Liebe

Es kann nicht immer harmonisch sein. Bild: orff, BEARBEITUNG: WATSON

Du nervsch!

10 alltägliche Ärgereien, die zum Beziehungskiller taugen

17.09.14, 21:52 30.10.15, 14:33

Das hier soll nicht so eine Liste werden, die dir sagt, du sollst verduften, weil dein Freund dir nicht mehr zuhört, Dich eigentlich überhaupt gar nicht mehr beachtet oder dich am Laufmeter betrügt, ohne dass ihr eure Verbindung je als offen definiert und mit einer locker-flockigen Hippie-Ideologie unterfüttert habt. 

Wenn Hopfen und Malz verloren sind. Bild: getty images, bearbeitung: watson

Dann ist es sowieso Zeit zu gehen, am besten schwungvoll überzeugenden Schrittes – aber das weisst du ja selbst. 

Und tschüss.  gif: tumblr/sabiacoruja

Heute soll es vielmehr um die alltäglichen Dinge gehen, diese winzig kleinen und sehr menschlichen Fehlbarkeiten des Liebsten, die einen in totale Verzückung versetzen – oder aber in den Wahnsinn treiben. 

Es ist durchaus möglich, dass du anfangs solche Unannehmlichkeiten einfach nur kritisch beäugt und dir dabei immer wieder einredet hast, dass du genau wegen solcher Kleinigkeiten kein Theater veranstalten solltest. Und du hast geschwiegen. Aber irgendwann ist einfach genug Heu unten. 

Es macht Sie fertig. gif: giphy

1. Dein Freund verleugnet die Existenz der Teller-Rückseite

Beim ersten Mal hast du dich noch gefreut: «Hach wie schön Schatz, dass du den Abwasch machst!» Aber irgendwann entdeckst du den schändlichen Betrug. Spätestens dann, wenn du das Geschirr aus dem Schrank nehmen willst und die Teller so unschön zusammenkleben. Fortan wirst du das Spülen wieder in die eigenen Hände nehmen. Danke dafür.

Es ist einfach auch sehr viel Geschirr.  Bild: tumblr/rogertwilkerson, bearbeitung: watson

2. Das schamlose Gefurze 

Das Argument des Furzers: Es ist doch schön, wenn man so natürlich miteinander umgehen kann. Das fördert die Intimität. Oder noch schlimmer, die Beweisführung des Decken-Hebers: «Eigentlich riecht meiner schon ziemlich gut, nimm mal eine Nase davon.» 

Der Geschmacksverstärker: Der Einfallsreichtum der Furz-Liebhaber ist unbegrenzt. Bild: tumblr/discardingimages

Viele Menschen mögen den Geruch ihrer eigenen Fürze. Davon kann man halten, was man will. Aber den Partner zu nötigen, doch mal eine Duftprobe des Darmwindes zu nehmen, das ist nicht ok. 

Worin sich die ungehemmten Furzer stattdessen üben könnten:

Das ist wahre Diskretion. Bild: tumblr/lovepeacexxoo, bearbeitung: watson

3. Die Liebe zum Föhn ist in verstörendem Masse ausgeprägt

Level 1: Deine Liebste föhnt sich nicht einfach nur die Haare. Sie föhnt ihren ganzen Körper ab. Sie mag eben die Wärme und dann kann sie einfach nicht mehr damit aufhören. Erst wird nur im Badezimmer geföhnt, dann im Wohnzimmer, in der Küche, am Ende ist der Föhn auch im Bett in voller Aktion. Zugute halten kannst du leider nur noch die Tatsache, dass sie die Föhnerei selbst übernimmt. 

Wenigstens macht sie es sich selbst. Es ist halt einfach so ein schönes Gefühl. gif: giphy

Level 2: Ist die Sucht deiner Freundin aber so richtig ausgewachsen, wird sie damit beginnen, diese Warmluft-Besessenheit in die Beziehung zu integrieren, um ihr den Anstrich von Normalität zu verleihen: Eines Tages wird sie von dir verlangen, sie anzuföhnen. Das kann verheerende Folgen auf ihr Sexualleben haben – ausser du bist bereit, den Föhn auch in diese Aktivitäten zu integrieren. 

4. Der Schnaufer

Es gibt Menschen, die atmen so leise, das man manchmal Angst hat, dass sie damit aufgehört haben. Und dann gibt es die anderen – die Schnaufer. Walrossartig atmen sie. Immer, und nicht weil sie sich gerade überanstrengt haben. 

Man kann es förmlich hören. gif: giphy

5. Der Schnarcher 

Anfänglich nützt es noch ein bisschen, den Schnarcher vom Rücken auf die Seite zu drehen. Irgendwann beginnt er aber, in allen möglichen Positionen zu schnarchen und je älter der Schnarcher wird, umso ohrenbetäubender wird seine nächtliche Sägerei ausfallen.

Bevor du den Schnarcher umbringst, verwende Ohropax gegen Baustellenlärm, wechsle das Zimmer oder geh für immer.  gif: giphy

6. Der Schlürfer, Schmatzer, Löffel-Beisser oder schlicht der Grusig-Esser

Du kannst versuchen, deinem Freund diese hässlichen Angewohnheiten abzutrainieren, aber meist funktioniert das nur, wenn der jünger als vier Jahre ist. 

Der Schlürfer. Unverbesserlich. gif: giphy

7. Dein Freund zwingt dich, seine Lieblings-Musik zu hören (die scheisse ist) 

Nur weg da. Und komm  ja nicht auf den Gedanken, jemals wiederzukommen. Irgendwo muss die Toleranz aufhören.

Wenn diese Musig spielt, dann solltest du schleunigst verschwinden. Bild: awkwardfamilyphotos

8. Die meterlangen Haare im Abfluss

Pfui Teufel. Das stinkige Abflussrohr musst natürlich du entstopfen, selbst wenn du null Schuld an der Misere trägst.

Igitt. Igitt. Igitt (hoch Tausend). Bild: handwerkerbrigade

9. Der Mord an der Lieblings-Tasse

Es gibt Dinge, die haben für uns einen rein emotionalen Wert. Vielleicht sind sie sogar geschmacklos, aber das soll die grenzenlose Liebe, die wir diesen Gegenständen entgegenbringen, in keiner Weise schmälern. Der Dramatik zuliebe wollen wir diesen Sachverhalt am Beispiel einer Lieblings-Tasse verdeutlichen: In tausend Stücke zerschellt sie, wenn dein Freundin sie «aus Versehen» auf den Boden fallen lässt. Tausend Stücke bedeutet eine tausend Mal zerbrochene Liebe. Und was sagt sie dazu: Sorrygäll. 

Hau doch das nächste Mal einfach mit dem Hammer drauf. Bild: lr-wt

10. Die Unterhosen müssen zwingend gebügelt werden

Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit: Allerdings ist dabei nicht ganz klar, ob die Trennung erfolgte, weil Unterhosen gebügelt wurden, oder weil eben dies nicht geschah. 

Eine Moral gibt es dennoch: Mit der Bügelei ist nicht zu spassen. Das ist knallharter Ernst. 

Das Bügeln einer besonders grossen Unterhose bedarf der vollen Konzentration des Büglers.  gif: giphy

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Wieso wir aufhören sollten «Ich liebe dich» zu sagen

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