Mexiko
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People protest the disappearance of 43 students from the Isidro Burgos rural teachers college and demand authorities find them in Chilpancingo, Mexico, Wednesday, Oct. 8, 2014. Federal officials say they still have no explanation for violence Sept. 26 that killed six, wounded at least 25 and left so many missing. Also, investigators still had no word on whether the 28 bodies found in a mass grave last weekend included some of the missing students. (AP Photo/Eduardo Verdugo)

Bild: Eduardo Verdugo/AP/KEYSTONE

«Der Staat ist schuld»

Tausende protestieren gegen Massaker an Studenten

09.10.14, 04:18

In der mexikanischen Stadt Chilpancingo haben am Mittwoch (Ortszeit) mehrere tausend Menschen gegen das Verschwinden von 43 Studenten protestiert. Die Demonstranten blockierten zeitweise die Schnellstrasse, die die Hauptstadt des Bundesstaates Guerrero mit dem Ferienparadies Acapulco verbindet.

Auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt gab es Proteste gegen den Umgang der staatlichen Stellen mit dem Fall. Die Studenten waren von der Polizei festgenommen worden, ein Teil von ihnen wurde offenbar im Zusammenhang mit Verstrickungen mit Drogenkartellen umgebracht.

Activists and students take part during a march in support of the Ayotzinapa Teacher Training College missing student, in Mexico City October 8, 2014. Thousands marched through the Mexican capital on Wednesday to demand the government find out what happened to dozens of missing students, who are feared to have been massacred by gang members and police.The students from a teachers' college went missing after they clashed with police in Iguala in the volatile, gang-ridden state of Guerrero on Sept. 26. A mass grave was found near the town over the weekend, full of charred human remains. REUTERS/Edgard Garrido (MEXICO - Tags: CIVIL UNREST CRIME LAW POLITICS EDUCATION)

Die Demonstranten fordern eine Aufklärung des Falls. Bild: EDGARD GARRIDO/REUTERS

Der Staat verantwortlich gemacht

Kommilitonen und Angehörige machten derweil die Regierung für die Tat verantwortlich. «Wir schreiben die Verschleppung unserer Kollegen dem Staat zu», sagte Studentenvertreter Omar García am Mittwoch.

Der Sprecher der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Perseo Quiroz, sagte, die mexikanischen Behörden würden seit mehr als einem Jahrzehnt die Augen verschliessen, wenn Menschen verschwinden oder ihnen Gewalt angetan werde.

Massengrab entdeckt

Nach Zusammenstössen zwischen Studenten und der örtlichen Polizei vor knapp zwei Wochen waren in Iguala 43 junge Leute verschwunden. In fünf Massengräbern vor den Toren der Stadt entdeckten die Ermittler mittlerweile 28 zum Teil verbrannte Leichen.

A photographer takes pictures at clandestine graves at Pueblo Viejo, in the outskirts of Iguala, southern Mexican state of Guerrero October 7, 2014. Mexican President Enrique Pena Nieto vowed on Monday to hunt down those responsible for the apparent massacre of dozens of students in the southwest of the country that authorities say involved local security officials. The students went missing after they clashed with police in Iguala in the volatile, gang-ridden state of Guerrero on September 26. A mass grave was found near the town over the weekend, full of charred human remains. Guerrero's attorney general, Inaky Blanco, said on Sunday that 28 bodies have been found at the site so far, and it is

In einem Massengrab entdeckte die Polizei 28 Leichen. Bild: Reuters

Zwei Mitglieder der Verbrecherorganisation «Guerreros Unidos» räumten den Mord an 17 Studenten ein, auch Polizisten sollen in die Tat verwickelt sein. Ob es sich bei den Toten tatsächlich um die Verschleppten handelt, ist bislang unklar.

Ein Teil der Angehörigen geht davon aus, dass zahlreiche Studenten noch leben. Der Bürgermeister von Iguala, José Luis Abarca, ist seit Tagen nicht mehr gesehen worden. (sda/afp/dpa)



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