Medien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Video: Youtube/katehansen92

Ein Video und seine Folgen

Schleichen in Sotschi Wölfe durchs olympische Dorf? Hier lesen Sie die Wahrheit über diese Internet-Ente

Eine amerikanische Rodlerin veröffentlicht ein Handyvideo, das angeblich einen Wolf in einem Haus im olympischen Dorf zeigt – und die ganze Welt nimmt diese fragwürdige Information gleich für bare Münze.

20.02.14, 16:11 20.02.14, 17:46

Ich sitze im Glashaus, aber diesen Stein werfe ich trotzdem. Nur weil anfangs Olympia ein paar Türen klemmten und in einigen Hotelzimmern kein warmes Wasser floss, wird jetzt ungeprüft alles in die Welt hinausgerufen, was irgendjemand über Sotschi behauptet?

Die US-amerikanische Rodlerin Kate Hansen stellt diesen Tweet ins Internet, der den Link auf ein YouTube-Video enthält und die Frage, ob da ein Wolf über den Gang schleiche:

Jeder vernünftige Mensch beginnt nun kurz zu überlegen. Kann es wirklich sein, dass ein Wolf in ein Gebäude des olympischen Dorfs gelangt und dort durch die Gänge schleicht? Die Antwort scheint klar: Nein, das kann nicht sein.

Doch so klar scheint der Fall nicht zu sein, wenn wir mal einen kurzen Blick in die grosse weite Internetwelt werfen. Einige Screenshots bekannter Portale zeigen, dass die Meldung für bare Münze genommen wird:

Screenshot: «Die Welt»



Immerhin ein Fragezeichen im Titel.
«Tages-Anzeiger»

 

Die Wahrheit

Wie man es richtig macht, zeigt uns NBC. Schon die Anführungszeichen im Titel zeigen, dass wohl eher kein «Wolf» durch die Gänge schleicht. Der Sender hat das Video dem renommierten Veterinär Mark Jones gezeigt und der stellte fest: Es handelt sich nicht um einen Wolf, sondern um einen Husky.

Auch die Tatsache, dass ein offenbar herrenloser Husky in den Häusern des olympischen Dorfs in Sotschi herumstreichen kann, ist an und für sich bemerkenswert. Aber weil die Schlagzeile vom gefährlichen Wolf halt viel schöner ist, drückt man lieber mal ein Auge zu.

Screenshot: «NBC»



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Er war der «meistgehasste Mensch der Schweiz»: So geht es Beat Dünki heute

Vor zwölf Jahren galt Beat Dünki als «meistgehasster Mensch der Schweiz». Vor sechs Jahren entschuldigte sich der «Blick» bei ihm. Inzwischen hat er sich ein neues Leben aufgebaut.

Beat Dünki (64) verspätet sich. Aufgehalten wird er von einem Lebensmittelinspektor, der zu einer unangemeldeten Kontrolle aufgetaucht ist und eine Temperatursonde in einen Früchtequark bohrt. Dünki betreibt einen Laden, in dem fast das gesamte Sortiment das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat. Sein Team sammelt bei Bäckereien und Detailhändlern Nahrungsmittel ein, die sonst weggeworfen würden, und verkauft sie im «Backwaren Outlet» in Basel zu symbolischen Preisen weiter. Sind …

Artikel lesen