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Das steht in der Sonntagspresse

18.05.14, 06:05 18.05.14, 10:50

Die Credit Suisse und die SBB: Das sind zwei der Hauptthemen in den Sonntagszeitungen von heute:

«NZZ am Sonntag»

Beim Unterhalt des Schienennetzes will sich die SBB wegen mangelnder Finanzmittel auf das notwendige Minimum beschränken. Das verfügte der Chef der SBB-Division Infrastruktur. Der Plan ist brisant, weil sich bei der SBB in den vergangenen Jahren beim Unterhalt und der Erneuerung des Netzes bereits ein Rückstand in Milliardenhöhe eingehandelt hat. Bahnexperten befürchten, dass mit der Sparmassnahmen längerfristig deutlich höhere Kosten auf die Bahn zukommen. Die SBB spricht von einer «Investitionsstrategie», mit der optimale Lösungen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln angestrebt würden.

«SonntagsZeitung»

Die CS soll in den USA ein Schuldgeständnis unterschreiben, in dem die Grossbank einräumt, eine kriminelle Organisation geführt zu haben. Das berichtet die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf Anwaltskreise. Nach Angaben dieser Juristen, die ehemalige Mitarbeiter vertreten, soll die Schuld auf Angestellte in den USA abgeschoben werden. Offenbar könnte der Deal zur Beilegung des Steuerstreites bereits am (morgigen) Montagabend bekannt gegeben werden.

«Schweiz am Sonntag»

CS-Spitze Dougan und Rohner unter Beschuss. Bild: KEYSTONE

Nach SP-Präsident Christian Levrat und anderen stimmt nun auch SVP-Vizepräsident Christoph Blocher in die Rücktrittsforderungen an die Adresse der CS-Führung ein. Der alt Bundesrat plädiert für eine «hohe Verantwortung». «Das heisst, selbst untergehen, damit die Bank nicht untergeht.» Das oberste Management könne mit einem Schuldbekenntnis die Bank retten. «Dann kommen sie halt dran - dafür haben sie auch so hohe Löhne.» Offenbar gehe es den CS-Chefs aber vor allem darum, ihre eigene Haut zu retten. Das sei beschämend.

«SonntagsBlick»

Angesichts der regelmässigen Selbstmorde auf Schweizer Geleisen bespricht die SBB mit Experten das Thema Suizidprävention an einem runden Tisch. Neben der SBB nehmen Südostbahn, Berner Kantonspolizei und spezialisierte Psychiater teil. Ziel sind Massnahmen, mit denen Suizidwillige von ihrer Tat abgehalten werden können. Bereits wurden zusätzliche Tafeln mit der Telefonnummer der Dargebotenen Hand in Bahnhöfen angebracht. Diskutiert wird unter anderem über Zäune und Überwachungskamera oder Hup- und Pfeifsignale.

«Schweiz am Sonntag» / «SonntagsZeitung»

Die «Schweiz am Sonntag» und die «SonntagsZeitung» haben unabhängig voneinander bei den Bundesparlamentariern nachgefragt, wie viel Zeit diese für ihr Mandat aufwenden. Etwas weniger als 100 National- und Ständeräte antworteten und diese arbeiten im Durchschnitt laut «Schweiz am Sonntag» 29 Stunden in der Woche. Das entspricht ungefähr einem 70-Prozent-Pensum. Die Spannweite ist aber enorm: Sie reicht von 15 bis 60 Wochenstunden. Der «SonntagsZeitung» gab eine Mehrheit an, zwischen 50 und 75 Prozent des Pensums für das Parlament aufzuwenden. Gemäss «Schweiz-am-Sonntag»-Umfrage beträgt das durchschnittliche Gesamteinkommen der Parlamentarier – Einkommen inklusive Spesen – 130'870 Franken im Jahr. Davon gehen rund 68'000 Franken für Ausgaben wie Mitarbeiter, Büro und Mandatsabgaben weg.

«Zentralschweiz am Sonntag» / «Ostschweiz am Sonntag»

Angestellte der Eidgenössischen Steuerverwaltung haben in einer Mitarbeiterbefragung harsche Kritik an zwei Kadern der Abteilung Mehrwertsteuer geübt. Die Rede ist von Vetternwirtschaft und Inkompetenz. Der Chef der Steuerverwaltung, Adrian Hug, will den Vorwürfen nun nachgehen. Die Vorwürfe seien «gravierend», sagte Hug. «Dort, wo sie sich als wahr herausstellen, werden wir handeln.» (kad/sda - Die Meldungen sind unbestätigt.)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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