Luzern

An der MS Diamant ist vermutlich ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. (Archivbild) Bild: KEYSTONE

Havarierte MS Diamant trifft in Werft in Luzern ein – hoher Schaden entstanden

08.12.17, 01:52 08.12.17, 13:47

Das am Donnerstag im Vierwaldstättersee auf Felsen aufgelaufene Motorschiff Diamant ist in seiner Werft in Luzern zu Reparaturarbeiten eingetroffen. Das teilte die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) am Freitagmittag mit.

Die MS Diamant traf um 11.15 Uhr auf dem Schwimmdock der SGV ein, rund zwei Stunden früher als geplant. Nachdem Polizeitaucher die Lecks provisorisch abgedichtet hatten, konnte das Schiff aus eigener Kraft in seinen Heimathafen zurückkehren. Die Schiffsmotoren haben den Unfall unbeschädigt überstanden. «Im Motorraum gab es keinen Wassereinbruch», sagte SGV-Direktor Stefan Schulthess.

51s

163 Passagieren an Bord: MS Diamant läuft auf Grund

Video: srf

Auf der Fahrt von Kehrsiten über den Vierwaldstättersee nach Luzern war die MS Diamant zur Sicherheit von weiteren Schiffen begleitet worden. Am Donnerstag und Freitag hatten Feuerwehren aus mehreren Gemeinden, darunter aus Stans und Luzern, das Wasser aus dem havarierten Schiff abgepumpt und das Schiff wieder stabilisiert.

Schaden in «siebenstelliger» Höhe

Gemäss Schulthess ist offen, wie lange das Motorschiff Diamant ausfallen wird. Dies sei hauptsächlich von den Lieferfristen für Ersatzteile und Ersatzgeräte abhängig.

Schulthess befürchtet, dass der Sachschaden im Millionenhöhe liegt, der Schaden sei «sehr hoch». Gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte er, er vermute, der Sachschaden liege im «siebenstelligen Bereich».

Küche und Heizung unter Wasser

Grund sei, dass viele teure Geräte vermutlich ausgetauscht werden müssten. «Das Wasser lief in die Küche, in die Heizung und teilweise in die Kühlzellen der Gastronomie.» Müssten all diese Maschinen und Geräte ausgetauscht werden, werde es «teuer». Die handgrossen Lecks am Rumpf zu reparieren, würde bei der Endrechnung im Vergleich dazu nicht gross ins Gewicht fallen.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend gemäss dem SGV-Direktor bereits 400 Meter vor der Schiffstation Kehrsiten. Das Schiff schrammte einen Felsen unter Wasser entlang und schlug mehrere Lecks an der linken Seite (backbord) des Motorschiffs.

Drei Schotten liefen darauf mit Wasser voll. «Das Schiff blieb aber manövrierfähig und konnte die Station Kehrsiten aus eigener Kraft ansteuern, wo die Passagiere und Besatzung unverletzt die MS Diamant verlassen konnten.» Verletzt wurde niemand.

Die MS Diamant ist erst seit diesem Jahr in Betrieb. (Archivbild) Bild: KEYSTONE

Ursache unklar

Warum es am Donnerstagabend kurz nach 21 Uhr zum Unfall auf dem mit die 163 Passagieren besetzten Schiff kam, ist unklar. Die Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft Nidwalden sowie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) haben eine Untersuchung eingeleitet.

Die MS Diamant ist erst seit diesem Jahr in Betrieb. Das 15,5 Millionen Franken teure Motorschiff hatte im Mai seine Jungfernfahrt absolviert. Das Schiff wurde in der Werft der SGV gebaut. (cma/sda)

Neue Handelsrouten in der Arktis «dank» Eisschmelze

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tilman Fliegel 08.12.2017 14:45
    1 2 Melden
  • Ha! Bermas. 08.12.2017 09:27
    Highlight "Die aufgebotenen Feuerwehren versuchen mit Hochdruck das eintretende Wasser abzupumpen."
    Mit einer Hochleistungspumpe oder mit grosser Anstrengung?;)

    Ich mag (unbeabsichtigte) Wortspiele...:D

    Trotzdem schade um das Schiff.
    35 4 Melden
  • pamayer 08.12.2017 09:22
    Highlight Und die Besatzung hatte währenddessen Titanic geschaut.
    8 27 Melden
  • Falco Team #BILLAGbruuchts 08.12.2017 09:03
    Highlight Wann tauchen wohl die ersten Verschwörungstheorien auf? Ganser, übernehmen Sie!
    17 41 Melden
  • Wilhelm Dingo 08.12.2017 08:40
    Highlight Wie kann denn sowas passieren? Kein Echlot an Bord?
    6 20 Melden
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 08.12.2017 09:42
      Highlight Schettino als Kapitän ???
      29 7 Melden
    • Tilman Fliegel 08.12.2017 10:29
      Highlight Ein Echolot hilft da ungefähr soviel, wie ein Parksensor gegen Parkschäden.
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