Luftfahrt
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Vietnamese Air Force officers sit in the cockpit of a search and rescue aircraft as they fly over the search area for a missing Malaysia Airlines plane, 250 km from Vietnam and 190 km from Malaysia, March 9, 2014. Malaysia Airlines said it was

Noch immer wird fieberhaft nach Wrackteilen des vermutlich ins Meer gestürzten malaysischen Fliegers mit 238 Personen an Bord gesucht.  Bild: Keystone

Kurznachrichten aus dem Flieger

Fluggesellschaft hat möglicherweise Hinweise, was auf Flug MH370 passiert sein könnte

Noch immer sind Suchtrupps intensiv dabei, die vermutlich ins Meer gestürzte Boeing 777 von Malaysia Airlines zu orten. Die Fluggesellschaft versucht Puzzle-teile des Hergangs, der womöglich zur Katastrophe führte, zusammenzusetzen. 

Als das Grossraumflugzeug der Malaysia Airlines zwei Stunden nach dem Start plötzlich vom Radar verschwindet, werden sofort alle Funksprüche immer und immer wieder abgehört. Doch es gab offenbar keinen Notruf der Crew des Flugs MH370. Dennoch könnte der Hergang der Tragödie auch ohne die Blackbox schon grob rekonstruiert werden. Denn: Die verunglückte Maschine war angeblich mit Aircraft Communications Addressing and Reporting System (ACARS) ausgestattet, wie Firstpost.com berichtet. 

Das automatische Daten-Funksystem sendet automatisch Kurznachrichten an die Bodenstationen und erspart so Funksprüche. Während eine Blackbox alle relevanten Fluginformationen aufzeichnet, sendet ACARS fortlaufend Lade- und Treibstoffmeldungen, Triebwerkszustände und andere technische Daten an die Leitstellen. Im Unglücksfall können diese Informationen unter Umständen ein relativ exaktes Bild des Unglückhergangs liefern.

Erstmals hat dieses System beim Absturz des Air-France-Fluges AF 447 im Juni 2009 die wertvollen Hinweise erbracht. Aus über 10'000 Metern Höhe stürzte das Flugzeug mit 228 Menschen ab. Das ACARS sendete rund ein Dutzend Nachrichten ab Beginn der Probleme während des Flugs. So zum Beispiel zum Ausfall der Cockpitanzeige oder zum Abfall des Kabinendrucks. 

Kontakt per Handy?

Angehörige haben laut Medienberichten kurz einen Kontakt zu einem Handy aus dem vermissten Flug MH370 von Kuala Lumpur aufgenommen. Nach Berichten mehrere chinesischer Fernsehsender soll das Telefon bei dem Anruf kurz geklingelt haben, bevor die Verbindung unterbrochen wurde. «Wir werden den Hinweisen nachgehen», sagte ein Vertreter von Malaysia Airlines am Sonntag vor Journalisten in Peking. Er äusserte sich jedoch nicht näher, ob sich über das Handy der Ort des vermissten Flugzeuges näher eingrenzen lassen könnte. Der Kontakt zu der Boeing 777-200 war am frühen Samstagmorgen zwei Stunden nach dem Start in Kuala Lumpur abgebrochen. (sda/dpa)

Sturzflug müsste ACARS-Kurznachrichten ausgelöst haben

Zwar konnte die Unglücksursache von Flug AF447 erst zwei Jahre später nach dem Auffinden und Bergen des Flugschreibers aus 4000 Meter Meerestiefe im Detail geklärt werden. Dennoch gaben die Kurz-Nachrichten erste Hinweise zum Ablauf des Absturzes und dem Pilotenversagen. Dadurch konnte viel konkreter ermittelt werden. 

Da offenbar auch die malaysische Maschine einen Sturzflug absolvierte, ist davon auszugehen, dass das ACARS automatisch mehrere Meldungen abgesetzt hat. Auf Anfrage von Welt Online wollte Boeing dazu aber keine Stellung nehmen. 

Noch bleibt also unklar, was konkret zum Absturz des Flugzeugs geführt hat. Doch es ist davon auszugehen, dass die Behörden schon bald erste Informationen zu den technischen Umgebungsvariablen herausgeben werden. Indes dürften viele weitere Fragen vorläufig unbeantwortet bleiben. So zum Beispiel, ob ein Terroranschlag für den Absturz verantwortlich ist. (oku)



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