Medien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Peter Greste auf dem Heimweg

Ägypten lässt australischen «Al-Jazeera»-Reporter frei

Al Jazeera journalist Peter Greste of Australia stands in a metal cage during his trial in a court in Cairo in this March 24, 2014 file photo. Greste, imprisoned in Egypt 400 days ago on charges that included aiding a terrorist group, will be deported to his native Australia on February 1, 2015, Egypt's state news agency reported.   REUTERS/Al Youm Al Saabi Newspaper/Files  (EGYPT - Tags: POLITICS CRIME LAW MEDIA) EGYPT OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN EGYPT

Greste während seines Prozesses im März 2014.  Bild: STRINGER/EGYPT/REUTERS

Der australische TV-Journalist Peter Greste ist auf dem Weg in sein Heimatland: Ägypten hat den «Al-Jazeera»-Reporter aus der Haft entlassen. Greste solle den Rest seiner siebenjährigen Haftstrafe in Australien absitzen, sagte ein Vertreter des Innenministeriums in Kairo am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. 

Der Reporter war im Juni vergangenen Jahres gemeinsam mit weiteren «Al-Jazeera»-Mitarbeitern wegen angeblicher Unterstützung der islamistischen Muslimbruderschaft verurteilt worden. Das Urteil war international scharf kritisiert worden. 

Sprachrohr von Katar

Greste, sein ägyptisch-kanadischer Kollege Mohamed Fahmi und der ägyptische Reporter Baher Mohamed waren wegen angeblicher falscher Berichterstattung zugunsten der islamistischen Muslimbruderschaft zusammen mit vier weiteren Angeklagten zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden. Im Januar entschied ein Kassationsgericht, der Prozess gegen alle Angeklagten solle neu aufgerollt werden. Laut der Anklage sollen die Reporter heimlich und ohne Akkreditierung gearbeitet haben. 

Kairo betrachtet «Al-Jazeera» als Sprachrohr der Regierung in Katar, wo der Sender seinen Sitz hat. Kairo wirft Katar vor, die Muslimbrüder zu unterstützen. Die Bewegung selbst wurde in Ägypten nach dem Sturz des aus der Muslimbruderschaft hervorgegangenen Präsidenten Mohammed Mursi als Terrororganisation eingestuft und verboten. (dhr/sda/afp) 



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Wir haben eine Mission: Die Verbreitung der Wahrheit» 

Wie ist es, als Journalistin in einem arabischen Land zu arbeiten? Die jordanische Reporterin Rana Sabbagh über den Zustand der Medienfreiheit, Trumps Journalisten-Bashing und den Fall Jamal Khashoggi.

Rana Sabbagh ist eine der bekanntesten Journalistinnen im arabischen Raum. Die 56-Jährige war die erste weibliche Chefredaktorin einer jordanischen Zeitung, arbeitete mehr als 10 Jahre für die Nachrichtenagentur Reuters und gründete 2005 Arab Reporters for Investigative Journalism (ARIJ) – eine unabhängige Plattform zur Ausbildung von Investigativjournalisten.

Vor zwei Wochen wurde sie an der Buchmesse Frankfurt mit dem Raif Badawi Award geehrt. Im Gespräch mit watson wechselt sie irgendwann …

Artikel lesen
Link to Article