Luftfahrt

Alic Aïda

Swiss-Passagierin darf nicht an Bord – weil ihr Name wie «Al Kaida» klingt?

27.04.14, 07:17 27.04.14, 16:50

Screenshot: ledauphine.com

Eigentlich wollte die junge französische Familie am vergangenen Mittwoch nach New York fliegen – doch die Reise fiel ins Wasser. «Madame, Sie können nicht fliegen. Sie stehen auf einer Schwarzen Liste», erklärte der Check-in-Mitarbeiter der Ehefrau.

Sie dachte zuerst, das sei ein Witz, erzählt sie der französischen Zeitung Le Dauphine Libéré. Auf Nachfrage beschied man ihr, die Swiss habe einen Anruf von der amerikanischen Immigrationsbehörde erhalten. Für sie gelte eine Einreisesperre in den USA.

Wie sie auf die Liste gekommen ist, weiss die in Bosnien geborene Französin nicht, sie hat aber einen Verdacht: Auf ihrem Pass steht der Name Alic Aïda. Das klinge wie Al Kaida. Das müsse ihr zum Verhängnis geworden sein, spekuliert sie. Dass sich ihre Freunde über ihren Namen lustig machen, ist sich Alic gewohnt, «aber auf einer Terroristenliste zu stehen, das macht einen schon paranoid.»

Die Swiss trifft in diesem Fall keine Schuld, sie muss die Bestimmungen der US-Behörden umsetzen, wenn sie amerikanische Flughäfen anfliegen will. Frau Alic wird wohl in absehbarer Zukunft nicht in die USA reisen. Denn wer einmal auf der Schwarzen Liste steht – und sei es aufgrund eines Fehlers – bleibt dort in aller Regel. (rey)

(via Aerotelegraph)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 16:37
    Highlight Ich will auch nicht in die USA, aber ich will zwingend frei darüber entscheiden können.

    Zu sagen diese Machenschaften seien uns egal weil wir ja sowieso nicht dahin reisen wollen, kommt einer Kapitulation gleich.
    2 0 Melden
  • kiawase 27.04.2014 16:27
    Highlight die USA sollten mal eine psychtherapie machen gegen diese paranoia
    4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 15:01
    Highlight Und jetzt a.s.a.p. einen us-anwalt organisieren und gegen die TSA auf 150 mio us$ schadenersatz wegen .............*** klagen.

    Viel glueck und gutes gelinge Aïda.


    ***dem wird schon was in den sinn kommen fuer die ueblichen 33% beteiligung.

    (Ein steinchen im reis = gebrochener zahn gab 25 mio, heisser verschuetteter caffee gab 70 mio.)
    2 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 14:56
    Highlight Die amerikanischen Behörden sind etwa zu vergleichen mit der Gestapo, damals dürfte man nicht Blumengeschäft heissen. Damals KZ heute Guandanamo.
    2 0 Melden
  • Asper 27.04.2014 13:48
    Highlight Wenn ich das nächste mal einen Bombenanschlag in den USA plane werde ich mich einfach Good Boom America oder so nennen. Dann lassen mich die verschobenen Amis sicher gerene rein. ;)
    0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 13:25
    Highlight wer will schon freiwillig in die USA!
    8 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 13:46
      Highlight Das Land wäre ja schon toll. Aber diese Regierung...
      3 0 Melden
  • ofmaqster 27.04.2014 12:19
    Highlight ..da ist ja mein nachname "Al-Qadi" viel schlimmer. Hab jetzt was viel ähnlichers erwartet..
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    • Kian 27.04.2014 12:34
      Highlight Probieren Sie mal einen Flug in die USA anzutreten ...
      6 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 12:05
    Highlight Es ist wegen den Fingernaegeln.
    4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 11:13
    Highlight Beschäftigen die Amis nur noch Analphabeten bei der Immigrationsbehörde? Aber wer will schon in die USA unter den heutigen Umständen? Ich kann gut drauf verzichten.
    11 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 16:33
      Highlight Die Problematik liegt wohl eher darin, dass solche schwarzen Listen rein maschinell erstellt werden und sich damit der Willkür - wie man sieht - Tür & Tor öffnen.
      2 0 Melden
  • Pieter 27.04.2014 10:46
    Highlight Ja ja lesen
    1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.04.2014 09:19
    Highlight Und die heimlichen Sieger dieser Entwicklung sind die Terroristen.
    12 0 Melden

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