Luftfahrt
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Die Ölspuren sind die einzigen Hinweise auf die verschwundene Boeing. 

Flugzeug trotz Ölspuren weiterhin verschwunden

Maschine der Malaysia Airlines verschollen – zwei Personen mit gestohlenen Pässen an Bord

Eine Boeing der Malaysia Airlines mit Flugziel Peking ist vom Radarschirm verschwunden und vermutlich ins Meer gestürzt. Das sich zwei Personen mit gestohlenen Pässen an Bord befinden, wirft Fragen auf.

08.03.14, 06:04 12.03.14, 07:43

Mit Tagesanbruch in Südostasien haben Flugzeuge vor der Küste von Vietnam die Suche nach dem seit Samstag verschwundenen Passagierflugzeug mit 239 Menschen an Bord fortgesetzt. Kurz vor Dunkelheit am Samstag hatten Flugzeuge etwa dort, wo der letzte Funkkontakt stattfand, ein Ölteppich im Meer entdeckt. 

Ob er von der Maschine stammte, war aber unklar. «Wir bitten Malaysier und Menschen in aller Welt demütig, für Flug MH370 zu beten», schrieb Malaysia Airlines am Sonntagmorgen auf seiner Webseite. Die Maschine sei noch nicht gefunden worden.

Zwei Personen mit gestohlenen Pässen an Bord

Während die Boeing verschollen bleibt, ist die Fluggesellschaft daran, Kontakt zu den Angehörigen aufzunehmen. Dabei wurden zwei als Passagiere registrierte Männer, ein Österreicher und ein Italiener, aufgespürt – lebend und in Sicherheit. Gemäss Passagierliste hätten sie an Bord des Flugzeuges sein sollen. Doch beiden war bereits vor Monaten der Pass gestohlen worden.

Dies sei «wichtiger Teil der Untersuchungen», zitiert CNN den ehemaligen FBI-Mitarbeiter und Strafverfolgungs-Analyst Tom Fuentes. Interpol führe eine Datenbank über gestohlene und verlorene Pässe. Dass an Bord der Boeing 777-200 zwei Passagiere mit falschen Pässen gelangen konnten, werfe die Frage auf, ob die Datenbank überhaupt konsultiert werde. «Die Airline müsste diese Datenbank kontrollieren», so Fuentes. Hinweise auf einen terroristischen Akt gibt es bislang nichts. Die Behörden von Malaysia können aber «nichts ausschliessen».

Spuren 150 Kilometer vor Tho Chu

Besorgte Angehörige der Passagiere strömten am malaysischen Hauptstadtflughafen Kuala Lumpur zusammen und warteten auf Neuigkeiten. «Sie haben uns noch keine Informationen gegeben», sagte ein Mann, dessen Nichte mit ihrem Ehemann in der Maschine unterwegs war. Auch andere Angehörige zeigten sich verärgert über die schleppende Informationsweitergabe.

Den einzigen Hinweis auf das Flugzeug liefern noch immer Ölspuren, die womöglich von dem Flugzeug stammten. Wie der stellvertretende Verkehrsminister von Vietnam mitteilte, hätten zwei Suchflugzeuge die Spuren etwa 150 Kilometer vor der Insel Tho Chu entdeckt. Dort hatte sich die Boeing 777-200 der Malaysia Airlines befunden, als am Samstag früh der Funkkontakt abbrach. Die Suche musste nach seinen Angaben allerdings kurz darauf wegen schlechter Sicht abgebrochen werden. «Wir schicken Schiffe in das Gebiet», sagte der Vizeminister.

Vietnamesische Staatsmedien hatten zuvor einen Marineoffizier mit der Aussage zitiert, die Boeing sei vor der Küste im Süden Vietnams ins Meer gestürzt. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür aber nicht.

Angehörige warten am Flughafen in Kuala Lumpur auf Informationen. Bild: AP/AP

Zwei Stunden nach Start von Radarschirm verschwunden

Das Flugzeug sei kurz nach Mitternacht in Kuala Lumpur gestartet und habe etwa zwei Stunden später den Kontakt zur Luftverkehrsaufsicht verloren. Laut Plan hätte das Flugzeug um 6.30 Uhr morgens (Ortszeit, 23.30 Uhr Freitagabend MEZ) in Peking landen sollen. Malaysia Airlines ist in Kontakt mit den Behörden, die sich um die Ortung der Maschine bemühten.

Die Ursache für das Verschwinden der Maschine vom Radar war auch Stunden später noch unklar. Einen Notruf der Crew gab es nicht, die Wetterlage war normal. Die Maschine konnte zunächst nicht geortet werden.

Die Flugroute von Kuala Lumpur nach Peking verläuft Richtung Nordosten und dürfte über weite Strecken über das Südchinesische Meer führen. 

Keine Bestätigung für Absturz

Die malaysische Regierung teilte am Samstagvormittag (MEZ) mit, sie habe weiterhin «keine Informationen», ob die verschwundene Maschine abgestürzt sei. Verkehrsminister Hishammuddin Hussein sagte in Kuala Lumpur, er könne Berichte über einen Absturz des Flugzeugs nicht bestätigen. 

Er bemühe sich aber um weitere Informationen aus Vietnam. «Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um das Flugzeug zu lokalisieren», sagte er. Vietnamesische Staatsmedien hatten zuvor einen Marineoffizier mit der Aussage zitiert, die Boeing sei vor der Küste im Süden Vietnams ins Meer gestürzt. Hussein sagte dazu, er habe die malaysische Marine gebeten, bei ihren Kollegen in Vietnam eine Bestätigung einzuholen. «Im Moment haben wir keine Information über ein Wrack im Meer», sagte der Minister. 

An dieser Position verliert sich Flug MH370 auf dem Radarschirm. 

Die mutmassliche Unglücksstelle befindet sich zwischen der Ostküste Malaysias und der Südspitze Vietnams, zwischen dem Golf von Thailand und dem Südchinesischen Meer. Malaysia, Vietnam und China setzen Such- und Rettungsschiffe ein. Die vietnamesischen Behörden versetzten auch Fischer in der Region in Alarmbereitschaft. Sowohl zu Wasser als auch aus der Luft wird fieberhaft nach dem Flugzeug gesucht. 

Erfahrener Pilot

«In der Region, in der die Maschine verschwand, wurde zu dem Zeitpunkt keine ungewöhnliche Wetterlage gemeldet», sagte Vietnams Vizeverkehrsminister Pham Quy Tieu der Nachrichtenagentur dpa. Es habe keine Anzeichen gegeben, dass das Flugzeug in Not gewesen sei, sagte Malaysia-Airlines-Chef Ahmad Jauhari Yahya. Der Pilot sei ein erfahrener Kollege mit mehr als 30 Dienstjahren gewesen. (dwi/oku/sda/afp/reu/dpa)

Boeing 777-200

Die «Triple Seven», wie die Boeing 777 von Flugexperten genannt wird, ist ein amerikanisches Langstreckenflugzeug mit rund 12'000 Kilometern Reichweite. Sie fliegt seit 1995 im kommerziellen Dienst. Boeing lieferte bislang laut eigener Webseite 88 Maschinen vom Typ 777-200 aus. Malaysia Airlines hat nach eigenen Angaben 15 Maschinen dieses Typs im Dienst. Die Maschine gilt als sehr zuverlässig. Das von einem US-Sicherheitsanalysten gegründete Portal airsafe.com führt nur einen Zwischenfall auf: Im Juli 2013 streifte eine Maschine der Asiana Airlines beim Landen in San Francisco eine Mauer und verunglückte. Drei Menschen kamen ums Leben, 304 Menschen überlebten. Eine 777-200 verunglückte bei der Landung in Heathrow im Januar 2008. Sie verlor das Fahrwerk. Die 152 Menschen an Bord überlebten, aber ein Passagier wurde schwer verletzt. Die Maschine geriet nach der Rettung der Passagiere in Brand. Die 63 Meter lange Maschine kann in der Bauart bei Malaysia Airlines 282 Passagiere transportieren. (sda/dpa)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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