Luftfahrt
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Eine A320 der Air Canada fliegt nur wenige Meter über eine A340 der Philippine Airlines: In San Francisco kam es am 7. Juli 2017 beinahe zu einer grossen Katastrophe.   screenshot: youtube/ntsb

Video veröffentlicht – hier wäre es fast zur grössten Flugzeugkatastrophe gekommen

03.05.18, 18:53 04.05.18, 06:44


Am 7. Juli 2017 ist es auf dem Flughafen von San Francisco beinahe zu einem verheerenden Unfall gekommen. Es wäre wohl die grösste Flugzeugkatastrophe der Geschichte geworden, meinen Aviatik-Experten. Wie wenig dazu fehlte, zeigt ein gestern veröffentlichtes Video der US-Flugsicherheitsbehörde NTSB.

Was ist passiert?

Vier startbereite Flugzeuge, darunter drei vollbetankte Langstreckenflieger mit je über 200 Menschen an Bord, reihen sich auf dem Rollweg parallel der Piste hintereinander für den Start ein.

Hier wäre es beinahe zur grössten Flugzeugkatastrophe der Geschichte gekommen.  Video: streamable

Derweil setzt Air-Canada-Flug 759 mit 135 Passagieren an Bord zur nächtlichen Landung an. Aber nicht etwa auf einer Piste. Die Piloten verwechseln die Landebahn mit dem parallel verlaufenden Rollweg.

Im Funk ist zu hören, dass die Besatzung der Air Canada den Kontrollturm anfragt, ob sie tatsächlich zur Landung freigegeben sind. «Ich sehe Lichter auf der Landebahn.» Darauf meint der Tower, es sei niemand auf der Landebahn. Doch der Pilot hat nicht die Landebahn vor sich, sondern den Rollweg.

Ein Pilot der Philippine Airlines bemerkt den Fehler und versucht die Air-Canada-Piloten mit Scheinwerfern zu warnen. «Er kommt auf den Taxiway rein!», funkt ein Pilot an den Kontrollturm.

Darauf gibt der Tower den Befehl zum Durchstarten. Die Piloten von Air Canada ziehen den Airbus im allerletzten Moment hoch. «Air Canada ist gerade direkt über uns geflogen», funkt die perplexe Crew der Boeing 787, die an erster Position auf dem Rollfeld wartete. Zuvor fragten sie: «Wohin will dieser Kerl?»

Animation des Zwischenfalls mit Funk. Video: YouTube/VASAviation -

Im Moment wird untersucht, wie es beinahe zur grossen Katastrophe kommen konnte. Der Pilot hatte über 20'000 Flugstunden Erfahrung. Beinahe 4800 davon mit einem Airbus A320. Auch der Co-Pilot kam vergangenen Sommer auf 10'000 Flugstunden. (cma/amü)

So, und nun zu etwas anderem: 73 endgeile Bilder der Jubiläums-Air-Force, die du gesehen haben MUSST

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Video: srf/SDA SRF

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pana 04.05.2018 00:17
    Highlight Ich kapier das Video nicht... Was soll man da sehen?
    3 4 Melden
    • Licorne 04.05.2018 12:43
      Highlight Der weisse Punkt im Hintergrund, der plötzlich wiedet nach oben fliegt.. nicht gut zu sehen. Guck im Bild ganz oben auf den roten Kreis und schau dort im video drauf.
      1 0 Melden
    • Pana 04.05.2018 14:09
      Highlight Danke!
      1 0 Melden
    • Licorne 05.05.2018 14:11
      Highlight Ich danke DIR für deine zahlreichen erfrischenden Kommentare, welche mich zum schmunzeln und lachen bringen. Hör bitte niemals auf 😊
      1 0 Melden
  • the devil's advocat 03.05.2018 23:41
    Highlight Und alle Piloten (egal of Privat-, Berufs - oder Liniepilot) will admit: allways refer to the instruments ;-)
    3 0 Melden
    • 7immi 04.05.2018 09:34
      Highlight bei parallelen pisten helfen die instrumente nicht wirklich. wichtiger wäre gewesen man hätte die notams komplett gelesen. da jedes kleine detail aufgeführt ist sind diese meldungen jeweils zahlreich, das unterscheiden zwischen wichtig und unwichtig schwierig. für zürich gibt es heute 20 meldungen, für den JFK knapp 50. nach einem unwetter ist das doppelte gut möglich (windsack xy ist defekt, lampe xy funktioniert nicht, taxyway ist ein bisschen überflutet, ...)
      2 0 Melden
  • 7immi 03.05.2018 21:19
    Highlight man sollte vielleicht noch erwähnen, dass eine der zwei parallel verlaufenden pisten nicht beleuchtet war (Unterhaltsarbeiten) und so der rollweg für eine piste gehalten wurde (den unterschied sieht man je nach dem wirklich schlecht). dies wurde entsprechend publiziert via rechtskräftigem NOTAM (notices to airmen). diese meldung wurde aber scheinbar übersehen.
    99 1 Melden
    • the devil's advocat 03.05.2018 23:43
      Highlight Jemand der sich mal auskennt und nicht zwei mal im Jahr fliegt und sich dann "Experte" schimpft. Danke für den wertvollen Kommentar!
      5 1 Melden
  • Joe Smith 03.05.2018 21:05
    Highlight Das ganze passierte vor einem Jahr und wurde damals schon des langen und breiten in den Medien durchgekaut. Nun ist der erste Zwischenbericht erschienen, eine gute Gelegenheit für die Medien, die Sache nochmals aufzuwärmen. Irgendwann wird der Schlussbericht folgen, dann werden wir die Story ein drittes Mal serviert bekommen.

    Laut Zwischenbericht waren die Piloten offenbar durch die Bauscheinwerfer auf der geschlossenen linken Piste geblendet. Die Piloten haben aber selber gemerkt, dass etwas nicht stimmte, und leiteten von sich aus den Durchstart ein, noch bevor der Tower das anordnete.
    28 20 Melden
  • Mafi 03.05.2018 19:21
    Highlight Ich bin beeindruckt wie ruhig die Kommunikation war. Echt. Krass. Kein bisschen Panik.
    161 2 Melden
    • flying kid 03.05.2018 20:22
      Highlight So soll es in diesem professionellen Business sein. Panik wäre da Fehl am Platz. Aber eine ruhige, klar verständliche und besonnene Instruktion löst solche Sachen meist.
      Alle beteiligten habe ganz im Sinne von good airmanship super gearbeitet. Hut ab!
      47 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 03.05.2018 21:17
      Highlight Das kann das Flugpersonal recht gut. Auch in extremen Fällen hört man im Flugfunk oft recht klare und ruhige Ansagen. Aber wer ein Flugzeug fliegen will, wird darin auch gedrillt.
      34 0 Melden
  • 2sel 03.05.2018 19:11
    Highlight Ich frage mich erntshaft, wie man als Pilot(enCrew) ein Taxiway mit einer Landebahn verwechseln kann...
    66 19 Melden
    • Louk_skyw 03.05.2018 20:06
      Highlight Passierte mir bei GTA V auch schon ...
      76 3 Melden
    • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 03.05.2018 20:06
      Highlight Die eine Landebahn war wegen Unterhaltsarbeiten geschlossen und daher nicht beleuchtet. Der Pilot schnallte das nicht und meinte er steuere korrekt auf die rechte Piste zu.

      Komisch dass das im Artikel nicht beschrieben ist..!
      65 3 Melden
    • alessandro 03.05.2018 21:43
      Highlight Danke für diese Zusatzinformation, so macht die Sache tatsächlich irgendwie Sinn. Errare humanum est...
      24 1 Melden
    • IchSageNichts 03.05.2018 22:12
      Highlight bei ein paar Mrd Flügen die schon durchgeführt wurden ist es eine Frage der Statistik....
      2 0 Melden
    • Tobi-wan 03.05.2018 23:41
      Highlight Dunkelheit, Müdigkeit, Lichter der Flugzeuge die eine Landebahn suggerieren können und der Umstand des Sichtanflugs. Diese Kombination dürfte ausreichen um einen solchen Fehler zu produzieren. Man darf nicht vergessen, dass die Welt von oben aus dem Cockpit nicht so gut zu erkennen ist, wie wenn wir unten stehen oder auf einem kleinen Hügel und uns die Landschaft gemütlich anschauen können.
      1 0 Melden

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