Luftfahrt
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An Air India Boeing 787 Dreamliner performs its demonstration flight during the 50th Paris Air Show at Le Bourget airport, north of Paris, Tuesday, June 18, 2013.  (AP Photo/Francois Mori)

Air-India-Passagiermaschine (Archivaufnahme): Rangelei im Cockpit? Bild: AP

Co-Pilot gegen Pilot: Rangelei in Air-India-Cockpit

Er war mit einer Dienstanweisung nicht einverstanden, da soll der Co-Pilot einer Air-India-Maschine seinen Kapitän geschlagen haben. Der sagte zunächst nichts – aus Loyalität zum Arbeitgeber.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Flugzeug der Air India bereitete sich am Ostersonntagabend auf den Start vor, es waren nur noch ein paar Handgriffe zu erledigen. In dieser Situation befahl der Pilot seinem Co-Piloten, einige Daten für den Flug aufzuschreiben. Es ging um die Anzahl der Passagiere an Bord, das Gewicht beim Start und den Brennstoffverbrauch.

Auf einem kleinen Zettel notiert, sollten die beiden Piloten die Zahlen den ganzen Flug im Blick behalten. Eigentlich Routine. Aber über diesen Befehl entspann sich ein handfester Streit im Cockpit, wie die Times of India berichtet.

Demnach ärgerte sich der Co-Pilot dermassen über den Vorgang, dass er den Piloten schlug. Das schilderten mehrere Quellen der Airline, schreibt die Zeitung. Ein offizieller Sprecher der Air India hingegen wollte diese Version der Ereignisse nicht bestätigen. Es habe nur einen Streit gegeben, mehr nicht, heisst es in der offiziellen Stellungnahme.

Geisteszustand angezweifelt

So oder so beschloss der Pilot, sich von dem Vorfall nicht zu sehr beirren zu lassen. Trotz der Auseinandersetzung startete er den Flug AI 611 und steuerte den Airbus A320 planmässig von Jaipur nach Delhi. Er habe sich mit Rücksicht auf die Airline dazu entschlossen, den Flug durchzuführen, zitiert die «Times of India» ihre Quelle.

Eigentlich hätte der Kapitän den Vorfall schon am Startflughafen in Jaipur melden müssen. Das hätte allerdings dazu geführt, dass der Flug gestrichen worden wäre. Laut «Times of India» war es nicht das erste Mal, dass der Co-Pilot unangenehm aufgefallen war.

Drei Jahre zuvor habe der Co-Pilot schon einmal den Kapitän eines Flugzeugs aufgefordert, das Cockpit zu verlassen und die Sterne auf seinem Hemdkragen abzulegen, zitiert die Zeitung einen Angestellten der Fluggesellschaft. Anschliessend habe er mit dem Kapitän gekämpft. Ein Jahr später habe sich noch ein anderer Kapitän über das unhöfliche Benehmen des Co-Piloten beschwert – und ihm einen zweifelhaften Geisteszustand attestiert. (irb)

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