider nicht ganz so unvorhersehbar ist, wie man sich das wünscht.

Übrigens: «Alien: Covenant» ist der erste Teil einer geplanten Alien-Trilogie, die zeitlich zwischen «Prometheus» und «Alien» spielen wird. Die Filme sind dabei nicht chronologisch. So spielt «Alien: Covenant» zehn Jahre nach «Prometheus», während die Fortsetzung «Alien: Awakening» zeitlich zwischen «Prometheus» und «Alien: Covenant» angesiedelt sein wird. Über den letzten Teil der Trilogie ist noch nichts bekannt.

Video: undefined/20th Century Fox

tl;dr

«Alien: Covenant» ist ein Film, der die Meinungen spalten dürfte. Die einen werden ihn lieben, die anderen ihre liebe Mühe damit haben. Damit man aber mitreden kann, sollte man sich den Film auf jeden Fall anschauen.

Das sind laut einer BBC-Umfrage die besten Filme dieses Jahrhunderts:

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23
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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 13.05.2017 09:40
    Highlight Warum einen erfolgreichen KULTfilm mit Prequels und Sequels zu Schrott machen.
    Wir sind Spezialisten, nochmals eins draufzugeben, wenn's gut war.

    Ich sowieso auch.

    Ursache dafür?

    Geld.

    Keine Ahnung, was machen, also grabe ich zb den Ladykillers aus den 50ern aus und mache ihn neu. So geschehen bei den Coen Brothers. Schade um ihr Talent.


    Stanley Kubrick zb drehte nicht viele Filme, aber die haben's in sich.
    4 4 Melden
  • KurtFaber 12.05.2017 12:13
    Highlight Tipp: "vorausschaubar" durch "vorhersehbar" ersetzen ;-)
    16 0 Melden
  • Lagertha 12.05.2017 10:46
    Highlight Ich behaupte mal, wer Prometheus mochte, der wird auch Covenant mögen. Mir haben beide Filme nicht zugesagt.
    8 3 Melden
    • redeye70 13.05.2017 16:13
      Highlight War sehr enttäuscht von Prometheus. Ridley Scott hat es irgendwie nicht mehr drauf diese Spannung wie in Alien zu erzeugen. Allgemein leiden Filme heute darunter, dass die Effekte (CGI) das Storytelling überlagern. Hollywood sollte wieder mehr Geld in Autoren investieren als in CGI-Studios.
      4 2 Melden
    • Lagertha 14.05.2017 18:18
      Highlight @redeye: dann sag ich mal: viel Spass mit den ganzen CGI Aliens in Covenant 😁

      Ich seh das ja so: CGI ermöglicht uns so coole Dinge, die sonst nie auf der Leinwand stattfinden würden. Aber es wird so oft übertrieben, wenn es nicht nötig wäre. Gebt euch nur mal das Making Of von Mad Max: Fury Road 😍
      0 0 Melden
  • EvilBetty 12.05.2017 10:25
    Highlight Das hatte ich mir für MadMax auch gewünscht... und dann kam FuryRoad... verkackt.
    14 25 Melden
    • blobb 12.05.2017 16:31
      Highlight So true...
      7 4 Melden
    • grünezecke #fcksvpafd 13.05.2017 09:08
      Highlight Furyroad ist ein meisterwerk, unglaublich aufwändig, intensives actionfeuerwerk, einzigartig🤘
      5 6 Melden
    • EvilBetty 13.05.2017 11:49
      Highlight FuryRoad ist ein idiotischer Film welcher den Namen MadMax nicht verdient. Schlimmer als Jenseits der Donnerkuppel.

      Wasser ist das höchste Gut, also verschwenden wir doch paar Millionen Liter mit einer sinnlosen Showflutung... 🙄

      Eben so rar: Treibstoff. Also bauen wir doch einen sinnlosen GitarrenturmGöppel für einen Klappspaten mit Flammenwerfergitarre. Und weitere sinnlose Konstruktionen welche keinen Sinn ergeben.

      Hey, fahren wir doch meilenweit durch die Wüste nur um dann den ganzen Weg wieder zurück zu fahren.
      8 3 Melden
    • blobb 13.05.2017 14:19
      Highlight Das ist kein Film, das ist ein Videoclip.
      7 0 Melden
  • AllIP 12.05.2017 09:59
    Highlight
    13 0 Melden
  • Olmabrotwurst 12.05.2017 09:57
    Highlight Der wievielte teil ist das der 8.?
    1 9 Melden
    • Pascal Scherrer 12.05.2017 10:01
      Highlight Also wenn du Prometheus dazu zählst (und die Alien vs. Predator weg lässt), ist es der sechste Teil.
      14 1 Melden
    • Olmabrotwurst 12.05.2017 13:26
      Highlight Okee merci
      0 3 Melden

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