Medien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Er hat abgelehnt

Markus Somm wird nicht Chefredaktor der NZZ

15.12.14, 11:43 15.12.14, 14:10
ZUR MELDUNG, DASS CHRISTOPH BLOCHER, MARKUS SOMM UND ROLF BOLLMANN DIE BASLER ZEITUNG BAZ ZU JE EINEM DRITTEL UEBERNEHMEN, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 30. JUNI 2014, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  -  Markus Somm, neuer Chefredaktor der Basler Zeitung, an der Medienkonferenz der Basler Zeitung Medien am Montag, 30. August 2010 in Basel. (KEYSTONE/Andreas Frossard)

Bleibt in Basel: Markus Somm. Bild: KEYSTONE

Markus Somm, Chef der «Basler Zeitung», will nicht zur «Neuen Zürcher Zeitung» wechseln. Somm war als Nachfolger von NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann im Gespräch. Dessen Rücktritt auf Ende Jahr war am Dienstag bekanntgegeben worden. 

Er «bestätige, dass Gespräche zwischen mir und der Führung der NZZ-Mediengruppe stattgefunden haben», teilte Somm am Montag mit. Es sei um die Neubesetzung der NZZ-Chefredaktion gegangen. Er habe «nach reiflicher Überlegung» beschlossen, er wolle seine Tätigkeit als Chefredaktor und Verleger bei der BaZ unverändert weiterführen. 

In einem Mail an die Mitarbeitenden der BaZ bedankte sich Somm «für Eure Loyalität und Nervenstärke, die Ihr in diesen unruhigen Tagen bewiesen habt»

Mit dem Bekanntwerden von Spillmanns Rücktritt war das Gerücht aufgekommen, der Verwaltungsrat werde Somm zum Nachfolger wählen. Dies rief weit herum Empörung und Besorgnis hervor: Befürchtet wurde, dass die traditionell der FDP nahestehende Zeitung der SVP ausgeliefert werden sollte. Somm ist selbst zwar FDP-Mitglied, steht aber der SVP und Christoph Blocher nahe. 

Exponenten der FDP meldeten sich übers Wochenende zu Wort, und auch innerhalb der NZZ-Redaktion regte sich Widerstand. 

NZZ-Chefredaktor Spillmann verlässt die Zeitung Ende Jahr. Hinter dem Abgang stehen unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Gruppe ihre publizistische Leitung im Geschäftsbereich NZZ neu organisieren soll. Zu diesem Geschäftsbereich gehören die «Neue Zürcher Zeitung», die «NZZ am Sonntag» und das Onlineportal nzz.ch. 

Bis eine definitive Nachfolge für Spillmann gefunden ist, leiten die drei stellvertretenden Chefredaktoren René Zeller, Luzi Bernet und Colette Gradwohl die NZZ-Redaktion interimistisch. (aeg/sda) 

Diese neun Köpfe bestimmen das Schicksal der «alten Tante»



Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • little_miss_trouble 15.12.2014 14:36
    Highlight uuuf. *aufschnauf*
    1 1 Melden
  • amberli 15.12.2014 13:08
    Highlight Nur schon der fact, dass somm angefragt wurde, macht klar, das ein publizistischer richtungswechsel angestrebt wird.
    9 4 Melden

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Der «Tages-Anzeiger» wurde vor 125 Jahren gegründet. Nun lädt der Verlag zum Jubiläumsfest, doch für viele Journalisten gibt es keinen Grund zum Feiern. Man kann sie verstehen.

Eine Firma veranstaltet ein grosses Fest für ihre Belegschaft – und niemand geht hin? So weit wird es kaum kommen, wenn Tamedia am Mittwoch den 125. Geburtstag des «Tages-Anzeigers» in der Samsung Hall in Dübendorf feiert. Dennoch ist absehbar, dass ein Teil der 3400 Mitarbeitenden des grössten privaten Medienkonzerns der Schweiz durch Abwesenheit glänzen wird.

Bei den Journalistinnen und Journalisten hält sich die Feierlaune in Grenzen. Das gilt besonders für jene von «Berner Zeitung» und …

Artikel lesen